Feier mit! 20 Jahre Pfenz!

Jubiläumsfeier am Montag 18.5. 18:30 und Samstag 23.5. 14:00
in der EngagementWerkStadt, Lammstraße — gerne anmelden, oder einfach vorbeikommen!


Zur Anmeldung als Teilnehmer bitte E-Mail mit Nennung des gewünschten Benutzernamens an: E-Mail: pfenzmail.de

Markgraf-Ernst-Brunnen: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Inhalt gelöscht Inhalt hinzugefügt
Henriette (Diskussion | Beiträge)
Die Seite wurde neu angelegt: „ thumb|300px|Der Markgraf-Ernst-Brunnen (links) am Leopoldsplatz Der Markgraf-Ernst-Brunnen war ein Kulturdenkmal in …“
 
Schmelzle (Diskussion | Beiträge)
Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
(7 dazwischenliegende Versionen von einem anderen Benutzer werden nicht angezeigt)
Zeile 1: Zeile 1:
[[Datei:Markgraf-Ernst-Brunnen, Pforzheim.png|thumb|300px|Der Markgraf-Ernst-Brunnen ]]


[[Datei:Alt-Pforzheim Leo-Bahnhofstr.jpg|thumb|300px|Der Markgraf-Ernst-Brunnen (links) am Leopoldsplatz]]
[[Datei:Alt-Pforzheim Leo-Bahnhofstr.jpg|thumb|300px|Der Markgraf-Ernst-Brunnen (links) am Leopoldsplatz]]


Der Markgraf-Ernst-Brunnen war ein Kulturdenkmal in Pforzheim.<ref>Haag/Bräuning 2001, S. 174.</ref>
Der '''Markgraf-Ernst-Brunnen''' war ein Kulturdenkmal in [[Pforzheim]], geschaffen von [[Christoph von Urach]].<ref>Haag/Bräuning 2001, S. 174.</ref>


== Beschreibun==
Das Kunstwerk war ein spätgotischer<ref>Timm 2004, S. 75.</ref> Brunnen, der den Markgrafen Ernst darstellte und aus der Zeit um 1540 stammte. Schöpfer war vermutlich der Bildhauer Christoph von Urach.<ref>Lacroix/Hirschfeld/Paeseler 1939, S. 346.</ref><ref>Timm 2004, S. 75.</ref> Der Brunnen markierte seit dem Mittelalter den vermessungstechnischen Mittelpunkt der Stadtanlage.<ref>Timm 2004, S. 75.</ref>
Das Kunstwerk war ein spätgotischer<ref>Timm 2004, S. 75.</ref> Brunnen, der den Markgrafen Ernst darstellte und aus der Zeit um 1540 stammte. Schöpfer war vermutlich der Bildhauer Christoph von Urach.<ref>Lacroix/Hirschfeld/Paeseler 1939, S. 346.</ref><ref>Timm 2004, S. 75.</ref>


1950 verschwand der Brunnen und fiel unter „ungeklärten Umständen der Enttrümmerung zum Opfer“.<ref>Timm 2004, S. 75.</ref>
1950 verschwand der Brunnen und fiel unter „ungeklärten Umständen der Enttrümmerung zum Opfer“.<ref>Timm 2004, S. 75.</ref>


== Mittelpunkt einer mittelalterlichen Achsensymmetrie ==

Der Brunnen bildete den geographischen Mittelpunkt der mittelalterlichen Stadt. Der Brunnen markierte seit dem Mittelalter den vermessungstechnischen Mittelpunkt der Stadtanlage.<ref>Timm 2004, S. 75.</ref> Christoph Timm stellte eine Achsensymmetrie der alten Stadt fest: Die Entfernung vom westlichen Stadttor, dem Inneren Brötzinger Tor bis zum Markgraf-Ernst-Brunnen war genauso lang wie die Entfernung vom Markgraf-Ernst-Brunnen zum östlichen Altstädter Tor. Die Strecke vom nördlich gelegenen oberen Schloßtor zum Markgraf-Ernst-Brunnen war genauso lang war wie die Strecke vom Markgraf-Ernst-Brunnen zum städtischen Südtor (dem Tränktor). Der Bau der "Neustadt" erfolgte daher aufgrund der von Chistoph Timm festgestellten Achsensymmetrie nach einem mittelalterlichen Stadtbauplan. Der Bau von Plan-Städten ist bedeutend in der Stauferzeit. Der salische Besitz ging in Pforzheim in der Zeit vor 1157 an die Staufer über. Bereits im Jahre 1195 wurden die Bewohner Pforzheims als Bürger, Einwohner einer Stadt bezeichnet. Pforzheim entwickelte sich zu einer in den Jahren 1150 und 1190 angelegten Stauferstadt.<ref>Haag und Bräuning 2001, S. 53-66.</ref>
== Einzelnachweise ==
== Einzelnachweise ==
Zeile 15: Zeile 16:


