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	<title>Kriegserlebnisse Friedrich Esenwein - Versionsgeschichte</title>
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		<title>Schmelzle: /* In Freiheit und Heimkehr */</title>
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		<title>Schmelzle am 29. November 2019 um 00:05 Uhr</title>
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		<author><name>Schmelzle</name></author>
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		<title>Buhacont: /* Rücktransport */</title>
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		<author><name>Buhacont</name></author>
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		<title>Buhacont: /* In den USA */</title>
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		<author><name>Buhacont</name></author>
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		<title>Adauth am 3. Februar 2019 um 17:17 Uhr</title>
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		<updated>2019-02-03T17:17:38Z</updated>

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		<author><name>Adauth</name></author>
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		<title>Adauth am 21. März 2018 um 21:39 Uhr</title>
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		<updated>2018-03-21T21:39:19Z</updated>

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War dann der Handel perfekt, ging der Engländer, unser Bewacher, mit seinem Karabiner hin und nahm dem Araber den Schlafanzug wieder ab. Wie oft auf dieser Fahrt er so verschachert wurde, ich weiß es nicht. Auf alle Fälle habe ich drei Jahre später diesen Schlafanzug mit nach Hause gebracht. Am [[10. Oktober]] [[1943]] wurden wir dann den Amerikanern übergeben, jetzt war Schluss mit Kameradschaft mit den Bewachern. Jetzt waren wir nur noch Feinde, auch keine Deutsche mehr, Nazis und sonst nichts. Dieser Name sollte uns nun drei Jahre begleiten. Das Lager 131 in Oran war schlecht bewacht und so flohen des Nachts haufenweise die Landser in der Hoffnung, die spanisch-marokkanische Grenze zu erreichen. Aber Algerien war nicht Tunesien, ein Tunesier hätte nie und nimmer einen deutschen Soldaten verraten oder gar ausgeliefert, hier aber bekamen sie Kopfgeld für jeden, den sie zurückbrachten. Am [[26. Oktober]] [[1943]] wurden wir dann im Hafen von Oran eingeschifft. Ein ganz gewöhnlicher Transporter von der Liberty -Klasse. Ein dunkler Bunker auf Stahlplatten war 21 Tage unsere Bleibe. Bevor wir an Bord kamen, hat man uns fast alles, was wir besaßen, abgenommen. Die Parole der Amis war: &#039;&#039;&quot;Wirf alles weg, in Amerika bekommst Du alles neu.