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		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: aktualisierung des museumsangebots&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{OpenStreetMap|49.00088|8.81713|20}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Maulbronn Museum auf dem Schafhof.jpg|thumb|Das Museum auf dem Schafhof in Maulbronn]]&lt;br /&gt;
[[File:Landwrtschaftsmaschinen.JPG|thumb|200px|Landwirtschaftsgeräte]]&lt;br /&gt;
[[File:Laden im Museum Schafhof.JPG|thumb|200px|Kolonialwarengeschäft]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Museum auf dem Schafhof&#039;&#039;&#039; ist ein Heimatmuseum in [[Sitz in::Maulbronn]] und wurde im Herbst [[Gegründet::2009]] eröffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vom [[Geschichts- und Heimatverein Maulbronn]] betriebene Museum wurde im [[Schafhof_(Maulbronn)|Schafhof]], einem ehemaligen Wirtschaftshof des [[Kloster Maulbronn|Klosters Maulbronn]] eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausstellung des Museums zeigt die Entwicklung des Schafhofs und der Stadt Maulbronn mit Schwerpunkt auf dem  [[19. Jahrhundert|19.]] und [[20. Jahrhundert]]. Daneben wird die Verflechtungen des Klosters mit der bäuerlichen und handwerklichen Kultur und der Ortsgemeinschaft dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere ausführliche und interessante Informationen und Hintergründe zum Museum auf dem Schafhof finden Sie auf dem [https://museum-auf-dem-schafhof.de &#039;&#039;&#039;GHV-Wikiportal - das virtuelle Museum&#039;&#039;&#039;]  unter anderem mit Geschichten und Zeitzeugenbefragung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt einen Rundgang durch die Stockwerke vom Erdgeschoss mit Schmiede, Küferei, Winzerei, Schuhmacherwerkstatt und Kolonialwarenladen, über Obergeschoss mit der historischen Küche zum Dachgeschoß mit Apotheke, Buchbinderei, Schulzimmer, Nähzimmer und Guter Stube.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Videos der GHV Theatergruppe und Vorführungen in Schmiede, Apotheke und Buchbinderei ergänzen das Angebot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adresse ==&lt;br /&gt;
:Museum auf dem Schafhof&lt;br /&gt;
:[[Schafhof]] 6&lt;br /&gt;
:[[Postleitzahl#Stadt Maulbronn|75433]] [[In::Maulbronn]]&lt;br /&gt;
:{{E-Mail|info|ghv-maulbronn.de}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffnungszeiten ==&lt;br /&gt;
April - Oktober&lt;br /&gt;
[[Sonntag]]s von 13:30 - 17:00 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
November - März&lt;br /&gt;
1. &amp;amp; 3. [[Sonntag]] des Monats von 13:30 - 17:00 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Führungen auf Anfrage möglich, {{E-Mail|museum|ghv-maulbronn.de}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://ghv-maulbronn.de Homepage] GHV-Maulbronn und Infos zum Museum (Öffnungszeiten und Führungen)&lt;br /&gt;
* [https://museum-auf-dem-schafhof.de Wikiportal - das virtuelle Museum]  unter anderem mit Geschichten und Zeitzeugenbefragung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude (Maulbronn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestehendes Bauwerk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maulbronn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fachwerk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{OpenStreetMap|49.00088|8.81713|20}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Maulbronn Museum auf dem Schafhof.jpg|thumb|Das Museum auf dem Schafhof in Maulbronn]]&lt;br /&gt;
[[File:Landwrtschaftsmaschinen.JPG|thumb|200px|Landwirtschaftsgeräte]]&lt;br /&gt;
[[File:Laden im Museum Schafhof.JPG|thumb|200px|Kolonialwarengeschäft]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Museum auf dem Schafhof&#039;&#039;&#039; ist ein Heimatmuseum in [[Sitz in::Maulbronn]] und wurde im Herbst [[Gegründet::2009]] eröffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vom [[Geschichts- und Heimatverein Maulbronn]] betriebene Museum wurde im [[Schafhof_(Maulbronn)|Schafhof]], einem ehemaligen Wirtschaftshof des [[Kloster Maulbronn|Klosters Maulbronn]] eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausstellung des Museums zeigt die Entwicklung des Schafhofs und der Stadt Maulbronn mit Schwerpunkt auf dem  [[19. Jahrhundert|19.]] und [[20. Jahrhundert]]. Daneben wird die Verflechtungen des Klosters mit der bäuerlichen und handwerklichen Kultur und der Ortsgemeinschaft dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere ausführliche und interessante Informationen und Hintergründe zum Museum auf dem Schafhof finden Sie auf dem [https://museum-auf-dem-schafhof.de GHV-Wikiportal - das virtuelle Museum]  unter anderem mit Geschichten und Zeitzeugenbefragung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt einen Rundgang durch die Stockwerke vom Erdgeschoss mit Schmiede, Küferei, Winzerei, Schuhmacherwerkstatt und Kolonialwarenladen, über Obergeschoss mit der historischen Küche zum Dachgeschoß mit Apotheke, Buchbinderei, Schulzimmer, Nähzimmer und Guter Stube.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Videos der GHV Theatergruppe und Vorführungen in Schmiede, Apotheke und Buchbinderei ergänzen das Angebot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adresse ==&lt;br /&gt;
:Museum auf dem Schafhof&lt;br /&gt;
:[[Schafhof]] 6&lt;br /&gt;
:[[Postleitzahl#Stadt Maulbronn|75433]] [[In::Maulbronn]]&lt;br /&gt;
:{{E-Mail|info|ghv-maulbronn.de}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffnungszeiten ==&lt;br /&gt;
April - Oktober&lt;br /&gt;
[[Sonntag]]s von 13:30 - 17:00 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
November - März&lt;br /&gt;
1. &amp;amp; 3. [[Sonntag]] des Monats von 13:30 - 17:00 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Führungen auf Anfrage möglich, {{E-Mail|museum|ghv-maulbronn.de}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://ghv-maulbronn.de Homepage] GHV-Maulbronn und Infos zum Museum (Öffnungszeiten und Führungen)&lt;br /&gt;
* [https://museum-auf-dem-schafhof.de Wikiportal - das virtuelle Museum]  unter anderem mit Geschichten und Zeitzeugenbefragung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude (Maulbronn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestehendes Bauwerk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maulbronn]]&lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{OpenStreetMap|49.00088|8.81713|20}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Maulbronn Museum auf dem Schafhof.jpg|thumb|Das Museum auf dem Schafhof in Maulbronn]]&lt;br /&gt;
[[File:Landwrtschaftsmaschinen.JPG|thumb|200px|Landwirtschaftsgeräte]]&lt;br /&gt;
[[File:Laden im Museum Schafhof.JPG|thumb|200px|Kolonialwarengeschäft]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Museum auf dem Schafhof&#039;&#039;&#039; ist ein Heimatmuseum in [[Sitz in::Maulbronn]] und wurde im Herbst [[Gegründet::2009]] eröffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vom [[Geschichts- und Heimatverein Maulbronn]] betriebene Museum wurde im [[Schafhof_(Maulbronn)|Schafhof]], einem ehemaligen Wirtschaftshof des [[Kloster Maulbronn|Klosters Maulbronn]] eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausstellung des Museums zeigt die Entwicklung des Schafhofs und der Stadt Maulbronn mit Schwerpunkt auf dem  [[19. Jahrhundert|19.]] und [[20. Jahrhundert]]. Daneben wird die Verflechtungen des Klosters mit der bäuerlichen und handwerklichen Kultur und der Ortsgemeinschaft dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere ausführliche und interessante Informationen und Hintergründe zum Museum auf dem Schafhof finden Sie auf dem [https://museum-auf-dem-schafhof.de GHV-Wikiportal - das virtuelle Museum]  unter anderem mit Geschichten und Zeitzeugenbefragung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adresse ==&lt;br /&gt;
:Museum auf dem Schafhof&lt;br /&gt;
:[[Schafhof]] 6&lt;br /&gt;
:[[Postleitzahl#Stadt Maulbronn|75433]] [[In::Maulbronn]]&lt;br /&gt;
:{{E-Mail|info|ghv-maulbronn.de}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffnungszeiten ==&lt;br /&gt;
April - Oktober&lt;br /&gt;
[[Sonntag]]s von 13:30 - 17:00 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
November - März&lt;br /&gt;
1. &amp;amp; 3. [[Sonntag]] des Monats von 13:30 - 17:00 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Führungen auf Anfrage möglich, {{E-Mail|museum|ghv-maulbronn.de}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://ghv-maulbronn.de Homepage] GHV-Maulbronn und Infos zum Museum (Öffnungszeiten und Führungen)&lt;br /&gt;
* [https://museum-auf-dem-schafhof.de Wikiportal - das virtuelle Museum]  unter anderem mit Geschichten und Zeitzeugenbefragung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude (Maulbronn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestehendes Bauwerk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maulbronn]]&lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{OpenStreetMap|49.00088|8.81713|20}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Maulbronn Museum auf dem Schafhof.jpg|thumb|Das Museum auf dem Schafhof in Maulbronn]]&lt;br /&gt;
[[File:Landwrtschaftsmaschinen.JPG|thumb|200px|Landwirtschaftsgeräte]]&lt;br /&gt;
[[File:Laden im Museum Schafhof.JPG|thumb|200px|Kolonialwarengeschäft]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Museum auf dem Schafhof&#039;&#039;&#039; ist ein Heimatmuseum in [[Sitz in::Maulbronn]] und wurde im Herbst [[Gegründet::2009]] eröffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vom [[Geschichts- und Heimatverein Maulbronn]] betriebene Museum wurde im [[Schafhof_(Maulbronn)|Schafhof]], einem ehemaligen Wirtschaftshof des [[Kloster Maulbronn|Klosters Maulbronn]] eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausstellung des Museums zeigt die Entwicklung des Schafhofs und der Stadt Maulbronn mit Schwerpunkt auf dem  [[19. Jahrhundert|19.]] und [[20. Jahrhundert]]. Daneben wird die Verflechtungen des Klosters mit der bäuerlichen und handwerklichen Kultur und der Ortsgemeinschaft dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere ausführliche und interessante Informationen und Hintergründe zum Museum auf dem Schafhof finden Sie [https://museum-auf-dem-schafhof.de GHV-Wikiportal - das virtuelle Museum]  unter anderem mit Geschichten und Zeitzeugenbefragung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adresse ==&lt;br /&gt;
:Museum auf dem Schafhof&lt;br /&gt;
:[[Schafhof]] 6&lt;br /&gt;
:[[Postleitzahl#Stadt Maulbronn|75433]] [[In::Maulbronn]]&lt;br /&gt;
:{{E-Mail|info|ghv-maulbronn.de}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffnungszeiten ==&lt;br /&gt;
April - Oktober&lt;br /&gt;
[[Sonntag]]s von 13:30 - 17:00 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
November - März&lt;br /&gt;
1. &amp;amp; 3. [[Sonntag]] des Monats von 13:30 - 17:00 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Führungen auf Anfrage möglich, {{E-Mail|museum|ghv-maulbronn.de}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://ghv-maulbronn.de Homepage] GHV-Maulbronn und Infos zum Museum (Öffnungszeiten und Führungen)&lt;br /&gt;
* [https://museum-auf-dem-schafhof.de Wikiportal - das virtuelle Museum]  unter anderem mit Geschichten und Zeitzeugenbefragung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude (Maulbronn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestehendes Bauwerk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maulbronn]]&lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{OpenStreetMap|49.00088|8.81713|20}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Maulbronn Museum auf dem Schafhof.jpg|thumb|Das Museum auf dem Schafhof in Maulbronn]]&lt;br /&gt;
[[File:Landwrtschaftsmaschinen.JPG|thumb|200px|Landwirtschaftsgeräte]]&lt;br /&gt;
[[File:Laden im Museum Schafhof.JPG|thumb|200px|Kolonialwarengeschäft]]&lt;br /&gt;
Das &#039;&#039;&#039;Museum auf dem Schafhof&#039;&#039;&#039; ist ein Heimatmuseum in [[Sitz in::Maulbronn]] und wurde im Herbst [[Gegründet::2009]] eröffnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das vom [[Geschichts- und Heimatverein Maulbronn]] betriebene Museum wurde im [[Schafhof_(Maulbronn)|Schafhof]], einem ehemaligen Wirtschaftshof des [[Kloster Maulbronn|Klosters Maulbronn]] eingerichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ausstellung des Museums zeigt die Entwicklung des Schafhofs und der Stadt Maulbronn mit Schwerpunkt auf dem  [[19. Jahrhundert|19.]] und [[20. Jahrhundert]]. Daneben wird die Verflechtungen des Klosters mit der bäuerlichen und handwerklichen Kultur und der Ortsgemeinschaft dargestellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere ausführliche und interessante Informationen und Hintergründen zum Museum auf dem Schafhof finden Sie [https://museum-auf-dem-schafhof.de GHV-Wikiportal - das virtuelle Museum]  unter anderem mit Geschichten und Zeitzeugenbefragung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adresse ==&lt;br /&gt;
:Museum auf dem Schafhof&lt;br /&gt;
:[[Schafhof]] 6&lt;br /&gt;
:[[Postleitzahl#Stadt Maulbronn|75433]] [[In::Maulbronn]]&lt;br /&gt;
:{{E-Mail|info|ghv-maulbronn.de}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffnungszeiten ==&lt;br /&gt;
April - Oktober&lt;br /&gt;
[[Sonntag]]s von 13:30 - 17:00 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
November - März&lt;br /&gt;
1. &amp;amp; 3. [[Sonntag]] des Monats von 13:30 - 17:00 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Führungen auf Anfrage möglich, {{E-Mail|museum|ghv-maulbronn.de}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://ghv-maulbronn.de Homepage] GHV-Maulbronn und Infos zum Museum (Öffnungszeiten und Führungen)&lt;br /&gt;
* [https://museum-auf-dem-schafhof.de Wikiportal - das virtuelle Museum]  unter anderem mit Geschichten und Zeitzeugenbefragung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gebäude (Maulbronn)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bestehendes Bauwerk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maulbronn]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fachwerk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__NOTOC__&lt;br /&gt;
{{Portaltabs}}&lt;br /&gt;
{| style=&amp;quot;background-color:transparent;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin: 0; border: 1px solid #000000; background-color:#136381; align:right; font-size: 150%; font-weight: bold; color:#FFFFFF; text-align:center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
MUSEEN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;margin: 0; border: 0px solid #B2DFEE; background-color:#B2DFEE; align:right; font-size: 60%; font-weight: bold; color:#000000; text-align:center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Überblick über Museen im {{Pfenzland}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| width=&amp;quot;66%&amp;quot; style=&amp;quot;vertical-align:top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
*** LINKE SPALTE ***&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
 *** Veranstaltung des Monats ***&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Flexbox|bgcolor=#fff9CF|color=#000|title=Museumstipp des Monats {{#switch: {{CURRENTMONTH}}&lt;br /&gt;
 | 01 = Januar&lt;br /&gt;
 | 02 = Februar&lt;br /&gt;
 | 03 = März&lt;br /&gt;
 | 04 = April&lt;br /&gt;
 | 05 = Mai&lt;br /&gt;
 | 06 = Juni&lt;br /&gt;
 | 07 = Juli&lt;br /&gt;
 | 08 = August&lt;br /&gt;
 | 09 = September&lt;br /&gt;
 | 10 = Oktober&lt;br /&gt;
 | 11 = November&lt;br /&gt;
 | 12 = Dezember}}|text=&lt;br /&gt;
{{#switch: {{CURRENTMONTH}}&lt;br /&gt;
 | 01 = === [[Museum auf dem Schafhof]] ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Laden im Museum Schafhof.JPG|150x150px|left]] Das Museum auf dem Schafhof in Maulbronn wurde im Herbst 2009 in dem zum Museum ausgebauten Schafstall der Gemeinde Maulbronn eröffnet. Die Ausstellung soll die Entwicklung des klösterlichen Schafhofs, ein ehemaliger Wirtschaftshof des Klosters Maulbronn, und die Entwicklung der Stadt zeigen. Der Schwerpunkt liegt auf dem 19. und 20. Jahrhundert. Daneben wird die Verflechtungen des Klosters mit der bäuerlichen und handwerklichen Kultur und der Ortsgemeinschaft dargestellt. Das Museum wird vom Geschichts- und Heimatverein Maulbronn eingerichtet und betrieben. &lt;br /&gt;
 | 02 = === [[Schmuckmuseum Pforzheim]] ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Schmuckmusem Infowand.jpg|150x150px|left]] Das Schmuckmuseum Pforzheim ist ein Museum in Pforzheim. Dort befinden sich Exponate aus verschiedenen Epochen und Kontinenten, außerdem finden auch wechselnde Ausstellungen statt. Das Museum wurde im März 2006 nach kompletter Sanierung des Reuchlinhauses mit fast verdoppelter Ausstellungsfläche neu eröffnet. Hinzu kamen der Museumsshop und das Museumscafé, dazu eine Galerie aktueller Schmuckkunst, wo man Schmuck nicht nur bestaunen, sondern auch kaufen kann. &lt;br /&gt;
 | 03 = === [[Feuerspritzen-Museum]] ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Diefenbach-Feuerspritzenmuseum.jpg|150x150px|left]] Das Feuerspritzen-Museum ist ein Museum in Sternenfels-Diefenbach im Enzkreis. 1994 wurde die Altersabteilung der Feuerwehr in Diefenbach gegründet und restaurierte als erstes Projekt eine Feuerspritze aus dem Jahr 1808. Als nächstes wurde eine Spritze von 1881 wieder gangbar gemacht. Danach wurden von der Altersabteilung unter der Leitung ihres Kommandanten Willi Steinle zwei kleinere Gebäude in der Nachbarschaft des Feuerwehrgerätemagazins in 3.500 Stunden ehrenamtlicher Arbeit umgebaut. Daraus ist dann das Feuerspritzen-Museum entstanden. &lt;br /&gt;
 | 04 = === [[Kristallwelten]] ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Neubulach-Marktplatz-Mineralienausstellung.jpg|90x90px|left]] Die Kristallwelten sind ein 1977 eröffnetes Mineralienmuseum in Neubulach. 1992-1993 wurde die ursprüngliche Sammlung erweitert und umgebaut. Aus dem Neubulacher Revier werden Azurit, Malachit, Chenevixit, Olivenit und Riesenquarze gezeigt. Daneben sind noch viele andere Mineralien von verschiedenen Fundorten aus dem ganzen Schwarzwald zu sehen. Das Museum wird gemeinsam von der Stadt Neubulach und dem Verein der Freunde der Mineralogie und Historischer Bergbau e.V. getragen. &lt;br /&gt;
 | 05 = === [[Pulverturm]] ===&lt;br /&gt;
[[Datei:VAI Pulverturm2.jpg|150x150px|left]] Der Pulverturm in Vaihingen an der Enz ist ein Eckturm der ehemaligen Stadtbefestigung und war ursprünglich ein Pulvermagazin. Der Turm ist massiv, mit bis zu drei Meter dicken Wänden, gemauert. Er wurde im Auftrag der Familien Aschmann und Gremp 1492 erbaut. Später diente er als Gefängnis, Waschhaus, Schlachthaus, dann bis zu den 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts als Obdachlosenunterkunft. 1992 wurde er saniert und ist seither für die Öffentlichkeit zugänglich. Heute ist er zusammen mit der Peterskirche ein Museum, in dem wechselnde Ausstellungen gezeigt werden. &lt;br /&gt;
 | 12 = === [[DDR-Museum]] ===&lt;br /&gt;
[[Datei:DDRMuseum.JPG|150x150px|left]] Das DDR-Museum in Pforzheim wurde von Klaus Knabe 1998 im September gegründet und ist mit über 4.000 Besuchern jährlich das einzige Museum in den westlichen Bundesländern, welches die Geschichte der DDR-Diktatur (1945-1990) darstellt. Das Museum will Demokratiebewusstsein fördern, Menschenrechte thematisieren und die Auseinandersetzung mit der DDR-Diktatur fördern. Das Museum liegt im Pforzheimer Stadtteil [[Buckenberg]] und ist im ehemaligen Kindergarten der [[Buckenberg-Kaserne]] untergebracht. &lt;br /&gt;
 | 07 = === [[Keltermuseum Alte Kelter]] ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kelter außen-Eisingen.jpg|150x150px|left]] Das Keltermuseum Alte Kelter in Eisingen ist ein 1978, nach umfangreichen Sanierungsmaßnahmen, eingerichtetes Kelter- und Weinbau-Museum im Besitz und unter der Trägerschaft der Gemeinde. Der etwa 20 mal 13,5 Meter große, von einem Krüppelwalmdach gekrönte Fachwerkbau wurde 1556 errichtet. Da bereits die Römer auf Eisinger Gemarkung Wein anbauten, ist die Alte Kelter mit Sicherheit nicht der erste Kelterbau in Eisingen. An den vier mächtigen Kelterbäumen ist die Bedeutung des Weinbaus in dieser Zeit zu erkennen. Die Kelter war bis 1949 in Betrieb und ist nach Absprache für Führungen geöffnet.&lt;br /&gt;
 | 08 = === [[Hermann-Hesse-Museum]] ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Calw-HermannHesseMuseum.jpg|150x150px|left]] Das Hermann-Hesse-Museum ist ein literarisches Museum im historischen Stadtpalais &amp;quot;Haus Schüz&amp;quot; in Calw. Es liegt nahe dem Geburtshaus des Dichters Hermann Hesse und wurde 1990 eröffnet. Das jetzige Gebäude wurde 1813/1814 nach Plänen von Hofbaudirektor Reinhard Fischer für Dr. med. Johann Georg Zahn erbaut. Im 16. Jahrhundert stand an dieser Stelle eine Lateinschule, danach eine Obervogtei, die jedoch im großen Brand von 1692 zerstört wurde. &lt;br /&gt;
 | 09 = === [[Waldensermuseum Althengstett]] ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Neuhengstett-Museum-.jpg|150x150px|left]] Das Waldensermuseum Althengstett ist ein Museum im Althengstetter Ortsteil Neuhengstett. Das Museum wurde nach etwa vierjähriger Bauzeit am 20. Mai 2007 eingeweiht. Ermöglicht wurde der Ausbau des aus dem Jahr 1882 stammenden Hauses durch viele ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden. Finanziert wurde es durch Spenden und durch die Gemeinde Althengstett. Der Ort Neuhengstett hieß bei seiner Gründung im Jahr 1700 noch Bourcet, nach Le Bourset, der französischen Heimat der dort siedelnden Waldenser. Der Ort wurde 1711 in Neuhengstett umbenannt. Neben dem Museum befindet sich ein alter Waldenserfriedhof. &lt;br /&gt;
 | 10 = === [[Faust-Museum]] ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Knittl.Museum innen.jpg|150x150px|left]] Dass Faust-Museum in Knittlingen im Enzkreis dokumentiert und erläutert die um 1480 in Knittlingen geborene Person des historischen Faust. Das Museum sammelt Schriften, Dokumente und Kunstgegenstände zur Faustthematik und stellt diese aus. Es zeigt Volksbücher und Puppenspiele und verschiedene literarische Interpretationen von Goethe bis Thomas Mann. Das Faust-Museum ist seit 1980 in einem Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert, dem alten Rathaus, untergebracht. &lt;br /&gt;
 | 11 = === [[Museum Johannes Reuchlin]] ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Reuchlinmuseum-innen.jpg|150x150px|left]] Das Museum Johannes Reuchlin bei der Schlosskirche in Pforzheim ist eine Dokumentationssstätte über den „ersten deutschen Humanisten“ Johannes Reuchlin (1455-1522). Auf vier Etagen wird sein Lebensweg und sein Wirken thematisiert. Der Museumsbau wurde von den Freunden der Schloßkirche e.V. und Sponsoren aus Pforzheim finanziert, in den Jahren 2006 bis 2008 nach Entwürfen des Hamburger Architekten Prof. Bernhard Hirche erbaut und am 7. September 2008 eröffnet. &lt;br /&gt;
 | 06 = === [[Klostermuseum (Hirsau)]] ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Klostermuseum St.Aurelius Hirsau.JPG|150x150px|left]] Das Klostermuseum Hirsau ist ein Zweigmuseum des Badischen Landesmuseum Karlsruhe im ehemaligen herzoglichen Amtshaus in Hirsau. Das an die Aureliuskirche angrenzende Gebäude wurde 1984 von der Stadt Calw erworben. Das Museum im ehemaligen herzoglichen Amtshaus wurde 1991 eröffnet. Grundstock des Museums ist eine 1896 übereignete Privatsammlung die weiter ergänz wurde. Die Sammlung wurde vorher in der Marienkapelle ausgestellt. Hauptschwerpunkt ist die Geschichte der Hirsauer Klöster St. Aurelius und St. Peter und Paul, die mit Originalstücken, Modellen und Schautafeln dargestellt wird. Weitere behandelte Themen sind das herzoglich Schloss sowie die Orts- und Sozialgeschichte von Hirsau. &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
 *** Pforzheim ***&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
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{{#ask: [[Kategorie:Pforzheim]] [[:+]] [[Kategorie:Museum]] | format = ul}}&lt;br /&gt;
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 *** Enzkreis ***&lt;br /&gt;
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{{Flexbox|bgcolor=#FFF|color=#136381|textstyle=background-color:#f6fcfe;|title=Enzkreis|text=&lt;br /&gt;
{{#ask: [[Kategorie:Enzkreis]] [[:+]] [[Kategorie:Museum]] | format = ul}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
 *** Landkreis Calw ***&lt;br /&gt;
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{{#ask: [[Kategorie:Landkreis Calw]] [[:+]] [[Kategorie:Museum]] | format = ul}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
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 *** Stadt Vaihingen an der Enz ***&lt;br /&gt;
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{{Flexbox|bgcolor=#FFF|color=#136381|textstyle=background-color:#f6fcfe;|title=Stadt Vaihingen an der Enz|text=&lt;br /&gt;
{{#ask: [[Kategorie:Vaihingen]] [[:+]] [[Kategorie:Museum]] | format = ul}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
 *** rechte Spalte ***&lt;br /&gt;
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 *** Austellungen ***&lt;br /&gt;
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&amp;lt;div style=&amp;quot;font-size:small&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Hauptseite_Aktuelle_Ausstellungen|Hauptseite}}&lt;br /&gt;
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&amp;lt;div style=&amp;quot;font-size:80%; text-align:right;&amp;quot;&amp;gt;&#039;&#039;&#039;[[Portal Veranstaltungen]]&#039;&#039;&#039; &amp;amp;bull; {{Internlink|1=Vorlage:Hauptseite_Aktuelle_Ausstellungen&amp;amp;action=edit|2=bearbeiten}}&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
 *** Museen nach Themen ***&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Flexbox|bgcolor=#FFF|color=#136381|textstyle=background-color:#f6fcfe;|title=Museen nach Themen|text=&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Heimatkunde&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [[Stadtmuseum]], Pforzheim&lt;br /&gt;
* [[Palais Vischer]], Stadtmuseum Calw&lt;br /&gt;
* [[Städtisches Museum Peterskirche]], Vaihingen&lt;br /&gt;
* [[Museum im Schweizer Hof]], Stadtmuseum Bretten&lt;br /&gt;
* [[Heimat- und Flößermuseum]], Bad Wildbad&lt;br /&gt;
* [[Museum_auf_dem_Schafhof|Museum auf dem Schafhof]], Maulbronn&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
* [[Portal_Museum_auf_dem_Schafhof|Museum auf dem Schafhof - Wiki]], Maulbronn&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Heimatmuseum (Nagold)|Heimatmuseum]], Nagold&lt;br /&gt;
* [[Heimatmuseum (Neuweiler)|Heimatmuseum]], Neuweiler&lt;br /&gt;
* [[Heimatmuseum Wildberg|Heimatmuseum]], Wildberg&lt;br /&gt;
* [[Kirnbachmuseum]], Niefern&lt;br /&gt;
* [[Museum Appeleshof]], Gechingen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Klöster&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [[Kloster Hirsau]]&lt;br /&gt;
* [[Kloster Maulbronn]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kunst&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [[Pforzheim Galerie]], Pforzheim&lt;br /&gt;
* [[Galerie Brötzinger Art]] e.V., Pforzheim-Brötzingen&lt;br /&gt;
* [[Galerie Schloss Bauschlott]], Neulingen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kunstgewerbe, Schmuck, Edelsteine, Mineralien&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [[Edelsteinausstellung Schütt]], Pforzheim&lt;br /&gt;
* [[Mineralienmuseum Pforzheim|Mineralienmuseum]], Pforzheim-Dillweißenstein&lt;br /&gt;
* [[Schmuckmuseum Pforzheim]], Pforzheim&lt;br /&gt;
* [[Kristallwelten]], Neubulach&lt;br /&gt;
* [[Kunstsammlung Jutta und Manfred Heinrich|Kunstsammlung Heinrich]], Maulbronn&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Literatur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [[Faust-Museum]], Knittlingen&lt;br /&gt;
* [[Hermann-Hesse-Museum]], Calw&lt;br /&gt;
* [[Schloss Neuenbürg]], Neuenbürg&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Handwerk/Technik&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [[Technisches Museum]], Pforzheim&lt;br /&gt;
* [[Feuerspritzen-Museum]], Sternenfels-Diefenbach&lt;br /&gt;
* [[Spielzeugmuseum]], Calw&lt;br /&gt;
* [[Kaffeemühlenmuseum]], Wiernsheim&lt;br /&gt;
* [[Gerbereimuseum]], Calw&lt;br /&gt;
* [[Bergwerk Neubulach]]&lt;br /&gt;
* [[Flößermuseum]], Unterreichenbach&lt;br /&gt;
* [[Bäuerliches Museum]], Pforzheim-Eutingen&lt;br /&gt;
* [[Bauernhausmuseum]], Calw&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Verkehr&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [[Stellwerk (Calw)|Eisenbahn-Stellwerk]], Calw&lt;br /&gt;
* [[Museum im Bahnhof]], Pforzheim-Dillweißenstein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Heimatvertriebene&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [[Museum Haus der Landsmannschaften]], Brötzingen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Waldenser&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [[Waldensermuseum &amp;quot;Henri-Arnaud-Haus&amp;quot;|Henri-Arnaud-Haus]], Ötisheim-Schönenberg&lt;br /&gt;
* [[Waldensermuseum Bourcet]], Althengstett&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Geschichtsthemen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* [[Melanchthonhaus (Bretten)|Melanchthonhaus]], Bretten&lt;br /&gt;
* [[DDR-Museum]], Pforzheim&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
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 *** Mitmachen ***&lt;br /&gt;
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 *** Museumsleiter ***&lt;br /&gt;
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 *** Siehe auch ***&lt;br /&gt;
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* [http://www.netmuseum.de Übersicht der Landesstelle für Museumsbetreuung Baden-Württemberg]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
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{{Portale}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museumswesen| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203310</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
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		<updated>2023-04-29T16:58:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2005 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Martin Ehlers in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.1, Maulbronn 2012, S.235 ff &amp;lt;/ref&amp;gt; von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Etwa Stuttgarter Strasse 77 &amp;lt;/ref&amp;gt;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Adler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 61 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Ochsen ===&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 54 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grüner Baum, Germania &amp;amp; Sonne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 37 &amp;lt;/ref&amp;gt; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 38/2 &amp;lt;/ref&amp;gt; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 26 &amp;lt;/ref&amp;gt;von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtshäuser im Klosterhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Klosterhof 5 &amp;lt;/ref&amp;gt;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die &#039;&#039;&#039;Klosterschmiede&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Klosterhof 33 &amp;lt;/ref&amp;gt;, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Hirsch und das Hotel Klosterpost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 2 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 2 / Klosterstrasse &amp;lt;/ref&amp;gt;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Badische Hof und die Liebe zum Viertele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 6 &amp;lt;/ref&amp;gt;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Scheffelhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 9 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cafe Langsam ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 24 &amp;lt;/ref&amp;gt;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Stadtbahnhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der &#039;&#039;&#039;Stadtbahnhof&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Bahnhof Strasse 1 &amp;lt;/ref&amp;gt;, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zu Hechtsee ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter westlich dann war lange nichts und dann war da unten am Hechtsee, das war ein Klostersee, beim Kreisel geht gleich rechts ein Weg rein, da war das das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hechtsee“&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; Etwa Hechtsee 5 &amp;lt;/ref&amp;gt; das hat die Familie Gauss bis in die 30iger Jahre  bewirtschaftet. Dann hat es eine Familie Rapp übernommen. Der letzte Sohn ist vor ein paar Jahren gestorben. Aber der hat nur eine Besenwirtschaft gemacht. Das war das „Gasthaus zum Hechtsee“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bahnhofswirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Dann war draußen in Maulbronn-West die &#039;&#039;&#039;Bahnhofswirtschaft&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Maulbronn West 3 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Da war dann bis nach dem 2. Weltkrieg eine Frau Menzle druff. Danach war da ein Bahnhofsvorsteher Stockinger, der hat die Bahnhofswirtschaft übernommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntags – wenn die Mutter gekocht hat, hat der Vater gesagt, kommt Kinder wir machen einen Spaziergang und da sind wir den Bahnweg entlang von Maulbronn Stadt nach Maulbronn-West gelaufen.  Da haben wir Kinder, meine Schwester und ich, eine rote Limonade von Adolf Sommer Getränke bekommen und zusammen eine Knackwurst. Dann sind wir wieder heimgelaufen. Das war Himbeersaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Getränkehandel Sommer&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Hölderlin Strasse 16 &amp;lt;/ref&amp;gt; war am Bahnhof, die Hölderlinstraße runter auf der rechten Seite bevors dann zur Hauptstraße runter geht, ein Haus vor dem Eckhaus da war der Getränkehandel Sommer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Fernsehen und seinen Folgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Ja, die Leut` sind ins Gasthaus gegangen. Da hat es noch kein Fernsehen gegeben und dann sind die Leute, wenn sie ein Amüsement haben wollten, abends oder am Wochenende in ein Gasthaus gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern von Marga haben als erste einen Fernseher in Maulbronn bekommen. So etwa 1952. Da hat auch der Buchdrucker Meier ein Fernsehgerät gehabt, weil ich da als 12jähriger Bub die Hochzeit von der Queen Elisabeth gesehen habe. In schwarz - weiß, ist es auf Röhrenfernseher übertragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Kurze Zeit später gab es dann so einen Filter, der war oben blau in der Mitte rot, unten grün. Den konnte man auf die schwarzweiß Fernseher aufkleben Das war dann wie ein buntes Fernsehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß noch, da ist ja bei der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz der Albert Goppes beim Fußball gucken gestorben. Er hat noch in Diefenbach  bei seiner Geliebten die Wohnung eingerichtet und ist dann mittags in den Stadtbahnhof reingekommen, Fussballgucken. Da ist er dann vom Stuhl gefallen und war tot.  Zufällig war der Doktor Ullmann auch in dem Gasthaus oder man musste ihn holen und der hat dann den Tod festgestellt. Das war sehr sehr aufregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Stadtbad ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Emilie Reutter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Das &#039;&#039;&#039;Stadtbad&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 70 &amp;lt;/ref&amp;gt; wurde 1925 errichtet &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Andreas Felche in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.2, Maulbronn 2012, S.102 f &amp;lt;/ref&amp;gt; Meine Schwiegermutter Emilie Reutter, geb. Scheffel ist am 30 Mai 1907 in Maulbronn geboren. Sie war ja 1939 als der Krieg begann in Stuttgart. Beim Oberpostrat war sie Dienstmagd gewesen. Mein Mann ist 1936 geboren und ist mit 3 Jahren nach Maulbronn gekommen. Dann hat sie 40 Jahr das Bad verwaltet.Ja, nur meine Schwiegermutter hat das Bad geführt. Nach jedem Badegast die Wanne putze, Badekarte und verkaufen im Zehnerpack oder einzeln. Sie hat es entwertet durch Einreißen. Ich habe sie zweimal bei Krankheit vertreten. Wir haben nicht so viel geschwätzt. Vielleicht hatte sie Angst, sie versaut sich ihre Kundschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Haus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hat dann noch die Wohnung über das Stadtbad genommen. Oben drüber war auch noch eine Wohnung. Das heißt es waren nur mehr oder weniger einzelne Zimmer, und wenn man die Treppe hoch ging waren da 2 Wohnungen, rechts hat meine Schwiegermutter gewohnt und links die beiden Jungs. Vorher haben die Weimer drin gewohnt. Da haben im Dachgeschoss rechts und links ein oder zwei Zimmer noch dazu gehört. Das waren dann keine Wohnung gewesen, sondern einzelne Zimmer mit Speisekammer. Da hat mein Mann oben geschlafen.  