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Pforzheimer Fürstenhochzeit: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:Pforzheimer Fürstenhochzeit (15. Juli 1447).png|thumb|Turnier während der Fürstenhochzeit]] |
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Aus diesem Anlass wurde am 9. Juli 1447 eine Quartiersordnung zur Fürstenhochzeit erlassen, bei der jeder Adlige und Patrizier einen Gast beherbergen musste. Am Schloßberg hatten sich die ritterlichen Landadligen der umliegenden Ortsherrschaften aus dem Kraichgau angesiedelt, wo sie auch ihre repräsentativen Adelshöfe erbaut hatten. Es gab laut der Quartiersordnung damals 53 Adlige in Pforzheim. <ref>'''Pforzheim wird badisch'''. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, ISBN 978-3-89735-221-6, S. 36-38, hier S. 36.</ref> |
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Jeder Adlige und Patrizier musste zu diesem Anlaß einen Gast beherbergen. Es gab 47 Gäste zu dieser Hochzeitsfeier. |
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Der Pforzheimer Amtsmann [[Paul Leutrum |
Der Pforzheimer Amtsmann [[Paul Leutrum von Ertingen]] war ein Schwager des Markgrafen [[Jakob I. von Baden]]<ref>Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, S. 206.</ref> und beherbergte in seinem [[Haus des Paul Leutrum von Ertingen|Haus (heute Reuchlinstraße 9/Östliche Karl-Friedrich-Str. 2)]] bei der Hochzeitsfeier für Karl und Katharina von Österreich den Pfalzgrafen Ludwig mit Ehefrau.<ref> '''Früheres Haus Leutrum, Reuchlinstraße 9'''. In: Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, unveränderter Nachdruck Frankfurt am Main 1, S. 314f.</ref> |
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== Literatur == |
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* Pforzheimer Geschichtsblätter - Band 1 - Seite 89, 111, 139 [https://books.google.de/books?hl=de&id=ueRIAQAAIAAJ&dq=Pforzheimer+F%C3%BCrstenhochzeit&focus=searchwithinvolume&q=F%C3%BCrstenhochzeit online] |
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* Hans Georg Zier: ''Geschichte der Stadt Pforzheim'', Stuttgart 1982. |
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Am Schloßberg siedelten sich nun die Ritterlichen Landadligen der umliegenden Ortsherrschaften im Kraichgau an und erbauten ihre repräsentativen Adelshöfe. Es gab 53 Adlige in Pforzheim. Dies geht aus der Quartiersordnung vom 9.Juli 1447 hervor, die zur ''„Fürstenhochzeit“''<ref>'''Pforzheim wird badisch'''. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, ISBN 978-3-89735-221-6, S. 36-38, hier S. 36.</ref> des Markgrafen Karl mit Katharina von Österreich, der Schwester Karl Friedrichs III. erlassen wurde. Am Marktplatz hatte sich im 13. und 14. Jahrhundert unter badischer Herrschaft eine bürgerliche Oberschicht aus Fernkaufleuten angesiedelt. Am Markplatz kreuzten sich die beiden überregionalen Fernstraßen von Nürnberg nach Metz in Ost-West-Richtung und die Rheinstraße von Frankfurt am Main nach Ulm und Konstanz. Am Handel nahm auch die 1260 belegte jüdische Gemeinde Pforzheim ( [[ Judenhut|„Juden-Hut“]], [[ Judengasse (Pforzheim)|„Juden-Gasse“]]) teil, die '' „älteste der Markgrafschaft Baden“'':<ref>'''Pforzheim wird badisch'''. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, ISBN 978-3-89735-221-6, S. 36-38, hier S. 37.</ref> '' „Das aufblühende Kreditwesen brachte enormen Wohlstand und machte die Stadt zum überregionalen Wirtschaftszentrum.“''<ref>'''Pforzheim wird badisch'''. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, ISBN 978-3-89735-221-6, S. 36-38, hier S. 36.</ref> Das Pforzheimer Handelshaus [[Die Patrizierfamilie Liebener-Goeslin-Göldlin (Goldelin)|Goldelin]], die im [[Turmhaus an der Reuchlinstraße 8 in Pforzheim]] ihren Sitz hatte, gehörte ebenso wie später das Augsburger Handelshaus Fugger zur '' „reichsweiten Hochfinanz“''.<ref>'''Pforzheim wird badisch'''. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, ISBN 978-3-89735-221-6, S. 36-38, hier S. 37.</ref> Als im Jahre 1491 der Markgraf Christoph I. der Stadt Pforzheim Freiung und Ordnung verlieh, erhielt diese Bürgerschaft zahlreiche Privilegien. Nachdem jedoch das Handelshaus Gödlin nach Zürich zog, begann der wirtschaftliche Niedergang Pforzheims. Ein Handelsherr aus Venedig, der im Jahre 1492 in Pforzheim war schilderte das ''„vornehme Aussehen“''<ref>'''Pforzheim wird badisch'''. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, ISBN 978-3-89735-221-6, S. 36-38, hier S. 36.</ref> der Stadt Pforzheim. |
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== Einzelnachweise == |
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== Weblinks == |
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* ''Als in Pforzheim noch Fürsten Hochzeit feierten. Vortrag im Stadtarchiv'' [https://www.pforzheim.de/stadt/aktuelles/pressemeldungen/s1/article/detail/News/als-in-pforzheim-noch-fuersten-hochzeit-feierten-vortrag-im-stadtarchiv.html?sword_list%5B0%5D=Gr%C3%BCndung&no_cache=1] |
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* ''Matinee 2002 – Die Pforzheimer Fürstenhochzeit von 1447'' [https://www.loebliche-singer-pforzheim.de/funftematinee2002/] |
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Aktuelle Version vom 27. Februar 2020, 17:43 Uhr


Als Pforzheimer Fürstenhochzeit wird die am 15. Juli 1447 in Pforzheim stattgefundene große Hochzeit des jungen Karl I. von Baden mit Katharina von Österreich, der Schwester von Kaiser Friedrich III, bezeichnet.
Aus diesem Anlass wurde am 9. Juli 1447 eine Quartiersordnung zur Fürstenhochzeit erlassen, bei der jeder Adlige und Patrizier einen Gast beherbergen musste. Am Schloßberg hatten sich die ritterlichen Landadligen der umliegenden Ortsherrschaften aus dem Kraichgau angesiedelt, wo sie auch ihre repräsentativen Adelshöfe erbaut hatten. Es gab laut der Quartiersordnung damals 53 Adlige in Pforzheim. [1]
Der Pforzheimer Amtsmann Paul Leutrum von Ertingen war ein Schwager des Markgrafen Jakob I. von Baden[2] und beherbergte in seinem Haus (heute Reuchlinstraße 9/Östliche Karl-Friedrich-Str. 2) bei der Hochzeitsfeier für Karl und Katharina von Österreich den Pfalzgrafen Ludwig mit Ehefrau.[3]
Literatur
- Pforzheimer Geschichtsblätter - Band 1 - Seite 89, 111, 139 online
- Hans Georg Zier: Geschichte der Stadt Pforzheim, Stuttgart 1982.
Einzelnachweise
- ↑ Pforzheim wird badisch. In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, ISBN 978-3-89735-221-6, S. 36-38, hier S. 36.
- ↑ Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, S. 206.
- ↑ Früheres Haus Leutrum, Reuchlinstraße 9. In: Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, unveränderter Nachdruck Frankfurt am Main 1, S. 314f.