&quot;&#039;&#039; So haben wir das wenige, das wir hatten, angezogen, ich auch meinen Schlafanzug. Obwohl unser Kapitän ein Jude war, hat er uns 1000 Gefangenen erlaubt, bei der Durchfahrt durch Gibraltar an Deck zu gehen. Vor dem Hafen von Casablanca sammelte sich der Geleitzug, es waren mehr als 100 Schiffe, begleitet von Kreuzern und Zerstörern. Die ersten Tage waren schön ruhige See und wir durften alle Tage von Tagesanbruch an an Deck gehen. Zwei Mal war auch U-Boot-Alarm, es war ja noch Krieg, es ist aber nichts passiert. Dann aber kam Sturm auf und der Aufenthalt an Deck war unmöglich. Brecher überrollten das Schiff. Als wir nach Tagen wieder nach oben durften, waren die Rettungsinseln, die für uns auf dem Deck lagen, alle über Bord gegangen. Für viele noch nicht ganze Gesunde und Seekranke gab es Probleme, aber wir hatten einen Sanitäter, er stammte aus dem Kloster Münster-Schwarzach bei Würzburg, der setzte sich für die Kranken ein, dass sie ein Mal am Tag ein warmes Essen bekamen&lt;del style=&quot;font-weight: bold; text-decoration: none;&quot;&gt;. Der Sanitäter hielt auch auf dem Schiff und auch später im Lager in den USA Gottesdienste ab, er war ja Mönch in dem Kloster, bis zu seiner Einberufung. Viele Jahre später, in den 90er, haben wir noch wenige von damals uns in Bad Griesbach getroffen. Wir &quot;gesunden&quot; bekamen täglich drei Mal eine kleine 100 g Dose Meat + Beans, aber nur kalt. Eine Woche lang konnte man es noch essen, aber dann widerstand es uns trotz Hunger. Das Wasser wurde knapp, an waschen nicht zu denken, grade so viel um den Geschmack der Bohnen hinunter zu schwenken. Das Datum des Zerfalls war auch schon Monate überschritten, ja das gab es damals schon bei den Amis. Aber wir waren ja nur Gefangene. Als wir wieder witterungsbedingt an Deck durften, war unsere Hauptbeschäftigung Läuse knacken, die haben uns fast aufgefressen. Endlich nach 21 Tagen sahen wir Land, Norvolk im Staat Virginia. Die Stadt ist eine einzige große Schiffswerft, alles taghell erleuchtet. Die Amis konnten Tag und Nacht arbeiten, keine Verdunklung, kein Fliegeralarm. Einen Tag noch mussten wir auf dem Schiff bleiben, aber dann ging es los. Wir mussten amerikanisches Tempo lernen. Zwischen Ausschiffen und verfrachten in Pullman-Schnellzugswagen, mit Polstersitzen und Leselampen, verging vielleicht eine Stunde. In der Zeit wurden wir zuerst entlaust, mit 100 % Erfolg, geduscht, jeder bekam ein Stück Seife &quot;Lux&quot; und ein neues blendend weißes Handtuch, danach neue Unterwäschen, wir kamen aus dem Staunen nicht heraus, dann noch Personalien aufgenommen. Geschaut, ob einer das Tätowierungszeichen ({{wikipedia|Blutgruppentätowierung|Blutgruppentätowierung}}) unter dem Arm hatte, das war für die Amis sehr wichtig, aber es war keiner dabei, denn in Afrika gab es keine SS ({{wikipedia|SS|Schutzstaffel}})&lt;/del&gt;.&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;
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		<author><name>Adauth</name></author>
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		<title>Adauth am 21. März 2018 um 21:33 Uhr</title>
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		<updated>2018-03-21T21:33:55Z</updated>