Der hat da oben geschlafen und daneben noch so eine Art Speisekammer oder Vorraum, der war noch dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Das war ja früher so, dass Wohnungen in der Stadt unter dem Dach noch Dachkammern hatten für Dienstmädchen oder andere Bedienstete oder die Kinder. Da haben die Kinder ausweichen müssen, die Wohnungen waren ja nicht so großzügig gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Bad ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Die Duschen und Wannen waren im Erdgeschoß wenn man ums Haus in den Hof geht, unter den Wohnungen. Drei Duschen und 5 Wannenbäder. Wenn man rein ging -  linke Seite - 2 Duschen dann waren 4 Wannenbäder, direkt drauf zugegangen, dann kam ein kleiner Kellerraum. Zwei Stufen herum, wo die Handtücher und Kasse war. Die Leute haben ihre Badetücher mitgebracht und wenn sie keine hatten, haben sie die von der Schwiegermutter gegen einen Obulus bekommen. Dann ging es links rum, da gab es riesengroße Eckwanne und noch einmal eine Dusche.  Die Duschen waren abgetrennt durch feste Wände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Originale und andere Zeitgenossen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Sattler Prost und die Aktentasche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Nach dem Friseur Sailer das nächste Haus &amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 42 &amp;lt;/ref&amp;gt;, da war der Sattler Prost. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Da hat meine Mutter nach dem Krieg Schweinsleder gerettet. Daraus hat der Prost 1946 zur Einschulung einen Ranzen gemacht. Da hat es ausgesehen in der Werkstatt - alles mögliche. Den Ranzen habe ich mein ganzes Leben gehabt und und da hat man später eine Aktentasche drausgemacht, mit einem Henkel. Bis zum Abitur hab ich den Ranzen gehabt; so gut vernäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von den Kobas&#039;, der Milch und der Sammelstelle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Und der Koba, mit seinem kleinen Wägele, der hat Milch gefahren, mit seiner Frau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF Nach dem Krieg bei Eis und Schnee und Hitze mit einem Planwagen und einem alten weißen Schimmel haben die jeden Tag Milch ausgefahren. Beim Krüger sein Vater  haben die gewohnt. Und die haben Koba  gehießen, Hans Koba. Später haben sie ein &#039;&#039;&#039;Milchlädle&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 11 &amp;lt;/ref&amp;gt; gehabt. Neben dem heutigen Dönerladen. Nicht bei dem Schreiblädle, das Haus davor,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR.: Früher in der Kindheit in der Jugendherberge war unten drin die Milchsammelstelle im Klosterhof in der Jugendherberg, da haben sie ihre Milch abgegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf dem  Schafhof haben sie einen Haufen von Bauern gehabt, die Männer sind oft ins Geschäft gegangen und die Frauen haben die Kühe gemolken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Die „Kobas“ haben einen Leiterwagen und ein Pferd gehabt, da hat er die Milch eingesammelt von denen die keine Fahrgelegenheit hatten und hat sie reingefahren in den Klosterhof zu der Sammelstelle. Dann kamen früher noch die riesengroßen Gefriertruhen.  Da konnte man sich ein Gefrierfach mieten und konnte Sachen zum Gefrieren reingeben, das war dann in den 50ger Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Milchmarken für entrahmte Milch ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Im Krieg und auch nach dem Krieg, da gab&#039;s vom Rathaus so Milchmarken für Familien mit Kindern, wie Lebensmittelmarken. Die Milch wurde aber entrahmt und hat schon ganz blau ausgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Schulspeis&#039; und der Schuhmacher Seng ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Nach dem Krieg ist auch die Schulspeis&#039; gewesen. In dem Knapp-Bader Haus &amp;lt;ref&amp;gt; Füllensgasse 9 &amp;lt;/ref&amp;gt; ist unsere Schulspeis&#039; gewesen, in der Garage untendrin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Aber das bleibt mir ewig ein Rätsel wie die das ausgewählt haben wer die Schulspeis&#039; kriegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Daneben &amp;lt;ref&amp;gt; Füllensgasse 7 &amp;lt;/ref&amp;gt; war der Schuhmacher Seng. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Das war der Gustav Seng, der ist dann später zur Post, der war dann Briefträger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Amtsbote Wessel &amp;amp; Polizeidiener Kern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Da haben wir noch eine Zeit erlebt, wo der Herr Wessel mit der Glocke rumgelaufen und Nachrichten verkündigt hat. Der Herr Wessel war Stadtbüttel. Er ist Hauptstrasse entlang gelaufen und hat die Ortsnachrichten ausgerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: So war da noch der Polizeidiener Kern der war Dick und Fett, der hat viel getrunken. Der hat ein hat loses Mundwerk gehabt, der hatte mehr einen Rausch als dass er seinen Pflichten nachgekommen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn dann ein Diebstahl oder irgendwas war, musste er tätig werden. Da haben sie eine Zelle gehabt, wo sie ihn eingesperrt haben. Da draußen beim Friseur Sailer &amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Str.42 &amp;lt;/ref&amp;gt; im Vorderhaus war das Kommando Gendarmerie, im Hinterhaus war der Polizeiposten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Herr Kerl und die Zigaretten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Mir denkt noch der Herr Kerl, der war beim Zoll. Und nach dem Krieg als Zigaretten wieder frei verkäuflich Waren, da haben wir in der Wirtschaft einzelne Zigaretten verkauft auch 5erPäckle und 3er Päckle, da waren dann drei Zigaretten drin,  so klein waren die Schachtel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da mussten wir Buch führen, über jede Zigarre und jede Zigarette. Da kam dieser Kerl einmal im Monat und hat Kontrolle und Bestandsaufnahme gemacht. Der kam vom Zoll und wir mussten Buchführen über Zigarre und Zigarette. Das war der Herr Kerl. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Oberamtsarzt Hase zum Musiklehrer Kuhn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Da hat ein Häusle vor dem Klostertor gestanden, an dem Abhang, wo man immer den Christbaum heute reinstellt.  Dort hat ein kleines Haus gestanden. Das war der Sitz vom Wundarzt Dr. Hase. In den 30iger Jahren hat man das Häusle abgerissen. Damals ist man noch nicht so oft zum Arzt gelaufen.Nur wenn es nicht mehr anders ging. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Meine Schwiegermutter hat da noch den Haushalt gemacht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Er ist mit Musikerlehrer Hase nicht zu verwechseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem sein Nachfolger war der Musiklehrer Kuhn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Musiklehrer Kuhn war ein Junggeselle und Weiberheld für die Damen in den 20 iger und 30iger Jahre. Der wohnte in der Villa Kuhn, seine Schwester hat den Haushalt geführt. Da haben sich die ehrsamen Damen geschlagen wenn sie sich zufällig im Garten begegnet sind. Da hat es richtig Zoff gegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während einer Klavierstunde im Seminar, da hat er einem Seminaristen Klavierunterricht gegeben, da ist er vom Stuhl gefallen und war mausetot. Da war Herzensleid in der Maulbronner Damenwelt. Er war da um die 40 rum, der Herr Kuhn, Musiklehrer im Seminar, ein Luftikus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Brauereisaal ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Der Veranstaltungssaal früher war der Brauereisaal. Den Saal kann man noch von der Talaue von hinten her sehen - der Saal auf den Stelzen. Das Kino ist erst nach dem Krieg entstanden. Vorher waren da die Bälle, Tanzveranstaltung und Theateraufführungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eiskeller und Stangeneis&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Die Brauerei selber ist 1924 in der Inflationszeit eingegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drum gibt es noch den Bierkeller im Hilsebeuer im Hang drin,  da wurde das Stangeneis hergestellt. In die Mitte des Kühlschranks wurde so eine Eisstange hineingestellt. Und es hat eine Woche  gedauert bis so eine Stange abgetaut war. Unten ist ein Eimer hingestellt worden und da ist dann das Wasser abgelaufen. Eine Woche, dann hat man dann wieder neues gebraucht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kamen auf so einen Wagen von schweren Ackergäulen gezogen. die Eisstange reingestellt in den Eisschrank. Da hatte man so Eisenhaken und Lederschutz. Daher kommt das Wort Eisschrank her. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga R.: Wir haben noch lange in der Gaststätte von der Brauerei Eis mitgekommen….. wurden das war hinten ein Keller vom Hilsenbäuer und da sind später Eigentumswohnungen vom Schenk hergestellt. Und ein Brauereikeller, was die Volksbank - im Nebengebäude – aufgekauft hat. Weingärtner… da   unterirdischer Keller, Bierkeller von der Klosterbrauerei…... Auch die Häuser wurden beliefert mit Stangeneis. Stangeneis im Hilsebäuerkeller.  Das macht man mit Salz, Wasser mit Salz... chemischer Vorgang. Meine Mutter hat Eis gemacht  da hat sie eine Maschine gehabt, sie hat auch mit Salz zur Kühlung hantiert. Ich weiß nicht als Kinder, wie sie es gemacht hat.   Welche Firma hat das Stangeneis?...  Brauerei hat das Eis geliefert.  Zusatzgeschäft. Deswegen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZurückButton|Portal_Museum_auf_dem_Schafhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Gastronomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203300</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
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		<updated>2023-04-29T14:59:56Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: /* Vom Oberamtsarzt Hase zum Musiklehrer Kuhn */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2005 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Martin Ehlers in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.1, Maulbronn 2012, S.235 ff &amp;lt;/ref&amp;gt; von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Etwa Stuttgarter Strasse 77 &amp;lt;/ref&amp;gt;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Adler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 61 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Ochsen ===&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 54 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grüner Baum, Germania &amp;amp; Sonne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 37 &amp;lt;/ref&amp;gt; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 38/2 &amp;lt;/ref&amp;gt; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 26 &amp;lt;/ref&amp;gt;von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtshäuser im Klosterhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Klosterhof 5 &amp;lt;/ref&amp;gt;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die &#039;&#039;&#039;Klosterschmiede&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Klosterhof 33 &amp;lt;/ref&amp;gt;, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Hirsch und das Hotel Klosterpost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 2 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 2 / Klosterstrasse &amp;lt;/ref&amp;gt;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Badische Hof und die Liebe zum Viertele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 6 &amp;lt;/ref&amp;gt;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Scheffelhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 9 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cafe Langsam ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 24 &amp;lt;/ref&amp;gt;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Stadtbahnhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der &#039;&#039;&#039;Stadtbahnhof&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Bahnhof Strasse 1 &amp;lt;/ref&amp;gt;, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zu Hechtsee ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter westlich dann war lange nichts und dann war da unten am Hechtsee, das war ein Klostersee, beim Kreisel geht gleich rechts ein Weg rein, da war das das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hechtsee“&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; Etwa Hechtsee 5 &amp;lt;/ref&amp;gt; das hat die Familie Gauss bis in die 30iger Jahre  bewirtschaftet. Dann hat es eine Familie Rapp übernommen. Der letzte Sohn ist vor ein paar Jahren gestorben. Aber der hat nur eine Besenwirtschaft gemacht. Das war das „Gasthaus zum Hechtsee“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bahnhofswirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Dann war draußen in Maulbronn-West die &#039;&#039;&#039;Bahnhofswirtschaft&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Maulbronn West 3 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Da war dann bis nach dem 2. Weltkrieg eine Frau Menzle druff. Danach war da ein Bahnhofsvorsteher Stockinger, der hat die Bahnhofswirtschaft übernommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntags – wenn die Mutter gekocht hat, hat der Vater gesagt, kommt Kinder wir machen einen Spaziergang und da sind wir den Bahnweg entlang von Maulbronn Stadt nach Maulbronn-West gelaufen.  Da haben wir Kinder, meine Schwester und ich, eine rote Limonade von Adolf Sommer Getränke bekommen und zusammen eine Knackwurst. Dann sind wir wieder heimgelaufen. Das war Himbeersaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Getränkehandel Sommer&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Hölderlin Strasse 16 &amp;lt;/ref&amp;gt; war am Bahnhof, die Hölderlinstraße runter auf der rechten Seite bevors dann zur Hauptstraße runter geht, ein Haus vor dem Eckhaus da war der Getränkehandel Sommer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Fernsehen und seinen Folgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Ja, die Leut` sind ins Gasthaus gegangen. Da hat es noch kein Fernsehen gegeben und dann sind die Leute, wenn sie ein Amüsement haben wollten, abends oder am Wochenende in ein Gasthaus gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern von Marga haben als erste einen Fernseher in Maulbronn bekommen. So etwa 1952. Da hat auch der Buchdrucker Meier ein Fernsehgerät gehabt, weil ich da als 12jähriger Bub die Hochzeit von der Queen Elisabeth gesehen habe. In schwarz - weiß, ist es auf Röhrenfernseher übertragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Kurze Zeit später gab es dann so einen Filter, der war oben blau in der Mitte rot, unten grün. Den konnte man auf die schwarzweiß Fernseher aufkleben Das war dann wie ein buntes Fernsehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß noch, da ist ja bei der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz der Albert Goppes beim Fußball gucken gestorben. Er hat noch in Diefenbach  bei seiner Geliebten die Wohnung eingerichtet und ist dann mittags in den Stadtbahnhof reingekommen, Fussballgucken. Da ist er dann vom Stuhl gefallen und war tot.  Zufällig war der Doktor Ullmann auch in dem Gasthaus oder man musste ihn holen und der hat dann den Tod festgestellt. Das war sehr sehr aufregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Stadtbad ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Emilie Reutter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Das &#039;&#039;&#039;Stadtbad&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 70 &amp;lt;/ref&amp;gt; wurde 1925 errichtet &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Andreas Felche in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.2, Maulbronn 2012, S.102 f &amp;lt;/ref&amp;gt; Meine Schwiegermutter Emilie Reutter, geb. Scheffel ist am 30 Mai 1907 in Maulbronn geboren. Sie war ja 1939 als der Krieg begann in Stuttgart. Beim Oberpostrat war sie Dienstmagd gewesen. Mein Mann ist 1936 geboren und ist mit 3 Jahren nach Maulbronn gekommen. Dann hat sie 40 Jahr das Bad verwaltet.Ja, nur meine Schwiegermutter hat das Bad geführt. Nach jedem Badegast die Wanne putze, Badekarte und verkaufen im Zehnerpack oder einzeln. Sie hat es entwertet durch Einreißen. Ich habe sie zweimal bei Krankheit vertreten. Wir haben nicht so viel geschwätzt. Vielleicht hatte sie Angst, sie versaut sich ihre Kundschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Haus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hat dann noch die Wohnung über das Stadtbad genommen. Oben drüber war auch noch eine Wohnung. Das heißt es waren nur mehr oder weniger einzelne Zimmer, und wenn man die Treppe hoch ging waren da 2 Wohnungen, rechts hat meine Schwiegermutter gewohnt und links die beiden Jungs. Vorher haben die Weimer drin gewohnt. Da haben im Dachgeschoss rechts und links ein oder zwei Zimmer noch dazu gehört. Das waren dann keine Wohnung gewesen, sondern einzelne Zimmer mit Speisekammer. Da hat mein Mann oben geschlafen.  Der hat da oben geschlafen und daneben noch so eine Art Speisekammer oder Vorraum, der war noch dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Das war ja früher so, dass Wohnungen in der Stadt unter dem Dach noch Dachkammern hatten für Dienstmädchen oder andere Bedienstete oder die Kinder. Da haben die Kinder ausweichen müssen, die Wohnungen waren ja nicht so großzügig gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Bad ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Die Duschen und Wannen waren im Erdgeschoß wenn man ums Haus in den Hof geht, unter den Wohnungen. Drei Duschen und 5 Wannenbäder. Wenn man rein ging -  linke Seite - 2 Duschen dann waren 4 Wannenbäder, direkt drauf zugegangen, dann kam ein kleiner Kellerraum. Zwei Stufen herum, wo die Handtücher und Kasse war. Die Leute haben ihre Badetücher mitgebracht und wenn sie keine hatten, haben sie die von der Schwiegermutter gegen einen Obulus bekommen. Dann ging es links rum, da gab es riesengroße Eckwanne und noch einmal eine Dusche.  Die Duschen waren abgetrennt durch feste Wände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Originale und andere Zeitgenossen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Sattler Prost und die Aktentasche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Nach dem Friseur Sailer das nächste Haus &amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 42 &amp;lt;/ref&amp;gt;, da war der Sattler Prost. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Da hat meine Mutter nach dem Krieg Schweinsleder gerettet. Daraus hat der Prost 1946 zur Einschulung einen Ranzen gemacht. Da hat es ausgesehen in der Werkstatt - alles mögliche. Den Ranzen habe ich mein ganzes Leben gehabt und und da hat man später eine Aktentasche drausgemacht, mit einem Henkel. Bis zum Abitur hab ich den Ranzen gehabt; so gut vernäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von den Kobas&#039;, der Milch und der Sammelstelle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Und der Koba, mit seinem kleinen Wägele, der hat Milch gefahren, mit seiner Frau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF Nach dem Krieg bei Eis und Schnee und Hitze mit einem Planwagen und einem alten weißen Schimmel haben die jeden Tag Milch ausgefahren. Beim Krüger sein Vater  haben die gewohnt. Und die haben Koba  gehießen, Hans Koba. Später haben sie ein &#039;&#039;&#039;Milchlädle&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 11 &amp;lt;/ref&amp;gt; gehabt. Neben dem heutigen Dönerladen. Nicht bei dem Schreiblädle, das Haus davor,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR.: Früher in der Kindheit in der Jugendherberge war unten drin die Milchsammelstelle im Klosterhof in der Jugendherberg, da haben sie ihre Milch abgegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf dem  Schafhof haben sie einen Haufen von Bauern gehabt, die Männer sind oft ins Geschäft gegangen und die Frauen haben die Kühe gemolken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Die „Kobas“ haben einen Leiterwagen und ein Pferd gehabt, da hat er die Milch eingesammelt von denen die keine Fahrgelegenheit hatten und hat sie reingefahren in den Klosterhof zu der Sammelstelle. Dann kamen früher noch die riesengroßen Gefriertruhen.  Da konnte man sich ein Gefrierfach mieten und konnte Sachen zum Gefrieren reingeben, das war dann in den 50ger Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Milchmarken für entrahmte Milch ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Im Krieg und auch nach dem Krieg, da gab&#039;s vom Rathaus so Milchmarken für Familien mit Kindern, wie Lebensmittelmarken. Die Milch wurde aber entrahmt und hat schon ganz blau ausgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Schulspeis&#039; und der Schuhmacher Seng ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Nach dem Krieg ist auch die Schulspeis&#039; gewesen. In dem Knapp-Bader Haus &amp;lt;ref&amp;gt; Füllensgasse 9 &amp;lt;/ref&amp;gt; ist unsere Schulspeis&#039; gewesen, in der Garage untendrin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Aber das bleibt mir ewig ein Rätsel wie die das ausgewählt haben wer die Schulspeis&#039; kriegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Daneben &amp;lt;ref&amp;gt; Füllensgasse 7 &amp;lt;/ref&amp;gt; war der Schuhmacher Seng. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Das war der Gustav Seng, der ist dann später zur Post, der war dann Briefträger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Amtsbote Wessel &amp;amp; Polizeidiener Kern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Da haben wir noch eine Zeit erlebt, wo der Herr Wessel mit der Glocke rumgelaufen und Nachrichten verkündigt hat. Der Herr Wessel war Stadtbüttel. Er ist Hauptstrasse entlang gelaufen und hat die Ortsnachrichten ausgerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: So war da noch der Polizeidiener Kern der war Dick und Fett, der hat viel getrunken. Der hat ein hat loses Mundwerk gehabt, der hatte mehr einen Rausch als dass er seinen Pflichten nachgekommen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn dann ein Diebstahl oder irgendwas war, musste er tätig werden. Da haben sie eine Zelle gehabt, wo sie ihn eingesperrt haben. Da draußen beim Friseur Sailer &amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Str.42 &amp;lt;/ref&amp;gt; im Vorderhaus war das Kommando Gendarmerie, im Hinterhaus war der Polizeiposten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Herr Kerl und die Zigaretten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Mir denkt noch der Herr Kerl, der war beim Zoll. Und nach dem Krieg als Zigaretten wieder frei verkäuflich Waren, da haben wir in der Wirtschaft einzelne Zigaretten verkauft auch 5erPäckle und 3er Päckle, da waren dann drei Zigaretten drin,  so klein waren die Schachtel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da mussten wir Buch führen, über jede Zigarre und jede Zigarette. Da kam dieser Kerl einmal im Monat und hat Kontrolle und Bestandsaufnahme gemacht. Der kam vom Zoll und wir mussten Buchführen über Zigarre und Zigarette. Das war der Herr Kerl. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Oberamtsarzt Hase zum Musiklehrer Kuhn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Da hat ein Häusle vor dem Klostertor gestanden, an dem Abhang, wo man immer den Christbaum heute reinstellt.  Dort hat ein kleines Haus gestanden. Das war der Sitz vom Wundarzt Dr. Hase. In den 30iger Jahren hat man das Häusle abgerissen. Damals ist man noch nicht so oft zum Arzt gelaufen.Nur wenn es nicht mehr anders ging. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Meine Schwiegermutter hat da noch den Haushalt gemacht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Er ist mit Musikerlehrer Hase nicht zu verwechseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem sein Nachfolger war der Musiklehrer Kuhn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Musiklehrer Kuhn war ein Junggeselle und Weiberheld für die Damen in den 20 iger und 30iger Jahre. Der wohnte in der Villa Kuhn, seine Schwester hat den Haushalt geführt. Da haben sich die ehrsamen Damen geschlagen wenn sie sich zufällig im Garten begegnet sind. Da hat es richtig Zoff gegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während einer Klavierstunde im Seminar, da hat er einem Seminaristen Klavierunterricht gegeben, da ist er vom Stuhl gefallen und war mausetot. Da war Herzensleid in der Maulbronner Damenwelt. Er war da um die 40 rum, der Herr Kuhn, Musiklehrer im Seminar, ein Luftikus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZurückButton|Portal_Museum_auf_dem_Schafhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Gastronomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203299</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
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		<updated>2023-04-29T14:57:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2005 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Martin Ehlers in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.1, Maulbronn 2012, S.235 ff &amp;lt;/ref&amp;gt; von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Etwa Stuttgarter Strasse 77 &amp;lt;/ref&amp;gt;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Adler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 61 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Ochsen ===&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 54 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grüner Baum, Germania &amp;amp; Sonne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 37 &amp;lt;/ref&amp;gt; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 38/2 &amp;lt;/ref&amp;gt; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 26 &amp;lt;/ref&amp;gt;von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtshäuser im Klosterhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Klosterhof 5 &amp;lt;/ref&amp;gt;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die &#039;&#039;&#039;Klosterschmiede&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Klosterhof 33 &amp;lt;/ref&amp;gt;, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Hirsch und das Hotel Klosterpost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 2 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 2 / Klosterstrasse &amp;lt;/ref&amp;gt;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Badische Hof und die Liebe zum Viertele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 6 &amp;lt;/ref&amp;gt;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Scheffelhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 9 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cafe Langsam ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 24 &amp;lt;/ref&amp;gt;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Stadtbahnhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der &#039;&#039;&#039;Stadtbahnhof&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Bahnhof Strasse 1 &amp;lt;/ref&amp;gt;, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zu Hechtsee ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter westlich dann war lange nichts und dann war da unten am Hechtsee, das war ein Klostersee, beim Kreisel geht gleich rechts ein Weg rein, da war das das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hechtsee“&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; Etwa Hechtsee 5 &amp;lt;/ref&amp;gt; das hat die Familie Gauss bis in die 30iger Jahre  bewirtschaftet. Dann hat es eine Familie Rapp übernommen. Der letzte Sohn ist vor ein paar Jahren gestorben. Aber der hat nur eine Besenwirtschaft gemacht. Das war das „Gasthaus zum Hechtsee“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bahnhofswirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Dann war draußen in Maulbronn-West die &#039;&#039;&#039;Bahnhofswirtschaft&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Maulbronn West 3 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Da war dann bis nach dem 2. Weltkrieg eine Frau Menzle druff. Danach war da ein Bahnhofsvorsteher Stockinger, der hat die Bahnhofswirtschaft übernommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntags – wenn die Mutter gekocht hat, hat der Vater gesagt, kommt Kinder wir machen einen Spaziergang und da sind wir den Bahnweg entlang von Maulbronn Stadt nach Maulbronn-West gelaufen.  Da haben wir Kinder, meine Schwester und ich, eine rote Limonade von Adolf Sommer Getränke bekommen und zusammen eine Knackwurst. Dann sind wir wieder heimgelaufen. Das war Himbeersaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Getränkehandel Sommer&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Hölderlin Strasse 16 &amp;lt;/ref&amp;gt; war am Bahnhof, die Hölderlinstraße runter auf der rechten Seite bevors dann zur Hauptstraße runter geht, ein Haus vor dem Eckhaus da war der Getränkehandel Sommer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Fernsehen und seinen Folgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Ja, die Leut` sind ins Gasthaus gegangen. Da hat es noch kein Fernsehen gegeben und dann sind die Leute, wenn sie ein Amüsement haben wollten, abends oder am Wochenende in ein Gasthaus gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern von Marga haben als erste einen Fernseher in Maulbronn bekommen. So etwa 1952. Da hat auch der Buchdrucker Meier ein Fernsehgerät gehabt, weil ich da als 12jähriger Bub die Hochzeit von der Queen Elisabeth gesehen habe. In schwarz - weiß, ist es auf Röhrenfernseher übertragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Kurze Zeit später gab es dann so einen Filter, der war oben blau in der Mitte rot, unten grün. Den konnte man auf die schwarzweiß Fernseher aufkleben Das war dann wie ein buntes Fernsehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß noch, da ist ja bei der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz der Albert Goppes beim Fußball gucken gestorben. Er hat noch in Diefenbach  bei seiner Geliebten die Wohnung eingerichtet und ist dann mittags in den Stadtbahnhof reingekommen, Fussballgucken. Da ist er dann vom Stuhl gefallen und war tot.  Zufällig war der Doktor Ullmann auch in dem Gasthaus oder man musste ihn holen und der hat dann den Tod festgestellt. Das war sehr sehr aufregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Stadtbad ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Emilie Reutter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Das &#039;&#039;&#039;Stadtbad&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 70 &amp;lt;/ref&amp;gt; wurde 1925 errichtet &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Andreas Felche in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.2, Maulbronn 2012, S.102 f &amp;lt;/ref&amp;gt; Meine Schwiegermutter Emilie Reutter, geb. Scheffel ist am 30 Mai 1907 in Maulbronn geboren. Sie war ja 1939 als der Krieg begann in Stuttgart. Beim Oberpostrat war sie Dienstmagd gewesen. Mein Mann ist 1936 geboren und ist mit 3 Jahren nach Maulbronn gekommen. Dann hat sie 40 Jahr das Bad verwaltet.Ja, nur meine Schwiegermutter hat das Bad geführt. Nach jedem Badegast die Wanne putze, Badekarte und verkaufen im Zehnerpack oder einzeln. Sie hat es entwertet durch Einreißen. Ich habe sie zweimal bei Krankheit vertreten. Wir haben nicht so viel geschwätzt. Vielleicht hatte sie Angst, sie versaut sich ihre Kundschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Haus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hat dann noch die Wohnung über das Stadtbad genommen. Oben drüber war auch noch eine Wohnung. Das heißt es waren nur mehr oder weniger einzelne Zimmer, und wenn man die Treppe hoch ging waren da 2 Wohnungen, rechts hat meine Schwiegermutter gewohnt und links die beiden Jungs. Vorher haben die Weimer drin gewohnt. Da haben im Dachgeschoss rechts und links ein oder zwei Zimmer noch dazu gehört. Das waren dann keine Wohnung gewesen, sondern einzelne Zimmer mit Speisekammer. Da hat mein Mann oben geschlafen.  Der hat da oben geschlafen und daneben noch so eine Art Speisekammer oder Vorraum, der war noch dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Das war ja früher so, dass Wohnungen in der Stadt unter dem Dach noch Dachkammern hatten für Dienstmädchen oder andere Bedienstete oder die Kinder. Da haben die Kinder ausweichen müssen, die Wohnungen waren ja nicht so großzügig gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Bad ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Die Duschen und Wannen waren im Erdgeschoß wenn man ums Haus in den Hof geht, unter den Wohnungen. Drei Duschen und 5 Wannenbäder. Wenn man rein ging -  linke Seite - 2 Duschen dann waren 4 Wannenbäder, direkt drauf zugegangen, dann kam ein kleiner Kellerraum. Zwei Stufen herum, wo die Handtücher und Kasse war. Die Leute haben ihre Badetücher mitgebracht und wenn sie keine hatten, haben sie die von der Schwiegermutter gegen einen Obulus bekommen. Dann ging es links rum, da gab es riesengroße Eckwanne und noch einmal eine Dusche.  Die Duschen waren abgetrennt durch feste Wände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Originale und andere Zeitgenossen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Sattler Prost und die Aktentasche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Nach dem Friseur Sailer das nächste Haus &amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 42 &amp;lt;/ref&amp;gt;, da war der Sattler Prost. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Da hat meine Mutter nach dem Krieg Schweinsleder gerettet. Daraus hat der Prost 1946 zur Einschulung einen Ranzen gemacht. Da hat es ausgesehen in der Werkstatt - alles mögliche. Den Ranzen habe ich mein ganzes Leben gehabt und und da hat man später eine Aktentasche drausgemacht, mit einem Henkel. Bis zum Abitur hab ich den Ranzen gehabt; so gut vernäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von den Kobas&#039;, der Milch und der Sammelstelle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Und der Koba, mit seinem kleinen Wägele, der hat Milch gefahren, mit seiner Frau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF Nach dem Krieg bei Eis und Schnee und Hitze mit einem Planwagen und einem alten weißen Schimmel haben die jeden Tag Milch ausgefahren. Beim Krüger sein Vater  haben die gewohnt. Und die haben Koba  gehießen, Hans Koba. Später haben sie ein &#039;&#039;&#039;Milchlädle&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 11 &amp;lt;/ref&amp;gt; gehabt. Neben dem heutigen Dönerladen. Nicht bei dem Schreiblädle, das Haus davor,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR.: Früher in der Kindheit in der Jugendherberge war unten drin die Milchsammelstelle im Klosterhof in der Jugendherberg, da haben sie ihre Milch abgegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf dem  Schafhof haben sie einen Haufen von Bauern gehabt, die Männer sind oft ins Geschäft gegangen und die Frauen haben die Kühe gemolken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Die „Kobas“ haben einen Leiterwagen und ein Pferd gehabt, da hat er die Milch eingesammelt von denen die keine Fahrgelegenheit hatten und hat sie reingefahren in den Klosterhof zu der Sammelstelle. Dann kamen früher noch die riesengroßen Gefriertruhen.  Da konnte man sich ein Gefrierfach mieten und konnte Sachen zum Gefrieren reingeben, das war dann in den 50ger Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Milchmarken für entrahmte Milch ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Im Krieg und auch nach dem Krieg, da gab&#039;s vom Rathaus so Milchmarken für Familien mit Kindern, wie Lebensmittelmarken. Die Milch wurde aber entrahmt und hat schon ganz blau ausgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Schulspeis&#039; und der Schuhmacher Seng ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Nach dem Krieg ist auch die Schulspeis&#039; gewesen. In dem Knapp-Bader Haus &amp;lt;ref&amp;gt; Füllensgasse 9 &amp;lt;/ref&amp;gt; ist unsere Schulspeis&#039; gewesen, in der Garage untendrin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Aber das bleibt mir ewig ein Rätsel wie die das ausgewählt haben wer die Schulspeis&#039; kriegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Daneben &amp;lt;ref&amp;gt; Füllensgasse 7 &amp;lt;/ref&amp;gt; war der Schuhmacher Seng. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Das war der Gustav Seng, der ist dann später zur Post, der war dann Briefträger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Amtsbote Wessel &amp;amp; Polizeidiener Kern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Da haben wir noch eine Zeit erlebt, wo der Herr Wessel mit der Glocke rumgelaufen und Nachrichten verkündigt hat. Der Herr Wessel war Stadtbüttel. Er ist Hauptstrasse entlang gelaufen und hat die Ortsnachrichten ausgerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: So war da noch der Polizeidiener Kern der war Dick und Fett, der hat viel getrunken. Der hat ein hat loses Mundwerk gehabt, der hatte mehr einen Rausch als dass er seinen Pflichten nachgekommen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn dann ein Diebstahl oder irgendwas war, musste er tätig werden. Da haben sie eine Zelle gehabt, wo sie ihn eingesperrt haben. Da draußen beim Friseur Sailer &amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Str.42 &amp;lt;/ref&amp;gt; im Vorderhaus war das Kommando Gendarmerie, im Hinterhaus war der Polizeiposten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Herr Kerl und die Zigaretten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Mir denkt noch der Herr Kerl, der war beim Zoll. Und nach dem Krieg als Zigaretten wieder frei verkäuflich Waren, da haben wir in der Wirtschaft einzelne Zigaretten verkauft auch 5erPäckle und 3er Päckle, da waren dann drei Zigaretten drin,  so klein waren die Schachtel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da mussten wir Buch führen, über jede Zigarre und jede Zigarette. Da kam dieser Kerl einmal im Monat und hat Kontrolle und Bestandsaufnahme gemacht. Der kam vom Zoll und wir mussten Buchführen über Zigarre und Zigarette. Das war der Herr Kerl. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Oberamtsarzt Hase zum Musiklehrer Kuhn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Da hat ein Häusle vor dem Klostertor gestanden, an dem Abhang, wo man immer den Christbaum heute reinstellt.  Dort hat ein kleines Haus gestanden. Das war der Sitz vom Wundarzt Dr. Hase. In den 30iger Jahren hat man das Häusle abgerissen. Damals ist man noch nicht so oft zum Arzt gelaufen.Nur wenn es nicht mehr anders ging. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Meine Schwiegermutter hat da noch den Haushalt gemacht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Er ist mit Musikerlehrer Hase nicht zu verwechseln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem sein Nachfolger war der Musiklehrer Kuhn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Musiklehrer Kuhn war ein Junggeselle und Weiberheld für die Damen in den 20 iger und 30iger Jahre. Der wohnte in der Villa Kuhn, seine Schwester hat den Haushalt geführt. Da haben sich die ehrsamen Damen geschlagen wenn sie sich zufällig im Garten begegnet sind. Da hat es richtig Zoff gegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während einer Klavierstunde im Seminar, da hat er einem Seminaristen Klavierunterricht gegeben, da ist er vom Stuhl gefallen und war mausetot. Da war Herzensleid in der Maulbronner Damenwelt. Er da um die 40 rum, der Herr Kuhn, Musiklehrer im Seminar, ein Luftikus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZurückButton|Portal_Museum_auf_dem_Schafhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Gastronomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203298</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
