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Fürstliche Kanzlei (Pforzheim): Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:Pforzheimer Schloßberg (Modell).jpg|thumb|250px|Pforzheimer Schloßberg vor 1763.]] |
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[[Datei:Pforzheim-1643-Merian, Ausschnitt mit der Neuen Kanzlei (1558-1744) und dem Neuen Pforzheimer Schloss (1537-1689).png|thumb|Schloßberg mit der Neuen Kanzlei (F), dem [[Neues Pforzheimer Schloß|Schloss der Markgrafen von Baden]] und [[Alter Hoher Turm|Bergfried]] (G), Ausschnitt aus der Stadtansicht des Matthäus Merian.]] |
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[[Datei:Inschrifttafel 1558 von der ehemaligen Neuen Kanzlei an der Bahnhofstraße 24 in Pforzheim.jpg|thumb| ]] |
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Die '''Fürstliche Kanzlei'''<ref>Haag und Bräuning 2001, S. 146.</ref>(auch '''Neue Kanzlei''') war Teil des [[Pforzheimer Schloß]]es. |
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Die '''Neue Kanzlei''' wurde 1558 von Markgraf Karl II. an der Bahnhofstraße 24 in Pforzheim erbaut. [[Merian]] nennt das Gebäude "Neue Kanzlei" und zeigt das Gebäude im Jahre 1643 mit einem niedrigen Rundturm an der nordwestlichen Ecke. J. Wolff beschreibt es auf seinem Plan von 1695 als "die alte Stattschreibery". Lauterbach 1744 und Hörrmann 1766 sprechen von der "alten Canzley". Michael Hörrmann zeichnet in seinem Plan im Jahre 1766 an der südwestlichen Ecke des Hauses ein viereckiges Turmfundament. Erhalten blieb die große Inschrifttafel aus dem Jahre 1558 im Stil der Renaissance, sie befindet sich heute im Reuchlin-Museum. Be den Franzosenbränden im Jahre 1692 blieb das Kanzleigebäude unbeschadet. 1744 stand noch das ganze Gebäude. |
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Das Gebäude wurde 1558 von Markgraf Karl II. in Pforzheim erbaut. |
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== Beschreibung der Inschriftentafel == |
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== Lage und Umgebung == |
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Die Fürstliche Kanzlei wurde 1558 außerhalb des eigentlichen Schlossareals erbaut. Das Gebäude befand sich im südöstlichen Teil des heutigen Hauses Bahnhofstraße 24. |
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== Geschichte == |
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Die fürstliche Kanzlei befand sich ursprünglich im Schloß, in dem sie 1474 bezeugt ist. Als die ernestinische Linie der Markgrafen von Baden Pforzheim zu ihrer Residenzstadt machten wurde 1530 die Kanzlei aus Platzgründen in das Haus Schloßberg 6 verlegt. Später befand sich der Neubau der Kanzlei an der nordwestlichen Stadtmauer.<ref>Trost 1961, S. 199 Nr. 8.</ref><ref>Haag und Bräuning, S. 131</ref> |
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Matthäus Merian nennt das Gebäude "Neue Kanzlei" und zeigt das Gebäude im Jahre 1643 mit einem niedrigen Rundturm an der nordwestlichen Ecke. J. Wolff beschreibt es auf seinem Plan von 1695 als "die alte Stattschreibery". Lauterbach 1744 spricht von der "alten Canzley". |
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Michael Hörrmann spricht auch von der "alten Canzley". Der Grundriss des Gebäude wurde von Michael Hörrmann in seinem „Hörrmann-Plan“<ref>Timm 2004, S. 245.</ref>– einem barocken Grundrissplan des Schlossbereichs von 1766 – festgehalten. Er zeichnet an der südwestlichen Ecke des Hauses ein viereckiges Turmfundament. |
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Be den Franzosenbränden im Jahre 1692 blieb das Kanzleigebäude unbeschadet. 1744 stand noch das ganze Gebäude. |
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== Wappenstein Karls II. == |
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[[Datei:Pforzheim, Neue Kanzlei, Wappenstein von 1558, Markgraf Karl II. von Baden-Durlach (1529-1577).jpg |thumb|Pforzheim, Neue Kanzlei, Wappenstein von 1558, Markgraf Karl II. von Baden-Durlach (1529-1577) ]] |
