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Mühlhausen (Würm): Unterschied zwischen den Versionen

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[[Bild:Mühlhausen Schloss.jpg|thumb|Das Schloss in Mühlhausen]]
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'''Mühlhausen''' an der Würm ist ein Teilort von [[Tiefenbronn]] im [[Enzkreis]].
'''Mühlhausen''' an der Würm ist ein Teilort von [[Tiefenbronn]] im [[Enzkreis]].

Der Ort hat 1700 Einwohner (Stand 2006). Die Gemarkungsfläche beträgt Mühlhausen: 263 ha.
Der Ort hat 1700 Einwohner (Stand 2006). Die Gemarkungsfläche beträgt 263 ha.
== Namensgleichheit ==
== Namensgleichheit ==
Es gibt auch den Ort [[Mühlhausen (Enz)]], heute ein Teilort von [[Mühlacker]], und zahlreiche weitere Orte gleichen Namens (siehe Wikipedia-Link).
Es gibt auch den Ort [[Mühlhausen (Enz)]], heute ein Teilort von [[Mühlacker]], und zahlreiche weitere Orte gleichen Namens.


== Geschichte ==
== Geschichte ==
Der Ort ist nach einer alten Mühle benannt. Im Schenkungsbuch des [[Kloster Hirsau|Klosters Hirsau]] wird Mühlhausen um 1105 erstmals urkundlich erwähnt.
Der Ort ist nach einer alten Mühle benannt. Im Schenkungsbuch des [[Kloster Hirsau|Klosters Hirsau]] wird Mühlhausen um 1105 erstmals urkundlich erwähnt.


Die Herren von Gemmingen hatten von 1407 über 400 Jahre die Herrschaft über das Dorf, wie über das ganze [[Biet]]. Hans Dietrich von Gemmingen erbaute in den Jahren 1551 bis 1553 das Wasserschloss in Mühlhausen.
Die [[Herren von Gemmingen]] hatten ab 1407 über 400 Jahre die Herrschaft über das Dorf, wie über das ganze [[Biet]]. [[Hans Dietrich von Gemmingen]] erbaute in den Jahren 1551 bis 1553 das Wasserschloss in Mühlhausen.
Der Ort gehörte ab 1805 Julius von Gemmingen, der 1823 mit seinem Freund, dem Pfarrer Henhöfer zur evangelischen Kirche übertrat. In Mühlhausen im traditionell [[Römisch-katholische Kirche|katholischen]] [[Biet]] wirkte ab [[1818]] der charismatische Prediger [[Aloys Henhöfer]] als Pfarrer. [[1823]] trat er mit einem erheblichen Teil der Dorfbevölkerung in einem aufsehenerregenden Vorgang zum [[Evangelische Kirche|evangelischen]] Glauben über.
1829-1830 bauten sie die evangelische Kirche. 1835 übersiedelte er nach Stuttgart und verkaufte seinen ganzen Besitz 1839 an das Großherzogtum Baden. Ab dieser Zeit unterstand Mühlhausen dem Amt Pforzheim.


Der traditionell katholische Ort gehörte ab 1805 [[Julius von Gemmingen]]. Der ihm nahestehende charismatische Prediger [[Aloys Henhöfer]] wirkte ab [[1818]] in Mühlhausen als Pfarrer. [[1823]] trat Henhöfer mit Julius von Gemmingen und dessen Familie sowie einem erheblichen Teil der Dorfbevölkerung in einem aufsehenerregenden Vorgang zum evangelischen Glauben über.

1829–1830 bauten Henhöfer und von Gemmingen die evangelische Kirche. 1835 übersiedelte Julius von Gemmingen nach [[Stuttgart]] und verkaufte seinen ganzen Besitz 1839 an das [[Großherzogtum Baden]]. Ab dieser Zeit unterstand Mühlhausen dem [[Oberamt Pforzheim|Amt Pforzheim]].


== Sehenswürdigkeiten ==
== Sehenswürdigkeiten ==
* Das [[Schloss Mühlhausen (Würm)|Schloss Mühlhausen]] ist ein altes Wasserschloss mit Wehrmauer von 1551/1553 und dient seit dem 19. Jahrhundert als evangelisches Pfarrhaus.
* Die katholische Kirche St. Alexander aus dem Jahre 1495 ist im spätgotischen Stil erbaut und mit einer Glocke aus dem Jahr 773.
* Die katholische Kirche [[St. Alexander (Mühlhausen/Würm)|St. Alexander]] aus dem Jahre 1495 ist im spätgotischen Stil erbaut.
* Das [[Schloss Mühlhausen (Würm)|alte Wasserschloss mit Wehrmauer]] von 1551/1553 (heute evangelisches Pfarramt).
* Die Marienkapelle wurde 1685 von Christoph Schiller gestiftet.
* Die [[Marienkapelle (Mühlhausen/Würm)|Marienkapelle]] wurde 1685 von Christoph Schiller gestiftet. Die [[Dreifaltigkeitskapelle (Mühlhausen/Würm)|Dreifaltigkeitskapelle]] entstand 1710 ebenfalls aus Anlass einer privaten Stiftung.
* Die evangelische [[Kreuzkirche (Mühlhausen/Würm)|Kreuzkirche]] entstand 1829/30, nachdem der vormals katholische Ortsherr [[Julius von Gemmingen]] zum evangelischen Glauben übergetreten war.
* Das ehemalige Pfarrhaus St. Martin in der Würmtalstraße 7: Kulturdenkmal besonderer Bedeutung aus dem Jahr 1803, Eingangsportal aus Sandstein mit Ornamenten und Baujahr; Baustil des Spätbarock mit Walmdach, um 1900 renoviert; achsensymmetrische Fassadengliederung analog zum Grundriss; Garten und Außenmauern oberhalb des Gebäudes ebenfalls unter [[Denkmalschutz]].
* Das ehemalige Pfarrhaus St. Martin in der Würmtalstraße 7 ist ein Kulturdenkmal besonderer Bedeutung aus dem Jahr 1803, Eingangsportal aus Sandstein mit Ornamenten und Baujahr; Baustil des Spätbarock mit Walmdach, um 1900 renoviert; achsensymmetrische Fassadengliederung analog zum Grundriss; Garten und Außenmauern oberhalb des Gebäudes ebenfalls unter [[Denkmalschutz]].