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		<updated>2023-04-29T14:17:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2005 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Martin Ehlers in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.1, Maulbronn 2012, S.235 ff &amp;lt;/ref&amp;gt; von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Etwa Stuttgarter Strasse 77 &amp;lt;/ref&amp;gt;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Adler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 61 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Ochsen ===&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 54 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grüner Baum, Germania &amp;amp; Sonne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 37 &amp;lt;/ref&amp;gt; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 38/2 &amp;lt;/ref&amp;gt; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 26 &amp;lt;/ref&amp;gt;von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtshäuser im Klosterhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Klosterhof 5 &amp;lt;/ref&amp;gt;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die &#039;&#039;&#039;Klosterschmiede&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Klosterhof 33 &amp;lt;/ref&amp;gt;, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Hirsch und das Hotel Klosterpost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 2 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 2 / Klosterstrasse &amp;lt;/ref&amp;gt;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Badische Hof und die Liebe zum Viertele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 6 &amp;lt;/ref&amp;gt;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Scheffelhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 9 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cafe Langsam ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 24 &amp;lt;/ref&amp;gt;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Stadtbahnhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der &#039;&#039;&#039;Stadtbahnhof&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Bahnhof Strasse 1 &amp;lt;/ref&amp;gt;, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zu Hechtsee ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter westlich dann war lange nichts und dann war da unten am Hechtsee, das war ein Klostersee, beim Kreisel geht gleich rechts ein Weg rein, da war das das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hechtsee“&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; Etwa Hechtsee 5 &amp;lt;/ref&amp;gt; das hat die Familie Gauss bis in die 30iger Jahre  bewirtschaftet. Dann hat es eine Familie Rapp übernommen. Der letzte Sohn ist vor ein paar Jahren gestorben. Aber der hat nur eine Besenwirtschaft gemacht. Das war das „Gasthaus zum Hechtsee“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bahnhofswirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Dann war draußen in Maulbronn-West die &#039;&#039;&#039;Bahnhofswirtschaft&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Maulbronn West 3 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Da war dann bis nach dem 2. Weltkrieg eine Frau Menzle druff. Danach war da ein Bahnhofsvorsteher Stockinger, der hat die Bahnhofswirtschaft übernommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntags – wenn die Mutter gekocht hat, hat der Vater gesagt, kommt Kinder wir machen einen Spaziergang und da sind wir den Bahnweg entlang von Maulbronn Stadt nach Maulbronn-West gelaufen.  Da haben wir Kinder, meine Schwester und ich, eine rote Limonade von Adolf Sommer Getränke bekommen und zusammen eine Knackwurst. Dann sind wir wieder heimgelaufen. Das war Himbeersaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Getränkehandel Sommer&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Hölderlin Strasse 16 &amp;lt;/ref&amp;gt; war am Bahnhof, die Hölderlinstraße runter auf der rechten Seite bevors dann zur Hauptstraße runter geht, ein Haus vor dem Eckhaus da war der Getränkehandel Sommer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Fernsehen und seinen Folgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Ja, die Leut` sind ins Gasthaus gegangen. Da hat es noch kein Fernsehen gegeben und dann sind die Leute, wenn sie ein Amüsement haben wollten, abends oder am Wochenende in ein Gasthaus gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern von Marga haben als erste einen Fernseher in Maulbronn bekommen. So etwa 1952. Da hat auch der Buchdrucker Meier ein Fernsehgerät gehabt, weil ich da als 12jähriger Bub die Hochzeit von der Queen Elisabeth gesehen habe. In schwarz - weiß, ist es auf Röhrenfernseher übertragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Kurze Zeit später gab es dann so einen Filter, der war oben blau in der Mitte rot, unten grün. Den konnte man auf die schwarzweiß Fernseher aufkleben Das war dann wie ein buntes Fernsehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß noch, da ist ja bei der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz der Albert Goppes beim Fußball gucken gestorben. Er hat noch in Diefenbach  bei seiner Geliebten die Wohnung eingerichtet und ist dann mittags in den Stadtbahnhof reingekommen, Fussballgucken. Da ist er dann vom Stuhl gefallen und war tot.  Zufällig war der Doktor Ullmann auch in dem Gasthaus oder man musste ihn holen und der hat dann den Tod festgestellt. Das war sehr sehr aufregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Stadtbad ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Emilie Reutter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Das &#039;&#039;&#039;Stadtbad&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 70 &amp;lt;/ref&amp;gt; wurde 1925 errichtet &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Andreas Felche in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.2, Maulbronn 2012, S.102 f &amp;lt;/ref&amp;gt; Meine Schwiegermutter Emilie Reutter, geb. Scheffel ist am 30 Mai 1907 in Maulbronn geboren. Sie war ja 1939 als der Krieg begann in Stuttgart. Beim Oberpostrat war sie Dienstmagd gewesen. Mein Mann ist 1936 geboren und ist mit 3 Jahren nach Maulbronn gekommen. Dann hat sie 40 Jahr das Bad verwaltet.Ja, nur meine Schwiegermutter hat das Bad geführt. Nach jedem Badegast die Wanne putze, Badekarte und verkaufen im Zehnerpack oder einzeln. Sie hat es entwertet durch Einreißen. Ich habe sie zweimal bei Krankheit vertreten. Wir haben nicht so viel geschwätzt. Vielleicht hatte sie Angst, sie versaut sich ihre Kundschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Haus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hat dann noch die Wohnung über das Stadtbad genommen. Oben drüber war auch noch eine Wohnung. Das heißt es waren nur mehr oder weniger einzelne Zimmer, und wenn man die Treppe hoch ging waren da 2 Wohnungen, rechts hat meine Schwiegermutter gewohnt und links die beiden Jungs. Vorher haben die Weimer drin gewohnt. Da haben im Dachgeschoss rechts und links ein oder zwei Zimmer noch dazu gehört. Das waren dann keine Wohnung gewesen, sondern einzelne Zimmer mit Speisekammer. Da hat mein Mann oben geschlafen.  Der hat da oben geschlafen und daneben noch so eine Art Speisekammer oder Vorraum, der war noch dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Das war ja früher so, dass Wohnungen in der Stadt unter dem Dach noch Dachkammern hatten für Dienstmädchen oder andere Bedienstete oder die Kinder. Da haben die Kinder ausweichen müssen, die Wohnungen waren ja nicht so großzügig gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Bad ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Die Duschen und Wannen waren im Erdgeschoß wenn man ums Haus in den Hof geht, unter den Wohnungen. Drei Duschen und 5 Wannenbäder. Wenn man rein ging -  linke Seite - 2 Duschen dann waren 4 Wannenbäder, direkt drauf zugegangen, dann kam ein kleiner Kellerraum. Zwei Stufen herum, wo die Handtücher und Kasse war. Die Leute haben ihre Badetücher mitgebracht und wenn sie keine hatten, haben sie die von der Schwiegermutter gegen einen Obulus bekommen. Dann ging es links rum, da gab es riesengroße Eckwanne und noch einmal eine Dusche.  Die Duschen waren abgetrennt durch feste Wände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Originale und andere Zeitgenossen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Sattler Prost und die Aktentasche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Nach dem Friseur Sailer das nächste Haus &amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 42 &amp;lt;/ref&amp;gt;, da war der Sattler Prost. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Da hat meine Mutter nach dem Krieg Schweinsleder gerettet. Daraus hat der Prost 1946 zur Einschulung einen Ranzen gemacht. Da hat es ausgesehen in der Werkstatt - alles mögliche. Den Ranzen habe ich mein ganzes Leben gehabt und und da hat man später eine Aktentasche drausgemacht, mit einem Henkel. Bis zum Abitur hab ich den Ranzen gehabt; so gut vernäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von den Kobas&#039;, der Milch und der Sammelstelle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Und der Koba, mit seinem kleinen Wägele, der hat Milch gefahren, mit seiner Frau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF Nach dem Krieg bei Eis und Schnee und Hitze mit einem Planwagen und einem alten weißen Schimmel haben die jeden Tag Milch ausgefahren. Beim Krüger sein Vater  haben die gewohnt. Und die haben Koba  gehießen, Hans Koba. Später haben sie ein &#039;&#039;&#039;Milchlädle&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 11 &amp;lt;/ref&amp;gt; gehabt. Neben dem heutigen Dönerladen. Nicht bei dem Schreiblädle, das Haus davor,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR.: Früher in der Kindheit in der Jugendherberge war unten drin die Milchsammelstelle im Klosterhof in der Jugendherberg, da haben sie ihre Milch abgegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf dem  Schafhof haben sie einen Haufen von Bauern gehabt, die Männer sind oft ins Geschäft gegangen und die Frauen haben die Kühe gemolken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Die „Kobas“ haben einen Leiterwagen und ein Pferd gehabt, da hat er die Milch eingesammelt von denen die keine Fahrgelegenheit hatten und hat sie reingefahren in den Klosterhof zu der Sammelstelle. Dann kamen früher noch die riesengroßen Gefriertruhen.  Da konnte man sich ein Gefrierfach mieten und konnte Sachen zum Gefrieren reingeben, das war dann in den 50ger Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Milchmarken für entrahmte Milch ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Im Krieg und auch nach dem Krieg, da gab&#039;s vom Rathaus so Milchmarken für Familien mit Kindern, wie Lebensmittelmarken. Die Milch wurde aber entrahmt und hat schon ganz blau ausgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Schulspeis&#039; und der Schuhmacher Seng ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Nach dem Krieg ist auch die Schulspeis&#039; gewesen. In dem Knapp-Bader Haus &amp;lt;ref&amp;gt; Füllensgasse 9 &amp;lt;/ref&amp;gt; ist unsere Schulspeis&#039; gewesen, in der Garage untendrin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Aber das bleibt mir ewig ein Rätsel wie die das ausgewählt haben wer die Schulspeis&#039; kriegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Daneben &amp;lt;ref&amp;gt; Füllensgasse 7 &amp;lt;/ref&amp;gt; war der Schuhmacher Seng. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Das war der Gustav Seng, der ist dann später zur Post, der war dann Briefträger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Amtsbote Wessel &amp;amp; Polizeidiener Kern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Da haben wir noch eine Zeit erlebt, wo der Herr Wessel mit der Glocke rumgelaufen und Nachrichten verkündigt hat. Der Herr Wessel war Stadtbüttel. Er ist Hauptstrasse entlang gelaufen und hat die Ortsnachrichten ausgerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: So war da noch der Polizeidiener Kern der war Dick und Fett, der hat viel getrunken. Der hat ein hat loses Mundwerk gehabt, der hatte mehr einen Rausch als dass er seinen Pflichten nachgekommen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn dann ein Diebstahl oder irgendwas war, musste er tätig werden. Da haben sie eine Zelle gehabt, wo sie ihn eingesperrt haben. Da draußen beim Friseur Sailer &amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Str.42 &amp;lt;/ref&amp;gt; im Vorderhaus war das Kommando Gendarmerie, im Hinterhaus war der Polizeiposten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Herr Kerl und die Zigaretten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Mir denkt noch der Herr Kerl, der war beim Zoll. Und nach dem Krieg als Zigaretten wieder frei verkäuflich Waren, da haben wir in der Wirtschaft einzelne Zigaretten verkauft auch 5erPäckle und 3er Päckle, da waren dann drei Zigaretten drin,  so klein waren die Schachtel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da mussten wir Buch führen, über jede Zigarre und jede Zigarette. Da kam dieser Kerl einmal im Monat und hat Kontrolle und Bestandsaufnahme gemacht. Der kam vom Zoll und wir mussten Buchführen über Zigarre und Zigarette. Das war der Herr Kerl. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZurückButton|Portal_Museum_auf_dem_Schafhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Gastronomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203297</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
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		<updated>2023-04-29T14:14:20Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2005 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Martin Ehlers in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.1, Maulbronn 2012, S.235 ff &amp;lt;/ref&amp;gt; von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Etwa Stuttgarter Strasse 77 &amp;lt;/ref&amp;gt;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Adler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 61 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Ochsen ===&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 54 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grüner Baum, Germania &amp;amp; Sonne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 37 &amp;lt;/ref&amp;gt; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 38/2 &amp;lt;/ref&amp;gt; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 26 &amp;lt;/ref&amp;gt;von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtshäuser im Klosterhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Klosterhof 5 &amp;lt;/ref&amp;gt;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die &#039;&#039;&#039;Klosterschmiede&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Klosterhof 33 &amp;lt;/ref&amp;gt;, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Hirsch und das Hotel Klosterpost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 2 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 2 / Klosterstrasse &amp;lt;/ref&amp;gt;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Badische Hof und die Liebe zum Viertele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 6 &amp;lt;/ref&amp;gt;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Scheffelhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 9 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cafe Langsam ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 24 &amp;lt;/ref&amp;gt;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Stadtbahnhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der &#039;&#039;&#039;Stadtbahnhof&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Bahnhof Strasse 1 &amp;lt;/ref&amp;gt;, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zu Hechtsee ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter westlich dann war lange nichts und dann war da unten am Hechtsee, das war ein Klostersee, beim Kreisel geht gleich rechts ein Weg rein, da war das das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hechtsee“&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; Etwa Hechtsee 5 &amp;lt;/ref&amp;gt; das hat die Familie Gauss bis in die 30iger Jahre  bewirtschaftet. Dann hat es eine Familie Rapp übernommen. Der letzte Sohn ist vor ein paar Jahren gestorben. Aber der hat nur eine Besenwirtschaft gemacht. Das war das „Gasthaus zum Hechtsee“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bahnhofswirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Dann war draußen in Maulbronn-West die &#039;&#039;&#039;Bahnhofswirtschaft&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Maulbronn West 3 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Da war dann bis nach dem 2. Weltkrieg eine Frau Menzle druff. Danach war da ein Bahnhofsvorsteher Stockinger, der hat die Bahnhofswirtschaft übernommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntags – wenn die Mutter gekocht hat, hat der Vater gesagt, kommt Kinder wir machen einen Spaziergang und da sind wir den Bahnweg entlang von Maulbronn Stadt nach Maulbronn-West gelaufen.  Da haben wir Kinder, meine Schwester und ich, eine rote Limonade von Adolf Sommer Getränke bekommen und zusammen eine Knackwurst. Dann sind wir wieder heimgelaufen. Das war Himbeersaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Getränkehandel Sommer&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Hölderlin Strasse 16 &amp;lt;/ref&amp;gt; war am Bahnhof, die Hölderlinstraße runter auf der rechten Seite bevors dann zur Hauptstraße runter geht, ein Haus vor dem Eckhaus da war der Getränkehandel Sommer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Fernsehen und seinen Folgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Ja, die Leut` sind ins Gasthaus gegangen. Da hat es noch kein Fernsehen gegeben und dann sind die Leute, wenn sie ein Amüsement haben wollten, abends oder am Wochenende in ein Gasthaus gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern von Marga haben als erste einen Fernseher in Maulbronn bekommen. So etwa 1952. Da hat auch der Buchdrucker Meier ein Fernsehgerät gehabt, weil ich da als 12jähriger Bub die Hochzeit von der Queen Elisabeth gesehen habe. In schwarz - weiß, ist es auf Röhrenfernseher übertragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Kurze Zeit später gab es dann so einen Filter, der war oben blau in der Mitte rot, unten grün. Den konnte man auf die schwarzweiß Fernseher aufkleben Das war dann wie ein buntes Fernsehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß noch, da ist ja bei der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz der Albert Goppes beim Fußball gucken gestorben. Er hat noch in Diefenbach  bei seiner Geliebten die Wohnung eingerichtet und ist dann mittags in den Stadtbahnhof reingekommen, Fussballgucken. Da ist er dann vom Stuhl gefallen und war tot.  Zufällig war der Doktor Ullmann auch in dem Gasthaus oder man musste ihn holen und der hat dann den Tod festgestellt. Das war sehr sehr aufregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Stadtbad ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Emilie Reutter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Das &#039;&#039;&#039;Stadtbad&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 70 &amp;lt;/ref&amp;gt; wurde 1925 errichtet &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Andreas Felche in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.2, Maulbronn 2012, S.102 f &amp;lt;/ref&amp;gt; Meine Schwiegermutter Emilie Reutter, geb. Scheffel ist am 30 Mai 1907 in Maulbronn geboren. Sie war ja 1939 als der Krieg begann in Stuttgart. Beim Oberpostrat war sie Dienstmagd gewesen. Mein Mann ist 1936 geboren und ist mit 3 Jahren nach Maulbronn gekommen. Dann hat sie 40 Jahr das Bad verwaltet.Ja, nur meine Schwiegermutter hat das Bad geführt. Nach jedem Badegast die Wanne putze, Badekarte und verkaufen im Zehnerpack oder einzeln. Sie hat es entwertet durch Einreißen. Ich habe sie zweimal bei Krankheit vertreten. Wir haben nicht so viel geschwätzt. Vielleicht hatte sie Angst, sie versaut sich ihre Kundschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Haus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hat dann noch die Wohnung über das Stadtbad genommen. Oben drüber war auch noch eine Wohnung. Das heißt es waren nur mehr oder weniger einzelne Zimmer, und wenn man die Treppe hoch ging waren da 2 Wohnungen, rechts hat meine Schwiegermutter gewohnt und links die beiden Jungs. Vorher haben die Weimer drin gewohnt. Da haben im Dachgeschoss rechts und links ein oder zwei Zimmer noch dazu gehört. Das waren dann keine Wohnung gewesen, sondern einzelne Zimmer mit Speisekammer. Da hat mein Mann oben geschlafen.  Der hat da oben geschlafen und daneben noch so eine Art Speisekammer oder Vorraum, der war noch dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Das war ja früher so, dass Wohnungen in der Stadt unter dem Dach noch Dachkammern hatten für Dienstmädchen oder andere Bedienstete oder die Kinder. Da haben die Kinder ausweichen müssen, die Wohnungen waren ja nicht so großzügig gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Bad ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Die Duschen und Wannen waren im Erdgeschoß wenn man ums Haus in den Hof geht, unter den Wohnungen. Drei Duschen und 5 Wannenbäder. Wenn man rein ging -  linke Seite - 2 Duschen dann waren 4 Wannenbäder, direkt drauf zugegangen, dann kam ein kleiner Kellerraum. Zwei Stufen herum, wo die Handtücher und Kasse war. Die Leute haben ihre Badetücher mitgebracht und wenn sie keine hatten, haben sie die von der Schwiegermutter gegen einen Obulus bekommen. Dann ging es links rum, da gab es riesengroße Eckwanne und noch einmal eine Dusche.  Die Duschen waren abgetrennt durch feste Wände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Originale und andere Zeitgenossen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sattler Prost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Nach dem Friseur Sailer das nächste Haus &amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 42 &amp;lt;/ref&amp;gt;, da war der Sattler Prost. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Da hat meine Mutter nach dem Krieg Schweinsleder gerettet. Daraus hat der Prost 1946 zur Einschulung einen Ranzen gemacht. Da hat es ausgesehen in der Werkstatt - alles mögliche. Den Ranzen habe ich mein ganzes Leben gehabt und und da hat man später eine Aktentasche drausgemacht, mit einem Henkel. Bis zum Abitur hab ich den Ranzen gehabt; so gut vernäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von den Kobas&#039;, der Milch und der Sammelstelle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Und der Koba, mit seinem kleinen Wägele, der hat Milch gefahren, mit seiner Frau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF Nach dem Krieg bei Eis und Schnee und Hitze mit einem Planwagen und einem alten weißen Schimmel haben die jeden Tag Milch ausgefahren. Beim Krüger sein Vater  haben die gewohnt. Und die haben Koba  gehießen, Hans Koba. Später haben sie ein &#039;&#039;&#039;Milchlädle&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 11 &amp;lt;/ref&amp;gt; gehabt. Neben dem heutigen Dönerladen. Nicht bei dem Schreiblädle, das Haus davor,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR.: Früher in der Kindheit in der Jugendherberge war unten drin die Milchsammelstelle im Klosterhof in der Jugendherberg, da haben sie ihre Milch abgegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf dem  Schafhof haben sie einen Haufen von Bauern gehabt, die Männer sind oft ins Geschäft gegangen und die Frauen haben die Kühe gemolken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Die „Kobas“ haben einen Leiterwagen und ein Pferd gehabt, da hat er die Milch eingesammelt von denen die keine Fahrgelegenheit hatten und hat sie reingefahren in den Klosterhof zu der Sammelstelle. Dann kamen früher noch die riesengroßen Gefriertruhen.  Da konnte man sich ein Gefrierfach mieten und konnte Sachen zum Gefrieren reingeben, das war dann in den 50ger Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Milchmarken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Im Krieg und auch nach dem Krieg, da gab&#039;s vom Rathaus so Milchmarken für Familien mit Kindern, wie Lebensmittelmarken. Die Milch wurde aber entrahmt und hat schon ganz blau ausgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Schulspeis&#039; ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Nach dem Krieg ist auch die Schulspeis&#039; gewesen. In dem Knapp-Bader Haus &amp;lt;ref&amp;gt; Füllensgasse 9 &amp;lt;/ref&amp;gt; ist unsere Schulspeis&#039; gewesen, in der Garage untendrin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Aber das bleibt mir ewig ein Rätsel wie die das ausgewählt haben wer die Schulspeis&#039; kriegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Daneben &amp;lt;ref&amp;gt; Füllensgasse 7 &amp;lt;/ref&amp;gt; war der Schuhmacher Seng. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Das war der Gustav Seng, der ist dann später zur Post, der war dann Briefträger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Amtsbote Wessel &amp;amp; Polizeidiener Kern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Da haben wir noch eine Zeit erlebt, wo der Herr Wessel mit der Glocke rumgelaufen und Nachrichten verkündigt hat. Der Herr Wessel war Stadtbüttel. Er ist Hauptstrasse entlang gelaufen und hat die Ortsnachrichten ausgerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: So war da noch der Polizeidiener Kern der war Dick und Fett, der hat viel getrunken. Der hat ein hat loses Mundwerk gehabt, der hatte mehr einen Rausch als dass er seinen Pflichten nachgekommen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn dann ein Diebstahl oder irgendwas war, musste er tätig werden. Da haben sie eine Zelle gehabt, wo sie ihn eingesperrt haben. Da draußen beim Friseur Sailer &amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Str.42 &amp;lt;/ref&amp;gt; im Vorderhaus war das Kommando Gendarmerie, im Hinterhaus war der Polizeiposten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Herr Kerl und die Zigaretten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Mir denkt noch der Herr Kerl, der war beim Zoll. Und nach dem Krieg als Zigaretten wieder frei verkäuflich Waren, da haben wir in der Wirtschaft einzelne Zigaretten verkauft auch 5erPäckle und 3er Päckle, da waren dann drei Zigaretten drin,  so klein waren die Schachtel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da mussten wir Buch führen, über jede Zigarre und jede Zigarette. Da kam dieser Kerl einmal im Monat und hat Kontrolle und Bestandsaufnahme gemacht. Der kam vom Zoll und wir mussten Buchführen über Zigarre und Zigarette. Das war der Herr Kerl. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZurückButton|Portal_Museum_auf_dem_Schafhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Gastronomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203205</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
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		<updated>2023-04-19T16:44:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2005 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Martin Ehlers in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.1, Maulbronn 2012, S.235 ff &amp;lt;/ref&amp;gt; von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Etwa Stuttgarter Strasse 77 &amp;lt;/ref&amp;gt;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Adler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 61 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Ochsen ===&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 54 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grüner Baum, Germania &amp;amp; Sonne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 37 &amp;lt;/ref&amp;gt; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 38/2 &amp;lt;/ref&amp;gt; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 26 &amp;lt;/ref&amp;gt;von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtshäuser im Klosterhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Klosterhof 5 &amp;lt;/ref&amp;gt;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die &#039;&#039;&#039;Klosterschmiede&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Klosterhof 33 &amp;lt;/ref&amp;gt;, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Hirsch und das Hotel Klosterpost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 2 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 2 / Klosterstrasse &amp;lt;/ref&amp;gt;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Badische Hof und die Liebe zum Viertele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 6 &amp;lt;/ref&amp;gt;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Scheffelhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 9 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cafe Langsam ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 24 &amp;lt;/ref&amp;gt;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Stadtbahnhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der &#039;&#039;&#039;Stadtbahnhof&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Bahnhof Strasse 1 &amp;lt;/ref&amp;gt;, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zu Hechtsee ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter westlich dann war lange nichts und dann war da unten am Hechtsee, das war ein Klostersee, beim Kreisel geht gleich rechts ein Weg rein, da war das das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hechtsee“&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; Etwa Hechtsee 5 &amp;lt;/ref&amp;gt; das hat die Familie Gauss bis in die 30iger Jahre  bewirtschaftet. Dann hat es eine Familie Rapp übernommen. Der letzte Sohn ist vor ein paar Jahren gestorben. Aber der hat nur eine Besenwirtschaft gemacht. Das war das „Gasthaus zum Hechtsee“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bahnhofswirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Dann war draußen in Maulbronn-West die &#039;&#039;&#039;Bahnhofswirtschaft&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Maulbronn West 3 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Da war dann bis nach dem 2. Weltkrieg eine Frau Menzle druff. Danach war da ein Bahnhofsvorsteher Stockinger, der hat die Bahnhofswirtschaft übernommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntags – wenn die Mutter gekocht hat, hat der Vater gesagt, kommt Kinder wir machen einen Spaziergang und da sind wir den Bahnweg entlang von Maulbronn Stadt nach Maulbronn-West gelaufen.  Da haben wir Kinder, meine Schwester und ich, eine rote Limonade von Adolf Sommer Getränke bekommen und zusammen eine Knackwurst. Dann sind wir wieder heimgelaufen. Das war Himbeersaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Getränkehandel Sommer&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Hölderlin Strasse 16 &amp;lt;/ref&amp;gt; war am Bahnhof, die Hölderlinstraße runter auf der rechten Seite bevors dann zur Hauptstraße runter geht, ein Haus vor dem Eckhaus da war der Getränkehandel Sommer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Fernsehen und seinen Folgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Ja, die Leut` sind ins Gasthaus gegangen. Da hat es noch kein Fernsehen gegeben und dann sind die Leute, wenn sie ein Amüsement haben wollten, abends oder am Wochenende in ein Gasthaus gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern von Marga haben als erste einen Fernseher in Maulbronn bekommen. So etwa 1952. Da hat auch der Buchdrucker Meier ein Fernsehgerät gehabt, weil ich da als 12jähriger Bub die Hochzeit von der Queen Elisabeth gesehen habe. In schwarz - weiß, ist es auf Röhrenfernseher übertragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Kurze Zeit später gab es dann so einen Filter, der war oben blau in der Mitte rot, unten grün. Den konnte man auf die schwarzweiß Fernseher aufkleben Das war dann wie ein buntes Fernsehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß noch, da ist ja bei der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz der Albert Goppes beim Fußball gucken gestorben. Er hat noch in Diefenbach  bei seiner Geliebten die Wohnung eingerichtet und ist dann mittags in den Stadtbahnhof reingekommen, Fussballgucken. Da ist er dann vom Stuhl gefallen und war tot.  Zufällig war der Doktor Ullmann auch in dem Gasthaus oder man musste ihn holen und der hat dann den Tod festgestellt. Das war sehr sehr aufregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Stadtbad ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Emilie Reutter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Das &#039;&#039;&#039;Stadtbad&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 70 &amp;lt;/ref&amp;gt; wurde 1925 errichtet &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Andreas Felche in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.2, Maulbronn 2012, S.102 f &amp;lt;/ref&amp;gt; Meine Schwiegermutter Emilie Reutter, geb. Scheffel ist am 30 Mai 1907 in Maulbronn geboren. Sie war ja 1939 als der Krieg begann in Stuttgart. Beim Oberpostrat war sie Dienstmagd gewesen. Mein Mann ist 1936 geboren und ist mit 3 Jahren nach Maulbronn gekommen. Dann hat sie 40 Jahr das Bad verwaltet.Ja, nur meine Schwiegermutter hat das Bad geführt. Nach jedem Badegast die Wanne putze, Badekarte und verkaufen im Zehnerpack oder einzeln. Sie hat es entwertet durch Einreißen. Ich habe sie zweimal bei Krankheit vertreten. Wir haben nicht so viel geschwätzt. Vielleicht hatte sie Angst, sie versaut sich ihre Kundschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Haus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hat dann noch die Wohnung über das Stadtbad genommen. Oben drüber war auch noch eine Wohnung. Das heißt es waren nur mehr oder weniger einzelne Zimmer, und wenn man die Treppe hoch ging waren da 2 Wohnungen, rechts hat meine Schwiegermutter gewohnt und links die beiden Jungs. Vorher haben die Weimer drin gewohnt. Da haben im Dachgeschoss rechts und links ein oder zwei Zimmer noch dazu gehört. Das waren dann keine Wohnung gewesen, sondern einzelne Zimmer mit Speisekammer. Da hat mein Mann oben geschlafen.  Der hat da oben geschlafen und daneben noch so eine Art Speisekammer oder Vorraum, der war noch dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Das war ja früher so, dass Wohnungen in der Stadt unter dem Dach noch Dachkammern hatten für Dienstmädchen oder andere Bedienstete oder die Kinder. Da haben die Kinder ausweichen müssen, die Wohnungen waren ja nicht so großzügig gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Bad ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Die Duschen und Wannen waren im Erdgeschoß wenn man ums Haus in den Hof geht, unter den Wohnungen. Drei Duschen und 5 Wannenbäder. Wenn man rein ging -  linke Seite - 2 Duschen dann waren 4 Wannenbäder, direkt drauf zugegangen, dann kam ein kleiner Kellerraum. Zwei Stufen herum, wo die Handtücher und Kasse war. Die Leute haben ihre Badetücher mitgebracht und wenn sie keine hatten, haben sie die von der Schwiegermutter gegen einen Obulus bekommen. Dann ging es links rum, da gab es riesengroße Eckwanne und noch einmal eine Dusche.  Die Duschen waren abgetrennt durch feste Wände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Originale und andere Zeitgenossen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sattler Prost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Nach dem Friseur Sailer das nächste Haus &amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 42 &amp;lt;/ref&amp;gt;, da war der Sattler Prost. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Da hat meine Mutter nach dem Krieg Schweinsleder gerettet. Daraus hat der Prost 1946 zur Einschulung einen Ranzen gemacht. Da hat es ausgesehen in der Werkstatt - alles mögliche. Den Ranzen habe ich mein ganzes Leben gehabt und und da hat man später eine Aktentasche drausgemacht, mit einem Henkel. Bis zum Abitur hab ich den Ranzen gehabt; so gut vernäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von den Kobas&#039;, der Milch und der Sammelstelle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Und der Koba, mit seinem kleinen Wägele, der hat Milch gefahren, mit seiner Frau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF Nach dem Krieg bei Eis und Schnee und Hitze mit einem Planwagen und einem alten weißen Schimmel haben die jeden Tag Milch ausgefahren. Beim Krüger sein Vater  haben die gewohnt. Und die haben Koba  gehießen, Hans Koba. Später haben sie ein &#039;&#039;&#039;Milchlädle&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 11 &amp;lt;/ref&amp;gt; gehabt. Neben dem heutigen Dönerladen. Nicht bei dem Schreiblädle, das Haus davor,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR.: Früher in der Kindheit in der Jugendherberge war unten drin die Milchsammelstelle im Klosterhof in der Jugendherberg, da haben sie ihre Milch abgegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf dem  Schafhof haben sie einen Haufen von Bauern gehabt, die Männer sind oft ins Geschäft gegangen und die Frauen haben die Kühe gemolken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Die „Kobas“ haben einen Leiterwagen und ein Pferd gehabt, da hat er die Milch eingesammelt von denen die keine Fahrgelegenheit hatten und hat sie reingefahren in den Klosterhof zu der Sammelstelle. Dann kamen früher noch die riesengroßen Gefriertruhen.  Da konnte man sich ein Gefrierfach mieten und konnte Sachen zum Gefrieren reingeben, das war dann in den 50ger Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Milchmarken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Im Krieg und auch nach dem Krieg, da gab&#039;s vom Rathaus so Milchmarken für Familien mit Kindern, wie Lebensmittelmarken. Die Milch wurde aber entrahmt und hat schon ganz blau ausgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Schulspeis&#039; ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Nach dem Krieg ist auch die Schulspeis&#039; gewesen. In dem Knapp-Bader Haus &amp;lt;ref&amp;gt; Füllensgasse 9 &amp;lt;/ref&amp;gt; ist unsere Schulspeis&#039; gewesen, in der Garage untendrin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Aber das bleibt mir ewig ein Rätsel wie die das ausgewählt haben wer die Schulspeis&#039; kriegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Daneben &amp;lt;ref&amp;gt; Füllensgasse 7 &amp;lt;/ref&amp;gt; war der Schuhmacher Seng. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Das war der Gustav Seng, der ist dann später zur Post, der war dann Briefträger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Amtsbote Wessel &amp;amp; Polizeidiener Kern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Da haben wir noch eine Zeit erlebt, wo der Herr Wessel mit der Glocke rumgelaufen und Nachrichten verkündigt hat. Der Herr Wessel war Stadtbüttel. Er ist Hauptstrasse entlang gelaufen und hat die Ortsnachrichten ausgerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: So war da noch der Polizeidiener Kern der war Dick und Fett, der hat viel getrunken. Der hat ein hat loses Mundwerk gehabt, der hatte mehr einen Rausch als dass er seinen Pflichten nachgekommen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZurückButton|Portal_Museum_auf_dem_Schafhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Gastronomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203204</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