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| ⚫ | Erhalten blieb die große Inschrifttafel aus dem Jahre 1558 im Stil der Renaissance, sie befindet sich heute im Archivbau. Das Giebelfeld der Inschriftentafel ist reich geschmückt. Als Relief ist dort in der Mitte ein Medaillon als Relief angebracht, das einen Kopf zeigt. Vermutlich handelt es sich hierbei um ein Porträt des Markgrafen. Das Porträt wird von Blattwerk eingerahmt. |
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:An den Schrägflächen des Giebels steht: |
:An den Schrägflächen des Giebels steht: |
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::ANNO. SALVATIS. MILLESIMO QINGENTESIMO. QINQUAGESIMO OCTAVO |
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::CARL VON GOTTES GNADEN MARGGRAVE ZV. BADEN / VND HOCHBERG LANDGRAVE. ZV. SVSENBERG / HERR ZV RÖTTELEN VND BADENWEYLER .<br> |
::CARL VON GOTTES GNADEN MARGGRAVE ZV. BADEN / VND HOCHBERG LANDGRAVE. ZV. SVSENBERG / HERR ZV RÖTTELEN VND BADENWEYLER .<br> |
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:Der Mittelteil der Renaissancetafel wird zwei Pilastern an den Seiten geschmückt. Zwischen den Pilastern wurde ein Relief angebracht, das das badische Wappen zeigt.<br> |
:Der Mittelteil der Renaissancetafel wird zwei Pilastern an den Seiten geschmückt. Zwischen den Pilastern wurde ein Relief angebracht, das das badische Wappen zeigt.<br> |
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:Der untere Teil wird von Rollwerk eingerahmt. |
:Der untere Teil wird von Rollwerk eingerahmt. Die lateinische Inschrift weist den Markgrafen [[Karl II. von Baden-Durlach|Karl II. von Baden-Durlach]] (1529-1577 als Urheber der Tafel aus: |
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:: CAROLVS HAS PRINCEPS BADENVS CONSTRVIT AEDES. / VT SINT CONSILIIS CVRIA SANCTA BONIS. / HIC POPVLO PAR EST AEQVAS PRAESCRIBERE LEGES. /OMNIBVS EX MERITO REDDERE IVRA SVO. / AMBIGVAS IVSTO DECIDERE TRAMITE CAVSAS. / ET CELERI MISERAS FINE IVVARE PRECES / HINC PROCVL AFFECTVS ANIMI SEPONERE PRAVOS / ET REM IVDICIO NOSCERE QVAMQUE BONO |
:: CAROLVS HAS PRINCEPS BADENVS CONSTRVIT AEDES. / VT SINT CONSILIIS CVRIA SANCTA BONIS. / HIC POPVLO PAR EST AEQVAS PRAESCRIBERE LEGES. /OMNIBVS EX MERITO REDDERE IVRA SVO. / AMBIGVAS IVSTO DECIDERE TRAMITE CAVSAS. / ET CELERI MISERAS FINE IVVARE PRECES / HINC PROCVL AFFECTVS ANIMI SEPONERE PRAVOS / ET REM IVDICIO NOSCERE QVAMQUE BONO |
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== Lageplan == |
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[[Datei:Lageplan vom ehemaligen Schloß der Markgrafen von Baden samt Schloßkirche und Schloßberg in Pforzheim.jpg|thumb|350px|Lageplan]] |
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:1 = [[Alter Hoher Turm|Bergfried]] (1225-1763) |
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:2 = [[Mittleres Schloßtor (Pforzheim)|Mittleres Schloßtor]] (1225-1768) |
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:3 = [[Oberes Schloßtor (Pforzheim)|Oberes Schloßtor]] (1225-1837) |
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:4 = [[Alter Schloßbrunnen (Pforzheim)| Schloßbrunnen]] (1225-1763) |
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:5 = [[Ehemaliger Marstall des Pforzheimer Schloßes|Marstall]] (1445-1841) |
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:6 = [[Neues Fruchthaus des Pforzheimer Schloßes|Fruchthaus]] (1445-1841) |
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:7 = [[Altes Gebäu|Altes Gebäu]] (1445-1841) |
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:8 = [[Neue Kanzlei (Pforzheim)|Neue Kanzlei]] (1558-1744) |
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:9 = [[Neues Pforzheimer Schloß|Neues Schloß]] (1537-1689) |
