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	<title>PFENZ - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Schroth</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;91.45.234.233: Die Seite wurde neu angelegt. BKL&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Schroth&#039;&#039;&#039; heißen bzw. hießen folgende Personen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Johannes Schroth&#039;&#039;&#039;, Architekt ([[Liebfrauenkirche]] und Pfarrhaus dazu)&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Jürgen Schroth&#039;&#039;&#039;, Sozialdemokrat, Mitglied im [[Gemeinderat Pforzheim]] und [[DGB]]-Regionsvorsitzender Pforzheim&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;[[Karl Schroth]]&#039;&#039;&#039; (1909-1999), Sozialist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Begriffsklärung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.45.234.233</name></author>
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		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Auswanderung_aus_Pforzheim_in_der_Zeit_der_Weimarer_Republik&amp;diff=36061</id>
		<title>Auswanderung aus Pforzheim in der Zeit der Weimarer Republik</title>
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		<updated>2008-03-17T14:35:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;91.45.234.233: /* Quellen */ typo&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im Zeitraum von [[1924]] bis [[1928]] wanderten über 10 000 Menschen aus [[Pforzheim]] aus, ungefähr vier Fünftel von ihnen nach Nordamerika, der Rest nach Australien und Kanada. Dieser Bevölkerungsverlust durch Emigration konnte erst ab 1928 durch Zuwanderung aus wirtschaftlich noch schwächeren Umlandgemeinden wettgemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Auswanderer ab 1924 waren keine arbeitslosen Hilfskräfte, sondern gut ausgebildete Spitzenkräfte wie Juwelierarbeiter und Mustermacher. &lt;br /&gt;
Der entscheidende Grund für die Auswanderungswelle war die sich ab 1924 verschlechternde wirtschaftliche Lage:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- In der Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie wurden „notorisch niedrige Löhne“ bezahlt, außerdem stiegen die Sätze der Lohnsteuer und die der Sozialabgaben ständig, sodass der ohne hin konjunkturabhängig schwankende Lohn trotz Vollzeitbeschäftigung nicht reichte. Aus dem Jahr [[1926]] stammt die Warnung, dass &#039;&#039;„die Auswanderung qualifizierter Arbeitskräfte, besonders in die USA, besorgniserregende Ausmaße angenommen“&#039;&#039; hat.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- Die Zahl der Arbeitslosen wuchs von 2900 am Jahresende 1925 auf 8595 im Juli 1926. Ende 1930 musste die Stadt 2947 Haushalten mit 9210 Personen finanziell unter die Arme greifen. Die Anzahl der von städtischer Fürsorge abhängigen Haushalte vergrößerte sich [[1932]] noch einmal von 5700 im Vorjahr auf 8100. Damit bezog jeder dritte Einwohner der Stadt Pforzheim irgendwelche Unterstützung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- Die Zahl der Kurzarbeitenden stieg ab Mitte der zwanziger Jahre ständig an, sodass 1932 eine Beschäftigung an vier Tagen in der Woche als „gut“ galt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- Zudem weigerten sich die Fabriken, Lehrlinge einzustellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen die immer größer werdenden sozialen Not richteten die [[Caritas]] und der evangelische Jugend – und Wohlfahrtsdienst [[1931]] eine Wärmestube für Erwerbslose ein. Die Heilsarmee organisierte zusammen mit der Firma Pfannkuch eine Speiseküche, in der Bedürftige bereits für 20 Pfennig ein Mittagessen bekamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieser wirtschaftlichen Entwicklung ab der Mitte der zwanziger Jahre entschieden sich viele Familien, Menschen mit und ohne Arbeit, ihre Heimat zu verlassen und eine bessere Zukunft in Amerika zu suchen. Schon im März 1924 verließ eine Gruppe von über 250 Personen aus Pforzheim und dem Umland ihre Heimat, um &#039;&#039;„ihr Glück über dem Wasser zu suchen“.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 verließen monatlich bis zu 360 Menschen ihre Heimatstadt Pforzheim. &lt;br /&gt;