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		<updated>2023-04-19T15:35:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2005 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Martin Ehlers in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.1, Maulbronn 2012, S.235 ff &amp;lt;/ref&amp;gt; von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Etwa Stuttgarter Strasse 77 &amp;lt;/ref&amp;gt;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Adler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 61 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Ochsen ===&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 54 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grüner Baum, Germania &amp;amp; Sonne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 37 &amp;lt;/ref&amp;gt; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 38/2 &amp;lt;/ref&amp;gt; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 26 &amp;lt;/ref&amp;gt;von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtshäuser im Klosterhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Klosterhof 5 &amp;lt;/ref&amp;gt;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die &#039;&#039;&#039;Klosterschmiede&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Klosterhof 33 &amp;lt;/ref&amp;gt;, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Hirsch und das Hotel Klosterpost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 2 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 2 / Klosterstrasse &amp;lt;/ref&amp;gt;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Badische Hof und die Liebe zum Viertele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 6 &amp;lt;/ref&amp;gt;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Scheffelhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 9 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cafe Langsam ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 24 &amp;lt;/ref&amp;gt;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Stadtbahnhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der &#039;&#039;&#039;Stadtbahnhof&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Bahnhof Strasse 1 &amp;lt;/ref&amp;gt;, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zu Hechtsee ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter westlich dann war lange nichts und dann war da unten am Hechtsee, das war ein Klostersee, beim Kreisel geht gleich rechts ein Weg rein, da war das das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hechtsee“&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; Etwa Hechtsee 5 &amp;lt;/ref&amp;gt; das hat die Familie Gauss bis in die 30iger Jahre  bewirtschaftet. Dann hat es eine Familie Rapp übernommen. Der letzte Sohn ist vor ein paar Jahren gestorben. Aber der hat nur eine Besenwirtschaft gemacht. Das war das „Gasthaus zum Hechtsee“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bahnhofswirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Dann war draußen in Maulbronn-West die &#039;&#039;&#039;Bahnhofswirtschaft&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Maulbronn West 3 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Da war dann bis nach dem 2. Weltkrieg eine Frau Menzle druff. Danach war da ein Bahnhofsvorsteher Stockinger, der hat die Bahnhofswirtschaft übernommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntags – wenn die Mutter gekocht hat, hat der Vater gesagt, kommt Kinder wir machen einen Spaziergang und da sind wir den Bahnweg entlang von Maulbronn Stadt nach Maulbronn-West gelaufen.  Da haben wir Kinder, meine Schwester und ich, eine rote Limonade von Adolf Sommer Getränke bekommen und zusammen eine Knackwurst. Dann sind wir wieder heimgelaufen. Das war Himbeersaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &#039;&#039;&#039;Getränkehandel Sommer&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Hölderlin Strasse 16 &amp;lt;/ref&amp;gt; war am Bahnhof, die Hölderlinstraße runter auf der rechten Seite bevors dann zur Hauptstraße runter geht, ein Haus vor dem Eckhaus da war der Getränkehandel Sommer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Fernsehen und seinen Folgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Ja, die Leut` sind ins Gasthaus gegangen. Da hat es noch kein Fernsehen gegeben und dann sind die Leute, wenn sie ein Amüsement haben wollten, abends oder am Wochenende in ein Gasthaus gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern von Marga haben als erste einen Fernseher in Maulbronn bekommen. So etwa 1952. Da hat auch der Buchdrucker Meier ein Fernsehgerät gehabt, weil ich da als 12jähriger Bub die Hochzeit von der Queen Elisabeth gesehen habe. In schwarz - weiß, ist es auf Röhrenfernseher übertragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Kurze Zeit später gab es dann so einen Filter, der war oben blau in der Mitte rot, unten grün. Den konnte man auf die schwarzweiß Fernseher aufkleben Das war dann wie ein buntes Fernsehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß noch, da ist ja bei der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz der Albert Goppes beim Fußball gucken gestorben. Er hat noch in Diefenbach  bei seiner Geliebten die Wohnung eingerichtet und ist dann mittags in den Stadtbahnhof reingekommen, Fussballgucken. Da ist er dann vom Stuhl gefallen und war tot.  Zufällig war der Doktor Ullmann auch in dem Gasthaus oder man musste ihn holen und der hat dann den Tod festgestellt. Das war sehr sehr aufregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Stadtbad ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Emilie Reutter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Das &#039;&#039;&#039;Stadtbad&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 70 &amp;lt;/ref&amp;gt; wurde 1925 errichtet &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Andreas Felche in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.2, Maulbronn 2012, S.102 f &amp;lt;/ref&amp;gt; Meine Schwiegermutter Emilie Reutter, geb. Scheffel ist am 30 Mai 1907 in Maulbronn geboren. Sie war ja 1939 als der Krieg begann in Stuttgart. Beim Oberpostrat war sie Dienstmagd gewesen. Mein Mann ist 1936 geboren und ist mit 3 Jahren nach Maulbronn gekommen. Dann hat sie 40 Jahr das Bad verwaltet.Ja, nur meine Schwiegermutter hat das Bad geführt. Nach jedem Badegast die Wanne putze, Badekarte und verkaufen im Zehnerpack oder einzeln. Sie hat es entwertet durch Einreißen. Ich habe sie zweimal bei Krankheit vertreten. Wir haben nicht so viel geschwätzt. Vielleicht hatte sie Angst, sie versaut sich ihre Kundschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Haus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hat dann noch die Wohnung über das Stadtbad genommen. Oben drüber war auch noch eine Wohnung. Das heißt es waren nur mehr oder weniger einzelne Zimmer, und wenn man die Treppe hoch ging waren da 2 Wohnungen, rechts hat meine Schwiegermutter gewohnt und links die beiden Jungs. Vorher haben die Weimer drin gewohnt. Da haben im Dachgeschoss rechts und links ein oder zwei Zimmer noch dazu gehört. Das waren dann keine Wohnung gewesen, sondern einzelne Zimmer mit Speisekammer. Da hat mein Mann oben geschlafen.  Der hat da oben geschlafen und daneben noch so eine Art Speisekammer oder Vorraum, der war noch dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Das war ja früher so, dass Wohnungen in der Stadt unter dem Dach noch Dachkammern hatten für Dienstmädchen oder andere Bedienstete oder die Kinder. Da haben die Kinder ausweichen müssen, die Wohnungen waren ja nicht so großzügig gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Bad ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Die Duschen und Wannen waren im Erdgeschoß wenn man ums Haus in den Hof geht, unter den Wohnungen. Drei Duschen und 5 Wannenbäder. Wenn man rein ging -  linke Seite - 2 Duschen dann waren 4 Wannenbäder, direkt drauf zugegangen, dann kam ein kleiner Kellerraum. Zwei Stufen herum, wo die Handtücher und Kasse war. Die Leute haben ihre Badetücher mitgebracht und wenn sie keine hatten, haben sie die von der Schwiegermutter gegen einen Obulus bekommen. Dann ging es links rum, da gab es riesengroße Eckwanne und noch einmal eine Dusche.  Die Duschen waren abgetrennt durch feste Wände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Originale und andere Zeitgenossen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sattler Prost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Nach dem Friseur Sailer das nächste Haus &amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 42 &amp;lt;/ref&amp;gt;, da war der Sattler Prost. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Da hat meine Mutter nach dem Krieg Schweinsleder gerettet. Daraus hat der Prost 1946 zur Einschulung einen Ranzen gemacht. Da hat es ausgesehen in der Werkstatt - alles mögliche. Den Ranzen habe ich mein ganzes Leben gehabt und und da hat man später eine Aktentasche drausgemacht, mit einem Henkel. Bis zum Abitur hab ich den Ranzen gehabt; so gut vernäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von den Kobas&#039;, der Milch und der Sammelstelle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Und der Koba, mit seinem kleinen Wägele, der hat Milch gefahren, mit seiner Frau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF Nach dem Krieg bei Eis und Schnee und Hitze mit einem Planwagen und einem alten weißen Schimmel haben die jeden Tag Milch ausgefahren. Beim Krüger sein Vater  haben die gewohnt. Und die haben Koba  gehießen, Hans Koba. Später haben sie ein &#039;&#039;&#039;Milchlädle&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; Frankfurter Strasse 11 &amp;lt;/ref&amp;gt; gehabt. Neben dem heutigen Dönerladen. Nicht bei dem Schreiblädle, das Haus davor,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR.: Früher in der Kindheit in der Jugendherberge war unten drin die Milchsammelstelle im Klosterhof in der Jugendherberg, da haben sie ihre Milch abgegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf dem  Schafhof haben sie einen Haufen von Bauern gehabt, die Männer sind oft ins Geschäft gegangen und die Frauen haben die Kühe gemolken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Die „Kobas“ haben einen Leiterwagen und ein Pferd gehabt, da hat er die Milch eingesammelt von denen die keine Fahrgelegenheit hatten und hat sie reingefahren in den Klosterhof zu der Sammelstelle. Dann kamen früher noch die riesengroßen Gefriertruhen.  Da konnte man sich ein Gefrierfach mieten und konnte Sachen zum Gefrieren reingeben, das war dann in den 50ger Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Milchmarken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Im Krieg und auch nach dem Krieg, da gab&#039;s vom Rathaus so Milchmarken für Familien mit Kindern, wie Lebensmittelmarken. Die Milch wurde aber entrahmt und hat schon ganz blau ausgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Schulspeis&#039; ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Nach dem Krieg ist auch die Schulspeis&#039; gewesen. In dem Knapp-Bader Haus &amp;lt;ref&amp;gt; Füllensgasse 9 &amp;lt;/ref&amp;gt; ist unsere Schulspeis&#039; gewesen, in der Garage untendrin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Aber das bleibt mir ewig ein Rätsel wie die das ausgewählt haben wer die Schulspeis&#039; kriegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZurückButton|Portal_Museum_auf_dem_Schafhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Gastronomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203203</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
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		<updated>2023-04-19T14:58:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: /* Gasthaus zum Adler */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2005 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Martin Ehlers in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.1, Maulbronn 2012, S.235 ff &amp;lt;/ref&amp;gt; von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Etwa Stuttgarter Strasse 77 &amp;lt;/ref&amp;gt;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Adler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Stuttgarter Strasse 61 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Ochsen ===&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grüner Baum, Germania &amp;amp; Sonne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtshäuser im Klosterhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Hirsch und das Hotel Klosterpost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Badische Hof und die Liebe zum Viertele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Scheffelhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cafe Langsam ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Stadtbahnhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der Stadtbahnhof, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zu Hechtsee ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter westlich dann war lange nichts und dann war da unten am Hechtsee, das war ein Klostersee, beim Kreisel geht gleich rechts ein Weg rein, da war das das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hechtsee“&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; Etwa Hechtsee 5 &amp;lt;/ref&amp;gt; das hat die Familie Gauss bis in die 30iger Jahre  bewirtschaftet. Dann hat es eine Familie Rapp übernommen. Der letzte Sohn ist vor ein paar Jahren gestorben. Aber der hat nur eine Besenwirtschaft gemacht. Das war das „Gasthaus zum Hechtsee“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bahnhofswirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Dann war draußen in Maulbronn-West die Bahnhofswirtschaft. Da war dann bis nach dem 2. Weltkrieg eine Frau Menzle druff. Danach war da ein Bahnhofsvorsteher Stockinger, der hat die Bahnhofswirtschaft übernommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntags – wenn die Mutter gekocht hat, hat der Vater gesagt, kommt Kinder wir machen einen Spaziergang und da sind wir den Bahnweg entlang von Maulbronn Stadt nach Maulbronn-West gelaufen.  Da haben wir Kinder, meine Schwester und ich, eine rote Limonade von Adolf Sommer Getränke bekommen und zusammen eine Knackwurst. Dann sind wir wieder heimgelaufen. Das war Himbeersaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Getränkehandel Sommer war am Bahnhof, die Hölderlinstraße runter auf der rechten Seite bevors dann zur Hauptstraße runter geht, ein Haus vor dem Eckhaus da war der Getränkehandel Sommer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Fernsehen und seinen Folgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Ja, die Leut` sind ins Gasthaus gegangen. Da hat es noch kein Fernsehen gegeben und dann sind die Leute, wenn sie ein Amüsement haben wollten, abends oder am Wochenende in ein Gasthaus gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern von Marga haben als erste einen Fernseher in Maulbronn bekommen. So etwa 1952. Da hat auch der Buchdrucker Meier ein Fernsehgerät gehabt, weil ich da als 12jähriger Bub die Hochzeit von der Queen Elisabeth gesehen habe. In schwarz - weiß, ist es auf Röhrenfernseher übertragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Kurze Zeit später gab es dann so einen Filter, der war oben blau in der Mitte rot, unten grün. Den konnte man auf die schwarzweiß Fernseher aufkleben Das war dann wie ein buntes Fernsehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß noch, da ist ja bei der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz der Albert Goppes beim Fußball gucken gestorben. Er hat noch in Diefenbach  bei seiner Geliebten die Wohnung eingerichtet und ist dann mittags in den Stadtbahnhof reingekommen, Fussballgucken. Da ist er dann vom Stuhl gefallen und war tot.  Zufällig war der Doktor Ullmann auch in dem Gasthaus oder man musste ihn holen und der hat dann den Tod festgestellt. Das war sehr sehr aufregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Stadtbad ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Emilie Reutter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Das Stadtbad wurde 1925 errichtet &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Andreas Felche in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.2, Maulbronn 2012, S.102 f &amp;lt;/ref&amp;gt; Meine Schwiegermutter Emilie Reutter, geb. Scheffel ist am 30 Mai 1907 in Maulbronn geboren. Sie war ja 1939 als der Krieg begann in Stuttgart. Beim Oberpostrat war sie Dienstmagd gewesen. Mein Mann ist 1936 geboren und ist mit 3 Jahren nach Maulbronn gekommen. Dann hat sie 40 Jahr das Bad verwaltet.Ja, nur meine Schwiegermutter hat das Bad geführt. Nach jedem Badegast die Wanne putze, Badekarte und verkaufen im Zehnerpack oder einzeln. Sie hat es entwertet durch Einreißen. Ich habe sie zweimal bei Krankheit vertreten. Wir haben nicht so viel geschwätzt. Vielleicht hatte sie Angst, sie versaut sich ihre Kundschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Haus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hat dann noch die Wohnung über das Stadtbad genommen. Oben drüber war auch noch eine Wohnung. Das heißt es waren nur mehr oder weniger einzelne Zimmer, und wenn man die Treppe hoch ging waren da 2 Wohnungen, rechts hat meine Schwiegermutter gewohnt und links die beiden Jungs. Vorher haben die Weimer drin gewohnt. Da haben im Dachgeschoss rechts und links ein oder zwei Zimmer noch dazu gehört. Das waren dann keine Wohnung gewesen, sondern einzelne Zimmer mit Speisekammer. Da hat mein Mann oben geschlafen.  Der hat da oben geschlafen und daneben noch so eine Art Speisekammer oder Vorraum, der war noch dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Das war ja früher so, dass Wohnungen in der Stadt unter dem Dach noch Dachkammern hatten für Dienstmädchen oder andere Bedienstete oder die Kinder. Da haben die Kinder ausweichen müssen, die Wohnungen waren ja nicht so großzügig gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Bad ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Die Duschen und Wannen waren im Erdgeschoß wenn man ums Haus in den Hof geht, unter den Wohnungen. Drei Duschen und 5 Wannenbäder. Wenn man rein ging -  linke Seite - 2 Duschen dann waren 4 Wannenbäder, direkt drauf zugegangen, dann kam ein kleiner Kellerraum. Zwei Stufen herum, wo die Handtücher und Kasse war. Die Leute haben ihre Badetücher mitgebracht und wenn sie keine hatten, haben sie die von der Schwiegermutter gegen einen Obulus bekommen. Dann ging es links rum, da gab es riesengroße Eckwanne und noch einmal eine Dusche.  Die Duschen waren abgetrennt durch feste Wände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Originale und andere Zeitgenossen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sattler Prost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Nach dem Friseur Sailer das nächste Haus, da war der Sattler Prost. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Da hat meine Mutter nach dem Krieg Schweinsleder gerettet. Daraus hat der Prost 1946 zur Einschulung einen Ranzen gemacht. Da hat es ausgesehen in der Werkstatt - alles mögliche. Den Ranzen habe ich mein ganzes Leben gehabt und und da hat man später eine Aktentasche drausgemacht, mit einem Henkel. Bis zum Abitur hab ich den Ranzen gehabt; so gut vernäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von den Kobas&#039;, der Milch und der Sammelstelle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Und der Koba, mit seinem kleinen Wägele, der hat Milch gefahren, mit seiner Frau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF Nach dem Krieg bei Eis und Schnee und Hitze mit einem Planwagen und einem alten weißen Schimmel haben die jeden Tag Milch ausgefahren. Beim Krüger sein Vater  haben die gewohnt. Und die haben Koba  gehießen, Hans Koba. Später haben sie ein Milchlädle gehabt. Neben dem heutigen Dönerladen. Nicht bei dem Schreiblädle, das Haus davor,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR.: Früher in der Kindheit in der Jugendherberge war unten drin die Milchsammelstelle im Klosterhof in der Jugendherberg, da haben sie ihre Milch abgegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf dem  Schafhof haben sie einen Haufen von Bauern gehabt, die Männer sind oft ins Geschäft gegangen und die Frauen haben die Kühe gemolken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Die „Kobas“ haben einen Leiterwagen und ein Pferd gehabt, da hat er die Milch eingesammelt von denen die keine Fahrgelegenheit hatten und hat sie reingefahren in den Klosterhof zu der Sammelstelle. Dann kamen früher noch die riesengroßen Gefriertruhen.  Da konnte man sich ein Gefrierfach mieten und konnte Sachen zum Gefrieren reingeben, das war dann in den 50ger Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Milchmarken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Im Krieg und auch nach dem Krieg, da gab&#039;s vom Rathaus so Milchmarken für Familien mit Kindern, wie Lebensmittelmarken. Die Milch wurde aber entrahmt und hat schon ganz blau ausgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Schulspeis&#039; ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Nach dem Krieg ist auch die Schulspeis&#039; gewesen. In dem Knapp-Bader Haus &amp;lt;ref&amp;gt; Füllensgasse 9 &amp;lt;/ref&amp;gt; ist unsere Schulspeis&#039; gewesen, in der Garage untendrin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Aber das bleibt mir ewig ein Rätsel wie die das ausgewählt haben wer die Schulspeis&#039; kriegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZurückButton|Portal_Museum_auf_dem_Schafhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie: Gastronomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203202</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
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		<updated>2023-04-19T14:55:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: /* Die Beiz */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2005 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Martin Ehlers in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.1, Maulbronn 2012, S.235 ff &amp;lt;/ref&amp;gt; von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt; Etwa Stuttgarter Strasse 77 &amp;lt;/ref&amp;gt;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Adler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Ochsen ===&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grüner Baum, Germania &amp;amp; Sonne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtshäuser im Klosterhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Hirsch und das Hotel Klosterpost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Badische Hof und die Liebe zum Viertele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Scheffelhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cafe Langsam ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Stadtbahnhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der Stadtbahnhof, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zu Hechtsee ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter westlich dann war lange nichts und dann war da unten am Hechtsee, das war ein Klostersee, beim Kreisel geht gleich rechts ein Weg rein, da war das das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hechtsee“&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; Etwa Hechtsee 5 &amp;lt;/ref&amp;gt; das hat die Familie Gauss bis in die 30iger Jahre  bewirtschaftet. Dann hat es eine Familie Rapp übernommen. Der letzte Sohn ist vor ein paar Jahren gestorben. Aber der hat nur eine Besenwirtschaft gemacht. Das war das „Gasthaus zum Hechtsee“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bahnhofswirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Dann war draußen in Maulbronn-West die Bahnhofswirtschaft. Da war dann bis nach dem 2. Weltkrieg eine Frau Menzle druff. Danach war da ein Bahnhofsvorsteher Stockinger, der hat die Bahnhofswirtschaft übernommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntags – wenn die Mutter gekocht hat, hat der Vater gesagt, kommt Kinder wir machen einen Spaziergang und da sind wir den Bahnweg entlang von Maulbronn Stadt nach Maulbronn-West gelaufen.  Da haben wir Kinder, meine Schwester und ich, eine rote Limonade von Adolf Sommer Getränke bekommen und zusammen eine Knackwurst. Dann sind wir wieder heimgelaufen. Das war Himbeersaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Getränkehandel Sommer war am Bahnhof, die Hölderlinstraße runter auf der rechten Seite bevors dann zur Hauptstraße runter geht, ein Haus vor dem Eckhaus da war der Getränkehandel Sommer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Fernsehen und seinen Folgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Ja, die Leut` sind ins Gasthaus gegangen. Da hat es noch kein Fernsehen gegeben und dann sind die Leute, wenn sie ein Amüsement haben wollten, abends oder am Wochenende in ein Gasthaus gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern von Marga haben als erste einen Fernseher in Maulbronn bekommen. So etwa 1952. Da hat auch der Buchdrucker Meier ein Fernsehgerät gehabt, weil ich da als 12jähriger Bub die Hochzeit von der Queen Elisabeth gesehen habe. In schwarz - weiß, ist es auf Röhrenfernseher übertragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Kurze Zeit später gab es dann so einen Filter, der war oben blau in der Mitte rot, unten grün. Den konnte man auf die schwarzweiß Fernseher aufkleben Das war dann wie ein buntes Fernsehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß noch, da ist ja bei der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz der Albert Goppes beim Fußball gucken gestorben. Er hat noch in Diefenbach  bei seiner Geliebten die Wohnung eingerichtet und ist dann mittags in den Stadtbahnhof reingekommen, Fussballgucken. Da ist er dann vom Stuhl gefallen und war tot.  Zufällig war der Doktor Ullmann auch in dem Gasthaus oder man musste ihn holen und der hat dann den Tod festgestellt. Das war sehr sehr aufregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Stadtbad ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Emilie Reutter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Das Stadtbad wurde 1925 errichtet &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Andreas Felche in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.2, Maulbronn 2012, S.102 f &amp;lt;/ref&amp;gt; Meine Schwiegermutter Emilie Reutter, geb. Scheffel ist am 30 Mai 1907 in Maulbronn geboren. Sie war ja 1939 als der Krieg begann in Stuttgart. Beim Oberpostrat war sie Dienstmagd gewesen. Mein Mann ist 1936 geboren und ist mit 3 Jahren nach Maulbronn gekommen. Dann hat sie 40 Jahr das Bad verwaltet.Ja, nur meine Schwiegermutter hat das Bad geführt. Nach jedem Badegast die Wanne putze, Badekarte und verkaufen im Zehnerpack oder einzeln. Sie hat es entwertet durch Einreißen. Ich habe sie zweimal bei Krankheit vertreten. Wir haben nicht so viel geschwätzt. Vielleicht hatte sie Angst, sie versaut sich ihre Kundschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Haus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hat dann noch die Wohnung über das Stadtbad genommen. Oben drüber war auch noch eine Wohnung. Das heißt es waren nur mehr oder weniger einzelne Zimmer, und wenn man die Treppe hoch ging waren da 2 Wohnungen, rechts hat meine Schwiegermutter gewohnt und links die beiden Jungs. Vorher haben die Weimer drin gewohnt. Da haben im Dachgeschoss rechts und links ein oder zwei Zimmer noch dazu gehört. Das waren dann keine Wohnung gewesen, sondern einzelne Zimmer mit Speisekammer. Da hat mein Mann oben geschlafen.  Der hat da oben geschlafen und daneben noch so eine Art Speisekammer oder Vorraum, der war noch dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Das war ja früher so, dass Wohnungen in der Stadt unter dem Dach noch Dachkammern hatten für Dienstmädchen oder andere Bedienstete oder die Kinder. Da haben die Kinder ausweichen müssen, die Wohnungen waren ja nicht so großzügig gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Bad ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Die Duschen und Wannen waren im Erdgeschoß wenn man ums Haus in den Hof geht, unter den Wohnungen. Drei Duschen und 5 Wannenbäder. Wenn man rein ging -  linke Seite - 2 Duschen dann waren 4 Wannenbäder, direkt drauf zugegangen, dann kam ein kleiner Kellerraum. Zwei Stufen herum, wo die Handtücher und Kasse war. Die Leute haben ihre Badetücher mitgebracht und wenn sie keine hatten, haben sie die von der Schwiegermutter gegen einen Obulus bekommen. Dann ging es links rum, da gab es riesengroße Eckwanne und noch einmal eine Dusche.  Die Duschen waren abgetrennt durch feste Wände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Originale und andere Zeitgenossen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sattler Prost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Nach dem Friseur Sailer das nächste Haus, da war der Sattler Prost. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Da hat meine Mutter nach dem Krieg Schweinsleder gerettet. Daraus hat der Prost 1946 zur Einschulung einen Ranzen gemacht. Da hat es ausgesehen in der Werkstatt - alles mögliche. Den Ranzen habe ich mein ganzes Leben gehabt und und da hat man später eine Aktentasche drausgemacht, mit einem Henkel. Bis zum Abitur hab ich den Ranzen gehabt; so gut vernäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von den Kobas&#039;, der Milch und der Sammelstelle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Und der Koba, mit seinem kleinen Wägele, der hat Milch gefahren, mit seiner Frau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF Nach dem Krieg bei Eis und Schnee und Hitze mit einem Planwagen und einem alten weißen Schimmel haben die jeden Tag Milch ausgefahren. Beim Krüger sein Vater  haben die gewohnt. Und die haben Koba  gehießen, Hans Koba. Später haben sie ein Milchlädle gehabt. Neben dem heutigen Dönerladen. Nicht bei dem Schreiblädle, das Haus davor,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR.: Früher in der Kindheit in der Jugendherberge war unten drin die Milchsammelstelle im Klosterhof in der Jugendherberg, da haben sie ihre Milch abgegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf dem  Schafhof haben sie einen Haufen von Bauern gehabt, die Männer sind oft ins Geschäft gegangen und die Frauen haben die Kühe gemolken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Die „Kobas“ haben einen Leiterwagen und ein Pferd gehabt, da hat er die Milch eingesammelt von denen die keine Fahrgelegenheit hatten und hat sie reingefahren in den Klosterhof zu der Sammelstelle. Dann kamen früher noch die riesengroßen Gefriertruhen.  Da konnte man sich ein Gefrierfach mieten und konnte Sachen zum Gefrieren reingeben, das war dann in den 50ger Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Milchmarken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Im Krieg und auch nach dem Krieg, da gab&#039;s vom Rathaus so Milchmarken für Familien mit Kindern, wie Lebensmittelmarken. Die Milch wurde aber entrahmt und hat schon ganz blau ausgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Schulspeis&#039; ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Nach dem Krieg ist auch die Schulspeis&#039; gewesen. In dem Knapp-Bader Haus &amp;lt;ref&amp;gt; Füllensgasse 9 &amp;lt;/ref&amp;gt; ist unsere Schulspeis&#039; gewesen, in der Garage untendrin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Aber das bleibt mir ewig ein Rätsel wie die das ausgewählt haben wer die Schulspeis&#039; kriegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZurückButton|Portal_Museum_auf_dem_Schafhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Gastronomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203201</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203201"/>