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:10 = [[Unteres Schloßtor (Pforzheim)|Unteres Schloßtor]] (1537-1861) |
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:11 = [[Einnehmerei]] (1699-1960) |
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:12 = [[Archivbau]] (ab 1560) |
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:13 = [[Schloßbrücke (Pforzheim)|Schloßbrücke]] (1698-1837) |
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:14 = [[Ehemalige Ställe des Pforzheimer Schloßes|Ställe]] (1758-1841) |
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== Einzelnachweise == |
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<references/> |
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== Literatur == |
== Literatur == |
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* '''Nr. 96 Fürstliche Kanzlei/Alte bzw. Neue Kanzlei'''. In: Simon M. Haag, Andrea Bräuning: ''Pforzheim. Spurensuche nach einer untergegangenen Stadt'' (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg zugleich Materialhefte zur Stadtgeschichte der Stadt Pforzheim. Band 15: Pforzheim) Herausgegeben vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg und der Stadt Pforzheim, Ubstadt-Weiher 2001, ISBN 3-933924-03-0, S. 146–147. |
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* '''Burg/Schloß'''. In: Simon M. Haag, Andrea Bräuning: ''Pforzheim. Spurensuche nach einer untergegangenen Stadt'' (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg zugleich Materialhefte zur Stadtgeschichte der Stadt Pforzheim. Band 15: Pforzheim) Herausgegeben vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg und der Stadt Pforzheim, Ubstadt-Weiher 2001, ISBN 3-933924-03-0, S. 131. |
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* Oskar Trost:'''Die Adelsitze im alten Pforzheim'''. In :Pforzheimer Geschichtsblätter 1, 1961, S. 82-145. |
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* Emil Lacroix, Peter Hirschfeld und Wilhelm Paeseler: ''Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim'' (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, unveränderter Nachdruck Frankfurt am Main 1983, ISBN 978-3-8035-1225-3, S. 371-373. |
* Emil Lacroix, Peter Hirschfeld und Wilhelm Paeseler: ''Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim'' (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, unveränderter Nachdruck Frankfurt am Main 1983, ISBN 978-3-8035-1225-3, S. 371-373. |
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Aktuelle Version vom 21. Februar 2020, 03:50 Uhr

Die Fürstliche Kanzlei[1](auch Neue Kanzlei) war Teil des Pforzheimer Schloßes.
Das Gebäude wurde 1558 von Markgraf Karl II. in Pforzheim erbaut.
Lage und Umgebung
Die Fürstliche Kanzlei wurde 1558 außerhalb des eigentlichen Schlossareals erbaut. Das Gebäude befand sich im südöstlichen Teil des heutigen Hauses Bahnhofstraße 24.
Geschichte
Die fürstliche Kanzlei befand sich ursprünglich im Schloß, in dem sie 1474 bezeugt ist. Als die ernestinische Linie der Markgrafen von Baden Pforzheim zu ihrer Residenzstadt machten wurde 1530 die Kanzlei aus Platzgründen in das Haus Schloßberg 6 verlegt. Später befand sich der Neubau der Kanzlei an der nordwestlichen Stadtmauer.[2][3]
Matthäus Merian nennt das Gebäude "Neue Kanzlei" und zeigt das Gebäude im Jahre 1643 mit einem niedrigen Rundturm an der nordwestlichen Ecke. J. Wolff beschreibt es auf seinem Plan von 1695 als "die alte Stattschreibery". Lauterbach 1744 spricht von der "alten Canzley".
Michael Hörrmann spricht auch von der "alten Canzley". Der Grundriss des Gebäude wurde von Michael Hörrmann in seinem „Hörrmann-Plan“[4]– einem barocken Grundrissplan des Schlossbereichs von 1766 – festgehalten. Er zeichnet an der südwestlichen Ecke des Hauses ein viereckiges Turmfundament.
Be den Franzosenbränden im Jahre 1692 blieb das Kanzleigebäude unbeschadet. 1744 stand noch das ganze Gebäude.
