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Haus des Beatus von Rüppurr (Schloßberg 6): Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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[[Datei:Pforzheim, Stadtgrundriss 1500.jpg|thumb|Adelsitze im alten Pforzheim um 1500.]]
[[Datei:Pforzheim, Stadtgrundriss 1500.jpg|thumb|Adelsitze im alten Pforzheim um 1500.]]
Das Haus des Beatus von Rüppurr am Schloßberg 6 zählte zu den Adelsitzen im alten Pforzheim um 1500.
Das Haus des Beatus von Rüppurr (auch Riepur) am Schloßberg 6 zählte zu den Adelsitzen im alten Pforzheim um 1500. Johann Georg Friedrich Pflüger bezeichnet ihn als Riepur.<ref>Johann Georg Friedrich Pflüger: Geschichte der Stadt Pforzheim, 1862, S. 300 [https://books.google.de/books?id=CqxYAAAAcAAJ&pg=PA146&dq=von+Kaltenthal+pforzheim&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjIzras3-TbAhUCPVAKHSztA3MQ6AEINTAD#v=snippet&q=gremp&f=false].</ref>

Beatus von Rüppurr erwarb 1544 das Adelshaus.1689 wurde das Haus bei den Franzosenbrand zerstört und nicht wieder aufgebaut. Erhalten hatte sich der Keller sowie der Rüppurr'sche Wappenstein mit der Jahreszahl 1545, gefunden am Haus Schloßberg 8. Im Reuchlinmuseum wurde bis 1945 dieser Rüppurr'sche Wappenstein aus dem Jahre 1545 aufbewahrt.<ref>'''Früheres herrschaftliches Haus am Schloßberg, heute Nr. 6, Hinterhaus'''. In: Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, unveränderter Nachdruck Frankfurt am Main 1, S. 308f.</ref>


Als die ernestinische Linie der Markgrafen von Baden Pforzheim zu ihrer Residenzstadt machten wurde 1545 die Kanzlei aus Platzgründen in das Haus Schloßberg 6 verlegt. Später befand sich der Neubau der Kanzlei an der nordwestlichen Stadtmauer.<ref>Oskar Trost:'''Die Adelsitze im alten Pforzheim'''. In :Pforzheimer Geschichtsblätter 1, 1961, S. 82-145, hier S. 199 Nr. 8.</ref><ref>'''Burg/Schloß'''. In: Simon M. Haag, Andrea Bräuning: ''Pforzheim. Spurensuche nach einer untergegangenen Stadt'' (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg zugleich Materialhefte zur Stadtgeschichte der Stadt Pforzheim. Band 15: Pforzheim) Herausgegeben vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg und der Stadt Pforzheim, Ubstadt-Weiher 2001, ISBN 3-933924-03-0, S. 131</ref>


== Geschichte ==
Er war wie sein Vater Baden-Durlacher Haushofmeister und Vogt zu Durlach. Im Jahr [[1544]] erwarb er das Adelshaus Schloßberg 6 in Pforzheim. Als die ernestinische Linie der Markgrafen von Baden Pforzheim zu ihrer Residenzstadt machten wurde [[1545]] die Kanzlei aus Platzgründen in das Haus Schloßberg 6 verlegt. Später befand sich der Neubau der Kanzlei an der nordwestlichen Stadtmauer.<ref>Oskar Trost:'''Die Adelsitze im alten Pforzheim'''. In :Pforzheimer Geschichtsblätter 1, 1961, S. 82-145, hier S. 199 Nr. 8.</ref><ref>'''Burg/Schloß'''. In: Simon M. Haag, Andrea Bräuning: ''Pforzheim. Spurensuche nach einer untergegangenen Stadt'' (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg zugleich Materialhefte zur Stadtgeschichte der Stadt Pforzheim. Band 15: Pforzheim) Herausgegeben vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg und der Stadt Pforzheim, Ubstadt-Weiher 2001, ISBN 3-933924-03-0, S. 131</ref> Im Jahre [[1561]] erhielt er als Lehen das Schloß Obermönsheim (Enzkreis). [[1689]] wurde das Haus bei den Franzosenbrand zerstört und nicht wieder aufgebaut. Erhalten hatte sich der Keller sowie der Rüppurr'sche Wappenstein mit der Jahreszahl 1545, gefunden am Haus Schloßberg 8. Im Reuchlinmuseum wurde bis [[1945]] dieser Rüppurr'sche Wappenstein aus dem Jahre 1545 aufbewahrt.<ref>'''Früheres herrschaftliches Haus am Schloßberg, heute Nr. 6, Hinterhaus'''. In: Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, unveränderter Nachdruck Frankfurt am Main 1, S. 308f.</ref>