		<updated>2023-04-19T14:53:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: /* Gasthaus zu Hechtsee */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2005 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Martin Ehlers in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.1, Maulbronn 2012, S.235 ff &amp;lt;/ref&amp;gt; von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Adler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Ochsen ===&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grüner Baum, Germania &amp;amp; Sonne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtshäuser im Klosterhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Hirsch und das Hotel Klosterpost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Badische Hof und die Liebe zum Viertele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Scheffelhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cafe Langsam ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Stadtbahnhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der Stadtbahnhof, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zu Hechtsee ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter westlich dann war lange nichts und dann war da unten am Hechtsee, das war ein Klostersee, beim Kreisel geht gleich rechts ein Weg rein, da war das das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hechtsee“&#039;&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt; Etwa Hechtsee 5 &amp;lt;/ref&amp;gt; das hat die Familie Gauss bis in die 30iger Jahre  bewirtschaftet. Dann hat es eine Familie Rapp übernommen. Der letzte Sohn ist vor ein paar Jahren gestorben. Aber der hat nur eine Besenwirtschaft gemacht. Das war das „Gasthaus zum Hechtsee“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bahnhofswirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Dann war draußen in Maulbronn-West die Bahnhofswirtschaft. Da war dann bis nach dem 2. Weltkrieg eine Frau Menzle druff. Danach war da ein Bahnhofsvorsteher Stockinger, der hat die Bahnhofswirtschaft übernommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntags – wenn die Mutter gekocht hat, hat der Vater gesagt, kommt Kinder wir machen einen Spaziergang und da sind wir den Bahnweg entlang von Maulbronn Stadt nach Maulbronn-West gelaufen.  Da haben wir Kinder, meine Schwester und ich, eine rote Limonade von Adolf Sommer Getränke bekommen und zusammen eine Knackwurst. Dann sind wir wieder heimgelaufen. Das war Himbeersaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Getränkehandel Sommer war am Bahnhof, die Hölderlinstraße runter auf der rechten Seite bevors dann zur Hauptstraße runter geht, ein Haus vor dem Eckhaus da war der Getränkehandel Sommer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Fernsehen und seinen Folgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Ja, die Leut` sind ins Gasthaus gegangen. Da hat es noch kein Fernsehen gegeben und dann sind die Leute, wenn sie ein Amüsement haben wollten, abends oder am Wochenende in ein Gasthaus gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern von Marga haben als erste einen Fernseher in Maulbronn bekommen. So etwa 1952. Da hat auch der Buchdrucker Meier ein Fernsehgerät gehabt, weil ich da als 12jähriger Bub die Hochzeit von der Queen Elisabeth gesehen habe. In schwarz - weiß, ist es auf Röhrenfernseher übertragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Kurze Zeit später gab es dann so einen Filter, der war oben blau in der Mitte rot, unten grün. Den konnte man auf die schwarzweiß Fernseher aufkleben Das war dann wie ein buntes Fernsehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß noch, da ist ja bei der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz der Albert Goppes beim Fußball gucken gestorben. Er hat noch in Diefenbach  bei seiner Geliebten die Wohnung eingerichtet und ist dann mittags in den Stadtbahnhof reingekommen, Fussballgucken. Da ist er dann vom Stuhl gefallen und war tot.  Zufällig war der Doktor Ullmann auch in dem Gasthaus oder man musste ihn holen und der hat dann den Tod festgestellt. Das war sehr sehr aufregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Stadtbad ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Emilie Reutter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Das Stadtbad wurde 1925 errichtet &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Andreas Felche in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.2, Maulbronn 2012, S.102 f &amp;lt;/ref&amp;gt; Meine Schwiegermutter Emilie Reutter, geb. Scheffel ist am 30 Mai 1907 in Maulbronn geboren. Sie war ja 1939 als der Krieg begann in Stuttgart. Beim Oberpostrat war sie Dienstmagd gewesen. Mein Mann ist 1936 geboren und ist mit 3 Jahren nach Maulbronn gekommen. Dann hat sie 40 Jahr das Bad verwaltet.Ja, nur meine Schwiegermutter hat das Bad geführt. Nach jedem Badegast die Wanne putze, Badekarte und verkaufen im Zehnerpack oder einzeln. Sie hat es entwertet durch Einreißen. Ich habe sie zweimal bei Krankheit vertreten. Wir haben nicht so viel geschwätzt. Vielleicht hatte sie Angst, sie versaut sich ihre Kundschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Haus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hat dann noch die Wohnung über das Stadtbad genommen. Oben drüber war auch noch eine Wohnung. Das heißt es waren nur mehr oder weniger einzelne Zimmer, und wenn man die Treppe hoch ging waren da 2 Wohnungen, rechts hat meine Schwiegermutter gewohnt und links die beiden Jungs. Vorher haben die Weimer drin gewohnt. Da haben im Dachgeschoss rechts und links ein oder zwei Zimmer noch dazu gehört. Das waren dann keine Wohnung gewesen, sondern einzelne Zimmer mit Speisekammer. Da hat mein Mann oben geschlafen.  Der hat da oben geschlafen und daneben noch so eine Art Speisekammer oder Vorraum, der war noch dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Das war ja früher so, dass Wohnungen in der Stadt unter dem Dach noch Dachkammern hatten für Dienstmädchen oder andere Bedienstete oder die Kinder. Da haben die Kinder ausweichen müssen, die Wohnungen waren ja nicht so großzügig gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Bad ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Die Duschen und Wannen waren im Erdgeschoß wenn man ums Haus in den Hof geht, unter den Wohnungen. Drei Duschen und 5 Wannenbäder. Wenn man rein ging -  linke Seite - 2 Duschen dann waren 4 Wannenbäder, direkt drauf zugegangen, dann kam ein kleiner Kellerraum. Zwei Stufen herum, wo die Handtücher und Kasse war. Die Leute haben ihre Badetücher mitgebracht und wenn sie keine hatten, haben sie die von der Schwiegermutter gegen einen Obulus bekommen. Dann ging es links rum, da gab es riesengroße Eckwanne und noch einmal eine Dusche.  Die Duschen waren abgetrennt durch feste Wände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Originale und andere Zeitgenossen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sattler Prost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Nach dem Friseur Sailer das nächste Haus, da war der Sattler Prost. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Da hat meine Mutter nach dem Krieg Schweinsleder gerettet. Daraus hat der Prost 1946 zur Einschulung einen Ranzen gemacht. Da hat es ausgesehen in der Werkstatt - alles mögliche. Den Ranzen habe ich mein ganzes Leben gehabt und und da hat man später eine Aktentasche drausgemacht, mit einem Henkel. Bis zum Abitur hab ich den Ranzen gehabt; so gut vernäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von den Kobas&#039;, der Milch und der Sammelstelle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Und der Koba, mit seinem kleinen Wägele, der hat Milch gefahren, mit seiner Frau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF Nach dem Krieg bei Eis und Schnee und Hitze mit einem Planwagen und einem alten weißen Schimmel haben die jeden Tag Milch ausgefahren. Beim Krüger sein Vater  haben die gewohnt. Und die haben Koba  gehießen, Hans Koba. Später haben sie ein Milchlädle gehabt. Neben dem heutigen Dönerladen. Nicht bei dem Schreiblädle, das Haus davor,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR.: Früher in der Kindheit in der Jugendherberge war unten drin die Milchsammelstelle im Klosterhof in der Jugendherberg, da haben sie ihre Milch abgegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf dem  Schafhof haben sie einen Haufen von Bauern gehabt, die Männer sind oft ins Geschäft gegangen und die Frauen haben die Kühe gemolken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Die „Kobas“ haben einen Leiterwagen und ein Pferd gehabt, da hat er die Milch eingesammelt von denen die keine Fahrgelegenheit hatten und hat sie reingefahren in den Klosterhof zu der Sammelstelle. Dann kamen früher noch die riesengroßen Gefriertruhen.  Da konnte man sich ein Gefrierfach mieten und konnte Sachen zum Gefrieren reingeben, das war dann in den 50ger Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Milchmarken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Im Krieg und auch nach dem Krieg, da gab&#039;s vom Rathaus so Milchmarken für Familien mit Kindern, wie Lebensmittelmarken. Die Milch wurde aber entrahmt und hat schon ganz blau ausgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Schulspeis&#039; ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Nach dem Krieg ist auch die Schulspeis&#039; gewesen. In dem Knapp-Bader Haus &amp;lt;ref&amp;gt; Füllensgasse 9 &amp;lt;/ref&amp;gt; ist unsere Schulspeis&#039; gewesen, in der Garage untendrin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Aber das bleibt mir ewig ein Rätsel wie die das ausgewählt haben wer die Schulspeis&#039; kriegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZurückButton|Portal_Museum_auf_dem_Schafhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Gastronomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203200</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
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		<updated>2023-04-19T14:50:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: /* Milchmarken */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2005 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Martin Ehlers in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.1, Maulbronn 2012, S.235 ff &amp;lt;/ref&amp;gt; von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Adler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Ochsen ===&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grüner Baum, Germania &amp;amp; Sonne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtshäuser im Klosterhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Hirsch und das Hotel Klosterpost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Badische Hof und die Liebe zum Viertele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Scheffelhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cafe Langsam ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Stadtbahnhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der Stadtbahnhof, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zu Hechtsee ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter westlich dann war lange nichts und dann war da unten am Hechtsee, das war ein Klostersee, beim Kreisel geht gleich rechts ein Weg rein, da war das das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hechtsee“&#039;&#039;&#039; das hat die Familie Gauss bis in die 30iger Jahre  bewirtschaftet. Dann hat es eine Familie Rapp übernommen. Der letzte Sohn ist vor ein paar Jahren gestorben. Aber der hat nur eine Besenwirtschaft gemacht. Das war das „Gasthaus zum Hechtsee“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bahnhofswirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Dann war draußen in Maulbronn-West die Bahnhofswirtschaft. Da war dann bis nach dem 2. Weltkrieg eine Frau Menzle druff. Danach war da ein Bahnhofsvorsteher Stockinger, der hat die Bahnhofswirtschaft übernommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntags – wenn die Mutter gekocht hat, hat der Vater gesagt, kommt Kinder wir machen einen Spaziergang und da sind wir den Bahnweg entlang von Maulbronn Stadt nach Maulbronn-West gelaufen.  Da haben wir Kinder, meine Schwester und ich, eine rote Limonade von Adolf Sommer Getränke bekommen und zusammen eine Knackwurst. Dann sind wir wieder heimgelaufen. Das war Himbeersaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Getränkehandel Sommer war am Bahnhof, die Hölderlinstraße runter auf der rechten Seite bevors dann zur Hauptstraße runter geht, ein Haus vor dem Eckhaus da war der Getränkehandel Sommer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Fernsehen und seinen Folgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Ja, die Leut` sind ins Gasthaus gegangen. Da hat es noch kein Fernsehen gegeben und dann sind die Leute, wenn sie ein Amüsement haben wollten, abends oder am Wochenende in ein Gasthaus gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern von Marga haben als erste einen Fernseher in Maulbronn bekommen. So etwa 1952. Da hat auch der Buchdrucker Meier ein Fernsehgerät gehabt, weil ich da als 12jähriger Bub die Hochzeit von der Queen Elisabeth gesehen habe. In schwarz - weiß, ist es auf Röhrenfernseher übertragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Kurze Zeit später gab es dann so einen Filter, der war oben blau in der Mitte rot, unten grün. Den konnte man auf die schwarzweiß Fernseher aufkleben Das war dann wie ein buntes Fernsehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß noch, da ist ja bei der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz der Albert Goppes beim Fußball gucken gestorben. Er hat noch in Diefenbach  bei seiner Geliebten die Wohnung eingerichtet und ist dann mittags in den Stadtbahnhof reingekommen, Fussballgucken. Da ist er dann vom Stuhl gefallen und war tot.  Zufällig war der Doktor Ullmann auch in dem Gasthaus oder man musste ihn holen und der hat dann den Tod festgestellt. Das war sehr sehr aufregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Stadtbad ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Emilie Reutter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Das Stadtbad wurde 1925 errichtet &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Andreas Felche in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.2, Maulbronn 2012, S.102 f &amp;lt;/ref&amp;gt; Meine Schwiegermutter Emilie Reutter, geb. Scheffel ist am 30 Mai 1907 in Maulbronn geboren. Sie war ja 1939 als der Krieg begann in Stuttgart. Beim Oberpostrat war sie Dienstmagd gewesen. Mein Mann ist 1936 geboren und ist mit 3 Jahren nach Maulbronn gekommen. Dann hat sie 40 Jahr das Bad verwaltet.Ja, nur meine Schwiegermutter hat das Bad geführt. Nach jedem Badegast die Wanne putze, Badekarte und verkaufen im Zehnerpack oder einzeln. Sie hat es entwertet durch Einreißen. Ich habe sie zweimal bei Krankheit vertreten. Wir haben nicht so viel geschwätzt. Vielleicht hatte sie Angst, sie versaut sich ihre Kundschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Haus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hat dann noch die Wohnung über das Stadtbad genommen. Oben drüber war auch noch eine Wohnung. Das heißt es waren nur mehr oder weniger einzelne Zimmer, und wenn man die Treppe hoch ging waren da 2 Wohnungen, rechts hat meine Schwiegermutter gewohnt und links die beiden Jungs. Vorher haben die Weimer drin gewohnt. Da haben im Dachgeschoss rechts und links ein oder zwei Zimmer noch dazu gehört. Das waren dann keine Wohnung gewesen, sondern einzelne Zimmer mit Speisekammer. Da hat mein Mann oben geschlafen.  Der hat da oben geschlafen und daneben noch so eine Art Speisekammer oder Vorraum, der war noch dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Das war ja früher so, dass Wohnungen in der Stadt unter dem Dach noch Dachkammern hatten für Dienstmädchen oder andere Bedienstete oder die Kinder. Da haben die Kinder ausweichen müssen, die Wohnungen waren ja nicht so großzügig gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Bad ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Die Duschen und Wannen waren im Erdgeschoß wenn man ums Haus in den Hof geht, unter den Wohnungen. Drei Duschen und 5 Wannenbäder. Wenn man rein ging -  linke Seite - 2 Duschen dann waren 4 Wannenbäder, direkt drauf zugegangen, dann kam ein kleiner Kellerraum. Zwei Stufen herum, wo die Handtücher und Kasse war. Die Leute haben ihre Badetücher mitgebracht und wenn sie keine hatten, haben sie die von der Schwiegermutter gegen einen Obulus bekommen. Dann ging es links rum, da gab es riesengroße Eckwanne und noch einmal eine Dusche.  Die Duschen waren abgetrennt durch feste Wände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Originale und andere Zeitgenossen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sattler Prost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Nach dem Friseur Sailer das nächste Haus, da war der Sattler Prost. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Da hat meine Mutter nach dem Krieg Schweinsleder gerettet. Daraus hat der Prost 1946 zur Einschulung einen Ranzen gemacht. Da hat es ausgesehen in der Werkstatt - alles mögliche. Den Ranzen habe ich mein ganzes Leben gehabt und und da hat man später eine Aktentasche drausgemacht, mit einem Henkel. Bis zum Abitur hab ich den Ranzen gehabt; so gut vernäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von den Kobas&#039;, der Milch und der Sammelstelle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Und der Koba, mit seinem kleinen Wägele, der hat Milch gefahren, mit seiner Frau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF Nach dem Krieg bei Eis und Schnee und Hitze mit einem Planwagen und einem alten weißen Schimmel haben die jeden Tag Milch ausgefahren. Beim Krüger sein Vater  haben die gewohnt. Und die haben Koba  gehießen, Hans Koba. Später haben sie ein Milchlädle gehabt. Neben dem heutigen Dönerladen. Nicht bei dem Schreiblädle, das Haus davor,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR.: Früher in der Kindheit in der Jugendherberge war unten drin die Milchsammelstelle im Klosterhof in der Jugendherberg, da haben sie ihre Milch abgegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf dem  Schafhof haben sie einen Haufen von Bauern gehabt, die Männer sind oft ins Geschäft gegangen und die Frauen haben die Kühe gemolken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Die „Kobas“ haben einen Leiterwagen und ein Pferd gehabt, da hat er die Milch eingesammelt von denen die keine Fahrgelegenheit hatten und hat sie reingefahren in den Klosterhof zu der Sammelstelle. Dann kamen früher noch die riesengroßen Gefriertruhen.  Da konnte man sich ein Gefrierfach mieten und konnte Sachen zum Gefrieren reingeben, das war dann in den 50ger Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Milchmarken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Im Krieg und auch nach dem Krieg, da gab&#039;s vom Rathaus so Milchmarken für Familien mit Kindern, wie Lebensmittelmarken. Die Milch wurde aber entrahmt und hat schon ganz blau ausgesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Schulspeis&#039; ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Nach dem Krieg ist auch die Schulspeis&#039; gewesen. In dem Knapp-Bader Haus &amp;lt;ref&amp;gt; Füllensgasse 9 &amp;lt;/ref&amp;gt; ist unsere Schulspeis&#039; gewesen, in der Garage untendrin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Aber das bleibt mir ewig ein Rätsel wie die das ausgewählt haben wer die Schulspeis&#039; kriegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZurückButton|Portal_Museum_auf_dem_Schafhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Gastronomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203199</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203199"/>
		<updated>2023-04-19T14:48:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2005 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Martin Ehlers in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.1, Maulbronn 2012, S.235 ff &amp;lt;/ref&amp;gt; von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Adler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Ochsen ===&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grüner Baum, Germania &amp;amp; Sonne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtshäuser im Klosterhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Hirsch und das Hotel Klosterpost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Badische Hof und die Liebe zum Viertele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Scheffelhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cafe Langsam ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Stadtbahnhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der Stadtbahnhof, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zu Hechtsee ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter westlich dann war lange nichts und dann war da unten am Hechtsee, das war ein Klostersee, beim Kreisel geht gleich rechts ein Weg rein, da war das das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hechtsee“&#039;&#039;&#039; das hat die Familie Gauss bis in die 30iger Jahre  bewirtschaftet. Dann hat es eine Familie Rapp übernommen. Der letzte Sohn ist vor ein paar Jahren gestorben. Aber der hat nur eine Besenwirtschaft gemacht. Das war das „Gasthaus zum Hechtsee“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bahnhofswirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Dann war draußen in Maulbronn-West die Bahnhofswirtschaft. Da war dann bis nach dem 2. Weltkrieg eine Frau Menzle druff. Danach war da ein Bahnhofsvorsteher Stockinger, der hat die Bahnhofswirtschaft übernommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntags – wenn die Mutter gekocht hat, hat der Vater gesagt, kommt Kinder wir machen einen Spaziergang und da sind wir den Bahnweg entlang von Maulbronn Stadt nach Maulbronn-West gelaufen.  Da haben wir Kinder, meine Schwester und ich, eine rote Limonade von Adolf Sommer Getränke bekommen und zusammen eine Knackwurst. Dann sind wir wieder heimgelaufen. Das war Himbeersaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Getränkehandel Sommer war am Bahnhof, die Hölderlinstraße runter auf der rechten Seite bevors dann zur Hauptstraße runter geht, ein Haus vor dem Eckhaus da war der Getränkehandel Sommer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Fernsehen und seinen Folgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Ja, die Leut` sind ins Gasthaus gegangen. Da hat es noch kein Fernsehen gegeben und dann sind die Leute, wenn sie ein Amüsement haben wollten, abends oder am Wochenende in ein Gasthaus gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern von Marga haben als erste einen Fernseher in Maulbronn bekommen. So etwa 1952. Da hat auch der Buchdrucker Meier ein Fernsehgerät gehabt, weil ich da als 12jähriger Bub die Hochzeit von der Queen Elisabeth gesehen habe. In schwarz - weiß, ist es auf Röhrenfernseher übertragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Kurze Zeit später gab es dann so einen Filter, der war oben blau in der Mitte rot, unten grün. Den konnte man auf die schwarzweiß Fernseher aufkleben Das war dann wie ein buntes Fernsehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß noch, da ist ja bei der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz der Albert Goppes beim Fußball gucken gestorben. Er hat noch in Diefenbach  bei seiner Geliebten die Wohnung eingerichtet und ist dann mittags in den Stadtbahnhof reingekommen, Fussballgucken. Da ist er dann vom Stuhl gefallen und war tot.  Zufällig war der Doktor Ullmann auch in dem Gasthaus oder man musste ihn holen und der hat dann den Tod festgestellt. Das war sehr sehr aufregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Stadtbad ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Emilie Reutter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Das Stadtbad wurde 1925 errichtet &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Andreas Felche in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.2, Maulbronn 2012, S.102 f &amp;lt;/ref&amp;gt; Meine Schwiegermutter Emilie Reutter, geb. Scheffel ist am 30 Mai 1907 in Maulbronn geboren. Sie war ja 1939 als der Krieg begann in Stuttgart. Beim Oberpostrat war sie Dienstmagd gewesen. Mein Mann ist 1936 geboren und ist mit 3 Jahren nach Maulbronn gekommen. Dann hat sie 40 Jahr das Bad verwaltet.Ja, nur meine Schwiegermutter hat das Bad geführt. Nach jedem Badegast die Wanne putze, Badekarte und verkaufen im Zehnerpack oder einzeln. Sie hat es entwertet durch Einreißen. Ich habe sie zweimal bei Krankheit vertreten. Wir haben nicht so viel geschwätzt. Vielleicht hatte sie Angst, sie versaut sich ihre Kundschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Haus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hat dann noch die Wohnung über das Stadtbad genommen. Oben drüber war auch noch eine Wohnung. Das heißt es waren nur mehr oder weniger einzelne Zimmer, und wenn man die Treppe hoch ging waren da 2 Wohnungen, rechts hat meine Schwiegermutter gewohnt und links die beiden Jungs. Vorher haben die Weimer drin gewohnt. Da haben im Dachgeschoss rechts und links ein oder zwei Zimmer noch dazu gehört. Das waren dann keine Wohnung gewesen, sondern einzelne Zimmer mit Speisekammer. Da hat mein Mann oben geschlafen.  Der hat da oben geschlafen und daneben noch so eine Art Speisekammer oder Vorraum, der war noch dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Das war ja früher so, dass Wohnungen in der Stadt unter dem Dach noch Dachkammern hatten für Dienstmädchen oder andere Bedienstete oder die Kinder. Da haben die Kinder ausweichen müssen, die Wohnungen waren ja nicht so großzügig gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Bad ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Die Duschen und Wannen waren im Erdgeschoß wenn man ums Haus in den Hof geht, unter den Wohnungen. Drei Duschen und 5 Wannenbäder. Wenn man rein ging -  linke Seite - 2 Duschen dann waren 4 Wannenbäder, direkt drauf zugegangen, dann kam ein kleiner Kellerraum. Zwei Stufen herum, wo die Handtücher und Kasse war. Die Leute haben ihre Badetücher mitgebracht und wenn sie keine hatten, haben sie die von der Schwiegermutter gegen einen Obulus bekommen. Dann ging es links rum, da gab es riesengroße Eckwanne und noch einmal eine Dusche.  Die Duschen waren abgetrennt durch feste Wände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Originale und andere Zeitgenossen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sattler Prost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Nach dem Friseur Sailer das nächste Haus, da war der Sattler Prost. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Da hat meine Mutter nach dem Krieg Schweinsleder gerettet. Daraus hat der Prost 1946 zur Einschulung einen Ranzen gemacht. Da hat es ausgesehen in der Werkstatt - alles mögliche. Den Ranzen habe ich mein ganzes Leben gehabt und und da hat man später eine Aktentasche drausgemacht, mit einem Henkel. Bis zum Abitur hab ich den Ranzen gehabt; so gut vernäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von den Kobas&#039;, der Milch und der Sammelstelle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Und der Koba, mit seinem kleinen Wägele, der hat Milch gefahren, mit seiner Frau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF Nach dem Krieg bei Eis und Schnee und Hitze mit einem Planwagen und einem alten weißen Schimmel haben die jeden Tag Milch ausgefahren. Beim Krüger sein Vater  haben die gewohnt. Und die haben Koba  gehießen, Hans Koba. Später haben sie ein Milchlädle gehabt. Neben dem heutigen Dönerladen. Nicht bei dem Schreiblädle, das Haus davor,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR.: Früher in der Kindheit in der Jugendherberge war unten drin die Milchsammelstelle im Klosterhof in der Jugendherberg, da haben sie ihre Milch abgegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf dem  Schafhof haben sie einen Haufen von Bauern gehabt, die Männer sind oft ins Geschäft gegangen und die Frauen haben die Kühe gemolken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Die „Kobas“ haben einen Leiterwagen und ein Pferd gehabt, da hat er die Milch eingesammelt von denen die keine Fahrgelegenheit hatten und hat sie reingefahren in den Klosterhof zu der Sammelstelle. Dann kamen früher noch die riesengroßen Gefriertruhen.  Da konnte man sich ein Gefrierfach mieten und konnte Sachen zum Gefrieren reingeben, das war dann in den 50ger Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Milchmarken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Im Krieg und auch nach dem Krieg, da hatte man vom Rathaus so Marken Milchmarken gekriegt für Familien mit Kindern, wie Lebensmittelmarken. Die Milch wurde aber entrahmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Schulspeis&#039; ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Nach dem Krieg ist auch die Schulspeis&#039; gewesen. In dem Knapp-Bader Haus &amp;lt;ref&amp;gt; Füllensgasse 9 &amp;lt;/ref&amp;gt; ist unsere Schulspeis&#039; gewesen, in der Garage untendrin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Aber das bleibt mir ewig ein Rätsel wie die das ausgewählt haben wer die Schulspeis&#039; kriegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZurückButton|Portal_Museum_auf_dem_Schafhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Gastronomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203198</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
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		<updated>2023-04-19T14:46:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2005 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Martin Ehlers in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.1, Maulbronn 2012, S.235 ff &amp;lt;/ref&amp;gt; von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Adler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Ochsen ===&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grüner Baum, Germania &amp;amp; Sonne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtshäuser im Klosterhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Hirsch und das Hotel Klosterpost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Badische Hof und die Liebe zum Viertele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Scheffelhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cafe Langsam ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Stadtbahnhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der Stadtbahnhof, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zu Hechtsee ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter westlich dann war lange nichts und dann war da unten am Hechtsee, das war ein Klostersee, beim Kreisel geht gleich rechts ein Weg rein, da war das das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hechtsee“&#039;&#039;&#039; das hat die Familie Gauss bis in die 30iger Jahre  bewirtschaftet. Dann hat es eine Familie Rapp übernommen. Der letzte Sohn ist vor ein paar Jahren gestorben. Aber der hat nur eine Besenwirtschaft gemacht. Das war das „Gasthaus zum Hechtsee“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bahnhofswirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Dann war draußen in Maulbronn-West die Bahnhofswirtschaft. Da war dann bis nach dem 2. Weltkrieg eine Frau Menzle druff. Danach war da ein Bahnhofsvorsteher Stockinger, der hat die Bahnhofswirtschaft übernommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntags – wenn die Mutter gekocht hat, hat der Vater gesagt, kommt Kinder wir machen einen Spaziergang und da sind wir den Bahnweg entlang von Maulbronn Stadt nach Maulbronn-West gelaufen.  Da haben wir Kinder, meine Schwester und ich, eine rote Limonade von Adolf Sommer Getränke bekommen und zusammen eine Knackwurst. Dann sind wir wieder heimgelaufen. Das war Himbeersaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Getränkehandel Sommer war am Bahnhof, die Hölderlinstraße runter auf der rechten Seite bevors dann zur Hauptstraße runter geht, ein Haus vor dem Eckhaus da war der Getränkehandel Sommer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Fernsehen und seinen Folgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Ja, die Leut` sind ins Gasthaus gegangen. Da hat es noch kein Fernsehen gegeben und dann sind die Leute, wenn sie ein Amüsement haben wollten, abends oder am Wochenende in ein Gasthaus gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern von Marga haben als erste einen Fernseher in Maulbronn bekommen. So etwa 1952. Da hat auch der Buchdrucker Meier ein Fernsehgerät gehabt, weil ich da als 12jähriger Bub die Hochzeit von der Queen Elisabeth gesehen habe. In schwarz - weiß, ist es auf Röhrenfernseher übertragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Kurze Zeit später gab es dann so einen Filter, der war oben blau in der Mitte rot, unten grün. Den konnte man auf die schwarzweiß Fernseher aufkleben Das war dann wie ein buntes Fernsehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß noch, da ist ja bei der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz der Albert Goppes beim Fußball gucken gestorben. Er hat noch in Diefenbach  bei seiner Geliebten die Wohnung eingerichtet und ist dann mittags in den Stadtbahnhof reingekommen, Fussballgucken. Da ist er dann vom Stuhl gefallen und war tot.  Zufällig war der Doktor Ullmann auch in dem Gasthaus oder man musste ihn holen und der hat dann den Tod festgestellt. Das war sehr sehr aufregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Stadtbad ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Emilie Reutter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Das Stadtbad wurde 1925 errichtet &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Andreas Felche in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.2, Maulbronn 2012, S.102 f &amp;lt;/ref&amp;gt; Meine Schwiegermutter Emilie Reutter, geb. Scheffel ist am 30 Mai 1907 in Maulbronn geboren. Sie war ja 1939 als der Krieg begann in Stuttgart. Beim Oberpostrat war sie Dienstmagd gewesen. Mein Mann ist 1936 geboren und ist mit 3 Jahren nach Maulbronn gekommen. Dann hat sie 40 Jahr das Bad verwaltet.Ja, nur meine Schwiegermutter hat das Bad geführt. Nach jedem Badegast die Wanne putze, Badekarte und verkaufen im Zehnerpack oder einzeln. Sie hat es entwertet durch Einreißen. Ich habe sie zweimal bei Krankheit vertreten. Wir haben nicht so viel geschwätzt. Vielleicht hatte sie Angst, sie versaut sich ihre Kundschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Haus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hat dann noch die Wohnung über das Stadtbad genommen. Oben drüber war auch noch eine Wohnung. Das heißt es waren nur mehr oder weniger einzelne Zimmer, und wenn man die Treppe hoch ging waren da 2 Wohnungen, rechts hat meine Schwiegermutter gewohnt und links die beiden Jungs. Vorher haben die Weimer drin gewohnt. Da haben im Dachgeschoss rechts und links ein oder zwei Zimmer noch dazu gehört. Das waren dann keine Wohnung gewesen, sondern einzelne Zimmer mit Speisekammer. Da hat mein Mann oben geschlafen.  Der hat da oben geschlafen und daneben noch so eine Art Speisekammer oder Vorraum, der war noch dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Das war ja früher so, dass Wohnungen in der Stadt unter dem Dach noch Dachkammern hatten für Dienstmädchen oder andere Bedienstete oder die Kinder. Da haben die Kinder ausweichen müssen, die Wohnungen waren ja nicht so großzügig gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Bad ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Die Duschen und Wannen waren im Erdgeschoß wenn man ums Haus in den Hof geht, unter den Wohnungen. Drei Duschen und 5 Wannenbäder. Wenn man rein ging -  linke Seite - 2 Duschen dann waren 4 Wannenbäder, direkt drauf zugegangen, dann kam ein kleiner Kellerraum. Zwei Stufen herum, wo die Handtücher und Kasse war. Die Leute haben ihre Badetücher mitgebracht und wenn sie keine hatten, haben sie die von der Schwiegermutter gegen einen Obulus bekommen. Dann ging es links rum, da gab es riesengroße Eckwanne und noch einmal eine Dusche.  Die Duschen waren abgetrennt durch feste Wände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Originale und andere Zeitgenossen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sattler Prost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Nach dem Friseur Sailer das nächste Haus, da war der Sattler Prost. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Da hat meine Mutter nach dem Krieg Schweinsleder gerettet. Daraus hat der Prost 1946 zur Einschulung einen Ranzen gemacht. Da hat es ausgesehen in der Werkstatt - alles mögliche. Den Ranzen habe ich mein ganzes Leben gehabt und und da hat man später eine Aktentasche drausgemacht, mit einem Henkel. Bis zum Abitur hab ich den Ranzen gehabt; so gut vernäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von den Kobas&#039;, der Milch und der Sammelstelle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Und der Koba, mit seinem kleinen Wägele, der hat Milch gefahren, mit seiner Frau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF Nach dem Krieg bei Eis und Schnee und Hitze mit einem Planwagen und einem alten weißen Schimmel haben die jeden Tag Milch ausgefahren. Beim Krüger sein Vater  haben die gewohnt. Und die haben Koba  gehießen, Hans Koba. Später haben sie ein Milchlädle gehabt. Neben dem heutigen Dönerladen. Nicht bei dem Schreiblädle, das Haus davor,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR.: Früher in der Kindheit in der Jugendherberge war unten drin die Milchsammelstelle im Klosterhof in der Jugendherberg, da haben sie ihre Milch abgegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf dem  Schafhof haben sie einen Haufen von Bauern gehabt, die Männer sind oft ins Geschäft gegangen und die Frauen haben die Kühe gemolken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Die „Kobas“ haben einen Leiterwagen und ein Pferd gehabt, da hat er die Milch eingesammelt von denen die keine Fahrgelegenheit hatten und hat sie reingefahren in den Klosterhof zu der Sammelstelle. Dann kamen früher noch die riesengroßen Gefriertruhen.  Da konnte man sich ein Gefrierfach mieten und konnte Sachen zum Gefrieren reingeben, das war dann in den 50ger Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Milchmarken ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Im Krieg und auch nach dem Krieg, da hatte man vom Rathaus so Marken Milchmarken gekriegt für Familien mit Kindern, wie Lebensmittelmarken. Die Milch wurde aber entrahmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Schulspeis&#039; ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Nach dem Krieg ist auch die Schulspeis&#039; gewesen. In dem Knapp-Bader Haus ist unsere Schulspeis&#039; gewesen, in der Garage untendrin.&lt;br /&gt;