Wappenstein Karls II.

Erhalten blieb die große Inschrifttafel aus dem Jahre 1558 im Stil der Renaissance, sie befindet sich heute im Archivbau. Das Giebelfeld der Inschriftentafel ist reich geschmückt. Als Relief ist dort in der Mitte ein Medaillon als Relief angebracht, das einen Kopf zeigt. Vermutlich handelt es sich hierbei um ein Porträt des Markgrafen. Das Porträt wird von Blattwerk eingerahmt.
- An den Schrägflächen des Giebels steht:
- ANNO. SALVATIS. MILLESIMO QINGENTESIMO. QINQUAGESIMO OCTAVO
- Im Architrav steht folgende deutsche Inschrift:
- CARL VON GOTTES GNADEN MARGGRAVE ZV. BADEN / VND HOCHBERG LANDGRAVE. ZV. SVSENBERG / HERR ZV RÖTTELEN VND BADENWEYLER .
- CARL VON GOTTES GNADEN MARGGRAVE ZV. BADEN / VND HOCHBERG LANDGRAVE. ZV. SVSENBERG / HERR ZV RÖTTELEN VND BADENWEYLER .
- Der Mittelteil der Renaissancetafel wird zwei Pilastern an den Seiten geschmückt. Zwischen den Pilastern wurde ein Relief angebracht, das das badische Wappen zeigt.
- Der untere Teil wird von Rollwerk eingerahmt. Die lateinische Inschrift weist den Markgrafen Karl II. von Baden-Durlach (1529-1577 als Urheber der Tafel aus:
- CAROLVS HAS PRINCEPS BADENVS CONSTRVIT AEDES. / VT SINT CONSILIIS CVRIA SANCTA BONIS. / HIC POPVLO PAR EST AEQVAS PRAESCRIBERE LEGES. /OMNIBVS EX MERITO REDDERE IVRA SVO. / AMBIGVAS IVSTO DECIDERE TRAMITE CAVSAS. / ET CELERI MISERAS FINE IVVARE PRECES / HINC PROCVL AFFECTVS ANIMI SEPONERE PRAVOS / ET REM IVDICIO NOSCERE QVAMQUE BONO
Lageplan

- 1 = Bergfried (1225-1763)
- 2 = Mittleres Schloßtor (1225-1768)
- 3 = Oberes Schloßtor (1225-1837)
- 4 = Schloßbrunnen (1225-1763)
- 5 = Marstall (1445-1841)
- 6 = Fruchthaus (1445-1841)
- 7 = Altes Gebäu (1445-1841)
- 8 = Neue Kanzlei (1558-1744)
- 9 = Neues Schloß (1537-1689)
- 10 = Unteres Schloßtor (1537-1861)
- 11 = Einnehmerei (1699-1960)
- 12 = Archivbau (ab 1560)
- 13 = Schloßbrücke (1698-1837)
- 14 = Ställe (1758-1841)
Einzelnachweise
Literatur
- Nr. 96 Fürstliche Kanzlei/Alte bzw. Neue Kanzlei. In: Simon M. Haag, Andrea Bräuning: Pforzheim. Spurensuche nach einer untergegangenen Stadt (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg zugleich Materialhefte zur Stadtgeschichte der Stadt Pforzheim. Band 15: Pforzheim) Herausgegeben vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg und der Stadt Pforzheim, Ubstadt-Weiher 2001, ISBN 3-933924-03-0, S. 146–147.
- Burg/Schloß. In: Simon M. Haag, Andrea Bräuning: Pforzheim. Spurensuche nach einer untergegangenen Stadt (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg zugleich Materialhefte zur Stadtgeschichte der Stadt Pforzheim. Band 15: Pforzheim) Herausgegeben vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg und der Stadt Pforzheim, Ubstadt-Weiher 2001, ISBN 3-933924-03-0, S. 131.
- Oskar Trost:Die Adelsitze im alten Pforzheim. In :Pforzheimer Geschichtsblätter 1, 1961, S. 82-145.
- Emil Lacroix, Peter Hirschfeld und Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, unveränderter Nachdruck Frankfurt am Main 1983, ISBN 978-3-8035-1225-3, S. 371-373.