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	<title>Reiner Lichtenberger - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in PFENZ</subtitle>
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		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Reiner_Lichtenberger&amp;diff=226663&amp;oldid=prev</id>
		<title>Enzstromer: neu erst</title>
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		<updated>2026-09-18T17:02:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;neu erst&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Reiner Lichtenberger&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[Geburtsjahr::1941]]) ist ein ehemaliger [[Ist::Polizist|Kriminalbeamter]] und [[Ist::Historiker|Polizeihistoriker]]. Über mehrere Jahrzehnte erforschte und dokumentierte er die Geschichte der [[Polizei]] in [[Tätig in::Pforzheim]] sowie die Entwicklung der Polizei in Baden und Württemberg. Seine Forschungsergebnisse veröffentlichte er überwiegend im Eigenverlag in umfangreichen mehrbändigen Dokumentationen. Für seine Verdienste um die historische Forschung und Dokumentation wurde er mit der Portus-Medaille der Stadt Pforzheim sowie der Heimatmedaille Baden-Württemberg ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und berufliche Tätigkeit ==&lt;br /&gt;
Reiner Lichtenberger wurde 1941 geboren und lebt in Pforzheim-[[Büchenbronn]]. Von 1962 bis 2001 war er im Polizeidienst tätig, davon 27 Jahre bei der Kriminalpolizei Pforzheim. Auch während seiner aktiven Dienstzeit beschäftigte er sich intensiv mit der Geschichte der Polizei seiner Heimatstadt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1970er-Jahre begann Reiner Lichtenberger, die Geschichte der Polizei in Pforzheim systematisch zu erforschen. Anlass war unter anderem die Feststellung, dass zur Geschichte der örtlichen Polizei nur sehr wenige schriftliche Unterlagen überliefert waren. Ausgangspunkt seines Interesses waren zudem Polizeiabzeichen, die er in den 1970er-Jahren zufällig entdeckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reiner Lichtenberger ist mit Karin Lichtenberger verheiratet. Bei seiner historischen Forschungsarbeit wurde er von seiner Familie unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Historische Forschungen ==&lt;br /&gt;
Reiner Lichtenberger weitete seine zunächst auf Pforzheim konzentrierten Forschungen im Laufe der Jahre auf die Geschichte der kommunalen und staatlichen Polizei in Baden und Württemberg sowie auf die deutsche kasernierte Polizei aus. Während seiner aktiven Dienstzeit recherchierte er nach Dienstschluss in Archiven und führte Gespräche mit ehemaligen Polizeibeamten und anderen Zeitzeugen. Dafür unternahm er zahlreiche Reisen innerhalb Deutschlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Insgesamt befragte Reiner Lichtenberger rund 800 Zeitzeugen. Daneben wertete er umfangreiche Bestände in Archiven und privaten Sammlungen aus und trug historische Dokumente, Urkunden, Dienstausweise, Fotografien und Uniformteile zusammen. Ein Teil des von ihm gesammelten Materials wurde anschließend öffentlichen Archiven übergeben, darunter dem [[Stadtarchiv Pforzheim]] und dem Archiv des Enzkreises. Auch Archive von Polizeidienststellen in Karlsruhe, Stuttgart, Freiburg und Rastatt nutzte er für seine Forschungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu seiner privaten Fachbibliothek gehörten rund 4.000 Bücher zur Polizeigeschichte. Für einzelne Kapitel wertete er teilweise mehrere Dutzend Bücher aus. Bei seiner Arbeitsweise legte Reiner Lichtenberger besonderen Wert auf die möglichst umfassende Dokumentation von Quellen und die Überprüfung von Zeitzeugenaussagen anhand schriftlicher Unterlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Polizei in Pforzheim ==&lt;br /&gt;
Ein Schwerpunkt seiner Arbeit war die Geschichte der kommunalen Polizei der Stadt Pforzheim von 1945 bis 1959. Die daraus entstandene Dokumentation umfasst vier Bände mit insgesamt mehr als 2.300 Seiten und rund 700 bis 800 Fotografien. Der erste Band erschien im Dezember 2017 im Eigenverlag, weitere Bände folgten in den darauffolgenden Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Darstellung behandelt unter anderem die letzten Kriegsjahre, die Besetzung Pforzheims durch französische Truppen, den Aufbau der Polizei nach dem Zweiten Weltkrieg sowie die Entwicklung der Pforzheimer Polizei unter den unterschiedlichen staatlichen Zuständigkeiten. Weitere Themen sind unter anderem Bahnhofswache, Grenzpolizei, Kraftfahrwesen und technische Ausstattung, Gefängniswesen, Entnazifizierung sowie die spätere Überführung der kommunalen Polizei in die staatliche Polizei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In seine Dokumentation nahm Reiner Lichtenberger auch Namenslisten der Angehörigen der Stadtpolizei auf und ergänzte die schriftlichen Quellen durch Fotografien und andere zeitgeschichtliche Dokumente. Einen Teil der von ihm zusammengetragenen Unterlagen übergab er dem Pforzheimer Stadtarchiv, wodurch zuvor verstreute oder von Verlust bedrohte Quellen dauerhaft gesichert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reiner Lichtenberger gehörte außerdem zu den Mitverfassern der Chronik „Polizei Pforzheim 1803 bis 2013“, die von Holger Trunk und Christian Senger herausgegeben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forschungen zur kasernierten Polizei ==&lt;br /&gt;