KF: Aber das bleibt mir ewig ein Rätsel wie die das ausgewählt haben wer Schulspeis&#039; kriegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZurückButton|Portal_Museum_auf_dem_Schafhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Gastronomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203196</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203196"/>
		<updated>2023-04-19T14:13:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: /* Von den Kobas&amp;#039;, der Milch und der Sammelstelle */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2005 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Martin Ehlers in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.1, Maulbronn 2012, S.235 ff &amp;lt;/ref&amp;gt; von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Adler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Ochsen ===&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grüner Baum, Germania &amp;amp; Sonne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtshäuser im Klosterhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Hirsch und das Hotel Klosterpost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Badische Hof und die Liebe zum Viertele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Scheffelhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cafe Langsam ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Stadtbahnhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der Stadtbahnhof, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zu Hechtsee ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter westlich dann war lange nichts und dann war da unten am Hechtsee, das war ein Klostersee, beim Kreisel geht gleich rechts ein Weg rein, da war das das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hechtsee“&#039;&#039;&#039; das hat die Familie Gauss bis in die 30iger Jahre  bewirtschaftet. Dann hat es eine Familie Rapp übernommen. Der letzte Sohn ist vor ein paar Jahren gestorben. Aber der hat nur eine Besenwirtschaft gemacht. Das war das „Gasthaus zum Hechtsee“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bahnhofswirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Dann war draußen in Maulbronn-West die Bahnhofswirtschaft. Da war dann bis nach dem 2. Weltkrieg eine Frau Menzle druff. Danach war da ein Bahnhofsvorsteher Stockinger, der hat die Bahnhofswirtschaft übernommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntags – wenn die Mutter gekocht hat, hat der Vater gesagt, kommt Kinder wir machen einen Spaziergang und da sind wir den Bahnweg entlang von Maulbronn Stadt nach Maulbronn-West gelaufen.  Da haben wir Kinder, meine Schwester und ich, eine rote Limonade von Adolf Sommer Getränke bekommen und zusammen eine Knackwurst. Dann sind wir wieder heimgelaufen. Das war Himbeersaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Getränkehandel Sommer war am Bahnhof, die Hölderlinstraße runter auf der rechten Seite bevors dann zur Hauptstraße runter geht, ein Haus vor dem Eckhaus da war der Getränkehandel Sommer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Fernsehen und seinen Folgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Ja, die Leut` sind ins Gasthaus gegangen. Da hat es noch kein Fernsehen gegeben und dann sind die Leute, wenn sie ein Amüsement haben wollten, abends oder am Wochenende in ein Gasthaus gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern von Marga haben als erste einen Fernseher in Maulbronn bekommen. So etwa 1952. Da hat auch der Buchdrucker Meier ein Fernsehgerät gehabt, weil ich da als 12jähriger Bub die Hochzeit von der Queen Elisabeth gesehen habe. In schwarz - weiß, ist es auf Röhrenfernseher übertragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Kurze Zeit später gab es dann so einen Filter, der war oben blau in der Mitte rot, unten grün. Den konnte man auf die schwarzweiß Fernseher aufkleben Das war dann wie ein buntes Fernsehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß noch, da ist ja bei der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz der Albert Goppes beim Fußball gucken gestorben. Er hat noch in Diefenbach  bei seiner Geliebten die Wohnung eingerichtet und ist dann mittags in den Stadtbahnhof reingekommen, Fussballgucken. Da ist er dann vom Stuhl gefallen und war tot.  Zufällig war der Doktor Ullmann auch in dem Gasthaus oder man musste ihn holen und der hat dann den Tod festgestellt. Das war sehr sehr aufregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Stadtbad ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Emilie Reutter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Das Stadtbad wurde 1925 errichtet &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Andreas Felche in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.2, Maulbronn 2012, S.102 f &amp;lt;/ref&amp;gt; Meine Schwiegermutter Emilie Reutter, geb. Scheffel ist am 30 Mai 1907 in Maulbronn geboren. Sie war ja 1939 als der Krieg begann in Stuttgart. Beim Oberpostrat war sie Dienstmagd gewesen. Mein Mann ist 1936 geboren und ist mit 3 Jahren nach Maulbronn gekommen. Dann hat sie 40 Jahr das Bad verwaltet.Ja, nur meine Schwiegermutter hat das Bad geführt. Nach jedem Badegast die Wanne putze, Badekarte und verkaufen im Zehnerpack oder einzeln. Sie hat es entwertet durch Einreißen. Ich habe sie zweimal bei Krankheit vertreten. Wir haben nicht so viel geschwätzt. Vielleicht hatte sie Angst, sie versaut sich ihre Kundschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Haus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hat dann noch die Wohnung über das Stadtbad genommen. Oben drüber war auch noch eine Wohnung. Das heißt es waren nur mehr oder weniger einzelne Zimmer, und wenn man die Treppe hoch ging waren da 2 Wohnungen, rechts hat meine Schwiegermutter gewohnt und links die beiden Jungs. Vorher haben die Weimer drin gewohnt. Da haben im Dachgeschoss rechts und links ein oder zwei Zimmer noch dazu gehört. Das waren dann keine Wohnung gewesen, sondern einzelne Zimmer mit Speisekammer. Da hat mein Mann oben geschlafen.  Der hat da oben geschlafen und daneben noch so eine Art Speisekammer oder Vorraum, der war noch dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Das war ja früher so, dass Wohnungen in der Stadt unter dem Dach noch Dachkammern hatten für Dienstmädchen oder andere Bedienstete oder die Kinder. Da haben die Kinder ausweichen müssen, die Wohnungen waren ja nicht so großzügig gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Bad ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Die Duschen und Wannen waren im Erdgeschoß wenn man ums Haus in den Hof geht, unter den Wohnungen. Drei Duschen und 5 Wannenbäder. Wenn man rein ging -  linke Seite - 2 Duschen dann waren 4 Wannenbäder, direkt drauf zugegangen, dann kam ein kleiner Kellerraum. Zwei Stufen herum, wo die Handtücher und Kasse war. Die Leute haben ihre Badetücher mitgebracht und wenn sie keine hatten, haben sie die von der Schwiegermutter gegen einen Obulus bekommen. Dann ging es links rum, da gab es riesengroße Eckwanne und noch einmal eine Dusche.  Die Duschen waren abgetrennt durch feste Wände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Originale und andere Zeitgenossen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sattler Prost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Nach dem Friseur Sailer das nächste Haus, da war der Sattler Prost. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Da hat meine Mutter nach dem Krieg Schweinsleder gerettet. Daraus hat der Prost 1946 zur Einschulung einen Ranzen gemacht. Da hat es ausgesehen in der Werkstatt - alles mögliche. Den Ranzen habe ich mein ganzes Leben gehabt und und da hat man später eine Aktentasche drausgemacht, mit einem Henkel. Bis zum Abitur hab ich den Ranzen gehabt; so gut vernäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von den Kobas&#039;, der Milch und der Sammelstelle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Und der Koba, mit seinem kleinen Wägele, der hat Milch gefahren, mit seiner Frau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF Nach dem Krieg bei Eis und Schnee und Hitze mit einem Planwagen und einem alten weißen Schimmel haben die jeden Tag Milch ausgefahren. Beim Krüger sein Vater  haben die gewohnt. Und die haben Koba  gehießen, Hans Koba. Später haben sie ein Milchlädle gehabt. Neben dem heutigen Dönerladen. Nicht bei dem Schreiblädle, das Haus davor,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR.: Früher in der Kindheit in der Jugendherberge war unten drin die Milchsammelstelle im Klosterhof in der Jugendherberg, da haben sie ihre Milch abgegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf dem  Schafhof haben sie einen Haufen von Bauern gehabt, die Männer sind oft ins Geschäft gegangen und die Frauen haben die Kühe gemolken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Die „Kobas“ haben einen Leiterwagen und ein Pferd gehabt, da hat er die Milch eingesammelt von denen die keine Fahrgelegenheit hatten und hat sie reingefahren in den Klosterhof zu der Sammelstelle. Dann kamen früher noch die riesengroßen Gefriertruhen.  Da konnte man sich ein Gefrierfach mieten und konnte Sachen zum Gefrieren reingeben, das war dann in den 50ger Jahren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZurückButton|Portal_Museum_auf_dem_Schafhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Gastronomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203037</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
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		<updated>2023-04-02T16:56:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2005 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Martin Ehlers in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.1, Maulbronn 2012, S.235 ff &amp;lt;/ref&amp;gt; von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Adler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Ochsen ===&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grüner Baum, Germania &amp;amp; Sonne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtshäuser im Klosterhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Hirsch und das Hotel Klosterpost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Badische Hof und die Liebe zum Viertele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Scheffelhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cafe Langsam ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Stadtbahnhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der Stadtbahnhof, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zu Hechtsee ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter westlich dann war lange nichts und dann war da unten am Hechtsee, das war ein Klostersee, beim Kreisel geht gleich rechts ein Weg rein, da war das das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hechtsee“&#039;&#039;&#039; das hat die Familie Gauss bis in die 30iger Jahre  bewirtschaftet. Dann hat es eine Familie Rapp übernommen. Der letzte Sohn ist vor ein paar Jahren gestorben. Aber der hat nur eine Besenwirtschaft gemacht. Das war das „Gasthaus zum Hechtsee“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bahnhofswirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Dann war draußen in Maulbronn-West die Bahnhofswirtschaft. Da war dann bis nach dem 2. Weltkrieg eine Frau Menzle druff. Danach war da ein Bahnhofsvorsteher Stockinger, der hat die Bahnhofswirtschaft übernommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntags – wenn die Mutter gekocht hat, hat der Vater gesagt, kommt Kinder wir machen einen Spaziergang und da sind wir den Bahnweg entlang von Maulbronn Stadt nach Maulbronn-West gelaufen.  Da haben wir Kinder, meine Schwester und ich, eine rote Limonade von Adolf Sommer Getränke bekommen und zusammen eine Knackwurst. Dann sind wir wieder heimgelaufen. Das war Himbeersaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Getränkehandel Sommer war am Bahnhof, die Hölderlinstraße runter auf der rechten Seite bevors dann zur Hauptstraße runter geht, ein Haus vor dem Eckhaus da war der Getränkehandel Sommer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Fernsehen und seinen Folgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Ja, die Leut` sind ins Gasthaus gegangen. Da hat es noch kein Fernsehen gegeben und dann sind die Leute, wenn sie ein Amüsement haben wollten, abends oder am Wochenende in ein Gasthaus gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern von Marga haben als erste einen Fernseher in Maulbronn bekommen. So etwa 1952. Da hat auch der Buchdrucker Meier ein Fernsehgerät gehabt, weil ich da als 12jähriger Bub die Hochzeit von der Queen Elisabeth gesehen habe. In schwarz - weiß, ist es auf Röhrenfernseher übertragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Kurze Zeit später gab es dann so einen Filter, der war oben blau in der Mitte rot, unten grün. Den konnte man auf die schwarzweiß Fernseher aufkleben Das war dann wie ein buntes Fernsehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß noch, da ist ja bei der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz der Albert Goppes beim Fußball gucken gestorben. Er hat noch in Diefenbach  bei seiner Geliebten die Wohnung eingerichtet und ist dann mittags in den Stadtbahnhof reingekommen, Fussballgucken. Da ist er dann vom Stuhl gefallen und war tot.  Zufällig war der Doktor Ullmann auch in dem Gasthaus oder man musste ihn holen und der hat dann den Tod festgestellt. Das war sehr sehr aufregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Stadtbad ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Emilie Reutter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Das Stadtbad wurde 1925 errichtet &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Andreas Felche in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.2, Maulbronn 2012, S.102 f &amp;lt;/ref&amp;gt; Meine Schwiegermutter Emilie Reutter, geb. Scheffel ist am 30 Mai 1907 in Maulbronn geboren. Sie war ja 1939 als der Krieg begann in Stuttgart. Beim Oberpostrat war sie Dienstmagd gewesen. Mein Mann ist 1936 geboren und ist mit 3 Jahren nach Maulbronn gekommen. Dann hat sie 40 Jahr das Bad verwaltet.Ja, nur meine Schwiegermutter hat das Bad geführt. Nach jedem Badegast die Wanne putze, Badekarte und verkaufen im Zehnerpack oder einzeln. Sie hat es entwertet durch Einreißen. Ich habe sie zweimal bei Krankheit vertreten. Wir haben nicht so viel geschwätzt. Vielleicht hatte sie Angst, sie versaut sich ihre Kundschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Haus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hat dann noch die Wohnung über das Stadtbad genommen. Oben drüber war auch noch eine Wohnung. Das heißt es waren nur mehr oder weniger einzelne Zimmer, und wenn man die Treppe hoch ging waren da 2 Wohnungen, rechts hat meine Schwiegermutter gewohnt und links die beiden Jungs. Vorher haben die Weimer drin gewohnt. Da haben im Dachgeschoss rechts und links ein oder zwei Zimmer noch dazu gehört. Das waren dann keine Wohnung gewesen, sondern einzelne Zimmer mit Speisekammer. Da hat mein Mann oben geschlafen.  Der hat da oben geschlafen und daneben noch so eine Art Speisekammer oder Vorraum, der war noch dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Das war ja früher so, dass Wohnungen in der Stadt unter dem Dach noch Dachkammern hatten für Dienstmädchen oder andere Bedienstete oder die Kinder. Da haben die Kinder ausweichen müssen, die Wohnungen waren ja nicht so großzügig gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Bad ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Die Duschen und Wannen waren im Erdgeschoß wenn man ums Haus in den Hof geht, unter den Wohnungen. Drei Duschen und 5 Wannenbäder. Wenn man rein ging -  linke Seite - 2 Duschen dann waren 4 Wannenbäder, direkt drauf zugegangen, dann kam ein kleiner Kellerraum. Zwei Stufen herum, wo die Handtücher und Kasse war. Die Leute haben ihre Badetücher mitgebracht und wenn sie keine hatten, haben sie die von der Schwiegermutter gegen einen Obulus bekommen. Dann ging es links rum, da gab es riesengroße Eckwanne und noch einmal eine Dusche.  Die Duschen waren abgetrennt durch feste Wände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Originale und andere Zeitgenossen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sattler Prost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Nach dem Friseur Sailer das nächste Haus, da war der Sattler Prost. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Da hat meine Mutter nach dem Krieg Schweinsleder gerettet. Daraus hat der Prost 1946 zur Einschulung einen Ranzen gemacht. Da hat es ausgesehen in der Werkstatt - alles mögliche. Den Ranzen habe ich mein ganzes Leben gehabt und und da hat man später eine Aktentasche drausgemacht, mit einem Henkel. Bis zum Abitur hab ich den Ranzen gehabt; so gut vernäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Von den Kobas&#039;, der Milch und der Sammelstelle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Und der Koba, mit seinem kleinen Wägele, der hat Milch gefahren, mit seiner Frau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF Nach dem Krieg bei Eis und Schnee und Hitze mit einem Planwagen und einem alten weißen Schimmel haben die jeden Tag Milch ausgefahren. Beim Krüger sein Vater  haben die gewohnt. Und die haben Koba  gehießen, Hans Koba. Später haben sie ein Milchlädle gehabt. Neben dem heutigen Dönerladen. Nicht bei dem Schreiblädle, das Haus davor,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR.: Früher in der Kindheit in der Jugendherberge war unten drin die Milchsammelstelle im Klosterhof in der Jugendherberg, da haben sie ihre Milch abgegeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf dem  Schafhof haben sie einen Haufen von Bauern gehabt, die Männer sind oft ins Geschäft gegangen und die Frauen haben die Kühe gemolken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Die „Kobas“ haben einen Leiterwagen und ein Pferd gehabt, da hat er die Milch eingesammelt von denen die keine Fahrgelegenheit hatten und hat sie reingefahren in den Klosterhof zu der Sammelstelle. Dann kamen früher noch die riesengroßen Gefriertruhen.  Da konnte man sich ein Gefrierfach mieten und konnte Sachen zum Gefrieren reingeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZurückButton|Portal_Museum_auf_dem_Schafhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Gastronomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203035</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203035"/>
		<updated>2023-04-02T09:46:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: /* Das Stadtbad */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2005 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Martin Ehlers in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.1, Maulbronn 2012, S.235 ff &amp;lt;/ref&amp;gt; von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Adler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Ochsen ===&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grüner Baum, Germania &amp;amp; Sonne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtshäuser im Klosterhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Hirsch und das Hotel Klosterpost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Badische Hof und die Liebe zum Viertele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Scheffelhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cafe Langsam ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Stadtbahnhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der Stadtbahnhof, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zu Hechtsee ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter westlich dann war lange nichts und dann war da unten am Hechtsee, das war ein Klostersee, beim Kreisel geht gleich rechts ein Weg rein, da war das das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hechtsee“&#039;&#039;&#039; das hat die Familie Gauss bis in die 30iger Jahre  bewirtschaftet. Dann hat es eine Familie Rapp übernommen. Der letzte Sohn ist vor ein paar Jahren gestorben. Aber der hat nur eine Besenwirtschaft gemacht. Das war das „Gasthaus zum Hechtsee“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bahnhofswirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Dann war draußen in Maulbronn-West die Bahnhofswirtschaft. Da war dann bis nach dem 2. Weltkrieg eine Frau Menzle druff. Danach war da ein Bahnhofsvorsteher Stockinger, der hat die Bahnhofswirtschaft übernommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntags – wenn die Mutter gekocht hat, hat der Vater gesagt, kommt Kinder wir machen einen Spaziergang und da sind wir den Bahnweg entlang von Maulbronn Stadt nach Maulbronn-West gelaufen.  Da haben wir Kinder, meine Schwester und ich, eine rote Limonade von Adolf Sommer Getränke bekommen und zusammen eine Knackwurst. Dann sind wir wieder heimgelaufen. Das war Himbeersaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Getränkehandel Sommer war am Bahnhof, die Hölderlinstraße runter auf der rechten Seite bevors dann zur Hauptstraße runter geht, ein Haus vor dem Eckhaus da war der Getränkehandel Sommer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Fernsehen und seinen Folgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Ja, die Leut` sind ins Gasthaus gegangen. Da hat es noch kein Fernsehen gegeben und dann sind die Leute, wenn sie ein Amüsement haben wollten, abends oder am Wochenende in ein Gasthaus gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern von Marga haben als erste einen Fernseher in Maulbronn bekommen. So etwa 1952. Da hat auch der Buchdrucker Meier ein Fernsehgerät gehabt, weil ich da als 12jähriger Bub die Hochzeit von der Queen Elisabeth gesehen habe. In schwarz - weiß, ist es auf Röhrenfernseher übertragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Kurze Zeit später gab es dann so einen Filter, der war oben blau in der Mitte rot, unten grün. Den konnte man auf die schwarzweiß Fernseher aufkleben Das war dann wie ein buntes Fernsehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß noch, da ist ja bei der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz der Albert Goppes beim Fußball gucken gestorben. Er hat noch in Diefenbach  bei seiner Geliebten die Wohnung eingerichtet und ist dann mittags in den Stadtbahnhof reingekommen, Fussballgucken. Da ist er dann vom Stuhl gefallen und war tot.  Zufällig war der Doktor Ullmann auch in dem Gasthaus oder man musste ihn holen und der hat dann den Tod festgestellt. Das war sehr sehr aufregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Stadtbad ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Emilie Reutter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Das Stadtbad wurde 1925 errichtet &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Andreas Felche in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.2, Maulbronn 2012, S.102 f &amp;lt;/ref&amp;gt; Meine Schwiegermutter Emilie Reutter, geb. Scheffel ist am 30 Mai 1907 in Maulbronn geboren. Sie war ja 1939 als der Krieg begann in Stuttgart. Beim Oberpostrat war sie Dienstmagd gewesen. Mein Mann ist 1936 geboren und ist mit 3 Jahren nach Maulbronn gekommen. Dann hat sie 40 Jahr das Bad verwaltet.Ja, nur meine Schwiegermutter hat das Bad geführt. Nach jedem Badegast die Wanne putze, Badekarte und verkaufen im Zehnerpack oder einzeln. Sie hat es entwertet durch Einreißen. Ich habe sie zweimal bei Krankheit vertreten. Wir haben nicht so viel geschwätzt. Vielleicht hatte sie Angst, sie versaut sich ihre Kundschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Haus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hat dann noch die Wohnung über das Stadtbad genommen. Oben drüber war auch noch eine Wohnung. Das heißt es waren nur mehr oder weniger einzelne Zimmer, und wenn man die Treppe hoch ging waren da 2 Wohnungen, rechts hat meine Schwiegermutter gewohnt und links die beiden Jungs. Vorher haben die Weimer drin gewohnt. Da haben im Dachgeschoss rechts und links ein oder zwei Zimmer noch dazu gehört. Das waren dann keine Wohnung gewesen, sondern einzelne Zimmer mit Speisekammer. Da hat mein Mann oben geschlafen.  Der hat da oben geschlafen und daneben noch so eine Art Speisekammer oder Vorraum, der war noch dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Das war ja früher so, dass Wohnungen in der Stadt unter dem Dach noch Dachkammern hatten für Dienstmädchen oder andere Bedienstete oder die Kinder. Da haben die Kinder ausweichen müssen, die Wohnungen waren ja nicht so großzügig gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Das Bad ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Die Duschen und Wannen waren im Erdgeschoß wenn man ums Haus in den Hof geht, unter den Wohnungen. Drei Duschen und 5 Wannenbäder. Wenn man rein ging -  linke Seite - 2 Duschen dann waren 4 Wannenbäder, direkt drauf zugegangen, dann kam ein kleiner Kellerraum. Zwei Stufen herum, wo die Handtücher und Kasse war. Die Leute haben ihre Badetücher mitgebracht und wenn sie keine hatten, haben sie die von der Schwiegermutter gegen einen Obulus bekommen. Dann ging es links rum, da gab es riesengroße Eckwanne und noch einmal eine Dusche.  Die Duschen waren abgetrennt durch feste Wände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Originale und andere Zeitgenossen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sattler Prost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Nach dem Friseur Sailer das nächste Haus, da war der Sattler Prost. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Da hat meine Mutter nach dem Krieg Schweinsleder gerettet. Daraus hat der Prost 1946 zur Einschulung einen Ranzen gemacht. Da hat es ausgesehen in der Werkstatt - alles mögliche. Den Ranzen habe ich mein ganzes Leben gehabt und und da hat man später eine Aktentasche drausgemacht, mit einem Henkel. Bis zum Abitur hab ich den Ranzen gehabt; so gut vernäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZurückButton|Portal_Museum_auf_dem_Schafhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Gastronomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203029</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
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		<updated>2023-04-01T16:16:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2005 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Martin Ehlers in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.1, Maulbronn 2012, S.235 ff &amp;lt;/ref&amp;gt; von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Adler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Ochsen ===&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grüner Baum, Germania &amp;amp; Sonne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtshäuser im Klosterhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Hirsch und das Hotel Klosterpost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Badische Hof und die Liebe zum Viertele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Scheffelhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cafe Langsam ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Stadtbahnhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der Stadtbahnhof, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zu Hechtsee ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter westlich dann war lange nichts und dann war da unten am Hechtsee, das war ein Klostersee, beim Kreisel geht gleich rechts ein Weg rein, da war das das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hechtsee“&#039;&#039;&#039; das hat die Familie Gauss bis in die 30iger Jahre  bewirtschaftet. Dann hat es eine Familie Rapp übernommen. Der letzte Sohn ist vor ein paar Jahren gestorben. Aber der hat nur eine Besenwirtschaft gemacht. Das war das „Gasthaus zum Hechtsee“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bahnhofswirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Dann war draußen in Maulbronn-West die Bahnhofswirtschaft. Da war dann bis nach dem 2. Weltkrieg eine Frau Menzle druff. Danach war da ein Bahnhofsvorsteher Stockinger, der hat die Bahnhofswirtschaft übernommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntags – wenn die Mutter gekocht hat, hat der Vater gesagt, kommt Kinder wir machen einen Spaziergang und da sind wir den Bahnweg entlang von Maulbronn Stadt nach Maulbronn-West gelaufen.  Da haben wir Kinder, meine Schwester und ich, eine rote Limonade von Adolf Sommer Getränke bekommen und zusammen eine Knackwurst. Dann sind wir wieder heimgelaufen. Das war Himbeersaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Getränkehandel Sommer war am Bahnhof, die Hölderlinstraße runter auf der rechten Seite bevors dann zur Hauptstraße runter geht, ein Haus vor dem Eckhaus da war der Getränkehandel Sommer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Fernsehen und seinen Folgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Ja, die Leut` sind ins Gasthaus gegangen. Da hat es noch kein Fernsehen gegeben und dann sind die Leute, wenn sie ein Amüsement haben wollten, abends oder am Wochenende in ein Gasthaus gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern von Marga haben als erste einen Fernseher in Maulbronn bekommen. So etwa 1952. Da hat auch der Buchdrucker Meier ein Fernsehgerät gehabt, weil ich da als 12jähriger Bub die Hochzeit von der Queen Elisabeth gesehen habe. In schwarz - weiß, ist es auf Röhrenfernseher übertragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Kurze Zeit später gab es dann so einen Filter, der war oben blau in der Mitte rot, unten grün. Den konnte man auf die schwarzweiß Fernseher aufkleben Das war dann wie ein buntes Fernsehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß noch, da ist ja bei der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz der Albert Goppes beim Fußball gucken gestorben. Er hat noch in Diefenbach  bei seiner Geliebten die Wohnung eingerichtet und ist dann mittags in den Stadtbahnhof reingekommen, Fussballgucken. Da ist er dann vom Stuhl gefallen und war tot.  Zufällig war der Doktor Ullmann auch in dem Gasthaus oder man musste ihn holen und der hat dann den Tod festgestellt. Das war sehr sehr aufregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Stadtbad ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Das Stadtbad wurde 1925 errichtet &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Andreas Felche in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.2, Maulbronn 2012, S.102 f &amp;lt;/ref&amp;gt; Meine Schwiegermutter Emilie Reutter, geb. Scheffel ist am 30 Mai 1907 in Maulbronn geboren. Sie war ja 1939 als der Krieg begann in Stuttgart. Beim Oberpostrat war sie Dienstmagd gewesen. Mein Mann ist 1936 geboren und ist mit 3 Jahren nach Maulbronn gekommen. Dann hat sie 40 Jahr das Bad verwaltet.Ja, nur meine Schwiegermutter hat das Bad geführt. Nach jedem Badegast die Wanne putze, Badekarte und verkaufen im Zehnerpack oder einzeln. Sie hat es entwertet durch Einreißen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hat dann noch die Wohnung über das Stadtbad genommen. Oben drüber war auch noch eine Wohnung. Das heißt es waren nur mehr oder weniger einzelne Zimmer, und wenn man die Treppe hoch ging waren da 2 Wohnungen, rechts hat meine Schwiegermutter gewohnt und links die beiden Jungs. Vorher haben die Weimer drin gewohnt. Da haben im Dachgeschoss rechts und links ein oder zwei Zimmer noch dazu gehört. Das waren dann keine Wohnung gewesen, sondern einzelne Zimmer mit Speisekammer. Da hat mein Mann oben geschlafen.  Der hat da oben geschlafen und daneben noch so eine Art Speisekammer oder Vorraum, der war noch dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Das war ja früher so, dass Wohnungen in der Stadt unter dem Dach noch Dachkammern hatten für Dienstmädchen oder andere Bedienstete oder die Kinder. Da haben die Kinder ausweichen müssen, die Wohnungen waren ja nicht so großzügig gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Die Duschen und Wannen waren im Erdgeschoß wenn man ums Haus in den Hof geht, unter den Wohnungen. Drei Duschen und 5 Wannenbäder. Wenn man rein ging -  linke Seite - 2 Duschen dann waren 4 Wannenbäder, direkt drauf zugegangen, dann kam ein kleiner Kellerraum. Zwei Stufen herum, wo die Handtücher und Kasse war. Die Leute haben ihre Badetücher mitgebracht und wenn sie keine hatten, haben sie die von der Schwiegermutter gegen einen Obulus bekommen. Dann ging es links rum, da gab es riesengroße Eckwanne und noch einmal eine Dusche.  Die Duschen waren abgetrennt durch feste Wände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich habe sie zweimal bei Krankheit vertreten. Wir haben nicht so viel geschwätzt. Vielleicht hatte sie Angst, sie versaut sich ihre Kundschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Originale und andere Zeitgenossen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sattler Prost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Nach dem Friseur Sailer das nächste Haus, da war der Sattler Prost. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Da hat meine Mutter nach dem Krieg Schweinsleder gerettet. Daraus hat der Prost 1946 zur Einschulung einen Ranzen gemacht. Da hat es ausgesehen in der Werkstatt - alles mögliche. Den Ranzen habe ich mein ganzes Leben gehabt und und da hat man später eine Aktentasche drausgemacht, mit einem Henkel. Bis zum Abitur hab ich den Ranzen gehabt; so gut vernäht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZurückButton|Portal_Museum_auf_dem_Schafhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Gastronomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203028</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203028"/>
		<updated>2023-04-01T15:56:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: /* Das Stadtbad */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2005 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Martin Ehlers in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.1, Maulbronn 2012, S.235 ff &amp;lt;/ref&amp;gt; von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Adler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Ochsen ===&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grüner Baum, Germania &amp;amp; Sonne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtshäuser im Klosterhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Hirsch und das Hotel Klosterpost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Badische Hof und die Liebe zum Viertele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Scheffelhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cafe Langsam ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Stadtbahnhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der Stadtbahnhof, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zu Hechtsee ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter westlich dann war lange nichts und dann war da unten am Hechtsee, das war ein Klostersee, beim Kreisel geht gleich rechts ein Weg rein, da war das das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hechtsee“&#039;&#039;&#039; das hat die Familie Gauss bis in die 30iger Jahre  bewirtschaftet. Dann hat es eine Familie Rapp übernommen. Der letzte Sohn ist vor ein paar Jahren gestorben. Aber der hat nur eine Besenwirtschaft gemacht. Das war das „Gasthaus zum Hechtsee“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bahnhofswirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Dann war draußen in Maulbronn-West die Bahnhofswirtschaft. Da war dann bis nach dem 2. Weltkrieg eine Frau Menzle druff. Danach war da ein Bahnhofsvorsteher Stockinger, der hat die Bahnhofswirtschaft übernommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntags – wenn die Mutter gekocht hat, hat der Vater gesagt, kommt Kinder wir machen einen Spaziergang und da sind wir den Bahnweg entlang von Maulbronn Stadt nach Maulbronn-West gelaufen.  Da haben wir Kinder, meine Schwester und ich, eine rote Limonade von Adolf Sommer Getränke bekommen und zusammen eine Knackwurst. Dann sind wir wieder heimgelaufen. Das war Himbeersaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Getränkehandel Sommer war am Bahnhof, die Hölderlinstraße runter auf der rechten Seite bevors dann zur Hauptstraße runter geht, ein Haus vor dem Eckhaus da war der Getränkehandel Sommer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Fernsehen und seinen Folgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Ja, die Leut` sind ins Gasthaus gegangen. Da hat es noch kein Fernsehen gegeben und dann sind die Leute, wenn sie ein Amüsement haben wollten, abends oder am Wochenende in ein Gasthaus gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern von Marga haben als erste einen Fernseher in Maulbronn bekommen. So etwa 1952. Da hat auch der Buchdrucker Meier ein Fernsehgerät gehabt, weil ich da als 12jähriger Bub die Hochzeit von der Queen Elisabeth gesehen habe. In schwarz - weiß, ist es auf Röhrenfernseher übertragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Kurze Zeit später gab es dann so einen Filter, der war oben blau in der Mitte rot, unten grün. Den konnte man auf die schwarzweiß Fernseher aufkleben Das war dann wie ein buntes Fernsehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß noch, da ist ja bei der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz der Albert Goppes beim Fußball gucken gestorben. Er hat noch in Diefenbach  bei seiner Geliebten die Wohnung eingerichtet und ist dann mittags in den Stadtbahnhof reingekommen, Fussballgucken. Da ist er dann vom Stuhl gefallen und war tot.  Zufällig war der Doktor Ullmann auch in dem Gasthaus oder man musste ihn holen und der hat dann den Tod festgestellt. Das war sehr sehr aufregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Stadtbad ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Das Stadtbad wurde 1925 errichtet &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Andreas Felche in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.2, Maulbronn 2012, S.102 f &amp;lt;/ref&amp;gt; Meine Schwiegermutter Emilie Reutter, geb. Scheffel ist am 30 Mai 1907 in Maulbronn geboren. Sie war ja 1939 als der Krieg begann in Stuttgart. Beim Oberpostrat war sie Dienstmagd gewesen. Mein Mann ist 1936 geboren und ist mit 3 Jahren nach Maulbronn gekommen. Dann hat sie 40 Jahr das Bad verwaltet.Ja, nur meine Schwiegermutter hat das Bad geführt. Nach jedem Badegast die Wanne putze, Badekarte und verkaufen im Zehnerpack oder einzeln. Sie hat es entwertet durch Einreißen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hat dann noch die Wohnung über das Stadtbad genommen. Oben drüber war auch noch eine Wohnung. Das heißt es waren nur mehr oder weniger einzelne Zimmer, und wenn man die Treppe hoch ging waren da 2 Wohnungen, rechts hat meine Schwiegermutter gewohnt und links die beiden Jungs. Vorher haben die Weimer drin gewohnt. Da haben im Dachgeschoss rechts und links ein oder zwei Zimmer noch dazu gehört. Das waren dann keine Wohnung gewesen, sondern einzelne Zimmer mit Speisekammer. Da hat mein Mann oben geschlafen.  Der hat da oben geschlafen und daneben noch so eine Art Speisekammer oder Vorraum, der war noch dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Das war ja früher so, dass Wohnungen in der Stadt unter dem Dach noch Dachkammern hatten für Dienstmädchen oder andere Bedienstete oder die Kinder. Da haben die Kinder ausweichen müssen, die Wohnungen waren ja nicht so großzügig gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Die Duschen und Wannen waren im Erdgeschoß wenn man ums Haus in den Hof geht, unter den Wohnungen. Drei Duschen und 5 Wannenbäder. Wenn man rein ging -  linke Seite - 2 Duschen dann waren 4 Wannenbäder, direkt drauf zugegangen, dann kam ein kleiner Kellerraum. Zwei Stufen herum, wo die Handtücher und Kasse war. Die Leute haben ihre Badetücher mitgebracht und wenn sie keine hatten, haben sie die von der Schwiegermutter gegen einen Obulus bekommen. Dann ging es links rum, da gab es riesengroße Eckwanne und noch einmal eine Dusche.  Die Duschen waren abgetrennt durch feste Wände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich habe sie zweimal bei Krankheit vertreten. Wir haben nicht so viel geschwätzt. Vielleicht hatte sie Angst, sie versaut sich ihre Kundschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZurückButton|Portal_Museum_auf_dem_Schafhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Gastronomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203023</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203023"/>