Am [[1. April]] [[1927]] trat der Passagierdampfer „New York“ von Cuxhaven aus mit 88 Personen aus Pforzheim und Umgebung seine erste Reise nach Amerika an. Die Fahrt vom Bahnhof Pforzheim nach Hamburg erfolgte in zwei durchlaufenden Wagen, so dass die Reisenden unterwegs nicht umsteigen mussten. Von Hamburg aus erfolgte die Ausreise in die USA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Herbst 1927 gab es sogar eine „Gemeinnützige Auswandererberatungsstelle“ in Pforzheim, die jeweils am ersten Freitag im Monat Sprechstunde hatte, um &#039;&#039;„häufige Enttäuschungen, die die Auswanderer in der neugewählten Heimat erleben müssen, weil sie zu wenig von ihr wussten“&#039;&#039;, vermeiden zu helfen. &lt;br /&gt;
Aus [[SPD]]- und Gewerkschaftskreisen gab es warnende Stimmen: &#039;&#039;„...nur soll niemand glauben, dass in dem Lande des Hochkapitalismus goldene Freiheitsberge winken“.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Christian Groh: &#039;&#039;Das war das 20. Jahrhundert in Pforzheim&#039;&#039;, Gudensberg-Gleichen, 2000, Seiten 29 ff. &lt;br /&gt;
* {{Schroth 1977}}, Seiten 84 ff.&lt;br /&gt;
* Hans Georg Zier: &#039;&#039;Geschichte der Stadt Pforzheim&#039;&#039;, Stuttgart, 1982, Seite 300 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pforzheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.45.234.233</name></author>
	</entry>
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		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Karl_Schroth&amp;diff=36060</id>
		<title>Karl Schroth</title>
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		<updated>2008-03-17T14:30:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;91.45.234.233: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Karl Schroth&#039;&#039;&#039; (* [[18. Januar]] [[1909]] in [[Pforzheim]], † [[1999]] in Pforzheim) war ein Widerstandskämpfer gegen die [[Nationalsozialismus|Nazi-Diktatur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Schroth wird 1909 in Pforzheim geboren. Durch den Vikar [[Erwin Eckert]] kommt er als Stahlgraveur-Lehrling zur Sozialistischen Jugend, zur Gewerkschaft (Deutscher Metallarbeiterverband) und tritt [[1927]] der [[SPD]] bei. [[1930]] schließt er sich der links von der SPD stehenden [[Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands|Sozialistischen Arbeiterpartei]] (SAP) an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1932 warnen die Linksparteien: &#039;&#039;„Hitler heißt Krieg, Not, Hunger und Elend für das ganze deutsche Volk !“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[[Vorlage:Schroth 1977|Schroth 1977]], S. 285&amp;lt;/ref&amp;gt;  – eine klarsichtige Warnung, denn am 30. Januar 1933 übergeben die bürgerlichen Parteien Hitler und der NSDAP die Macht. Bei den Reichstagswahlen am 5. März 1933 erhält die NSDAP in Pforzheim 57,5 Prozent der Stimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Widerstand ===&lt;br /&gt;
1933 im Juni verteilen Karl Schroth, [[Hans Brammer]], [[Karl Otto Bührer]] und weitere SAP-Mitglieder in Pforzheim die illegalen Schrift „Das Fanal“, das Titelblatt zeigt eine Fotomontage mit schrecklichen Kriegs- und Verwüstungsszenen unter dem Titel „Durch Rüstung zum Krieg !“ &amp;lt;ref&amp;gt;Schroth 1977, S. 388&amp;lt;/ref&amp;gt;. [[1934]] heißt es „Hitler bedeutet Krieg!“ auf Zetteln, die Nazi-Gegner heimlich in Briefkästen stecken. Karl Schroth und die SAP leisten auch für Verfolgte Fluchthilfe nach Frankreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhaftung ===&lt;br /&gt;
