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Der '''Schelmenturm'''<ref>Christina Klittich: [https://www.loebliche-singer-pforzheim.de/berichtmatineetuerme07/ Matinee 2007 – Markante Blickpunkte im Stadtbild – Türme in Pforzheim]</ref> war ein Teil der [[Pforzheim]]er Stadtbefestigung in der [[Au]]. |
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Historiker hatten die Entstehung des Gebäudes vor [[1250]] gelegt. Der Schelmenturm war, wie der [[Leitgastturm]], zur Häuserseite offen. |
Historiker hatten die Entstehung des Gebäudes vor [[1250]] gelegt. Der Schelmenturm war, wie der [[Leitgastturm]], zur Häuserseite offen. Die Befestigung der Au hatte noch drei weitere Wehrtürme und zwei Tore. |
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Der pittoreske Turm war das Wahrzeichen der Unteren Au und viele Maler, Graphiker und Fotografen haben ihn verewigt. Der Rundturm trug ein Kegeldach. Das Obergeschoss zierte ein Rundbogenfries und Schießscharten. Zur Au hin war der Schelmenturm ursprünglich offen, d.h. das Mauerwerk bildete im Grundriss keinen geschlossenen Kreis, sondern nur einen Dreiviertelkreis. Von der Wehrmauer erfolgte der direkte Zugang in das oberste Stockwerk. Um 1700 wurde das Häuschen an den Turm angebaut, so dass die Zimmer mit dem Turminnern einen zusammenhängenden Bau ergaben. |
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Die Befestigung der Au hatte noch drei weitere Wehrtürme und zwei Tore. |
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Über die Herkunft des Namens ist fast nichts bekannt. Ob der Schelmenturm je als Gefängnisturm diente, wie der Name “Schelm” nahelegt, ist zweifelhaft. |
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Der Schelmenturm, dessen Namensgebung bis heute unklar ist, wurde [[1907]] im Zuge der Enzkorrektur abgerissen. |
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Der Schelmenturm wurde im Zuge der Enzregelierung [[Zerstört::1908]] abgetragen und seine Steine für einen möglichen Wiederaufbau eingelagert. Der mutwillige Abriss des Schelmenturmes und der Häuser der unteren Au sorgten damals für zahlreiche Proteste in der Öffentlichkeit. |
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== Weblink == |
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„Solche Baudenkmale und ihre Umgebung machen mit Recht Anspruch auf weitgehendsten Schutz zur Erhaltung ihrer Eigenart“, äußerte sich der Steinhändler Maurer. |
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*[http://www.loebliche-singer-pforzheim.de/BerichtMatineeTuerme07.html Markante Blickpunkte im Stadtbild - Türme in Pforzheim bei den Löblichen Singern] |
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== Einzelnachweise == |
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<references/> |
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[[Kategorie:Gebäude (Pforzheim)]] |
[[Kategorie:Gebäude (Pforzheim)]] |
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Aktuelle Version vom 11. April 2020, 17:25 Uhr



Der Schelmenturm[1] war ein Teil der Pforzheimer Stadtbefestigung in der Au.
Historiker hatten die Entstehung des Gebäudes vor 1250 gelegt. Der Schelmenturm war, wie der Leitgastturm, zur Häuserseite offen. Die Befestigung der Au hatte noch drei weitere Wehrtürme und zwei Tore.
Der pittoreske Turm war das Wahrzeichen der Unteren Au und viele Maler, Graphiker und Fotografen haben ihn verewigt. Der Rundturm trug ein Kegeldach. Das Obergeschoss zierte ein Rundbogenfries und Schießscharten. Zur Au hin war der Schelmenturm ursprünglich offen, d.h. das Mauerwerk bildete im Grundriss keinen geschlossenen Kreis, sondern nur einen Dreiviertelkreis. Von der Wehrmauer erfolgte der direkte Zugang in das oberste Stockwerk. Um 1700 wurde das Häuschen an den Turm angebaut, so dass die Zimmer mit dem Turminnern einen zusammenhängenden Bau ergaben.
Über die Herkunft des Namens ist fast nichts bekannt. Ob der Schelmenturm je als Gefängnisturm diente, wie der Name “Schelm” nahelegt, ist zweifelhaft.
Der Schelmenturm wurde im Zuge der Enzregelierung 1908 abgetragen und seine Steine für einen möglichen Wiederaufbau eingelagert. Der mutwillige Abriss des Schelmenturmes und der Häuser der unteren Au sorgten damals für zahlreiche Proteste in der Öffentlichkeit. „Solche Baudenkmale und ihre Umgebung machen mit Recht Anspruch auf weitgehendsten Schutz zur Erhaltung ihrer Eigenart“, äußerte sich der Steinhändler Maurer.
Einzelnachweise
- ↑ Christina Klittich: Matinee 2007 – Markante Blickpunkte im Stadtbild – Türme in Pforzheim