		<updated>2023-03-31T18:30:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: /* Das Stadtbad */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2005 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Martin Ehlers in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.1, Maulbronn 2012, S.235 ff &amp;lt;/ref&amp;gt; von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Adler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Ochsen ===&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grüner Baum, Germania &amp;amp; Sonne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtshäuser im Klosterhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Hirsch und das Hotel Klosterpost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Badische Hof und die Liebe zum Viertele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Scheffelhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cafe Langsam ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Stadtbahnhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der Stadtbahnhof, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zu Hechtsee ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter westlich dann war lange nichts und dann war da unten am Hechtsee, das war ein Klostersee, beim Kreisel geht gleich rechts ein Weg rein, da war das das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hechtsee“&#039;&#039;&#039; das hat die Familie Gauss bis in die 30iger Jahre  bewirtschaftet. Dann hat es eine Familie Rapp übernommen. Der letzte Sohn ist vor ein paar Jahren gestorben. Aber der hat nur eine Besenwirtschaft gemacht. Das war das „Gasthaus zum Hechtsee“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bahnhofswirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Dann war draußen in Maulbronn-West die Bahnhofswirtschaft. Da war dann bis nach dem 2. Weltkrieg eine Frau Menzle druff. Danach war da ein Bahnhofsvorsteher Stockinger, der hat die Bahnhofswirtschaft übernommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntags – wenn die Mutter gekocht hat, hat der Vater gesagt, kommt Kinder wir machen einen Spaziergang und da sind wir den Bahnweg entlang von Maulbronn Stadt nach Maulbronn-West gelaufen.  Da haben wir Kinder, meine Schwester und ich, eine rote Limonade von Adolf Sommer Getränke bekommen und zusammen eine Knackwurst. Dann sind wir wieder heimgelaufen. Das war Himbeersaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Getränkehandel Sommer war am Bahnhof, die Hölderlinstraße runter auf der rechten Seite bevors dann zur Hauptstraße runter geht, ein Haus vor dem Eckhaus da war der Getränkehandel Sommer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Fernsehen und seinen Folgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Ja, die Leut` sind ins Gasthaus gegangen. Da hat es noch kein Fernsehen gegeben und dann sind die Leute, wenn sie ein Amüsement haben wollten, abends oder am Wochenende in ein Gasthaus gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern von Marga haben als erste einen Fernseher in Maulbronn bekommen. So etwa 1952. Da hat auch der Buchdrucker Meier ein Fernsehgerät gehabt, weil ich da als 12jähriger Bub die Hochzeit von der Queen Elisabeth gesehen habe. In schwarz - weiß, ist es auf Röhrenfernseher übertragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Kurze Zeit später gab es dann so einen Filter, der war oben blau in der Mitte rot, unten grün. Den konnte man auf die schwarzweiß Fernseher aufkleben Das war dann wie ein buntes Fernsehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß noch, da ist ja bei der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz der Albert Goppes beim Fußball gucken gestorben. Er hat noch in Diefenbach  bei seiner Geliebten die Wohnung eingerichtet und ist dann mittags in den Stadtbahnhof reingekommen, Fussballgucken. Da ist er dann vom Stuhl gefallen und war tot.  Zufällig war der Doktor Ullmann auch in dem Gasthaus oder man musste ihn holen und der hat dann den Tod festgestellt. Das war sehr sehr aufregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Stadtbad ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Das Stadtbad wurde 1925 errichtet &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Andreas Felche in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.2, Maulbronn 2012, S.102 f &amp;lt;/ref&amp;gt; Meine Schwiegermutter Emilie Reutter, geb. Scheffel ist am 30 Mai 1907 in Maulbronn geboren. Sie war ja 1939 als der Krieg begann in Stuttgart. Beim Oberpostrat war sie Dienstmagd gewesen. Mein Mann ist 1936 geboren und ist mit 3 Jahren nach Maulbronn gekommen. Dann hat sie 40 Jahr das Bad verwaltet.Ja, nur meine Schwiegermutter hat das Bad geführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hat dann noch die Wohnung über das Stadtbad genommen. Oben drüber war auch noch eine Wohnung. Das heißt es waren nur mehr oder weniger einzelne Zimmer, und wenn man die Treppe hoch ging waren da 2 Wohnungen, rechts hat meine Schwiegermutter gewohnt und links die beiden Jungs. Vorher haben die Weimer drin gewohnt. Da haben im Dachgeschoss rechts und links ein oder zwei Zimmer noch dazu gehört. Das waren dann keine Wohnung gewesen, sondern einzelne Zimmer mit Speisekammer. Da hat mein Mann oben geschlafen.  Der hat da oben geschlafen und daneben noch so eine Art Speisekammer oder Vorraum, der war noch dabei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Das war ja früher so, dass Wohnungen in der Stadt unter dem Dach noch Dachkammern hatten für Dienstmädchen oder andere Bedienstete oder die Kinder. Da haben die Kinder ausweichen müssen, die Wohnungen waren ja nicht so großzügig gebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MF: Die Duschen und Wannen waren im Erdgeschoß wenn man ums Haus in den Hof geht, unter den Wohnungen. Drei Duschen und 5 Wannenbäder. Wenn man rein ging -  linke Seite - 2 Duschen dann waren 4 Wannenbäder, direkt drauf zugegangen, dann kam ein kleiner Kellerraum. Zwei Stufen herum, wo die Handtücher und Kasse war. Die Leute haben ihre Badetücher mitgebracht und wenn sie keine hatten, haben sie die von der Schwiegermutter gegen einen Obulus bekommen. Dann ging es links rum, da gab es riesengroße Eckwanne und noch einmal eine Dusche.  Die Duschen waren abgetrennt durch feste Wände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ich habe sie zweimal bei Krankheit vertreten. Wir haben nicht so viel geschwätzt. Vielleicht hatte sie Angst, sie versaut sich ihre Kundschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZurückButton|Portal_Museum_auf_dem_Schafhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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[[Kategorie: Gastronomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203022</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203022"/>
		<updated>2023-03-31T15:37:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2005 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Martin Ehlers in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.1, Maulbronn 2012, S.235 ff &amp;lt;/ref&amp;gt; von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Adler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Ochsen ===&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grüner Baum, Germania &amp;amp; Sonne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtshäuser im Klosterhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Hirsch und das Hotel Klosterpost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Badische Hof und die Liebe zum Viertele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Scheffelhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cafe Langsam ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Stadtbahnhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der Stadtbahnhof, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zu Hechtsee ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter westlich dann war lange nichts und dann war da unten am Hechtsee, das war ein Klostersee, beim Kreisel geht gleich rechts ein Weg rein, da war das das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hechtsee“&#039;&#039;&#039; das hat die Familie Gauss bis in die 30iger Jahre  bewirtschaftet. Dann hat es eine Familie Rapp übernommen. Der letzte Sohn ist vor ein paar Jahren gestorben. Aber der hat nur eine Besenwirtschaft gemacht. Das war das „Gasthaus zum Hechtsee“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bahnhofswirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Dann war draußen in Maulbronn-West die Bahnhofswirtschaft. Da war dann bis nach dem 2. Weltkrieg eine Frau Menzle druff. Danach war da ein Bahnhofsvorsteher Stockinger, der hat die Bahnhofswirtschaft übernommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntags – wenn die Mutter gekocht hat, hat der Vater gesagt, kommt Kinder wir machen einen Spaziergang und da sind wir den Bahnweg entlang von Maulbronn Stadt nach Maulbronn-West gelaufen.  Da haben wir Kinder, meine Schwester und ich, eine rote Limonade von Adolf Sommer Getränke bekommen und zusammen eine Knackwurst. Dann sind wir wieder heimgelaufen. Das war Himbeersaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Getränkehandel Sommer war am Bahnhof, die Hölderlinstraße runter auf der rechten Seite bevors dann zur Hauptstraße runter geht, ein Haus vor dem Eckhaus da war der Getränkehandel Sommer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Fernsehen und seinen Folgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Ja, die Leut` sind ins Gasthaus gegangen. Da hat es noch kein Fernsehen gegeben und dann sind die Leute, wenn sie ein Amüsement haben wollten, abends oder am Wochenende in ein Gasthaus gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern von Marga haben als erste einen Fernseher in Maulbronn bekommen. So etwa 1952. Da hat auch der Buchdrucker Meier ein Fernsehgerät gehabt, weil ich da als 12jähriger Bub die Hochzeit von der Queen Elisabeth gesehen habe. In schwarz - weiß, ist es auf Röhrenfernseher übertragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Kurze Zeit später gab es dann so einen Filter, der war oben blau in der Mitte rot, unten grün. Den konnte man auf die schwarzweiß Fernseher aufkleben Das war dann wie ein buntes Fernsehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß noch, da ist ja bei der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz der Albert Goppes beim Fußball gucken gestorben. Er hat noch in Diefenbach  bei seiner Geliebten die Wohnung eingerichtet und ist dann mittags in den Stadtbahnhof reingekommen, Fussballgucken. Da ist er dann vom Stuhl gefallen und war tot.  Zufällig war der Doktor Ullmann auch in dem Gasthaus oder man musste ihn holen und der hat dann den Tod festgestellt. Das war sehr sehr aufregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Stadtbad ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadtbad wurde 1925 errichtet &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Andreas Felche in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.2, Maulbronn 2012, S.102 f &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZurückButton|Portal_Museum_auf_dem_Schafhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Gastronomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203021</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203021"/>
		<updated>2023-03-31T15:31:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2005 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe &amp;lt;ref&amp;gt; Siehe auch Martin Ehlers in Ehlers/Felche (Hrsg.), Maulbronn Heimatbuch Bd.1, Maulbronn 2012, S.235 ff &amp;lt;/ref&amp;gt; von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Adler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Ochsen ===&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grüner Baum, Germania &amp;amp; Sonne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtshäuser im Klosterhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Hirsch und das Hotel Klosterpost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Badische Hof und die Liebe zum Viertele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Scheffelhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cafe Langsam ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Stadtbahnhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der Stadtbahnhof, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zu Hechtsee ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter westlich dann war lange nichts und dann war da unten am Hechtsee, das war ein Klostersee, beim Kreisel geht gleich rechts ein Weg rein, da war das das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hechtsee“&#039;&#039;&#039; das hat die Familie Gauss bis in die 30iger Jahre  bewirtschaftet. Dann hat es eine Familie Rapp übernommen. Der letzte Sohn ist vor ein paar Jahren gestorben. Aber der hat nur eine Besenwirtschaft gemacht. Das war das „Gasthaus zum Hechtsee“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bahnhofswirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Dann war draußen in Maulbronn-West die Bahnhofswirtschaft. Da war dann bis nach dem 2. Weltkrieg eine Frau Menzle druff. Danach war da ein Bahnhofsvorsteher Stockinger, der hat die Bahnhofswirtschaft übernommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntags – wenn die Mutter gekocht hat, hat der Vater gesagt, kommt Kinder wir machen einen Spaziergang und da sind wir den Bahnweg entlang von Maulbronn Stadt nach Maulbronn-West gelaufen.  Da haben wir Kinder, meine Schwester und ich, eine rote Limonade von Adolf Sommer Getränke bekommen und zusammen eine Knackwurst. Dann sind wir wieder heimgelaufen. Das war Himbeersaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Getränkehandel Sommer war am Bahnhof, die Hölderlinstraße runter auf der rechten Seite bevors dann zur Hauptstraße runter geht, ein Haus vor dem Eckhaus da war der Getränkehandel Sommer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Fernsehen und seinen Folgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Ja, die Leut` sind ins Gasthaus gegangen. Da hat es noch kein Fernsehen gegeben und dann sind die Leute, wenn sie ein Amüsement haben wollten, abends oder am Wochenende in ein Gasthaus gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern von Marga haben als erste einen Fernseher in Maulbronn bekommen. So etwa 1952. Da hat auch der Buchdrucker Meier ein Fernsehgerät gehabt, weil ich da als 12jähriger Bub die Hochzeit von der Queen Elisabeth gesehen habe. In schwarz - weiß, ist es auf Röhrenfernseher übertragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Kurze Zeit später gab es dann so einen Filter, der war oben blau in der Mitte rot, unten grün. Den konnte man auf die schwarzweiß Fernseher aufkleben Das war dann wie ein buntes Fernsehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß noch, da ist ja bei der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz der Albert Goppes beim Fußball gucken gestorben. Er hat noch in Diefenbach  bei seiner Geliebten die Wohnung eingerichtet und ist dann mittags in den Stadtbahnhof reingekommen, Fussballgucken. Da ist er dann vom Stuhl gefallen und war tot.  Zufällig war der Doktor Ullmann auch in dem Gasthaus oder man musste ihn holen und der hat dann den Tod festgestellt. Das war sehr sehr aufregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZurückButton|Portal_Museum_auf_dem_Schafhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Gastronomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
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	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203020</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
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		<updated>2023-03-31T15:29:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
= Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen =&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2005 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Adler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Ochsen ===&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grüner Baum, Germania &amp;amp; Sonne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtshäuser im Klosterhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Hirsch und das Hotel Klosterpost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Badische Hof und die Liebe zum Viertele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Scheffelhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cafe Langsam ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Stadtbahnhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der Stadtbahnhof, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zu Hechtsee ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter westlich dann war lange nichts und dann war da unten am Hechtsee, das war ein Klostersee, beim Kreisel geht gleich rechts ein Weg rein, da war das das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hechtsee“&#039;&#039;&#039; das hat die Familie Gauss bis in die 30iger Jahre  bewirtschaftet. Dann hat es eine Familie Rapp übernommen. Der letzte Sohn ist vor ein paar Jahren gestorben. Aber der hat nur eine Besenwirtschaft gemacht. Das war das „Gasthaus zum Hechtsee“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bahnhofswirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Dann war draußen in Maulbronn-West die Bahnhofswirtschaft. Da war dann bis nach dem 2. Weltkrieg eine Frau Menzle druff. Danach war da ein Bahnhofsvorsteher Stockinger, der hat die Bahnhofswirtschaft übernommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntags – wenn die Mutter gekocht hat, hat der Vater gesagt, kommt Kinder wir machen einen Spaziergang und da sind wir den Bahnweg entlang von Maulbronn Stadt nach Maulbronn-West gelaufen.  Da haben wir Kinder, meine Schwester und ich, eine rote Limonade von Adolf Sommer Getränke bekommen und zusammen eine Knackwurst. Dann sind wir wieder heimgelaufen. Das war Himbeersaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Getränkehandel Sommer war am Bahnhof, die Hölderlinstraße runter auf der rechten Seite bevors dann zur Hauptstraße runter geht, ein Haus vor dem Eckhaus da war der Getränkehandel Sommer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Fernsehen und seinen Folgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Ja, die Leut` sind ins Gasthaus gegangen. Da hat es noch kein Fernsehen gegeben und dann sind die Leute, wenn sie ein Amüsement haben wollten, abends oder am Wochenende in ein Gasthaus gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern von Marga haben als erste einen Fernseher in Maulbronn bekommen. So etwa 1952. Da hat auch der Buchdrucker Meier ein Fernsehgerät gehabt, weil ich da als 12jähriger Bub die Hochzeit von der Queen Elisabeth gesehen habe. In schwarz - weiß, ist es auf Röhrenfernseher übertragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Kurze Zeit später gab es dann so einen Filter, der war oben blau in der Mitte rot, unten grün. Den konnte man auf die schwarzweiß Fernseher aufkleben Das war dann wie ein buntes Fernsehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß noch, da ist ja bei der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz der Albert Goppes beim Fußball gucken gestorben. Er hat noch in Diefenbach  bei seiner Geliebten die Wohnung eingerichtet und ist dann mittags in den Stadtbahnhof reingekommen, Fussballgucken. Da ist er dann vom Stuhl gefallen und war tot.  Zufällig war der Doktor Ullmann auch in dem Gasthaus oder man musste ihn holen und der hat dann den Tod festgestellt. Das war sehr sehr aufregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZurückButton|Portal_Museum_auf_dem_Schafhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Gastronomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203019</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
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		<updated>2023-03-31T14:50:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2005 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Adler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Ochsen ===&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grüner Baum, Germania &amp;amp; Sonne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtshäuser im Klosterhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Hirsch und das Hotel Klosterpost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Badische Hof und die Liebe zum Viertele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Scheffelhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cafe Langsam ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Stadtbahnhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der Stadtbahnhof, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zu Hechtsee ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter westlich dann war lange nichts und dann war da unten am Hechtsee, das war ein Klostersee, beim Kreisel geht gleich rechts ein Weg rein, da war das das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hechtsee“&#039;&#039;&#039; das hat die Familie Gauss bis in die 30iger Jahre  bewirtschaftet. Dann hat es eine Familie Rapp übernommen. Der letzte Sohn ist vor ein paar Jahren gestorben. Aber der hat nur eine Besenwirtschaft gemacht. Das war das „Gasthaus zum Hechtsee“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bahnhofswirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Dann war draußen in Maulbronn-West die Bahnhofswirtschaft. Da war dann bis nach dem 2. Weltkrieg eine Frau Menzle druff. Danach war da ein Bahnhofsvorsteher Stockinger, der hat die Bahnhofswirtschaft übernommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntags – wenn die Mutter gekocht hat, hat der Vater gesagt, kommt Kinder wir machen einen Spaziergang und da sind wir den Bahnweg entlang von Maulbronn Stadt nach Maulbronn-West gelaufen.  Da haben wir Kinder, meine Schwester und ich, eine rote Limonade von Adolf Sommer Getränke bekommen und zusammen eine Knackwurst. Dann sind wir wieder heimgelaufen. Das war Himbeersaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Getränkehandel Sommer war am Bahnhof, die Hölderlinstraße runter auf der rechten Seite bevors dann zur Hauptstraße runter geht, ein Haus vor dem Eckhaus da war der Getränkehandel Sommer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Fernsehen und seinen Folgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Ja, die Leut` sind ins Gasthaus gegangen. Da hat es noch kein Fernsehen gegeben und dann sind die Leute, wenn sie ein Amüsement haben wollten, abends oder am Wochenende in ein Gasthaus gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern von Marga haben als erste einen Fernseher in Maulbronn bekommen. So etwa 1952. Da hat auch der Buchdrucker Meier ein Fernsehgerät gehabt, weil ich da als 12jähriger Bub die Hochzeit von der Queen Elisabeth gesehen habe. In schwarz - weiß, ist es auf Röhrenfernseher übertragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Kurze Zeit später gab es dann so einen Filter, der war oben blau in der Mitte rot, unten grün. Den konnte man auf die schwarzweiß Fernseher aufkleben Das war dann wie ein buntes Fernsehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß noch, da ist ja bei der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz der Albert Goppes beim Fußball gucken gestorben. Er hat noch in Diefenbach  bei seiner Geliebten die Wohnung eingerichtet und ist dann mittags in den Stadtbahnhof reingekommen, Fussballgucken. Da ist er dann vom Stuhl gefallen und war tot.  Zufällig war der Doktor Ullmann auch in dem Gasthaus oder man musste ihn holen und der hat dann den Tod festgestellt. Das war sehr sehr aufregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZurückButton|Portal_Museum_auf_dem_Schafhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Gastronomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203018</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
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		<updated>2023-03-31T14:49:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2016 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Adler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Ochsen ===&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grüner Baum, Germania &amp;amp; Sonne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtshäuser im Klosterhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Hirsch und das Hotel Klosterpost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Badische Hof und die Liebe zum Viertele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Scheffelhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cafe Langsam ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Stadtbahnhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der Stadtbahnhof, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zu Hechtsee ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter westlich dann war lange nichts und dann war da unten am Hechtsee, das war ein Klostersee, beim Kreisel geht gleich rechts ein Weg rein, da war das das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hechtsee“&#039;&#039;&#039; das hat die Familie Gauss bis in die 30iger Jahre  bewirtschaftet. Dann hat es eine Familie Rapp übernommen. Der letzte Sohn ist vor ein paar Jahren gestorben. Aber der hat nur eine Besenwirtschaft gemacht. Das war das „Gasthaus zum Hechtsee“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bahnhofswirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Dann war draußen in Maulbronn-West die Bahnhofswirtschaft. Da war dann bis nach dem 2. Weltkrieg eine Frau Menzle druff. Danach war da ein Bahnhofsvorsteher Stockinger, der hat die Bahnhofswirtschaft übernommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntags – wenn die Mutter gekocht hat, hat der Vater gesagt, kommt Kinder wir machen einen Spaziergang und da sind wir den Bahnweg entlang von Maulbronn Stadt nach Maulbronn-West gelaufen.  Da haben wir Kinder, meine Schwester und ich, eine rote Limonade von Adolf Sommer Getränke bekommen und zusammen eine Knackwurst. Dann sind wir wieder heimgelaufen. Das war Himbeersaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Getränkehandel Sommer war am Bahnhof, die Hölderlinstraße runter auf der rechten Seite bevors dann zur Hauptstraße runter geht, ein Haus vor dem Eckhaus da war der Getränkehandel Sommer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Fernsehen und seinen Folgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Ja, die Leut` sind ins Gasthaus gegangen. Da hat es noch kein Fernsehen gegeben und dann sind die Leute, wenn sie ein Amüsement haben wollten, abends oder am Wochenende in ein Gasthaus gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern von Marga haben als erste einen Fernseher in Maulbronn bekommen. So etwa 1952. Da hat auch der Buchdrucker Meier ein Fernsehgerät gehabt, weil ich da als 12jähriger Bub die Hochzeit von der Queen Elisabeth gesehen habe. In schwarz - weiß, ist es auf Röhrenfernseher übertragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Kurze Zeit später gab es dann so einen Filter, der war oben blau in der Mitte rot, unten grün. Den konnte man auf die schwarzweiß Fernseher aufkleben Das war dann wie ein buntes Fernsehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß noch, da ist ja bei der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz der Albert Goppes beim Fußball gucken gestorben. Er hat noch in Diefenbach  bei seiner Geliebten die Wohnung eingerichtet und ist dann mittags in den Stadtbahnhof reingekommen, Fussballgucken. Da ist er dann vom Stuhl gefallen und war tot.  Zufällig war der Doktor Ullmann auch in dem Gasthaus oder man musste ihn holen und der hat dann den Tod festgestellt. Das war sehr sehr aufregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZurückButton|Portal_Museum_auf_dem_Schafhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Gastronomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203017</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203017"/>
		<updated>2023-03-31T14:47:26Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2016 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Adler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Ochsen ===&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grüner Baum, Germania &amp;amp; Sonne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtshäuser im Klosterhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Hirsch und das Hotel Klosterpost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Badische Hof und die Liebe zum Viertele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Scheffelhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cafe Langsam ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Stadtbahnhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der Stadtbahnhof, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zu Hechtsee ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter westlich dann war lange nichts und dann war da unten am Hechtsee, das war ein Klostersee, beim Kreisel geht gleich rechts ein Weg rein, da war das das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hechtsee“&#039;&#039;&#039; das hat die Familie Gauss bis in die 30iger Jahre  bewirtschaftet. Dann hat es eine Familie Rapp übernommen. Der letzte Sohn ist vor ein paar Jahren gestorben. Aber der hat nur eine Besenwirtschaft gemacht. Das war das „Gasthaus zum Hechtsee“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bahnhofswirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Dann war draußen in Maulbronn-West die Bahnhofswirtschaft. Da war dann bis nach dem 2. Weltkrieg eine Frau Menzle druff. Danach war da ein Bahnhofsvorsteher Stockinger, der hat die Bahnhofswirtschaft übernommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntags – wenn die Mutter gekocht hat, hat der Vater gesagt, kommt Kinder wir machen einen Spaziergang und da sind wir den Bahnweg entlang von Maulbronn Stadt nach Maulbronn-West gelaufen.  Da haben wir Kinder, meine Schwester und ich, eine rote Limonade von Adolf Sommer Getränke bekommen und zusammen eine Knackwurst. Dann sind wir wieder heimgelaufen. Das war Himbeersaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Getränkehandel Sommer war am Bahnhof, die Hölderlinstraße runter auf der rechten Seite bevors dann zur Hauptstraße runter geht, ein Haus vor dem Eckhaus da war der Getränkehandel Sommer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Fernsehen und seinen Folgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Ja, die Leut` sind ins Gasthaus gegangen. Da hat es noch kein Fernsehen gegeben und dann sind die Leute, wenn sie ein Amüsement haben wollten, abends oder am Wochenende in ein Gasthaus gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern von Marga haben als erste einen Fernseher in Maulbronn bekommen. So etwa 1952. Da hat auch der Buchdrucker Meier ein Fernsehgerät gehabt, weil ich da als 12jähriger Bub die Hochzeit von der Queen Elisabeth gesehen habe. In schwarz - weiß, ist es auf Röhrenfernseher übertragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Kurze Zeit später gab es dann so einen Filter, der war oben blau in der Mitte rot, unten grün. Den konnte man auf die schwarzweiß Fernseher aufkleben Das war dann wie ein buntes Fernsehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß noch, da ist ja bei der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz der Albert Goppes beim Fußball gucken gestorben. Er hat noch in Diefenbach  bei seiner Geliebten die Wohnung eingerichtet und ist dann mittags in den Stadtbahnhof reingekommen, Fussballgucken. Da ist er dann vom Stuhl gefallen und war tot.  Zufällig war der Doktor Ullmann auch in dem Gasthaus oder man musste ihn holen und der hat dann den Tod festgestellt. Das war sehr sehr aufregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZurückButton|Portal_Museum_auf_dem_Schafhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]]&lt;br /&gt;
[[Gastronomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203016</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