1935 wird Karl Schroth inhaftiert und drei Tage verhört. Am 5. Mai [[1938]] verhaftet ihn die Gestapo erneut. Im März [[1939]] wird er aus der Einzelhaft im Pforzheimer Gefängnis nach [[Stuttgart]] verlegt. Am 6. September 1939 kommt der Volksgerichtshof Berlin nach [[Karlsruhe]] und verurteilt Karl Schroth zu zwei Jahren Gefängnis. Er muss in Darmstadt und Dieburg bei der Moor-Entwässerung mitarbeiten und im Straßenbau Steine klopfen. Im Frühjahr 1940 wird er entlassen und heiratet seine Verlobte Klara im Juni 1940. Er muss sich täglich bei der Gestapo melden, bis er im Mai 1941 zur Wehrmacht eingezogen wird. Von der Pforzheimer [[Buckenberg-Kaserne]] muss er zuerst nach Frankreich, dann nach Italien, wo er im Mai 1944 Italien in amerikanische Kriegsgefangenschaft gerät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Afrika ===&lt;br /&gt;
Ab Juni 1944 ist er im französischen Kriegsgefangenen-Wüstenlager Djelfa in der Nähe von Laghuat (Algerien), ab April 1945 in einem Arbeitslager nahe der Mittelmeerküste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Spätsommer [[1945]] am Rande der Sahara erfährt Karl Schroth, der Gegner der Nazi-Diktatur und des Eroberungskrieges, vom Schicksal seiner Heimatstadt am 23. Februar 1945, dem Tag des [[Luftangriff auf Pforzheim|Luftangriffs auf Pforzheim]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Auf der Straße, außerhalb des Stacheldrahtzauns, rasseln staubbedeckte Panzer mit allem Pipapo, Kradrädern, Jeeps und Munitionsfahrzeugen. Jawohl, ich schrecke bis ins Innere auf. Ich öffne die Augen ganz weit, die rasselnden Ungetüme sind grell bemalt – ein Jux, eine Fata Morgana – mit den Namen von unmittelbar an Pforzheim angrenzenden Gemeinden. Ich staune und lese: Kleinsteinbach, Königsbach, Bilfingen, Stein, Ersingen – auf jedem neu vorbeiziehenden Panzer – ein vertrauter Name. Sofort versuche ich einen Kradfahrer an den Zaun zu bekommen. Ohne Erfolg. Die Fahrzeuge donnern vorbei wie ein eiliges Gewitter. Die Heimat so fern und plötzlich so nah und umgehend wieder so fern. Ich gehe zu Freyér (einem Aufseher) und bitte ihn, einen dieser vorbeigerauschten Augenzeugen ausfindig zu machen, und nun erfahre ich von einem jungen Soldaten, dass seine Truppe in allen auf die Panzer gemalten Orte längere Zeit festgesessen ist. Und rücksichtsvoll, geradezu zögernd, gibt er preis, was ich ängstlich vermute: ‚Deine Stadt’ – er breitet die Arme weit aus – ‚tous cassé, kaputt, total kaputt.’ Ich fühle, wie mein Herz schneller schlägt, sich überhaspelt und zu rasen beginnt...“&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;Schroth, Manuskript, S. 44&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freiheit ===&lt;br /&gt;
Im Juli [[1947]] aus der Gefangenschaft entlassen, kehrt er im August nach Pforzheim zurück.&lt;br /&gt;
Karl Schroth wirkt nach dem Krieg mit beim Aufbau eines demokratischen Staates, durch seine Verbindungen als Zeitungsredakteur kommt [[Fritz Erler]] nach Pforzheim. Karl Schroth ist drei Jahre Vorsitzender der SPD, wirkt neun Jahre als Stadtrat für das Gemeinwesen und arbeitet bei der Volksbühne und der Arbeiterwohlfahrt mit. Karl Schroth stirbt 1999.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Das unbewältigte Kapitel&#039;&#039; (unveröffentlichtes Manuskript), o.O., o.J.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die entscheidenden Jahre&#039;&#039;, Pforzheim, 1974 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Und immer wieder für die Freiheit&#039;&#039;, Pforzheim, 1977&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Wikipedia}} (vom gleichen Erstautor)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Schroth, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pforzheimer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Gegner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.45.234.233</name></author>
