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Igelsbach: Unterschied zwischen den Versionen

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'''Igelsbach''' ist eine [[Wüstung]] bei [[Eutingen]]. 1937 wurde die Siedlung Eutingen-Igelsbach neugegründet.
PZ: 7. September 2013, S. 50:


Die Wüstung wird zwischen den Gemarkungsgrenzen von Eutingen und [[Kieselbronn]] unterhalb des [[Hochstetterfeld]]es lokalisiert. Der Grund für den Abgang könnte die Unergiebigkeit des Bodens gewesen sein.<ref>vgl. PZ-Artikel</ref>
Gründung Siedlung Eutingen-Igelsbach 12.10.1937 (Siedler seit 1936)

erste Erwähnung von oberer und unterer "Igelspach" als Gewann 1352 und 1425.
== Belege ==
Sippe Igilo oder Ugilo zwischen Eutingen und Kieselbronn unterhalb des Hochstetter Feldes

12. Januar 1376 verkaufte PFerin ihre Gülte in I. an Kl Maulbronn
Die Wüstung wurde [[1352]] erstmals als "Igelspach" erwähnt. [[1376]] verkauft ein Kieselbronner und ein Pforzheimer Bürger ihre Gülte in Igelsbach an das [[Kloster Maulbronn]]. Im selben Jahr verkaufte eine [[Pforzheim]]er Bürgerin ebenso ihre Gülte an das Kloster<ref>http://leo-bw.de/detail/-/Detail/details/DOKUMENT/labw_findmittel_02/labw-4-1439075/Trutwipp+B%C3%BCrgerin+zu+Pforzheim+verkauft+an+das+Kloster+Maulbronn+Roggen-+Haber-+und+Hellerg%C3%BClten+von+G%C3%BCtern+zu+Kieselbronn+und+Igelsbach+um+18+lb+Heller?p_auth=XpbYbt2c</ref>.Nach Stenzel (1975:133) ist der Urkunde zu entnehmen, dass es sich bei Igelsbach nur um eine "Nebensiedlung von Kieselbronn" handelt, doch räumt er auch ein, dass die Flure um den Ort nach dem Abgang zwischen Kieselbronn und Eutingen aufgeteilt wurden, was eher für einen selbstständigen Ort sprechen würde. [[1396]] wird über "Äcker zu iegelspach und zu hofstetten" berichtet, die Albrecht von [[Enzberg]] und zugleich zum Kammergut gehörten. Später folgten Erwähungen in den Jahren [[1425]] und [[1679]], in denen Äcker, Wiesen oder ein Weingarten in den Fluren verkauft wurden. Doch ist bei diesen Belegen nicht davon auszugehen, dass der Ort zu jener Zeit noch besiedelt war. Der Heimatforscher Karl Ehmann (1980) führt zudem die Möglichkeit an, dass Hochstetten/Hofstetten identisch mit Igelsbach sein könnte.<ref>Karl Ehmann (1980): Abgegangene Siedlungen um Pforzheim. in: Pforzheimer Geschichtsblätter 5, S.181.</ref>
1396: Albrecht Schüwelin von Enzberg, "Wald am Bannholz, am Bühel, an der Buchhald, Äcker zu iegelspach und zu hofstetten" verkauf an kl Maulbronn

8.12.1679: Hans Jung Wiesen in der oberen Igelsbach
== Flurnamen ==
Wüstung unbekannt. Grund wohl Unergiebigkeit des Bodens

In einem Bericht 1879: "Im Igelsbach ist eine 600 Meter lange und eineinhalb Meter breite Ödung, welche kultiviert werden könnte"
Die Flurnamen "Hochstetter Feld" (Kieselbronn) und "Igelsbach" (Eutingen) weisen heute noch auf die abgegangene Ortschaft hin. [[1505]] ist noch ein "Igelsbacher Weg" auf der Gemarkung Niefern nachzuweisen. Im 16. Jh. gab es auch eine Flur "Igelsbach" in Enzberg. Nach dem Historiker Stenzel könnte es sich hierbei "um einst Igelsbacher Ausmärkern zu Enzberg gehörendes Land handeln."<ref>Rüdiger Stenzel: Abgegangene Siedelungen zwischen Rhein und Enz, Murg und Angelbach. In: Oberrheinische Studien. Bd. III.Bretten 1975. S. 333</ref>
leo-bw.de

"Trutwipp, Bürgerin zu Pforzheim, verkauft an das Kloster Maulbronn Roggen-, Haber- und Hellergülten von Gütern zu Kieselbronn und Igelsbach um 18 lb. Heller"
== Neubesiedlung ==
http://www.koeblergerhard.de/wikiling/index.php?query=igels&match=sws&f=gold