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		<title>Adauth am 21. März 2018 um 20:59 Uhr</title>
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		<updated>2018-03-21T20:59:12Z</updated>

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War dann der Handel perfekt, ging der Engländer, unser Bewacher, mit seinem Karabiner hin und nahm dem Araber den Schlafanzug wieder ab. Wie oft auf dieser Fahrt er so verschachert wurde, ich weiß es nicht. Auf alle Fälle habe ich drei Jahre später diesen Schlafanzug mit nach Hause gebracht. Am [[10. Oktober]] [[1943]] wurden wir dann den Amerikanern übergeben, jetzt war Schluss mit Kameradschaft mit den Bewachern. Jetzt waren wir nur noch Feinde, auch keine Deutsche mehr, Nazis und sonst nichts. Dieser Name sollte uns nun drei Jahre begleiten. Das Lager 131 in Oran war schlecht bewacht und so flohen des Nachts haufenweise die Landser in der Hoffnung, die spanisch-marokkanische Grenze zu erreichen. Aber Algerien war nicht Tunesien, ein Tunesier hätte nie und nimmer einen deutschen Soldaten verraten oder gar ausgeliefert, hier aber bekamen sie Kopfgeld für jeden, den sie zurückbrachten. Am [[26. Oktober]] [[1943]] wurden wir dann im Hafen von Oran eingeschifft. Ein ganz gewöhnlicher Transporter von der Liberty -Klasse. Ein dunkler Bunker auf Stahlplatten war 21 Tage unsere Bleibe. Bevor wir an Bord kamen, hat man uns fast alles, was wir besaßen, abgenommen. Die Parole der Amis war: &#039;&#039;&quot;Wirf alles weg, in Amerika bekommst Du alles neu.&quot;&#039;&#039; So haben wir das wenige, das wir hatten, angezogen, ich auch meinen Schlafanzug. Obwohl unser Kapitän ein Jude war, hat er uns 1000 Gefangenen erlaubt, bei der Durchfahrt durch Gibraltar an Deck zu gehen. Vor dem Hafen von Casablanca sammelte sich der Geleitzug, es waren mehr als 100 Schiffe, begleitet von Kreuzern und Zerstörern. Die ersten Tage waren schön ruhige See und wir durften alle Tage von Tagesanbruch an an Deck gehen. Zwei Mal war auch U-Boot-Alarm, es war ja noch Krieg, es ist aber nichts passiert. Dann aber kam Sturm auf und der Aufenthalt an Deck war unmöglich. Brecher überrollten das Schiff. Als wir nach Tagen wieder nach oben durften, waren die Rettungsinseln, die für uns auf dem Deck lagen, alle über Bord gegangen. Für viele noch nicht ganze Gesunde und Seekranke gab es Probleme, aber wir hatten einen Sanitäter, er stammte aus dem Kloster Münster-Schwarzach bei Würzburg, der setzte sich für die Kranken ein, dass sie ein Mal am Tag ein warmes Essen bekamen. Der Sanitäter hielt auch auf dem Schiff und auch später im Lager in den USA Gottesdienste ab, er war ja Mönch in dem Kloster, bis zu seiner Einberufung. Viele Jahre später, in den 90er, haben wir noch wenige von damals uns in Bad Griesbach getroffen. Wir &quot;gesunden&quot; bekamen täglich drei Mal eine kleine 100 g Dose Meat + Beans, aber nur kalt. Eine Woche lang konnte man es noch essen, aber dann widerstand es uns trotz Hunger. Das Wasser wurde knapp, an waschen nicht zu denken, grade so viel um den Geschmack der Bohnen hinunter zu schwenken. Das Datum des Zerfalls war auch schon Monate überschritten, ja das gab es damals schon bei den Amis. Aber wir waren ja nur Gefangene. Als wir wieder witterungsbedingt an Deck durften, war unsere Hauptbeschäftigung Läuse knacken, die haben uns fast aufgefressen. Endlich nach 21 Tagen sahen wir Land, Norvolk im Staat Virginia. Die Stadt ist eine einzige große Schiffswerft, alles taghell erleuchtet. Die Amis konnten Tag und Nacht arbeiten, keine Verdunklung, kein Fliegeralarm. Einen Tag noch mussten wir auf dem Schiff bleiben, aber dann ging es los. Wir mussten amerikanisches Tempo lernen. Zwischen Ausschiffen und verfrachten in Pullman-Schnellzugswagen, mit Polstersitzen und Leselampen, verging vielleicht eine Stunde. In der Zeit wurden wir zuerst entlaust, mit 100 % Erfolg, geduscht, jeder bekam ein Stück Seife &quot;Lux&quot; und ein neues blendend weißes Handtuch, danach neue Unterwäschen, wir kamen aus dem Staunen nicht heraus, dann noch Personalien aufgenommen. Geschaut, ob einer das Tätowierungszeichen ({{wikipedia|Blutgruppentätowierung|Blutgruppentätowierung}}) unter dem Arm hatte, das war für die Amis sehr wichtig, aber es war keiner dabei, denn in Afrika gab es keine SS ({{wikipedia|SS|Schutzstaffel}}).&lt;/div&gt;&lt;/td&gt;
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		<author><name>Adauth</name></author>
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		<title>Adauth: /* Fort Robinson */</title>
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		<updated>2018-03-21T06:44:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Fort Robinson&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
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		<title>Adauth: /* Fort Robinson */</title>
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		<updated>2018-03-21T06:43:20Z</updated>

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