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Dürrmenz: Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Blick auf Dürrmenz 2 - panoramio.jpg|thumb|Blick auf Dürrmenz]]
[[File:Dürrmenz, Mühlacker, Andreas Kieser.png|thumb|Dürrmenz im Kieserschen Forstlagerbuch von 1682]]
[[Bild:Dürrmenz Ortsmitte.jpg|thumb|Ortsmitte von Dürrmenz]]
'''Dürrmenz''' ist ein Stadtteil von [[Mühlacker]] im [[Enzkreis]].
'''Dürrmenz''' ist ein Stadtteil von [[Mühlacker]] im [[Enzkreis]].


== Geschichte ==
== Geschichte ==
Dürrmenz war Jahrhunderte lange der Ortskern der heutigen Stadt [[Mühlacker]], das damals nur ein Weiler war. [[779]] wird Dürrmenz zum ersten Male im Codex der Abtei Lorsch erwähnt.
Von den beiden Gemeinden Mühlacker und Dürrmenz ist Dürrmenz ursprünglich die größere und über lange Zeit bedeutendere.


Römische Siedlungsspuren lassen sich u.a. in der heutigen [[Waldenserstraße (Mühlacker)|Waldenserstraße]], [[Haldenstraße (Mühlacker)|Haldenstraße]], [[Hofstraße (Mühlacker)|Hofstraße]] und linksenzisch bei der Peterskirche nachweisen.
[[779]] wird die Siedlung als "Turmenz" erstmals urkundlich erwähnt. [[1180]] wird die [[Burgruine Löffelstelz]] unter den [[Herren von Dürrmenz]] erbaut. Zwischen [[1375]] und [[1482]] kauft das [[Kloster Maulbronn]] allmählich alle Besitzungen der Herren von Dürrmenz.

[[779]] wird die Siedlung als "Turmenz" erstmals urkundlich erwähnt. Die Namensherkunft ist nicht sicher geklärt, der Name könnte aus dem Keltischen stammen. Der ursprüngliche Siedlungsschwerpunkt im frühen Mittelalter scheint nach archäologischem Stand linksenzisch nahe der Peterskirche gewesen zu sein. Der urkundliche Nachweis einer Steinkirche im 8. Jahrhundert lässt darauf schließen, dass Dürrmenz damals wichtiger Kirchort in der näheren Umgebung war.

Dürrmenz war ursprünglich im Besitz der Kraich- und Enzgaugrafen und war daraufhin Teil der Herrschaft [[Enzberg]] mit der Oberherrschaft der [[Grafen von Calw]]. Das Dürrmenzer Adelsgeschlecht (ab [[1152]] nachweisbar) stammten von den [[Herren von Niefern]] und derer [[Herren von Enzberg|von Enzberg]] ab. [[1180]] wird die [[Burgruine Löffelstelz|Burg Löffelstelz]] unter den [[Herren von Dürrmenz]] erbaut. Zwischen [[1375]] und [[1482]] kauft das [[Kloster Maulbronn]] allmählich alle Besitzungen der Herren von Dürrmenz im Ort. [[1504]] wurden Ort und Burg von den Württembergern niedergebrannt und kam im selben Jahr unter deren Schirmherrschaft.


Im [[Pfälzischer Erbfolgekrieg|Pfälzischen Erbfolgekrieg]] werden Ort und Burg [[1692]] geplündert.
Im [[Pfälzischer Erbfolgekrieg|Pfälzischen Erbfolgekrieg]] werden Ort und Burg [[1692]] geplündert.


[[1699]] siedelten sich in Dürrmenz Waldenser an. Einige Waldenser zogen von hier aus weiter und gründeten die Siedlung "Lucerne" bei [[Wurmberg]].
[[1699]] siedelten sich in Dürrmenz [[Waldenser]] an (''siehe'' [[Du Queyras]]). Einige Waldenser zogen von hier aus weiter und gründeten die Siedlung "[[Lucerne]]" bei [[Wurmberg]].


Ab dem 19. Jahrhundert wächst die Industrie in Mühlacker und die Bedeutung von Dürrmenz nimmt gegenüber Mühlacker ab.
Mit der Eröffnung der Westbahn [[1853]] auf dem Feld nahe des damals zu Dürrmenz gehörigenden Weilers Mühlacker, lehnten der Legende nach die stolzen Dürrmenzer ab, den Namen Dürrmenz für den [[Bahnhof Mühlacker|Bahnhof]] zu verwenden. Aber mit dem Bahnanschluss beginnt dort industrielles Wachstum und die Bedeutung von Dürrmenz nimmt gegenüber Mühlacker ab.

[[1832]] wird [[Eckenweiher]] eingemeindet.


[[1930]] wird die Gemeinde Dürrmenz-Mühlacker zur Stadt Mühlacker erhoben.
[[1930]] wird die Gemeinde Dürrmenz-Mühlacker zur Stadt Mühlacker erhoben.