Nach Abschluss seiner Arbeiten zur Pforzheimer Polizei widmete sich Reiner Lichtenberger verstärkt der Geschichte der kasernierten Polizei in Deutschland. Eine dreibändige Dokumentation befasst sich mit der kasernierten Polizei im Freistaat Baden und in weiteren deutschen Ländern im Zeitraum 1919 bis 1936.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beschäftigung mit der kasernierten Polizei führte zugleich zu einer Erweiterung seines Forschungsgebiets auf die allgemeine Entwicklung der Polizei in Baden. In einer weiteren mehrbändigen Arbeit untersuchte Reiner Lichtenberger die staatliche und kommunale Polizei im Großherzogtum Baden von 1700 bis 1936. Dabei behandelte er unter anderem die Entwicklung der Polizeiorganisation, beamtenrechtliche Regelungen, Uniformierung, Bewaffnung, Ausrüstung und Verwaltungspolizei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seine Darstellungen beschränkten sich damit nicht auf institutionelle Entwicklungen, sondern dokumentierten auch die materielle Ausstattung und den äußeren Wandel der Polizeikräfte. Einen weiteren Schwerpunkt bildete die Entwicklung der Polizei von der Nachkriegszeit über die verschiedenen Besatzungszonen bis zur Gründung des Landes Baden-Württemberg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen und Archivierung ==&lt;br /&gt;
Reiner Lichtenberger veröffentlichte seine umfangreichen Arbeiten überwiegend im Eigenverlag und finanzierte auch die Druckkosten selbst. Exemplare seiner Veröffentlichungen stellte er unter anderem Landesbibliotheken, Archiven und der Hochschule für Polizei kostenlos zur Verfügung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis zu seiner Auszeichnung mit der Heimatmedaille hatte er zehn Bücher mit insgesamt rund 10.000 Seiten zur Polizeigeschichte veröffentlicht. Die umfangreichen Arbeiten dokumentieren insbesondere die Organisation, Uniformierung, Bewaffnung und Ausrüstung verschiedener Polizeieinheiten sowie deren institutionelle Entwicklung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Aufarbeitung historischer Quellen verfolgte Reiner Lichtenberger nach eigener Darstellung einen dokumentarischen Ansatz. Nicht die persönliche Darstellung oder erzählerische Gestaltung, sondern die möglichst vollständige Zusammenstellung und chronologische Dokumentation der historischen Sachverhalte stand für ihn im Mittelpunkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Für seine langjährige Beschäftigung mit der Geschichte der Polizei und sein Engagement bei der Sicherung historischer Quellen erhielt Lichtenberger die Portus-Medaille der Stadt Pforzheim. Oberbürgermeister [[Peter Boch]] würdigte dabei neben seiner langjährigen Tätigkeit im Polizeidienst insbesondere sein Engagement für die historische Forschung und Dokumentation der Pforzheimer Polizeigeschichte. Für die Auszeichnung war Reiner Lichtenberger von der International Police Association (IPA) vorgeschlagen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen der Heimattage Baden-Württemberg in Oberkirch wurde Reiner Lichtenberger außerdem mit der Heimatmedaille Baden-Württemberg ausgezeichnet. Das Land würdigte damit seine jahrzehntelange Erforschung der Polizei- und Regionalgeschichte. Zu den mit der Medaille hervorgehobenen Leistungen gehörten insbesondere die Befragung von rund 800 Zeitzeugen, die Sammlung historischer Dokumente und die Überführung der Materialien in öffentliche Archive.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Grenzpolizei im Landkreis Pforzheim 1945–1948.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die kommunale Polizei der Stadt Pforzheim.&amp;#039;&amp;#039; Band 1 bis 4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kasernierte Polizei im Freistaat Baden und anderen deutschen Ländern.&amp;#039;&amp;#039; Band 1 bis 3.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Geschichte, Organisation und Uniformierung der staatlichen und kommunalen Polizei im Großherzogtum Baden.&amp;#039;&amp;#039; Band 1 bis 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Pforzheimer Zeitung: &amp;#039;&amp;#039;Chronist der frühen Polizei-Jahre. Ex-Kriminalbeamter fahndet seit Jahrzehnten nach Spuren. Reiner Lichtenberger hat Arbeit der Uniformträger in Pforzheim festgehalten.&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe vom 12. Dezember 2017.&lt;br /&gt;
* Pforzheimer Zeitung: &amp;#039;&amp;#039;Einmal Kripo – immer Kripo. Reiner Lichtenberger arbeitet die Chronik der Polizei auf. Rund 800 Zeitzeugen befragt und Material für über 2000 Seiten.&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe vom 29. April 2019.&lt;br /&gt;
* Pforzheimer Zeitung: &amp;#039;&amp;#039;Hartnäckig wie ein Spürhund auf der Fährte der Polizei. Akribie und Fleiß zeichnen Buchautor Reiner Lichtenberger aus. Mit schier unbändigem Wissensdurst arbeitet er sich durch die Historie.&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe vom 14. Oktober 2023.&lt;br /&gt;
* Pforzheimer Zeitung: &amp;#039;&amp;#039;Ehrung im Doppelpack. Reiner Lichtenberger erhält Portusmedaille für Forschung zur Polizei. Peter Wagner wird als Impulsgeber für schöneres Pforzheim ausgezeichnet.&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe vom 10. April 2025.&lt;br /&gt;
* Pforzheimer Zeitung: &amp;#039;&amp;#039;Namen und Nachrichten: Heimatmedaille für Reiner Lichtenberger.&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe vom 14. September 2026.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Lichtenberger, Reiner}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Pforzheim)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalbeamter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historiker]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Enzstromer</name></author>
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