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Malschhausen: Unterschied zwischen den Versionen

Von PFENZ
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'''Malschhausen''' ist eine Flur auf der Gemarkung [[Göbrichen]].
'''Malschhausen''' ist eine Flur auf der Gemarkung [[Göbrichen]].


==Name==
Der seit dem [[1600|16. Jahrhundert]] als "Malschhaußen" belegte Flurname deutet auf eine abgegangene Siedlung hin, die Ort bei [[Neidlingen]] gelegen hat. Der Historiker Rüdiger Stenzel vermutet den Weiler nördlich von Neidlingen und eine relativ große Gemarkung.<ref>Rüdiger Stenzel: Abgegangene Siedlungen zwischen Rhein und Enz, Murg und Angelbach. In: Oberrheinische Studien. Bd. III. Fs. für G. Haselier. Bretten 1975. S. 133</ref>.
Der Name könnte sich vom mhd. ''maletsche'' "Siechenhaus" (vgl. franz. ''malade'' krank) herleiten


==Geschichte==
Allerdings liegt die heutige Flur direkt neben der Flur "Neulingen Kirche" und könnte deshalb auch "identisch" sein mit der Wüstung Neidlingen.
Der seit [[1412]] als "Malschhusen" belegte Flurname deutet auf eine abgegangene Siedlung hin, die bei [[Neidlingen]] gelegen hat. Der Historiker Rüdiger Stenzel vermutet den Weiler nördlich von Neidlingen und eine relativ große Gemarkung.<ref>Rüdiger Stenzel: Abgegangene Siedlungen zwischen Rhein und Enz, Murg und Angelbach. In: Oberrheinische Studien. Bd. III. Fs. für G. Haselier. Bretten 1975. S. 133</ref>.

Allerdings liegt die heutige Flur direkt neben der Flur "Neulingen Kirche". Der Heimatforscher Heinrich Tölke geht daher davon aus, dass es sich bei Malschhausen um den ehemaligen Herrenhof von Neidlingen handelte, welcher beim Brunnen zu Unterneidlingen lag.<ref>Heinrich Tölke (1995): Göbrichen - Neulingen. Monographie eines Dorfes und einer Landschaft im Norden Pforzheims, S.320</ref> Als Indiz hierfür sieht er, dass Flurnamen wie "Brühl" oder "Hub", die auf einen frühmittelalterlichen Herrenhof hinweisen, für die [[Wüstung]] Neidlingen fehlen würden und in solchen Fällen jedoch in der Regel der Name des Herrenhofes überliefert ist (''hier: Malschhausen und/oder Huchenfeld und Schnepfenbrunn). Des Weiteren vermutet er, dass der Herrenhof bei der Schenkung an das Kloster Sinsheim von der Gräfin Adelheid nach ihrem Tod [[1122]] in ein Siechen-/Krankenhaus umgewandelt wurde. Den Abgang datiert er nach [[1292]]/94, aber wahrscheinlich mit der Zerstörung Neidlingens um [[1367]].<ref>Tölke: S.452f</ref>

[[1526]] bildete Malschhausen noch einen eigenen Bezirk in der Göbricher Zelg "Hub".

==Nennungen==
*[[1412]]: zu den Maletschen Huss
*[[1419]]: Maletschuse
*[[1524]], [[1526]], [[1527]]: zu Malschhusen
*[[1573]]-[[1742]]: Malschhausen
''danach als Langallmend bezeichnet''


==Einzelnachweise==
==Einzelnachweise==

Aktuelle Version vom 21. März 2016, 21:29 Uhr

Malschhausen ist eine Flur auf der Gemarkung Göbrichen.

Name

Der Name könnte sich vom mhd. maletsche "Siechenhaus" (vgl. franz. malade krank) herleiten

Geschichte

Der seit 1412 als "Malschhusen" belegte Flurname deutet auf eine abgegangene Siedlung hin, die bei Neidlingen gelegen hat. Der Historiker Rüdiger Stenzel vermutet den Weiler nördlich von Neidlingen und eine relativ große Gemarkung.[1].

Allerdings liegt die heutige Flur direkt neben der Flur "Neulingen Kirche". Der Heimatforscher Heinrich Tölke geht daher davon aus, dass es sich bei Malschhausen um den ehemaligen Herrenhof von Neidlingen handelte, welcher beim Brunnen zu Unterneidlingen lag.[2] Als Indiz hierfür sieht er, dass Flurnamen wie "Brühl" oder "Hub", die auf einen frühmittelalterlichen Herrenhof hinweisen, für die Wüstung Neidlingen fehlen würden und in solchen Fällen jedoch in der Regel der Name des Herrenhofes überliefert ist (hier: Malschhausen und/oder Huchenfeld und Schnepfenbrunn). Des Weiteren vermutet er, dass der Herrenhof bei der Schenkung an das Kloster Sinsheim von der Gräfin Adelheid nach ihrem Tod 1122 in ein Siechen-/Krankenhaus umgewandelt wurde. Den Abgang datiert er nach 1292/94, aber wahrscheinlich mit der Zerstörung Neidlingens um 1367.[3]

1526 bildete Malschhausen noch einen eigenen Bezirk in der Göbricher Zelg "Hub".

Nennungen

danach als Langallmend bezeichnet

Einzelnachweise

  1. Rüdiger Stenzel: Abgegangene Siedlungen zwischen Rhein und Enz, Murg und Angelbach. In: Oberrheinische Studien. Bd. III. Fs. für G. Haselier. Bretten 1975. S. 133
  2. Heinrich Tölke (1995): Göbrichen - Neulingen. Monographie eines Dorfes und einer Landschaft im Norden Pforzheims, S.320
  3. Tölke: S.452f