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	<title>Wolfgang Witzenmann - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in PFENZ</subtitle>
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		<title>Enzstromer: neu erst</title>
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		<updated>2026-10-11T07:48:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;neu erst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wolfgang Witzenmann&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[Geburtstag::26. November]] [[Geburtsjahr::1937]] in {{Geboren in|München}}; † [[Todestag::8. September]] [[Todesjahr::2026]]) war [[Ist::Komponist]] und [[Ist::Musikwissenschaftler|Musikhistoriker]]. Er war langjähriger wissenschaftlicher Mitarbeiter der musikwissenschaftlichen Abteilung des Deutschen Historischen Instituts in Rom und veröffentlichte zahlreiche Arbeiten zur Musikgeschichte. Als Komponist schuf er unter anderem Opern, Orchesterwerke, ein Oratorium sowie Kammermusik und Liedvertonungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Wolfgang Witzenmann wurde am 26. November 1937 in München als ältestes Kind des Anthroposophen und Philosophen [[Herbert Witzenmann]] und der Opernsängerin und Lyrikerin Maria Wozak geboren. Er wuchs zunächst in Garmisch-Partenkirchen auf und besuchte dort ein humanistisches Gymnasium. Bereits als Kind beschäftigte er sich intensiv mit Musik: Im Alter von sechs Jahren trat er öffentlich als Blockflötist auf, mit acht Jahren spielte er Klavier. Neben seiner musikalischen Ausbildung betrieb er Sport, insbesondere Skifahren, Bergsteigen und Tennis. Nach dem Umzug der Familie nach [[Pforzheim]] im Jahr 1951 setzte er seine Schulausbildung am [[Reuchlin-Gymnasium Pforzheim|Reuchlin-Gymnasium]] fort, an dem er 1957 das Abitur ablegte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Witzenmann studierte an der Staatlichen Hochschule für Musik in Stuttgart Komposition bei Georg von Albrecht und Johann Nepomuk David sowie Klavier bei Karl-Heinz Lautner und Flöte bei Hans-Ulrich Niggemann. 1960 erwarb er das Privatmusiklehrer-Diplom. Im selben Jahr wurde er erster Flötist am [[Stadttheater Pforzheim]] und wirkte in Sinfoniekonzerten und Opernaufführungen mit. Darüber hinaus gastierte er als Flötist und Pianist beim [[Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim|Südwestdeutschen Kammerorchester]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1961 bis 1965 studierte Wolfgang Witzenmann Musikwissenschaft an der Universität Tübingen bei Walter Gerstenberg und Bernhard Meier. Seine wissenschaftliche Arbeit konzentrierte sich insbesondere auf die italienische Musikgeschichte. 1965 promovierte er mit einer Dissertation über den italienischen Komponisten Domenico Mazzocchi (1595–1665). Im selben Jahr wurde er durch seinen akademischen Lehrer Walter Gerstenberg an das Deutsche Historische Institut in Rom vermittelt, dessen musikwissenschaftlicher Abteilung er als wissenschaftlicher Mitarbeiter angehörte. Dort war er bis 2001 tätig und beschäftigte sich unter anderem mit den musikalischen Beziehungen zwischen Italien und Deutschland sowie mit der italienischen Musik der Renaissance und des Barock. Zu seinen Forschungsgebieten zählten außerdem die italienische Oper, die Wiener Klassik und die Neue Musik. Er veröffentlichte Beiträge in Fachzeitschriften, Kongressberichten und Festschriften sowie Studien zu Komponisten wie Alessandro Stradella, Antonio Vivaldi, Claudio Monteverdi und Domenico Mazzocchi. Zu seinen musikhistorischen Arbeiten gehörte auch die Untersuchung &amp;#039;&amp;#039;Die Lateran-Kapelle 1599–1650&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Parallel zu seiner wissenschaftlichen Tätigkeit entwickelte Wolfgang Witzenmann eine umfangreiche kompositorische Arbeit. Seit 1967 wurden seine Werke bei internationalen Festivals unter anderem in Darmstadt, Como, Urbino, Rom und Neapel sowie in den Vereinigten Staaten, darunter in Iowa City, Kansas City und New York, aufgeführt. Seit 1986 beteiligte er sich zudem an den Tonkünstlerfesten Baden-Württembergs. 