== Familie ==
== Familie ==
Batt (Beatus) d. J. von Rüppurr war der jüngste der sechs Söhne des Beatus d. Ä. von Rüppurr und der Agnes Speth von Höpfigheim. Batts Schwester war Elisabeth von Rüppurr († [[1570]]), die verheiratet war mit Peter von Gültlingen in Berneck (Stadt Altensteig, Lkr. Calw). Batts Bruder war Reinhard von Rüppurr, der verheiratet war mit Rosa von Gültlingen, in Schwieberdingen (Lkr. Ludwigsburg). Beatus von Rüppur (auch bekannt als als der badische Haushofmeister Batt der Jüngere von Rüppurr) († 3.5.[[1587]])<ref>Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, S. 308, 375, 377.</ref> war verheiratet in erster Ehe mit Catharina von Venningen (auch bekannt als Katharina von Rüppurr geb. von Benningen) († [[1566]]).<ref>Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, S. 268.</ref> Aus der ersten Ehe mit Catharina von Venningen gingen folgende Kinder hervor: Bernhard von Rüppurr († [[1554]]) <ref>Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, S. 268.</ref>und Maria von Rüppurr († [[1556]]). <ref>Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, S. 268.</ref> Batts erste Ehefrau Catharina von Venningen, Tochter des badischen Landhofmeisters Conrad von Venningen und der Maria von Hirschhorn, verstarb bereits im Jahre [[1566]]. In zweiter Ehe heiratete er Maria Salome von Remchingen, Tochter des Adam von Remchingen. Aus der zweiten Ehe mit Maria Salome von Remchingen gingen folgende Kinder hervor: Jörg Ludwig von Rüppurr († [[1578]]) und Agnes († [[1574]]).
* Rüppurr von:
** Beatus von Rüppurr (gest. 3.5.1587).<ref>Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, S. 308, 375, 377.</ref>
** Katharina von Rüppurr geb. von Benningen (gest. 1566).<ref>Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, S. 268.</ref>
** Bernhard von Rüppurr (gest. 1554).<ref>Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, S. 268.</ref>


== Grabdenkmal ==
** Maria von Rüppurr (gest. 1556).<ref>Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, S. 268.</ref>
* [[Grabdenkmal von Beatus (Batt) d. J. von Rüppurr (gest. 3.5.1587)]]



Batt (Beatus) d. J. von Rüppurr war der jüngste der sechs Söhne des Beatus d. Ä. von Rüppurr und der Agnes Speth von Höpfigheim. Batts Schwester war Elisabeth von Rüppurr (gest. 1570), die verheiratet war mit Peter von Gültlingen in Berneck (Stadt Altensteig, Lkr. Calw). Batts Bruder war Reinhard von Rüppurr, der verheiratet war mit Rosa von Gültlingen, in Schwieberdingen (Lkr. Ludwigsburg).