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		<updated>2023-03-31T14:46:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2016 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Adler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Ochsen ===&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grüner Baum, Germania &amp;amp; Sonne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtshäuser im Klosterhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Hirsch und das Hotel Klosterpost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Badische Hof und die Liebe zum Viertele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Scheffelhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cafe Langsam ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Stadtbahnhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der Stadtbahnhof, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zu Hechtsee ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter westlich dann war lange nichts und dann war da unten am Hechtsee, das war ein Klostersee, beim Kreisel geht gleich rechts ein Weg rein, da war das das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hechtsee“&#039;&#039;&#039; das hat die Familie Gauss bis in die 30iger Jahre  bewirtschaftet. Dann hat es eine Familie Rapp übernommen. Der letzte Sohn ist vor ein paar Jahren gestorben. Aber der hat nur eine Besenwirtschaft gemacht. Das war das „Gasthaus zum Hechtsee“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bahnhofswirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Dann war draußen in Maulbronn-West die Bahnhofswirtschaft. Da war dann bis nach dem 2. Weltkrieg eine Frau Menzle druff. Danach war da ein Bahnhofsvorsteher Stockinger, der hat die Bahnhofswirtschaft übernommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntags – wenn die Mutter gekocht hat, hat der Vater gesagt, kommt Kinder wir machen einen Spaziergang und da sind wir den Bahnweg entlang von Maulbronn Stadt nach Maulbronn-West gelaufen.  Da haben wir Kinder, meine Schwester und ich, eine rote Limonade von Adolf Sommer Getränke bekommen und zusammen eine Knackwurst. Dann sind wir wieder heimgelaufen. Das war Himbeersaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Getränkehandel Sommer war am Bahnhof, die Hölderlinstraße runter auf der rechten Seite bevors dann zur Hauptstraße runter geht, ein Haus vor dem Eckhaus da war der Getränkehandel Sommer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Fernsehen und seinen Folgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Ja, die Leut` sind ins Gasthaus gegangen. Da hat es noch kein Fernsehen gegeben und dann sind die Leute, wenn sie ein Amüsement haben wollten, abends oder am Wochenende in ein Gasthaus gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern von Marga haben als erste einen Fernseher in Maulbronn bekommen. So etwa 1952. Da hat auch der Buchdrucker Meier ein Fernsehgerät gehabt, weil ich da als 12jähriger Bub die Hochzeit von der Queen Elisabeth gesehen habe. In schwarz - weiß, ist es auf Röhrenfernseher übertragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Kurze Zeit später gab es dann so einen Filter, der war oben blau in der Mitte rot, unten grün. Den konnte man auf die schwarzweiß Fernseher aufkleben Das war dann wie ein buntes Fernsehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß noch, da ist ja bei der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz der Albert Goppes beim Fußball gucken gestorben. Er hat noch in Diefenbach  bei seiner Geliebten die Wohnung eingerichtet und ist dann mittags in den Stadtbahnhof reingekommen, Fussballgucken. Da ist er dann vom Stuhl gefallen und war tot.  Zufällig war der Doktor Ullmann auch in dem Gasthaus oder man musste ihn holen und der hat dann den Tod festgestellt. Das war sehr sehr aufregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZurückButton|Portal_Museum_auf_dem_Schafhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]] [[Gastronomie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203015</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
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		<updated>2023-03-31T14:39:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: /* Die Bahnhofswirtschaft */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2016 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Adler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Ochsen ===&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grüner Baum, Germania &amp;amp; Sonne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtshäuser im Klosterhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Hirsch und das Hotel Klosterpost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Badische Hof und die Liebe zum Viertele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Scheffelhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cafe Langsam ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Stadtbahnhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der Stadtbahnhof, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zu Hechtsee ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter westlich dann war lange nichts und dann war da unten am Hechtsee, das war ein Klostersee, beim Kreisel geht gleich rechts ein Weg rein, da war das das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hechtsee“&#039;&#039;&#039; das hat die Familie Gauss bis in die 30iger Jahre  bewirtschaftet. Dann hat es eine Familie Rapp übernommen. Der letzte Sohn ist vor ein paar Jahren gestorben. Aber der hat nur eine Besenwirtschaft gemacht. Das war das „Gasthaus zum Hechtsee“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bahnhofswirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Dann war draußen in Maulbronn-West die Bahnhofswirtschaft. Da war dann bis nach dem 2. Weltkrieg eine Frau Menzle druff. Danach war da ein Bahnhofsvorsteher Stockinger, der hat die Bahnhofswirtschaft übernommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntags – wenn die Mutter gekocht hat, hat der Vater gesagt, kommt Kinder wir machen einen Spaziergang und da sind wir den Bahnweg entlang von Maulbronn Stadt nach Maulbronn-West gelaufen.  Da haben wir Kinder, meine Schwester und ich, eine rote Limonade von Adolf Sommer Getränke bekommen und zusammen eine Knackwurst. Dann sind wir wieder heimgelaufen. Das war Himbeersaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Getränkehandel Sommer war am Bahnhof, die Hölderlinstraße runter auf der rechten Seite bevors dann zur Hauptstraße runter geht, ein Haus vor dem Eckhaus da war der Getränkehandel Sommer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Fernsehen und seinen Folgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Ja, die Leut` sind ins Gasthaus gegangen. Da hat es noch kein Fernsehen gegeben und dann sind die Leute, wenn sie ein Amüsement haben wollten, abends oder am Wochenende in ein Gasthaus gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern von Marga haben als erste einen Fernseher in Maulbronn bekommen. So etwa 1952. Da hat auch der Buchdrucker Meier ein Fernsehgerät gehabt, weil ich da als 12jähriger Bub die Hochzeit von der Queen Elisabeth gesehen habe. In schwarz - weiß, ist es auf Röhrenfernseher übertragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Kurze Zeit später gab es dann so einen Filter, der war oben blau in der Mitte rot, unten grün. Den konnte man auf die schwarzweiß Fernseher aufkleben Das war dann wie ein buntes Fernsehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß noch, da ist ja bei der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz der Albert Goppes beim Fußball gucken gestorben. Er hat noch in Diefenbach  bei seiner Geliebten die Wohnung eingerichtet und ist dann mittags in den Stadtbahnhof reingekommen, Fussballgucken. Da ist er dann vom Stuhl gefallen und war tot.  Zufällig war der Doktor Ullmann auch in dem Gasthaus oder man musste ihn holen und der hat dann den Tod festgestellt. Das war sehr sehr aufregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZurückButton|Portal_Museum_auf_dem_Schafhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203014</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203014"/>
		<updated>2023-03-31T14:39:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: /* Die Bahnhofswirtschaft */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2016 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Adler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Ochsen ===&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grüner Baum, Germania &amp;amp; Sonne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtshäuser im Klosterhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Hirsch und das Hotel Klosterpost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Badische Hof und die Liebe zum Viertele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Scheffelhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cafe Langsam ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Stadtbahnhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der Stadtbahnhof, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zu Hechtsee ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter westlich dann war lange nichts und dann war da unten am Hechtsee, das war ein Klostersee, beim Kreisel geht gleich rechts ein Weg rein, da war das das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hechtsee“&#039;&#039;&#039; das hat die Familie Gauss bis in die 30iger Jahre  bewirtschaftet. Dann hat es eine Familie Rapp übernommen. Der letzte Sohn ist vor ein paar Jahren gestorben. Aber der hat nur eine Besenwirtschaft gemacht. Das war das „Gasthaus zum Hechtsee“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bahnhofswirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Dann war draußen in Maulbronn-West die Bahnhofswirtschaft. Da war dann bis nach dem 2. Weltkrieg eine Frau Menzle druff. Danach war da ein Bahnhofsvorsteher Stockinger, der hat die Bahnhofswirtschaft übernommen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sonntags – wenn die Mutter gekocht hat, hat der Vater gesagt, kommt Kinder wir machen einen Spaziergang und da sind wir den Bahnweg entlang von Maulbronn Stadt nach Maulbronn-West gelaufen.  Da haben wir Kinder, meine Schwester und ich, eine rote Limonade von Adolf Sommer Getränke bekommen und zusammen eine Knackwurst. Dann sind wir wieder heimgelaufen. Das war Himbeersaft. &lt;br /&gt;
 Der Getränkehandel Sommer war am Bahnhof, die Hölderlinstraße runter auf der rechten Seite bevors dann zur Hauptstraße runter geht, ein Haus vor dem Eckhaus da war der Getränkehandel Sommer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Fernsehen und seinen Folgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Ja, die Leut` sind ins Gasthaus gegangen. Da hat es noch kein Fernsehen gegeben und dann sind die Leute, wenn sie ein Amüsement haben wollten, abends oder am Wochenende in ein Gasthaus gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern von Marga haben als erste einen Fernseher in Maulbronn bekommen. So etwa 1952. Da hat auch der Buchdrucker Meier ein Fernsehgerät gehabt, weil ich da als 12jähriger Bub die Hochzeit von der Queen Elisabeth gesehen habe. In schwarz - weiß, ist es auf Röhrenfernseher übertragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Kurze Zeit später gab es dann so einen Filter, der war oben blau in der Mitte rot, unten grün. Den konnte man auf die schwarzweiß Fernseher aufkleben Das war dann wie ein buntes Fernsehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß noch, da ist ja bei der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz der Albert Goppes beim Fußball gucken gestorben. Er hat noch in Diefenbach  bei seiner Geliebten die Wohnung eingerichtet und ist dann mittags in den Stadtbahnhof reingekommen, Fussballgucken. Da ist er dann vom Stuhl gefallen und war tot.  Zufällig war der Doktor Ullmann auch in dem Gasthaus oder man musste ihn holen und der hat dann den Tod festgestellt. Das war sehr sehr aufregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZurückButton|Portal_Museum_auf_dem_Schafhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203009</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
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		<updated>2023-03-30T14:23:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: /* Gasthöfe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2016 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Adler ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zum Ochsen ===&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grüner Baum, Germania &amp;amp; Sonne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirtshäuser im Klosterhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Hirsch und das Hotel Klosterpost ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Badische Hof und die Liebe zum Viertele ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Scheffelhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Cafe Langsam ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zum Stadtbahnhof ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der Stadtbahnhof, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gasthaus zu Hechtsee ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter westlich dann war lange nichts und dann war da unten am Hechtsee, das war ein Klostersee, beim Kreisel geht gleich rechts ein Weg rein, da war das das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hechtsee“&#039;&#039;&#039; das hat die Familie Gauss bis in die 30iger Jahre  bewirtschaftet. Dann hat es eine Familie Rapp übernommen. Der letzte Sohn ist vor ein paar Jahren gestorben. Aber der hat nur eine Besenwirtschaft gemacht. Das war das „Gasthaus zum Hechtsee“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Bahnhofswirtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: dann war draußen in Maulbronn - West die Bahnhofswirtschaft; da war dann bis nach dem 2. Weltkrieg eine Frau Menzle druff; dann war da ein Bahnhofsvorsteher Stockinger, der hat die Bahnhofswirtschaft übernommen. Und als Kinder – Sonntags – Wenn die Mutter gekocht hat, hat der Vater gesagt, komm Kinder... machen wir einen Spaziergang und da sind wir den Bahnweg entlang von Maulbronn Stadt nach Maulbronn West gelaufen.  Da haben wir Kinder eine rote Marmelade von Adolf Sommer Getränke und zusammen  eine Knackwurst, meine Schwester und ich.  Dann sind wir wieder heimgelaufen….Himbeersaft – Der Getränkehandel Sommer war am Bahnhof, Hölderlinstr. runtergehst auf der rechten Seite links zur Hauptstraße runter gehen, eins vor dem Eckhaus war der Getränkehandel Sommer drin.  Mir haben sogar eine Flasche,  wenn wir von der Schule Ausflug und da haben wir eine leer Flasche oder gefüllte mitgenommen und  die Brausebeutel und so haben wir das  wie heute die Brausebeutel aufgelöst und damit haben wir Getränke gehabt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Fernsehen und seinen Folgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Ja, die Leut` sind ins Gasthaus gegangen. Da hat es noch kein Fernsehen gegeben und dann sind die Leute, wenn sie ein Amüsement haben wollten, abends oder am Wochenende in ein Gasthaus gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern von Marga haben als erste einen Fernseher in Maulbronn bekommen. So etwa 1952. Da hat auch der Buchdrucker Meier ein Fernsehgerät gehabt, weil ich da als 12jähriger Bub die Hochzeit von der Queen Elisabeth gesehen habe. In schwarz - weiß, ist es auf Röhrenfernseher übertragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Kurze Zeit später gab es dann so einen Filter, der war oben blau in der Mitte rot, unten grün. Den konnte man auf die schwarzweiß Fernseher aufkleben Das war dann wie ein buntes Fernsehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß noch, da ist ja bei der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz der Albert Goppes beim Fußball gucken gestorben. Er hat noch in Diefenbach  bei seiner Geliebten die Wohnung eingerichtet und ist dann mittags in den Stadtbahnhof reingekommen, Fussballgucken. Da ist er dann vom Stuhl gefallen und war tot.  Zufällig war der Doktor Ullmann auch in dem Gasthaus oder man musste ihn holen und der hat dann den Tod festgestellt. Das war sehr sehr aufregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZurückButton|Portal_Museum_auf_dem_Schafhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=203008</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
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		<updated>2023-03-30T14:11:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: /* Gasthöfe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2016 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Beiz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der Stadtbahnhof, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter westlich dann war lange nichts und dann war da unten am Hechtsee, das war ein Klostersee, beim Kreisel geht gleich rechts ein Weg rein, da war das das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hechtsee“&#039;&#039;&#039; das hat die Familie Gauss bis in die 30iger Jahre  bewirtschaftet. Dann hat es eine Familie Rapp übernommen. Der letzte Sohn ist vor ein paar Jahren gestorben. Aber der hat nur eine Besenwirtschaft gemacht. Das war das „Gasthaus zum Hechtsee“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: dann war draußen in Maulbronn - West die Bahnhofswirtschaft; da war dann bis nach dem 2. Weltkrieg eine Frau Menzle druff; dann war da ein Bahnhofsvorsteher Stockinger, der hat die Bahnhofswirtschaft übernommen. Und als Kinder – Sonntags – Wenn die Mutter gekocht hat, hat der Vater gesagt, komm Kinder... machen wir einen Spaziergang und da sind wir den Bahnweg entlang von Maulbronn Stadt nach Maulbronn West gelaufen.  Da haben wir Kinder eine rote Marmelade von Adolf Sommer Getränke und zusammen  eine Knackwurst, meine Schwester und ich.  Dann sind wir wieder heimgelaufen….Himbeersaft – Der Getränkehandel Sommer war am Bahnhof, Hölderlinstr. runtergehst auf der rechten Seite links zur Hauptstraße runter gehen, eins vor dem Eckhaus war der Getränkehandel Sommer drin.  Mir haben sogar eine Flasche,  wenn wir von der Schule Ausflug und da haben wir eine leer Flasche oder gefüllte mitgenommen und  die Brausebeutel und so haben wir das  wie heute die Brausebeutel aufgelöst und damit haben wir Getränke gehabt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vom Fernsehen und seinen Folgen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Ja, die Leut` sind ins Gasthaus gegangen. Da hat es noch kein Fernsehen gegeben und dann sind die Leute, wenn sie ein Amüsement haben wollten, abends oder am Wochenende in ein Gasthaus gegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Eltern von Marga haben als erste einen Fernseher in Maulbronn bekommen. So etwa 1952. Da hat auch der Buchdrucker Meier ein Fernsehgerät gehabt, weil ich da als 12jähriger Bub die Hochzeit von der Queen Elisabeth gesehen habe. In schwarz - weiß, ist es auf Röhrenfernseher übertragen worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Kurze Zeit später gab es dann so einen Filter, der war oben blau in der Mitte rot, unten grün. Den konnte man auf die schwarzweiß Fernseher aufkleben Das war dann wie ein buntes Fernsehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich weiß noch, da ist ja bei der Fußballweltmeisterschaft in der Schweiz der Albert Goppes beim Fußball gucken gestorben. Er hat noch in Diefenbach  bei seiner Geliebten die Wohnung eingerichtet und ist dann mittags in den Stadtbahnhof reingekommen, Fussballgucken. Da ist er dann vom Stuhl gefallen und war tot.  Zufällig war der Doktor Ullmann auch in dem Gasthaus oder man musste ihn holen und der hat dann den Tod festgestellt. Das war sehr sehr aufregend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZurückButton|Portal_Museum_auf_dem_Schafhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=202994</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=202994"/>
		<updated>2023-03-27T21:38:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: /* Gasthöfe */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2016 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der Stadtbahnhof, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter westlich dann war lange nichts und dann war da unten am Hechtsee, das war ein Klostersee, beim Kreisel geht gleich rechts ein Weg rein, da war das das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hechtsee“&#039;&#039;&#039; das hat die Familie Gauss bis in die 30iger Jahre  bewirtschaftet. Dann hat es eine Familie Rapp übernommen. Der letzte Sohn ist vor ein paar Jahren gestorben. Aber der hat nur eine Besenwirtschaft gemacht. Das war das „Gasthaus zum Hechtsee“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: dann war draußen in Maulbronn - West die Bahnhofswirtschaft; da war dann bis nach dem 2. Weltkrieg eine Frau Menzle druff; dann war da ein Bahnhofsvorsteher Stockinger, der hat die Bahnhofswirtschaft übernommen. Und als Kinder – Sonntags – Wenn die Mutter gekocht hat, hat der Vater gesagt, komm Kinder... machen wir einen Spaziergang und da sind wir den Bahnweg entlang von Maulbronn Stadt nach Maulbronn West gelaufen.  Da haben wir Kinder eine rote Marmelade von Adolf Sommer Getränke und zusammen  eine Knackwurst, meine Schwester und ich.  Dann sind wir wieder heimgelaufen….Himbeersaft – Der Getränkehandel Sommer war am Bahnhof, Hölderlinstr. runtergehst auf der rechten Seite links zur Hauptstraße runter gehen, eins vor dem Eckhaus war der Getränkehandel Sommer drin.  Mir haben sogar eine Flasche,  wenn wir von der Schule Ausflug und da haben wir eine leer Flasche oder gefüllte mitgenommen und  die Brausebeutel und so haben wir das  wie heute die Brausebeutel aufgelöst und damit haben wir Getränke gehabt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZurückButton|Portal_Museum_auf_dem_Schafhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=202964</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=202964"/>
		<updated>2023-03-22T19:16:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2016 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der Stadtbahnhof, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=202959</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
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		<updated>2023-03-21T22:04:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
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&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2016 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der Stadtbahnhof, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{ZurückButton|Portal_Museum_auf_dem_Schafhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Portal_Museum_auf_dem_Schafhof]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=202958</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
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		<updated>2023-03-21T22:02:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2016 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt geht es weiter runter. Dann auf der rechten Seite das &#039;&#039;&#039;Cafe Barth&#039;&#039;&#039;, das sogenannte „Cafe Langsam“. Das wurde von der Familie Barth als Bäckerei und Cafe geführt und da waren nur die Familienangehörige, also die Kinder, das war der Bäcker Barth und seine Schwester, die Maria Barth und die Frau Konrad Hille und der Barth hat eine geb. Irma Bonnett geheiratet  und die haben in Alleinregie Bäckerei und Cafe geführt. Weil die Damen  nicht die schnellsten waren, hat es immer etwas gebraucht bis du deinen Kaffee oder deinen Tee bekommen hast. Dann haben wir immer in der Jugendzeit gesagt, das ist das Cafe Langsam. Das ging noch bis in die 60iger „Cafe Langsam“ Da haben wir immer gesagt, dann gehen wir mal ins „Cafe Langsam“. Das war so gemütlich eingerichtet.. Sofa und Plüschstühle  Marmortische, als junge Leute hat uns das gefallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der linken Seite war dann der Stadtbahnhof, jetzt &#039;&#039;&#039;„Birkenhof“&#039;&#039;&#039; weiter in Richtung Westen.&lt;br /&gt;
MR: So um 1913 da wurde ein Saal und eine Kegelbahn gebaut Da war alles noch bewaldet. 1928 haben dann mein Vater den damaligen Stadtbahnhof gebaut. Weil sie gesagt haben, das ist in der Nähe des Bahnhofes. Die Firma Schenk und Schmidt und Wezel waren schon da unten und die Leute fahren mit dem Bus  und mit der Bahn. Da gab es noch nicht so viele Privatautos. Und dann haben sie zur gleichen Zeit mit dem Krankenhaus oben den Stadtbahnhof aus Maulbronner Sandstein gebaut: Gaststätte Stadtbahnhof. Und das haben meine Eltern Karl und Gertrud Schempf weitergeführt mit Metzgerei bis dann 1946 ist mein Vater gestorben ist. Und meine Mutter noch einmal geheiratet hat und als sie dann und der Stiefvater verstarb, dann hat es eine Zeitlang mein Bruder gehabt, der hat es umgenannt in „Birkenhof“. Da haben die Gäste nämlich beanstandet….  „Stadtbahnhof“ Da haben die immer gedacht, da fährt die Bahn vorbei und das ist zu laut. Obwohl er schon schalldichte Fenster eingebaut hatte. So ist das damals unbenannt worden in „Birkenhof“..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=202957</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
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		<updated>2023-03-21T21:50:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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--&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2016 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das &#039;&#039;&#039;„Hotel Klosterpost“&#039;&#039;&#039;, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Badische Hof&amp;quot;&#039;&#039;&#039;, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen; siehe: Günther Mahal, Dorf Flecken Stadt, Knittlingen 1990 &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der &#039;&#039;&#039;„Scheffelhof“&#039;&#039;&#039;. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger &amp;lt;ref&amp;gt; Dazwischen gab es noch eine Familie Etzel &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Siegle, die Mutter der Metzgerei Siegle. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Siegle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
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		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=202956</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
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		<updated>2023-03-21T18:19:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2016 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
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== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber war das „Hotel Klosterpost“, das war die ehemalige Poststelle der Thurn und Taxis Post. Das hat dann generationenlang die Familie Rieger bewirtschaftet.&lt;br /&gt;
Daneben weiter nach Westen - war der Badische Hof, (Da wo jetzt die Volksbank drin ist) ein sehr gutes Wirtshaus. Da haben sich dann, morgens um neune, die Handwerker zum Vesper getroffen und da ist die Gemeindepolitik gemacht worden. Da ist dann auch der Gemeindeschules Kienzle reingekommen und da haben sie dann schon zu Mittags den ersten mit Rausch heraus geschleppt.&lt;br /&gt;
Der Stadtschultes Kienzle aus Maulbronn hat mit dem Stadtschultheiß Wezel &amp;lt;ref&amp;gt; Paul Christian Wezel Stadtschultheiß in Knittlingen &amp;lt;/ref&amp;gt; um die  Wette gesoffen. An einem Tag hat der Kienzle 32 oder 34 Gläser gehabt und der Herr Wezel vielleicht nur 30 und an anderen Tagen war es umgekehrt. Jedenfalls sind dann beide Anfang 70 an Leberzirrhose gestorben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja der Bürgermeister Kienzle ist da ins Krankenhaus gekommen und da haben sie bei ihm Wasser festgestellt. Hach, sagte er, da verklag ich sämtliche Wirte in Maulbronn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
HF:Ganz schräg zum Badischen Hof stand und der heißt ja heute immer noch so, der „Scheffelhof“. Den hat zuerst eine Familie Falk gehabt und eine Tochter von der Familie Falk war die Frau Elise Röger geb. Falk, die hat das   mit ihrem Mann und einer Metzgerei geführt, bis dann Rosa Kraus es übernommen hat, Anfang der 70iger. Die Elise Falk war die Mutter von der Frau Ziegel, die Mutter der Metzgerei Ziegel. Die hat nicht die Wirtschaft übernommen, sondern nur die Metzgerei. Mit dem Herrn Ziegel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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		<author><name>Dieters</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Interview_mit_Marga_Reutter_und_Klaus_Fritz&amp;diff=202953</id>
		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
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		<updated>2023-03-21T14:23:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
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--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2016 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise und Anmerkungen==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
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		<author><name>Dieters</name></author>
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		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
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		<updated>2023-03-21T14:22:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
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&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2016 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; /ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
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		<author><name>Dieters</name></author>
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		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
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&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
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Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2016 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
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== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt. Und vor dem Steeb war eine Familie Piston. &amp;lt;ref&amp;gt; Klaus Fritz erzählt noch folgende unbestätigte Anekdote: &amp;quot;Die (Familie Piston) hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben.&amp;quot; /ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
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== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
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		<author><name>Dieters</name></author>
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		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
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		<updated>2023-03-20T21:23:58Z</updated>

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Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2016 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
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Die Maulbronner Gasthöfe von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt und der Herr Stäb  das hat dann Pius geheißen, und vor dem Stäb war eine eingesessene Familie Pisttols und die hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben. So jetzt machen wir mit dem Wirtshäusern weiter.&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Dieters</name></author>
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		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
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		<updated>2023-03-20T21:20:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2016 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maulbronner Gasthöfe von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Weiter von Ost nach West da wo die Wirtshäuser waren. Dann westwärts gehen wir aus dem Klosterhof wieder raus. Dann kommt da auf der linken das heutige „Klostercafe“ ehemals Schlegel. Das war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Hirsch“&#039;&#039;&#039;. Das hat die Familie Steeb gehabt und der Herr Stäb  das hat dann Pius geheißen, und vor dem Stäb war eine eingesessene Familie Pisttols und die hatte einen Sohn und drei Mädchen und das waren alles stolze Wirtstöchter, kein Bewerber war gut genug und der Sohn hat dann Banklehre gelernt und die Wirtstöchter sind vor lauter Hochmut in Armut gestorben. So jetzt machen wir mit dem Wirtshäusern weiter.&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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		<author><name>Dieters</name></author>
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		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
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&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2016 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
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== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
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Die Maulbronner Gasthöfe von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
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		<author><name>Dieters</name></author>
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		<title>Interview mit Marga Reutter und Klaus Fritz</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
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Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2016 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
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Die Maulbronner Gasthöfe von Ost nach West:&lt;br /&gt;
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Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
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Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
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KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
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Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
MR: Ja vor der Familie Kübler waren meine Großeltern väterlicherseits als Wirtsleute drin. Wilhelm und Christine Schempf. Und damals hieß es noch Ratskeller. In jeder Stadt gibt es neben dem Rathaus meistens einen Ratskeller.  Da sind die Gemeindeverwaltung und die Räte nach den Sitzungen   eingekehrt.&lt;br /&gt;
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Dieters: &lt;/p&gt;
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&#039;&#039;&#039;Von Gasthöfen, Stadtbad und anderen Originalen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Interview mit Klaus Fritz und Marga Reutter fand im Jahr 2016 statt. &amp;lt;ref&amp;gt; Interview: Daniela Dauth, Transskript: Hans Hermsen, Bearbeitung: Dieter Schempf&lt;br /&gt;
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== Gasthöfe ==&lt;br /&gt;
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Die Maulbronner Gasthöfe von Ost nach West:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klaus Fritz (KF): Der Buggl (Berg) in der Stuttgarter Straße von Schmie her kommend hinunter ins Tal heißt „G‘hängter Mann“. Da hat sich Ende des 19. Jahrhunderts ein Mann aufgehängt.Gleich am Anfang vom Buckel, nach rechts rein,  da, wo heute die Eigentumswohnungen drin sind, in dem neuen Gebäude hinten, da gab es das &#039;&#039;&#039;„Wirtshaus zur Linde“&#039;&#039;&#039;.  Das war die Kantine von den Arbeitern der Firma Burrer im Steinbruch. Das war die äußerste Beiz - die Linde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiter runter, da wo man die Danziger Straße hoch läuft, da war rechts das im Eckhaus das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zum Adler&amp;quot;&#039;&#039;&#039;. Das war lange Zeit das Vereinslokal vom Fußballverein. Da war im Erdgeschoss eine recht wacklige kleine Dusche. Da haben die Fußballer dann reinlaufen müssen - vom Sportplatz am Hohenacker See bis zum Adler rein. Da konnte, wenn man wollte, duschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuletzt wurde die Wirtschaft von Frau Anni Koran geführt. Das war eine liebe Frau. Da sind wir als Jugendliche gerne eingekehrt und da gab es einen Fernseher und da haben wir Fußball bei ihr geguckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da da gab&#039;s dann Bauernsäufzer (Bauernbratwurst), Schinkenwurst und Flaschenbier, mehr hat es nicht gegeben. Da hat sie hinter der Theke ein großes Blatt Papier gehabt und da hat sie dann die Namen der anwesenden Gäste drauf geschrieben, Klaus, Peter, Philipp, Werner. Und da hat sie immer drauf geschrieben, was wir gekriegt haben. Wenn wir weg wollten, hat sie es zusammengerechnet.  Das war ein Original.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gehts weiter auf der linken Seite war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Ochsen“&#039;&#039;&#039;. Das Lokal besteht bis heute noch, ist nur geschlossen, kann man jederzeit wieder aufmachen. Das war offen bis Ende der 60iger Jahre. Als die alten Bromms das nicht mehr konnten, da haben es die Kinder übernommen  und dann später zugemacht. Ja das war ein Lokal, Metzgerei und Schlachthaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Marga Reutter (MR): Da hat es bis zum Schluss Tagesessen gegeben für die Ämter, die da gegessen haben, die es in Maulbronn gegeben hat  Und wenn die von der Mark 10 Pfennig erhöht hatten, dann gab es eine Revolution, denn 10 Pfennig waren viel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann weiter auf der Stuttgarter Straße auf der rechten Seite an der Ecke zur Heilbronnerstraße, da wo heute der Sailer sein Geschäft hat war der &#039;&#039;&#039;„Grüne Baum“&#039;&#039;&#039; und gegenüber wo heute der Goldschmied sein Geschäft hat war bis nach dem 2. Weltkrieg das Gasthaus &#039;&#039;&#039;„Germania“&#039;&#039;&#039; .&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
KF: Auf der linken Seite weiter westlich da gab es das &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Gasthaus zur Sonne&amp;quot;&#039;&#039;&#039; von der Familie Erassimi. Dazu gehörte eine Bäckerei und eine kleine Gaststube. Das hieß später &amp;quot;Bistro Gewölbe&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und dann geht es weiter in den Klosterhof. Da gab es früher die Klosterkatz nicht; das war eine  Küferei. Das Gebäude, das waren die Vorfahren von Herrn Willy Asperger. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es das Gasthaus zum Klosterhof und zwar über der heutigen  Informationsstelle der Klosterverwaltung und Kartenausgabe. Dort im ersten Stockwerk war das &#039;&#039;&#039;„Gasthaus zum Klosterhof“&#039;&#039;&#039;.  Das haben die Eltern von der Rosa Kraus geführt.  Die Rosa war dann später die Wirtin vom Scheffelhof. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dann gab es die Klosterschmiede, das hat die Familie Kübler bewirtschaftet und der alte Emil Kübler stammt aber nicht aus Maulbronn, sondern aus Diefenbach und vorher noch – jetzt kann die Marga geb. Schempf weitersprechen – das waren ihre Großeltern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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		<author><name>Dieters</name></author>
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