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		<title>Karl Schroth</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;91.45.234.233: /* Werke */ -ext. link: ausgelagert in Vorlage:Schroth 1977&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Karl Schroth&#039;&#039;&#039; (* [[18. Januar]] [[1909]] in [[Pforzheim]], † [[1999]] in Pforzheim) war ein Widerstandskämpfer gegen die [[Nationalsozialismus|Nazi-Diktatur]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Karl Schroth wird 1909 in Pforzheim geboren. Durch den Vikar [[Erwin Eckert]] kommt er als Stahlgraveur-Lehrling zur Sozialistischen Jugend, zur Gewerkschaft (Deutscher Metallarbeiterverband) und tritt [[1927]] der [[SPD]] bei. [[1930]] schließt er sich der links von der SPD stehenden [[Sozialistische Arbeiterpartei Deutschlands|Sozialistischen Arbeiterpartei]] (SAP) an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im April 1932 warnen die Linksparteien: &#039;&#039;„Hitler heißt Krieg, Not, Hunger und Elend für das ganze deutsche Volk !“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Schroth: Und immer wieder für die Freiheit, Pforzheim, 1977, S. 285&amp;lt;/ref&amp;gt;  – eine klarsichtige Warnung, denn am 30. Januar 1933 übergeben die bürgerlichen Parteien Hitler und der NSDAP die Macht. Bei den Reichstagswahlen am 5. März 1933 erhält die NSDAP in Pforzheim 57,5 Prozent der Stimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Widerstand ===&lt;br /&gt;
1933 im Juni verteilen Karl Schroth, [[Hans Brammer]], [[Karl Otto Bührer]] und weitere SAP-Mitglieder in Pforzheim die illegalen Schrift „Das Fanal“, das Titelblatt zeigt eine Fotomontage mit schrecklichen Kriegs- und Verwüstungsszenen unter dem Titel „Durch Rüstung zum Krieg !“ &amp;lt;ref&amp;gt;Karl Schroth: Und immer wieder für die Freiheit, Pforzheim, 1977, S. 388&amp;lt;/ref&amp;gt;. [[1934]] heißt es „Hitler bedeutet Krieg!“ auf Zetteln, die Nazi-Gegner heimlich in Briefkästen stecken. Karl Schroth und die SAP leisten auch für Verfolgte Fluchthilfe nach Frankreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhaftung ===&lt;br /&gt;
1935 wird Karl Schroth inhaftiert und drei Tage verhört. Am 5. Mai [[1938]] verhaftet ihn die Gestapo erneut. Im März [[1939]] wird er aus der Einzelhaft im Pforzheimer Gefängnis nach [[Stuttgart]] verlegt. Am 6. September 1939 kommt der Volksgerichtshof Berlin nach [[Karlsruhe]] und verurteilt Karl Schroth zu zwei Jahren Gefängnis. Er muss in Darmstadt und Dieburg bei der Moor-Entwässerung mitarbeiten und im Straßenbau Steine klopfen. Im Frühjahr 1940 wird er entlassen und heiratet seine Verlobte Klara im Juni 1940. Er muss sich täglich bei der Gestapo melden, bis er im Mai 1941 zur Wehrmacht eingezogen wird. Von der Pforzheimer [[Buckenberg-Kaserne]] muss er zuerst nach Frankreich, dann nach Italien, wo er im Mai 1944 Italien in amerikanische Kriegsgefangenschaft gerät.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Afrika ===&lt;br /&gt;
Ab Juni 1944 ist er im französischen Kriegsgefangenen-Wüstenlager Djelfa in der Nähe von Laghuat (Algerien), ab April 1945 in einem Arbeitslager nahe der Mittelmeerküste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Spätsommer [[1945]] am Rande der Sahara erfährt Karl Schroth, der Gegner der Nazi-Diktatur und des Eroberungskrieges, vom Schicksal seiner Heimatstadt am 23. Februar 1945, dem Tag des [[Luftangriff auf Pforzheim|Luftangriffs auf Pforzheim]]: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Auf der Straße, außerhalb des Stacheldrahtzauns, rasseln staubbedeckte Panzer mit allem Pipapo, Kradrädern, Jeeps und Munitionsfahrzeugen. Jawohl, ich schrecke bis ins Innere auf. Ich öffne die Augen ganz weit, die rasselnden Ungetüme sind grell bemalt – ein Jux, eine Fata Morgana – mit den Namen von unmittelbar an Pforzheim angrenzenden Gemeinden. Ich staune und lese: Kleinsteinbach, Königsbach, Bilfingen, Stein, Ersingen – auf jedem neu vorbeiziehenden Panzer – ein vertrauter Name. Sofort versuche ich einen Kradfahrer an den Zaun zu bekommen. Ohne Erfolg. Die Fahrzeuge donnern vorbei wie ein eiliges Gewitter. Die Heimat so fern und plötzlich so nah und umgehend wieder so fern. Ich gehe zu Freyér (einem Aufseher) und bitte ihn, einen dieser vorbeigerauschten Augenzeugen ausfindig zu machen, und nun erfahre ich von einem jungen Soldaten, dass seine Truppe in allen auf die Panzer gemalten Orte längere Zeit festgesessen ist. Und rücksichtsvoll, geradezu zögernd, gibt er preis, was ich ängstlich vermute: ‚Deine Stadt’ – er breitet die Arme weit aus – ‚tous cassé, kaputt, total kaputt.’ Ich fühle, wie mein Herz schneller schlägt, sich überhaspelt und zu rasen beginnt...“&#039;&#039; &amp;lt;ref&amp;gt;Karl Schroth: Das unbewältigte Kapitel (unveröffentlichtes Manuskript), S. 44&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freiheit ===&lt;br /&gt;