Beatus von Rüppur (auch bekannt als als der badische Haushofmeister Batt der Jüngere von Rüppurr) war verheiratet in erster Ehe mit Catharina von Venningen (auch bekannt als Katharina von Rüppurr geb. von Benningen). Aus der ersten Ehe mit Catharina von Venningen gingen folgende Kinder hervor: Bernhard von Rüppurr (gest. 1554) und Maria von Rüppurr (gest. 1556). Batts erste Ehefrau Catharina von Venningen, Tochter des badischen Landhofmeisters Conrad von Venningen und der Maria von Hirschhorn, verstarb bereits im Jahre 1566. In zweiter Ehe heiratete er Maria Salome von Remchingen, Tochter des Adam von Remchingen. Aus der zweiten Ehe mit Maria Salome von Remchingen gingen folgende Kinder hervor: Jörg Ludwig von Rüppurr (gest. 1578) und Agnes (gest. 1574). Er selbst starb am 3. Mai 1587.

Das Grabdenkmal, von Beatus (Batt) d. J. von Rüppurr wurde für seine früh verstorbenen Kinder Bernhard und Maria errichtet und war vermutlich zugleich für seine erste Gemahlin Catharina geborene von Venningen und für sich selbst bestimmt. Im Jahr 1743 befand sich das Grabdenkmal noch im Chor an der Südwand im [[Dominikanerinnenkloster Pforzheim]], auch 1770 noch dort nachgewiesen. Wanddenkmal war aus Stein und zeigte die Figuren eines vor dem Kruzifix knienden Ehepaares, zwischen beiden ein Kind. Das Grabdenkmal wurde noch vor der zweiten Eheschließung Batts, vermutlich noch zu Lebzeiten der ersten Frau Catharina von Venningen, also vor 1566, errichtet. Die Inschrift hieß wie folgt:<br>Anno MDLIIII ist verschieden Bernhard von Rieppur [des edlen und festen Batten von Rüppurr] marggräfischer badischer Hofmeister und Catharina von Rieppur, geborene von Venningen geliebter Sohn, seines Alters VI Monath [A(nno) 1554 . o(biit) Bernhart von Rieppur, Batten von Rieppur und Catharinae von Rieppurr Filius . aetatis 6 . monat] anno MDLV Maria von Rieppur obgedachter Eheleut geliebte dochter [A(nno) 1556 . o(biit) Maria von Rieppur, Filia praedictorum patrum aetatis 5 . Monat. ] geliebte Wittwe [– – –] der fröhliche Auferstehung [– – –]<ref>http://www.inschriften.net/pforzheim-stadt/inschrift/nr/di057-0172.html</ref>

Die Gestaltung des Grabdenkmals mit einer vor dem Kruzifix knienden Familie stimmt im Typus mit den Familiendenkmälern überein, die die Geschwister des Batt von Rüppurr herstellen ließen. Das älteste ist das Grabdenkmal für Batts Schwester Elisabeth von Rüppurr (gest. 1570) und für ihren Gemahl Peter von Gültlingen in Berneck (Stadt Altensteig, Lkr. Calw), hergestellt nach 1570 in der Werkstatt des Leonhard Baumhauer von Tübingen. Wenig später entstand das Grabdenkmal von 1573 für Frau und Kinder von Batts Bruder Reinhard von Rüppurr, für Rosa von Gültlingen, in Schwieberdingen (Lkr. Ludwigsburg), geschaffen von Jeremias Schwartz von Leonberg.