== Literatur ==
== Literatur ==
* '''Die Herausbildung des spätmittelalterlichen Stadtbildes und die Siedlungsentwicklung Pforzheims bis in das 20. Jahrhundert'''. In: Simon M. Haag und Andrea Bräuning: ''Pforzheim. Spurensuche nach einer untergegangenen Stadt '' (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg zugleich Materialhefte zur Stadtgeschichte der Stadt Pforzheim. Band 15: Pforzheim) Herausgegeben vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg und der Stadt Pforzheim, Ubstadt-Weiher 2001, ISBN 3-933924-03-0, S. 53-66.
* Simon M. Haag, Andrea Bräuning: Pforzheim. Spurensuche nach einer untergegangenen Stadt (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg zugleich Materialhefte zur Stadtgeschichte der Stadt Pforzheim. Band 15: Pforzheim) Herausgegeben vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg und der Stadt Pforzheim, Ubstadt-Weiher 2001, ISBN 3-933924-03-0, S. 206–208.
* Simon M. Haag, Andrea Bräuning: Pforzheim. Spurensuche nach einer untergegangenen Stadt (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg zugleich Materialhefte zur Stadtgeschichte der Stadt Pforzheim. Band 15: Pforzheim) Herausgegeben vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg und der Stadt Pforzheim, Ubstadt-Weiher 2001, ISBN 3-933924-03-0, S. 206–208.
* Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, ISBN 978-3-89735-221-6, S. 75 (Der verschwundene Marktbrunnen)
* Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, ISBN 978-3-89735-221-6, S. 75 (Der verschwundene Marktbrunnen)
* Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, unveränderter Nachdruck Frankfurt am Main 1983, S. 346–348, ISBN 978-3-8035-1225-3.
* Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, unveränderter Nachdruck Frankfurt am Main 1983, S. 346–348, ISBN 978-3-8035-1225-3.

[[Kategorie:Brunnen (Pforzheim)]]
[[Kategorie:Abgegangenes Bauwerk]]
[[Kategorie:Baudenkmal]]

Aktuelle Version vom 27. Dezember 2018, 10:09 Uhr

Der Markgraf-Ernst-Brunnen
Der Markgraf-Ernst-Brunnen (links) am Leopoldsplatz

Der Markgraf-Ernst-Brunnen war ein Kulturdenkmal in Pforzheim, geschaffen von Christoph von Urach.[1]

Beschreibun

Das Kunstwerk war ein spätgotischer[2] Brunnen, der den Markgrafen Ernst darstellte und aus der Zeit um 1540 stammte. Schöpfer war vermutlich der Bildhauer Christoph von Urach.[3][4]

1950 verschwand der Brunnen und fiel unter „ungeklärten Umständen der Enttrümmerung zum Opfer“.[5]

Mittelpunkt einer mittelalterlichen Achsensymmetrie

Der Brunnen bildete den geographischen Mittelpunkt der mittelalterlichen Stadt. Der Brunnen markierte seit dem Mittelalter den vermessungstechnischen Mittelpunkt der Stadtanlage.[6] Christoph Timm stellte eine Achsensymmetrie der alten Stadt fest: Die Entfernung vom westlichen Stadttor, dem Inneren Brötzinger Tor bis zum Markgraf-Ernst-Brunnen war genauso lang wie die Entfernung vom Markgraf-Ernst-Brunnen zum östlichen Altstädter Tor. Die Strecke vom nördlich gelegenen oberen Schloßtor zum Markgraf-Ernst-Brunnen war genauso lang war wie die Strecke vom Markgraf-Ernst-Brunnen zum städtischen Südtor (dem Tränktor). Der Bau der "Neustadt" erfolgte daher aufgrund der von Chistoph Timm festgestellten Achsensymmetrie nach einem mittelalterlichen Stadtbauplan. Der Bau von Plan-Städten ist bedeutend in der Stauferzeit. Der salische Besitz ging in Pforzheim in der Zeit vor 1157 an die Staufer über. Bereits im Jahre 1195 wurden die Bewohner Pforzheims als Bürger, Einwohner einer Stadt bezeichnet. Pforzheim entwickelte sich zu einer in den Jahren 1150 und 1190 angelegten Stauferstadt.[7]

Einzelnachweise

  1. Haag/Bräuning 2001, S. 174.
  2. Timm 2004, S. 75.
  3. Lacroix/Hirschfeld/Paeseler 1939, S. 346.
  4. Timm 2004, S. 75.
  5. Timm 2004, S. 75.
  6. Timm 2004, S. 75.
  7. Haag und Bräuning 2001, S. 53-66.

Literatur

  • Die Herausbildung des spätmittelalterlichen Stadtbildes und die Siedlungsentwicklung Pforzheims bis in das 20. Jahrhundert. In: Simon M. Haag und Andrea Bräuning: Pforzheim. Spurensuche nach einer untergegangenen Stadt (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg zugleich Materialhefte zur Stadtgeschichte der Stadt Pforzheim. Band 15: Pforzheim) Herausgegeben vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg und der Stadt Pforzheim, Ubstadt-Weiher 2001, ISBN 3-933924-03-0, S. 53-66.
  • Simon M. Haag, Andrea Bräuning: Pforzheim. Spurensuche nach einer untergegangenen Stadt (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg zugleich Materialhefte zur Stadtgeschichte der Stadt Pforzheim. Band 15: Pforzheim) Herausgegeben vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg und der Stadt Pforzheim, Ubstadt-Weiher 2001, ISBN 3-933924-03-0, S. 206–208.
  • Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, ISBN 978-3-89735-221-6, S. 75 (Der verschwundene Marktbrunnen)
  • Emil Lacroix/Peter Hirschfeld/Wilhelm Paeseler: Die Kunstdenkmäler der Stadt Pforzheim (aus der Reihe Die Kunstdenkmäler Badens Band 9, Kreis Karlsruhe, Abt. 6). Karlsruhe 1939, unveränderter Nachdruck Frankfurt am Main 1983, S. 346–348, ISBN 978-3-8035-1225-3.