Im Juli [[1947]] aus der Gefangenschaft entlassen, kehrt er im August nach Pforzheim zurück.&lt;br /&gt;
Karl Schroth wirkt nach dem Krieg mit beim Aufbau eines demokratischen Staates, durch seine Verbindungen als Zeitungsredakteur kommt [[Fritz Erler]] nach Pforzheim. Karl Schroth ist drei Jahre Vorsitzender der SPD, wirkt neun Jahre als Stadtrat für das Gemeinwesen und arbeitet bei der Volksbühne und der Arbeiterwohlfahrt mit. Karl Schroth stirbt 1999.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Das unbewältigte Kapitel&#039;&#039; (unveröffentlichtes Manuskript), o.O., o.J.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Die entscheidenden Jahre&#039;&#039;, Pforzheim, 1974 &lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Und immer wieder für die Freiheit&#039;&#039;, Pforzheim, 1977&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Wikipedia}} (vom gleichen Erstautor)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Schroth, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pforzheimer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Gegner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.45.234.233</name></author>
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		<title>Vorlage:Schroth 1977</title>
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		<updated>2008-03-17T14:24:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;91.45.234.233: /* Weblinks */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorlageergebnis ==&lt;br /&gt;
Text, der bei Verwendung dieser Vorlage (im Abschnitt &amp;quot;Literatur&amp;quot; eines Artikels einzufügen ist &amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Schroth 1977}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;) im Artikel erscheint:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;/noinclude&amp;gt;[[Karl Schroth]]: &#039;&#039;&amp;quot;Und immer wieder für die Freiheit: Pforzheimer sozialdemokratische Arbeiterbewegung 1924-1939&amp;quot;&#039;&#039;, Pforzheim ([[SPD Pforzheim|SPD-Kreisverband Pforzheim]]) 1977&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: hat &#039;&#039;keine&#039;&#039; ISBN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
== Weitere Auflagen ==&lt;br /&gt;
* (bislang noch keine bekannt geworden, Stand März 2008)&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://dispatch.opac.ddb.de/DB=4.1/SET=4/TTL=1/CMD?ACT=SRCHA&amp;amp;IKT=8500&amp;amp;SRT=YOP&amp;amp;TRM=Karl+Schroth+Freiheit Eintrag im Katalog der Deutschen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [http://www.stadtarchiv.mannheim.de/bibliostar/index.php?table_name=B%FCcher&amp;amp;function=details&amp;amp;where_field=Datensatznummer&amp;amp;where_value=7994 Eintrag im Bibliothekskatalog - Bücher] des [[Mannheim]]er Stadt[[archiv]]s &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtwiki:Literaturverweis-Vorlage|Schroth1977]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.45.234.233</name></author>
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		<title>Vorlage:Schroth 1977</title>
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		<updated>2008-03-17T14:24:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;91.45.234.233: /* Weblink */ +s&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorlageergebnis ==&lt;br /&gt;
Text, der bei Verwendung dieser Vorlage (im Abschnitt &amp;quot;Literatur&amp;quot; eines Artikels einzufügen ist &amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Schroth 1977}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;) im Artikel erscheint:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;/noinclude&amp;gt;[[Karl Schroth]]: &#039;&#039;&amp;quot;Und immer wieder für die Freiheit: Pforzheimer sozialdemokratische Arbeiterbewegung 1924-1939&amp;quot;&#039;&#039;, Pforzheim ([[SPD Pforzheim|SPD-Kreisverband Pforzheim]]) 1977&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: hat &#039;&#039;keine&#039;&#039; ISBN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