== Weblinks ==
* [http://www.rp.baden-wuerttemberg.de/servlet/PB/menu/1155503/index.html] Infos zum ehemaligen Pfarrhaus St. Martin auf der Webseite des Regierungspräsidiums Karlsruhe


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Aktuelle Version vom 24. April 2020, 19:07 Uhr

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Die St.-Alexander-Kirche in Mühlhausen
Das Schloss in Mühlhausen von der Straßenseite
Das Schloss in Mühlhausen

Mühlhausen an der Würm ist ein Teilort von Tiefenbronn im Enzkreis.

Der Ort hat 1700 Einwohner (Stand 2006). Die Gemarkungsfläche beträgt 263 ha.

Namensgleichheit

Es gibt auch den Ort Mühlhausen (Enz), heute ein Teilort von Mühlacker, und zahlreiche weitere Orte gleichen Namens.

Geschichte

Der Ort ist nach einer alten Mühle benannt. Im Schenkungsbuch des Klosters Hirsau wird Mühlhausen um 1105 erstmals urkundlich erwähnt.

Die Herren von Gemmingen hatten ab 1407 über 400 Jahre die Herrschaft über das Dorf, wie über das ganze Biet. Hans Dietrich von Gemmingen erbaute in den Jahren 1551 bis 1553 das Wasserschloss in Mühlhausen.

Der traditionell katholische Ort gehörte ab 1805 Julius von Gemmingen. Der ihm nahestehende charismatische Prediger Aloys Henhöfer wirkte ab 1818 in Mühlhausen als Pfarrer. 1823 trat Henhöfer mit Julius von Gemmingen und dessen Familie sowie einem erheblichen Teil der Dorfbevölkerung in einem aufsehenerregenden Vorgang zum evangelischen Glauben über.

1829–1830 bauten Henhöfer und von Gemmingen die evangelische Kirche. 1835 übersiedelte Julius von Gemmingen nach Stuttgart und verkaufte seinen ganzen Besitz 1839 an das Großherzogtum Baden. Ab dieser Zeit unterstand Mühlhausen dem Amt Pforzheim.

Sehenswürdigkeiten

  • Das Schloss Mühlhausen ist ein altes Wasserschloss mit Wehrmauer von 1551/1553 und dient seit dem 19. Jahrhundert als evangelisches Pfarrhaus.
  • Die katholische Kirche St. Alexander aus dem Jahre 1495 ist im spätgotischen Stil erbaut.
  • Die Marienkapelle wurde 1685 von Christoph Schiller gestiftet. Die Dreifaltigkeitskapelle entstand 1710 ebenfalls aus Anlass einer privaten Stiftung.
  • Die evangelische Kreuzkirche entstand 1829/30, nachdem der vormals katholische Ortsherr Julius von Gemmingen zum evangelischen Glauben übergetreten war.
  • Das ehemalige Pfarrhaus St. Martin in der Würmtalstraße 7 ist ein Kulturdenkmal besonderer Bedeutung aus dem Jahr 1803, Eingangsportal aus Sandstein mit Ornamenten und Baujahr; Baustil des Spätbarock mit Walmdach, um 1900 renoviert; achsensymmetrische Fassadengliederung analog zum Grundriss; Garten und Außenmauern oberhalb des Gebäudes ebenfalls unter Denkmalschutz.



Städte und Gemeinden (inklusive Stadtteile, Teilorte und Orte) im Enzkreis

Birkenfeld, Eisingen, Engelsbrand, Friolzheim, Heimsheim, Illingen, Ispringen, Kämpfelbach, Keltern, Kieselbronn, Knittlingen, Königsbach-Stein, Maulbronn, Mönsheim, Mühlacker, Neuenbürg, Neuhausen, Neulingen, Niefern-Öschelbronn, Ölbronn-Dürrn, Ötisheim, Remchingen, Sternenfels, Straubenhardt, Tiefenbronn, Wiernsheim, Wimsheim und Wurmberg bilden den Enzkreis.


Die Teilorte Tiefenbronn, Lehningen und Mühlhausen (Würm) bilden die Gemeinde Tiefenbronn.