== siehe auch ==
* [[Haus Friedrichs von Enzberg, genannt Bitscher (Barfüßergasse 3) ]]
* [[Haus Bernhards von Bach (Schloßberg 3)]]
* [[Haus des Hesso von Kaltenthal (Schloßberg 7)]]
* [[Haus des Erhard Thorlinger (Schloßberg 11) ]]
* [[Haus von Itzlingen (Schloßberg 5)]]
* [[Hofschmiede (Schloßberg 12)]]
* [[Haus des Paul Lutran (Leutrum) von Ertingen (Reuchlinstraße 9 / Östliche Karl-Friedrich-Str. 2)]]
* [[Haus Melchiors von Schauenburg (Schloßkirchenweg 6)]]
* [[Haus des Beatus von Rüppurr (Schloßberg 6)]]
* [[Haus Schöner von Straubenhardt (Östliche 29)]]
* [[Haus Gremp von Freudenstein (Gymnasiumstr. 7)]]
* [[Haus von Menzingen (Schulstraße 8)]]
* [[Haus von Gültingen (Schulstraße 6)]]
* [[Haus von Münchingen (Reuchlinstraße 7)]]
* [[Haus von Remchingen (Reuchlinstraße 5)]]
* [[Haus von Venningen (Hinterhaus am Marktplatz 2)]]
* [[Haus von Breitschwert (Marktplatz 4)]]
* [[Herrenalber Klosterhof (Marktplatz 10)]]
* [[Haus von Reischach (Kronenstraße 4)]]
* [[Haus Kechler von Schwandorf (Metzgerstr. 15)]]
* [[Haus Gösslin (Metzgerstraße 17-19)]]
* [[Haus von Münchingen (Westliche 29)]]

== Einzelnachweise ==
<references/>
== Literatur ==
== Literatur ==
* Oskar Trost:'''Die Adelsitze im alten Pforzheim'''. In :Pforzheimer Geschichtsblätter 1, 1961, S. 82-145.
* Oskar Trost:'''Die Adelsitze im alten Pforzheim'''. In :Pforzheimer Geschichtsblätter 1, 1961, S. 82-145.
* '''Früheres herrschaftliches Haus am Schloßberg, heute Nr. 6, Hinterhaus'''. In: Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, unveränderter Nachdruck Frankfurt am Main 1, S. 308f.
* '''Früheres herrschaftliches Haus am Schloßberg, heute Nr. 6, Hinterhaus'''. In: Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, unveränderter Nachdruck Frankfurt am Main 1, S. 308f.
* '''Burg/Schloß'''. In: Simon M. Haag, Andrea Bräuning: ''Pforzheim. Spurensuche nach einer untergegangenen Stadt'' (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg zugleich Materialhefte zur Stadtgeschichte der Stadt Pforzheim. Band 15: Pforzheim) Herausgegeben vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg und der Stadt Pforzheim, Ubstadt-Weiher 2001, ISBN 3-933924-03-0, S. 131.
* '''Burg/Schloß'''. In: Simon M. Haag, Andrea Bräuning: ''Pforzheim. Spurensuche nach einer untergegangenen Stadt'' (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg zugleich Materialhefte zur Stadtgeschichte der Stadt Pforzheim. Band 15: Pforzheim) Herausgegeben vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg und der Stadt Pforzheim, Ubstadt-Weiher 2001, ISBN 3-933924-03-0, S. 131.
* '''Abgegangene Adels- und gefreite Häuser'''. In: Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, S. 375-378, hier S. 375f.: '''„Kirchberg“ (heute Schloßberg)'''.
[[Kategorie:Pforzheim]].

== Einzelnachweise ==
<references />

[[Kategorie:Gebäude (Pforzheim)]]
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk]]

[[Kategorie:Baudenkmal]]

Aktuelle Version vom 9. Januar 2019, 20:14 Uhr

Adelsitze im alten Pforzheim um 1500.

Das Haus des Beatus von Rüppurr (auch Riepur) am Schloßberg 6 zählte zu den Adelsitzen im alten Pforzheim um 1500. Johann Georg Friedrich Pflüger bezeichnet ihn als Riepur.[1]

Geschichte

Er war wie sein Vater Baden-Durlacher Haushofmeister und Vogt zu Durlach. Im Jahr 1544 erwarb er das Adelshaus Schloßberg 6 in Pforzheim. Als die ernestinische Linie der Markgrafen von Baden Pforzheim zu ihrer Residenzstadt machten wurde 1545 die Kanzlei aus Platzgründen in das Haus Schloßberg 6 verlegt. Später befand sich der Neubau der Kanzlei an der nordwestlichen Stadtmauer.[2][3] Im Jahre 1561 erhielt er als Lehen das Schloß Obermönsheim (Enzkreis). 1689 wurde das Haus bei den Franzosenbrand zerstört und nicht wieder aufgebaut. Erhalten hatte sich der Keller sowie der Rüppurr'sche Wappenstein mit der Jahreszahl 1545, gefunden am Haus Schloßberg 8. Im Reuchlinmuseum wurde bis 1945 dieser Rüppurr'sche Wappenstein aus dem Jahre 1545 aufbewahrt.[4]