== Weitere Auflagen ==&lt;br /&gt;
* (bislang noch keine bekannt geworden, Stand März 2008)&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://dispatch.opac.ddb.de/DB=4.1/SET=4/TTL=1/CMD?ACT=SRCHA&amp;amp;IKT=8500&amp;amp;SRT=YOP&amp;amp;TRM=Karl+Schroth+Freiheit Eintrag im Katalog der Deutschen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [http://www.stadtarchiv.mannheim.de/bibliostar/index.php?table_name=B%FCcher&amp;amp;function=details&amp;amp;where_field=Datensatznummer&amp;amp;where_value=7994 Eintrag im Bibliothekskatalog - Bücher] des Stadtarchivs [[Mannheim]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtwiki:Literaturverweis-Vorlage|Schroth1977]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.45.234.233</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Vorlage:Schroth_1977&amp;diff=36056</id>
		<title>Vorlage:Schroth 1977</title>
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		<updated>2008-03-17T14:23:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;91.45.234.233: /* Weblink */ +1, aus Karl_Schroth#Werke&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorlageergebnis ==&lt;br /&gt;
Text, der bei Verwendung dieser Vorlage (im Abschnitt &amp;quot;Literatur&amp;quot; eines Artikels einzufügen ist &amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Schroth 1977}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;) im Artikel erscheint:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;/noinclude&amp;gt;[[Karl Schroth]]: &#039;&#039;&amp;quot;Und immer wieder für die Freiheit: Pforzheimer sozialdemokratische Arbeiterbewegung 1924-1939&amp;quot;&#039;&#039;, Pforzheim ([[SPD Pforzheim|SPD-Kreisverband Pforzheim]]) 1977&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: hat &#039;&#039;keine&#039;&#039; ISBN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
== Weitere Auflagen ==&lt;br /&gt;
* (bislang noch keine bekannt geworden, Stand März 2008)&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblink ==&lt;br /&gt;
* [http://dispatch.opac.ddb.de/DB=4.1/SET=4/TTL=1/CMD?ACT=SRCHA&amp;amp;IKT=8500&amp;amp;SRT=YOP&amp;amp;TRM=Karl+Schroth+Freiheit Eintrag im Katalog der Deutschen Bibliothek]&lt;br /&gt;
* [http://www.stadtarchiv.mannheim.de/bibliostar/index.php?table_name=B%FCcher&amp;amp;function=details&amp;amp;where_field=Datensatznummer&amp;amp;where_value=7994 Eintrag im Bibliothekskatalog - Bücher] des Stadtarchivs [[Mannheim]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtwiki:Literaturverweis-Vorlage|Schroth1977]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.45.234.233</name></author>
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		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Heinz_Kappes&amp;diff=36055</id>
		<title>Heinz Kappes</title>
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		<updated>2008-03-17T14:16:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;91.45.234.233: /* Literatur */ mit Vorlage {{Schroth_1977}}&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Heinz Kappes&#039;&#039;&#039; (* [[30. November]] [[1893]] in Fahrenbach/Odenwald; † [[1. Mai]] [[1988]] in [[Stuttgart]]) war [[evangelisch]]er Vikar und Pfarrer in Pforzheim-[[Brötzingen]] und [[Büchenbronn]] und Gegner des {{NS}}-Regimes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heinz Kappes studierte Theologie und Orientalistik und war von 1914 bis 1918 im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] als Kriegsfreiwilliger Offizier (Eisernes Kreuz II. und I. Klasse, Zähringer Löwenorden mit Schwertern, Schwarzes Verwundetenabzeichen). 