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Klosterruine Herrenalb: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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#REDIRECT [[Kloster Herrenalb]]
{{OpenStreetMap|48.7965|8.43647|15}}
[[Bild:Herrenalb4.jpg|thumb|Klosterruine Herrenalb]]
Die '''Klosterruine Herrenalb''' ist eine Sehenswürdigkeit in [[Bad Herrenalb]] im [[Landkreis Calw]].
Von dem einstigen [[Zisterzienser]]kloster sind vor allem noch die Mauern der Vorhalle der einstigen Klosterkirche, ''[[Paradies (Kloster Herrenalb)|Paradies]]'' genannt, zu sehen.

Erhalten ist auch noch die ehemalige [[Klosterkirche Bad Herrenalb|Kirche]], die durch das Paradies erreicht werden kann.

Sie ist die Kirche der [[Evangelische Kirchengemeinde Bad Herrenalb|Evangelischen Kirchengemeinde Bad Herrenalb]].

== Geschichte ==
* Das [[1149]] unter dem Namen '''Alba Dominorum''' gegründete [[Zisterzienserkloster]] gehört neben [[Kloster Maulbronn]] zu den bedeutendsten Sakralbauten Baden-Württembergs.
* [[1148]] Stiftung durch Graf [[Berthold von Eberstein]]
* [[1177]] Bestätigung der Niederlassung durch Papst Alexander III.
* [[1250]] Fertigstellung des Klausurgebäudes
* [[1275]] Beginn der Reichsunmittelbarkeit des Klosters
* [[1298]] gerät das Kloster in den Einflussbereich der [[Markgrafschaft Baden]]
* [[1338]] kommt das Kloster unter die Schirmherrschaft der [[Grafschaft Wirtemberg]]
* [[1450]] Das Kloster verfügt über 300 Quadratkilometer Fläche mit 37 Dörfern im Umkreis und Einfluß auf weitere 127 Güter mit Rechten
* [[1460]] Spätgotische Umbauphase der Abtei
* [[1497]] Teilung der Schirmherrschaft zwischen Württemberg und Baden
* [[1525]] Pfinztaler Haufen plündert und brandschatzt die Anlage
* [[Bauernkrieg]] [[1525]]: mehrfach Plünderung, Auflösung, Instandsetzung
* [[1534]] Einführung der Reformation und Ende der Reichsunmittelbarkeit
* [[Reformation]] [[1534]]: die Mönche müssen das Kloster verlassen
* [[1535]] Das Kloster wird vorübergehend aufgehoben
* [[1556]] bis [[1595]] Evangelische Klosterschule
* [[1642]] Schwedische Truppen beschädigen im [[Dreißigjähriger Krieg]] die Klosteranlage schwer und endgültige Zerstörung des Klosters
* [[1649]] Endgültige Aufhebung des Zisterzienklosters
* [[1739]] Neubau der jetzigen evangelischen Kirche

== Bauliche Überreste ==
* Das Paradies, eine romanische Vorkirche (Ruine), mit einer noch völlig erhaltenen doppelsäuligen romanischen Fensterreihe und zwei Portalen.
* Der gotische Chor der Stadtkirche, in dessen Innerem sich das Grabmal des [[1431]] verstorbenen [[Markgrafen Bernhard von Baden|Bernhard von Baden]] befindet.
* An dem hinter der Stadtkirche liegenden Pfarrhaus erinnern einige Gesimssteine an die ehemalige Klosterscheune. Im Garten links der Kirche steht ein vermutlich gotisches Taufbecken aus Buntsandstein.
* Erwähnt sei noch eine 50 m von der Vorkirche entfernt gelegene Scheune, deren Unterbau aus großen Buntsandsteinblöcken besteht und schmale romantisch gebogene Fensterschlitze besitzt. Es war der ehemalige Klosterspeicher, an den sich links die Pistorei und nach rechts eine Mahlmühle anschloss.

<gallery>
Datei:Durchgang Kreuzgang zu Kirche.JPG|Durchgang vom [[Paradies]] zur [[Klosterkirche Bad Herrenalb]]
Datei:Grabmal Berthold von Eberstein.JPG|Grabmal von Berthold von Baden in der Klosterkirche
Datei:Bogenreste des Kreuzgangs Kloster Herrenalb.JPG|romanische Bögen am [[Paradies]]
Datei:Steine des Klosters Bad Herrenalb.JPG|Steine des ehemaligen Klosters in der Nähe vom [[Paradies]]
Datei:Bad Herrenalb Klosterf Spielplatz 050.JPG|Kinderspielplatz im Kloster
Datei:Herrenalb mit Kloster von Bahnhofstraße .JPG|Blick von der Bahnhofstraße zur Klosterkirche
Datei:Bad Herrenalb Klostermauer.JPG|Reste der Klostermauer
Datei:Bad Herrenalb Kloster Teufel.JPG|Steinskulptur in der Mauer am Eingang zum Kloster, gestiftet anläßlich des 850jährigen Klosterjubiläums
Datei:Bad-Herrenalb-Moench.jpg|Mönch im Klosterbereich
Datei:Bad Herrenalb Klosterfest Band vor Klosterkirche erl.jpg|Band beim Klosterfest vor dem Paradies. Im Hintergrund der Turm der Klosterkirche
Datei:Bad Herrenalb Kloster Historischer Weg.jpg|Geschichte des Klosters
</gallery>

== Frauenalb ==

Unweit von Bad Herrenalb, aber bereits auf [[Baden|badischer]] Seite, liegt der Flecken [[Karlsruhe:Frauenalb|Frauenalb]] (zur Gemeinde Marxzell im [[Landkreis Karlsruhe]] gehörend) mit der Ruine des [[Kloster Frauenalb|Klosters Frauenalb]]. Die Grenze zu [[Württemberg]] verläuft ganz in der Nähe und an einem Frauenalber Landgasthof ist noch ein badisches Grenzschild angebracht.

Hartnäckig hält sich bis in unsere Tage die [[Sage]], dass es einen unterirdischen Verbindungsgang zwischen den beiden Klöstern gegeben habe, so dass Herrenalber Mönche und Frauenalber Nonnen sich hätten heimlich besuchen können.

== Weblinks ==
* [http://www.St-Bernhard.net/index.html?/sites/tbhgk1.html201 Informationen auf den Seiten der Kirchengemeinde St. Bernhard]

[[Kategorie:Gebäude (Bad Herrenalb)]]
[[Kategorie:Kloster]]
[[Kategorie:Bestehendes Bauwerk]]
[[Kategorie:Ruine]]
[[Kategorie:Sage]]

Aktuelle Version vom 1. Mai 2020, 08:36 Uhr

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