Familie

Batt (Beatus) d. J. von Rüppurr war der jüngste der sechs Söhne des Beatus d. Ä. von Rüppurr und der Agnes Speth von Höpfigheim. Batts Schwester war Elisabeth von Rüppurr († 1570), die verheiratet war mit Peter von Gültlingen in Berneck (Stadt Altensteig, Lkr. Calw). Batts Bruder war Reinhard von Rüppurr, der verheiratet war mit Rosa von Gültlingen, in Schwieberdingen (Lkr. Ludwigsburg). Beatus von Rüppur (auch bekannt als als der badische Haushofmeister Batt der Jüngere von Rüppurr) († 3.5.1587)[5] war verheiratet in erster Ehe mit Catharina von Venningen (auch bekannt als Katharina von Rüppurr geb. von Benningen) († 1566).[6] Aus der ersten Ehe mit Catharina von Venningen gingen folgende Kinder hervor: Bernhard von Rüppurr († 1554) [7]und Maria von Rüppurr († 1556). [8] Batts erste Ehefrau Catharina von Venningen, Tochter des badischen Landhofmeisters Conrad von Venningen und der Maria von Hirschhorn, verstarb bereits im Jahre 1566. In zweiter Ehe heiratete er Maria Salome von Remchingen, Tochter des Adam von Remchingen. Aus der zweiten Ehe mit Maria Salome von Remchingen gingen folgende Kinder hervor: Jörg Ludwig von Rüppurr († 1578) und Agnes († 1574).

Grabdenkmal

Literatur

  • Oskar Trost:Die Adelsitze im alten Pforzheim. In :Pforzheimer Geschichtsblätter 1, 1961, S. 82-145.
  • Früheres herrschaftliches Haus am Schloßberg, heute Nr. 6, Hinterhaus. In: Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, unveränderter Nachdruck Frankfurt am Main 1, S. 308f.
  • Burg/Schloß. In: Simon M. Haag, Andrea Bräuning: Pforzheim. Spurensuche nach einer untergegangenen Stadt (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg zugleich Materialhefte zur Stadtgeschichte der Stadt Pforzheim. Band 15: Pforzheim) Herausgegeben vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg und der Stadt Pforzheim, Ubstadt-Weiher 2001, ISBN 3-933924-03-0, S. 131.
  • Abgegangene Adels- und gefreite Häuser. In: Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, S. 375-378, hier S. 375f.: „Kirchberg“ (heute Schloßberg).

Einzelnachweise

  1. Johann Georg Friedrich Pflüger: Geschichte der Stadt Pforzheim, 1862, S. 300 [1].
  2. Oskar Trost:Die Adelsitze im alten Pforzheim. In :Pforzheimer Geschichtsblätter 1, 1961, S. 82-145, hier S. 199 Nr. 8.
  3. Burg/Schloß. In: Simon M. Haag, Andrea Bräuning: Pforzheim. Spurensuche nach einer untergegangenen Stadt (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg zugleich Materialhefte zur Stadtgeschichte der Stadt Pforzheim. Band 15: Pforzheim) Herausgegeben vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg und der Stadt Pforzheim, Ubstadt-Weiher 2001, ISBN 3-933924-03-0, S. 131
  4. Früheres herrschaftliches Haus am Schloßberg, heute Nr. 6, Hinterhaus. In: Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, unveränderter Nachdruck Frankfurt am Main 1, S. 308f.
  5. Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, S. 308, 375, 377.
  6. Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, S. 268.
  7. Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, S. 268.
  8. Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, S. 268.