== Sehenswürdigkeiten ==
== Sehenswürdigkeiten ==
*Burgruine Löffelstelz
* [[Burgruine Löffelstelz]]
* Die [[Friedhofskirche St. Peter (Mühlacker)|Friedhofskirche St. Peter]] auf dem [[Friedhof St. Peter (Mühlacker)|Friedhof St. Peter]] war die mittelalterliche Hauptkirche der Gegend. Sie wurde im Dreißigjährigen Krieg verwüstet und erst Jahrzhente später durch die [[Waldenser]] wiederaufgebaut.
*Pfarrkirche St. Peter aus dem Jahr [[1585]]
* Die [[Andreaskirche (Mühlacker)|Andreaskirche]] auf dem [[Friedhof St. Andreas (Mühlacker)|Friedhof St. Andreas]] war seit dem Dreißigjährigen Krieg die bedeutendere Kirche des Ortes.
*Friedhofskirche, die ehemalige Kirche der [[Waldenser]]



== Weblinks ==
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[[Kategorie:Mühlacker]]
[[Kategorie:Mühlacker]]
[[Kategorie:Waldenser]]
[[Kategorie:Waldenser]]
{{Navigationsleiste Orte im Enzkreis|Mühlacker}}
[[Kategorie:Ortschaft]]

Aktuelle Version vom 23. April 2020, 13:55 Uhr

OpenStreetMap
OpenStreetMap
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Datei:Blick auf Dürrmenz 2 - panoramio.jpg
Blick auf Dürrmenz
Datei:Dürrmenz, Mühlacker, Andreas Kieser.png
Dürrmenz im Kieserschen Forstlagerbuch von 1682
Ortsmitte von Dürrmenz

Dürrmenz ist ein Stadtteil von Mühlacker im Enzkreis.

Geschichte

Dürrmenz war Jahrhunderte lange der Ortskern der heutigen Stadt Mühlacker, das damals nur ein Weiler war. 779 wird Dürrmenz zum ersten Male im Codex der Abtei Lorsch erwähnt.

Römische Siedlungsspuren lassen sich u.a. in der heutigen Waldenserstraße, Haldenstraße, Hofstraße und linksenzisch bei der Peterskirche nachweisen.

779 wird die Siedlung als "Turmenz" erstmals urkundlich erwähnt. Die Namensherkunft ist nicht sicher geklärt, der Name könnte aus dem Keltischen stammen. Der ursprüngliche Siedlungsschwerpunkt im frühen Mittelalter scheint nach archäologischem Stand linksenzisch nahe der Peterskirche gewesen zu sein. Der urkundliche Nachweis einer Steinkirche im 8. Jahrhundert lässt darauf schließen, dass Dürrmenz damals wichtiger Kirchort in der näheren Umgebung war.

Dürrmenz war ursprünglich im Besitz der Kraich- und Enzgaugrafen und war daraufhin Teil der Herrschaft Enzberg mit der Oberherrschaft der Grafen von Calw. Das Dürrmenzer Adelsgeschlecht (ab 1152 nachweisbar) stammten von den Herren von Niefern und derer von Enzberg ab. 1180 wird die Burg Löffelstelz unter den Herren von Dürrmenz erbaut. Zwischen 1375 und 1482 kauft das Kloster Maulbronn allmählich alle Besitzungen der Herren von Dürrmenz im Ort. 1504 wurden Ort und Burg von den Württembergern niedergebrannt und kam im selben Jahr unter deren Schirmherrschaft.

Im Pfälzischen Erbfolgekrieg werden Ort und Burg 1692 geplündert.

1699 siedelten sich in Dürrmenz Waldenser an (siehe Du Queyras). Einige Waldenser zogen von hier aus weiter und gründeten die Siedlung "Lucerne" bei Wurmberg.

Mit der Eröffnung der Westbahn 1853 auf dem Feld nahe des damals zu Dürrmenz gehörigenden Weilers Mühlacker, lehnten der Legende nach die stolzen Dürrmenzer ab, den Namen Dürrmenz für den Bahnhof zu verwenden. Aber mit dem Bahnanschluss beginnt dort industrielles Wachstum und die Bedeutung von Dürrmenz nimmt gegenüber Mühlacker ab.

1832 wird Eckenweiher eingemeindet.

1930 wird die Gemeinde Dürrmenz-Mühlacker zur Stadt Mühlacker erhoben.

Sehenswürdigkeiten

Weblinks

Datei:Commons-logo.svg Commons: Dürrmenz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien



Städte und Gemeinden (inklusive Stadtteile, Teilorte und Orte) im Enzkreis

Birkenfeld, Eisingen, Engelsbrand, Friolzheim, Heimsheim, Illingen, Ispringen, Kämpfelbach, Keltern, Kieselbronn, Knittlingen, Königsbach-Stein, Maulbronn, Mönsheim, Mühlacker, Neuenbürg, Neuhausen, Neulingen, Niefern-Öschelbronn, Ölbronn-Dürrn, Ötisheim, Remchingen, Sternenfels, Straubenhardt, Tiefenbronn, Wiernsheim, Wimsheim und Wurmberg bilden den Enzkreis.


Der Stadtteil Dürrmenz sowie die Teilorte Enzberg, Großglattbach, Lienzingen, Lomersheim und Mühlhausen (Enz) bilden zusammen die große Kreisstadt Mühlacker.