1983 erhielt er den ersten Preis beim Internationalen Kompositionswettbewerb der Stadt [[Calw]]. 1989 erschien eine monografische Schallplatte beim italienischen Label Edipan, auf der Wolfgang Witzenmann gemeinsam mit dem Pianisten Massimiliano Damerini eine Flötensonate und Klavierwerke interpretierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine kompositorische Entwicklung führte von zunächst tonalen Werken, die ab etwa 1959 auch Einflüsse der Zweiten Wiener Schule erkennen ließen, über die Anwendung der Zwölftontechnik und serieller Verfahren zwischen 1960 und 1967 zu einer experimentellen Phase von 1968 bis 1974. In dieser Zeit setzte er sich unter anderem mit der Darmstädter Schule sowie mit den Komponisten Pierre Boulez, Luigi Nono, Karlheinz Stockhausen, Helmut Lachenmann und Dieter Schnebel auseinander. Seit etwa 1975 vereinfachte er seine Tonsprache und entwickelte eine von modalen Prinzipien ausgehende, postmodal ausgerichtete Schreibweise. Einen wichtigen Einfluss bildeten dabei seine Studien zur Musik der Renaissance und des Barock.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wolfgang Witzenmann war außerdem als Musikpädagoge tätig. Er unterrichtete Blockflöte bei der Società Italiana del Flauto Dolce in Rom und von 1980 bis 1985 bei den Internationalen Sommerkursen für Alte Musik in Urbino. Die Auseinandersetzung mit historischer Aufführungspraxis und älteren Tonsystemen prägte seine kompositorische Arbeit nachhaltig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Werkverzeichnis umfasst Chormusik, die fünfteilige Folge &amp;#039;&amp;#039;Oden I–V&amp;#039;&amp;#039; für Gesang und Klavier, sechs Liedzyklen, die Opern &amp;#039;&amp;#039;Nivasio&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Mary&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Sappho&amp;#039;&amp;#039;, das Oratorium &amp;#039;&amp;#039;Christus und Gilgamesch&amp;#039;&amp;#039;, Orchesterwerke wie &amp;#039;&amp;#039;Eigenklänge&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Natur&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Deutschland-Lieder&amp;#039;&amp;#039; sowie zwei Sinfonien. Hinzu kommen Werke für historische Instrumente und Bearbeitungen von Kompositionen unter anderem von Giovanni de Macque, Carlo Gesualdo und Vincenzo Bellini. Das Oratorium &amp;#039;&amp;#039;Gilgamesch und Christus&amp;#039;&amp;#039; wurde am 14. Oktober 2007 in Pforzheim uraufgeführt. Wolfgang Witzenmann komponierte außerdem zahlreiche Flöten- und Klavierwerke sowie Liedvertonungen, unter anderem nach Texten von Johann Wolfgang von Goethe und Christian Morgenstern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1977 heiratete Wolfgang Witzenmann Renata Di Salvo, mit der er zwei Kinder hatte. Die Familie lebte in Rom. Im Juli 2003 gründete er in Pforzheim den &amp;#039;&amp;#039;Wolfgang Witzenmann Musikverlag&amp;#039;&amp;#039;. Trotz seines langjährigen Lebensmittelpunkts in Italien blieb er Pforzheim eng verbunden, wo er einen wesentlichen Teil seiner Kindheit und Jugend verbracht hatte und wohin er bis 2012 regelmäßig für längere Aufenthalte zurückkehrte. Aus gesundheitlichen Gründen waren ihm spätere Besuche nicht mehr möglich. Wolfgang Witzenmann starb am 8. September 2026.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Pforzheimer Zeitung: &amp;#039;&amp;#039;„Komponieren ist meine Leidenschaft.“ Wolfgang Witzenmann feiert am Sonntag seinen 80. Geburtstag. Ein Porträt des bekannten Komponisten, Flötisten und Musikwissenschaftlers.&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe vom 25. November 2017.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Witzenmann, Wolfgang}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Komponist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musikwissenschaftler]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Pforzheim)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Enzstromer</name></author>
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