"Igelsbach, 8. Jh., bei Eberbach an dem Neckar in Baden, F1-1548 '''IGO (PN)''' Igilesbuch, Igilesbůch D. S. 34 (zu 773), s. buoch (2), mhd., st. N., Buchenwald, Forst"
In einem amtlichen Bericht aus dem Jahr 1879 wird auf eine mögliche Kultivierung der öden Wüstung hingewiesen: "Im Igelsbach ist eine 600 Meter lange und eineinhalb Meter breite Ödung, welche kultiviert werden könnte"<ref>vgl. PZ-Artikel</ref> Am 12. Oktober [[1937]] wurde die Siedlung Eutingen-Igelsbach offiziell gegründet, nachdem bereits 1936 die ersten Siedler zuzogen.
"1 Igelsloch, 12. Jh., bei Neuenburg, F1-1548 '''IGIL (Igel)''' Igelsloch, Igelsloch Cod. Hirsaug. 92 (12. Jh.), s. lōch, lōh, lō, mhd., st. M., st. N., „Loh“, Gebüsch, Wald, Gehölz"

== Quellen ==

* Pforzheimer Zeitung, 7. September 2013, S. 50
* Rüdiger Stenzel: Abgegangene Siedelungen zwischen Rhein und Enz, Murg und Angelbach. In: Oberrheinische Studien. Bd. III.Bretten 1975. S. 333

== Einzelnachweise ==

<references/>

[[Kategorie:Ortschaft]]
[[Kategorie:Wüstung]]
[[Kategorie:Pforzheim]]

Aktuelle Version vom 20. November 2018, 01:36 Uhr

Igelsbach ist eine Wüstung bei Eutingen. 1937 wurde die Siedlung Eutingen-Igelsbach neugegründet.

Die Wüstung wird zwischen den Gemarkungsgrenzen von Eutingen und Kieselbronn unterhalb des Hochstetterfeldes lokalisiert. Der Grund für den Abgang könnte die Unergiebigkeit des Bodens gewesen sein.[1]

Belege

Die Wüstung wurde 1352 erstmals als "Igelspach" erwähnt. 1376 verkauft ein Kieselbronner und ein Pforzheimer Bürger ihre Gülte in Igelsbach an das Kloster Maulbronn. Im selben Jahr verkaufte eine Pforzheimer Bürgerin ebenso ihre Gülte an das Kloster[2].Nach Stenzel (1975:133) ist der Urkunde zu entnehmen, dass es sich bei Igelsbach nur um eine "Nebensiedlung von Kieselbronn" handelt, doch räumt er auch ein, dass die Flure um den Ort nach dem Abgang zwischen Kieselbronn und Eutingen aufgeteilt wurden, was eher für einen selbstständigen Ort sprechen würde. 1396 wird über "Äcker zu iegelspach und zu hofstetten" berichtet, die Albrecht von Enzberg und zugleich zum Kammergut gehörten. Später folgten Erwähungen in den Jahren 1425 und 1679, in denen Äcker, Wiesen oder ein Weingarten in den Fluren verkauft wurden. Doch ist bei diesen Belegen nicht davon auszugehen, dass der Ort zu jener Zeit noch besiedelt war. Der Heimatforscher Karl Ehmann (1980) führt zudem die Möglichkeit an, dass Hochstetten/Hofstetten identisch mit Igelsbach sein könnte.[3]

Flurnamen

Die Flurnamen "Hochstetter Feld" (Kieselbronn) und "Igelsbach" (Eutingen) weisen heute noch auf die abgegangene Ortschaft hin. 1505 ist noch ein "Igelsbacher Weg" auf der Gemarkung Niefern nachzuweisen. Im 16. Jh. gab es auch eine Flur "Igelsbach" in Enzberg. Nach dem Historiker Stenzel könnte es sich hierbei "um einst Igelsbacher Ausmärkern zu Enzberg gehörendes Land handeln."[4]

Neubesiedlung

In einem amtlichen Bericht aus dem Jahr 1879 wird auf eine mögliche Kultivierung der öden Wüstung hingewiesen: "Im Igelsbach ist eine 600 Meter lange und eineinhalb Meter breite Ödung, welche kultiviert werden könnte"[5] Am 12. Oktober 1937 wurde die Siedlung Eutingen-Igelsbach offiziell gegründet, nachdem bereits 1936 die ersten Siedler zuzogen.

Quellen

  • Pforzheimer Zeitung, 7. September 2013, S. 50
  • Rüdiger Stenzel: Abgegangene Siedelungen zwischen Rhein und Enz, Murg und Angelbach. In: Oberrheinische Studien. Bd. III.Bretten 1975. S. 333

Einzelnachweise

  1. vgl. PZ-Artikel
  2. http://leo-bw.de/detail/-/Detail/details/DOKUMENT/labw_findmittel_02/labw-4-1439075/Trutwipp+B%C3%BCrgerin+zu+Pforzheim+verkauft+an+das+Kloster+Maulbronn+Roggen-+Haber-+und+Hellerg%C3%BClten+von+G%C3%BCtern+zu+Kieselbronn+und+Igelsbach+um+18+lb+Heller?p_auth=XpbYbt2c
  3. Karl Ehmann (1980): Abgegangene Siedlungen um Pforzheim. in: Pforzheimer Geschichtsblätter 5, S.181.
  4. Rüdiger Stenzel: Abgegangene Siedelungen zwischen Rhein und Enz, Murg und Angelbach. In: Oberrheinische Studien. Bd. III.Bretten 1975. S. 333
  5. vgl. PZ-Artikel