1919 arbeitete er als Vikar in Brötzingen. Er war wie die Pfarrer [[Wilhelm Bollmann]] ([[Buckenberg]]) und [[Erwin Eckert]] Mitglied im „Bund der Religiösen Sozialisten“ innerhalb der evangelischen Landeskirche, der den sozialen Auftrag des Christentums in den Mittelpunkt stellt. Als Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands ([[Sozialdemokratische Partei Deutschlands|SPD]]) war er in [[Pforzheim]] und [[Ispringen]] als Redner u.a. zum Thema Sexualethik tätig, weiter als gewähltes Mitglied der evangelischen Landessynode und als Stadtrat für die SPD in [[Karlsruhe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon 1923 warnte Kappes, &#039;&#039;„dass vom [[Nationalsozialismus]] und von Hitler eine ungeheuere Katastrophe droht&#039;&#039;“&amp;lt;ref&amp;gt;[[#Literatur|Balzer, Miszellen, S. 120]]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berufsverbot und Exil ===&lt;br /&gt;
[[1933]] protestierte Heinz Kappes gegen das Schulverbot für [[Juden]] an höheren Schulen. In seiner Pfingstpredigt 1933 in [[Büchenbronn]], wohin ihn die Kirchenleitung strafversetzt hatte, kritisierte er, dass über 26.000 Gegner der [[NSDAP]] in Gefängnissen und Arbeitslagern eingesperrt sind. &lt;br /&gt;
Ein Brief von Heinz Kappes an [[Baden]]s widerrechtlich abgesetzten Innenminister, ein SPD-Mann wie er selbst, ins Konzentrationslager Kislau bei Bruchsal wurde abgefangen. Kappes wurde am [[21. August]] verhaftet und zehn Tage im [[JVA Pforzheim|Gefängnis]] in Pforzheim eingesperrt. Die evangelische Landeskirche ließ ihn fallen, am 1. Dezember 1933 enthob sie ihn seines Amtes, die NS-Diktatur wies ihn aus [[Baden]] aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1934 war er zunächst als Tourist in Palästina; 1935 reiste die ganze Familie - er, seine Frau und ihre vier Kinder - aus nach Jerusalem, wo er als Deutschlehrer Beschäftigung fand. [[1939]] war er im britischen Mandatsgebiet für neun Monate interniert und arbeitete anschließend für die „British Food Control“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rückkehr ===&lt;br /&gt;
1948 kehrte Heinz Kappes aus dem Exil in Palästina/Israel nach Karlsruhe zurück. Die evangelische Landeskirche rehabilitierte ihn. Er wurde Religionslehrer sowie Mitbegründer der „Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit“ und engagierte sich in der Diakonie für die „Mühseligen und Beladenen“. Heinz Kappes starb 1988 in Stuttgart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ausstellung: Mut zum Widerstehen – Pforzheim 1933 – 1945, Dokumentation der Ausstellungstafeln, Hrsg.: [[Stadtjugendring Pforzheim]] und[[ Volkshochschule]], Redaktion: [[Gerhard Brändle]], Pforzheim, 1995&lt;br /&gt;
* Friedrich-Martin Balzer, &#039;&#039;Miszellen zur Geschichte des deutschen Protestantismus&#039;&#039;, Marburg, 1990&lt;br /&gt;
* Friedrich-Martin Balzer, Gert Wendelborn, &#039;&#039;„Wir sind keine stummen Hunde“, Heinz Kappes (1893 – 1988)&#039;&#039;, Bonn, 1994&lt;br /&gt;
* Günter Heinz, &#039;&#039;Berggemeinde Büchenbronn&#039;&#039;, Pforzheim, 1975&lt;br /&gt;
* {{Schroth 1977}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt;&amp;lt;references/&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Wikipedia}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Kappes, Heinz}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Gegner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pforzheimer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.45.234.233</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Karl_Richardon&amp;diff=36054</id>
		<title>Karl Richardon</title>
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		<updated>2008-03-17T14:16:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;91.45.234.233: /* Literatur */ mit Vorlage {{Schroth_1977}}&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Karl Richardon&#039;&#039;&#039; ([[27. Juni]] [[1899]] in [[Wiernsheim]], † [[31. August]] [[1970]] in [[Pforzheim]]) war Schlosser, Gemeinderat in Pforzheim und Gegner der [[Nationalsozialist]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In der Weimarer Republik == &lt;br /&gt;
Karl Richardon lernt den Beruf des Schlossers, nach 1918 wird er Mitglied der [[SPD]] und [[1930]] zum Gemeinderat in Pforzheim gewählt. Er ist Mitglied des „Reichsbanners“ und der „Eisernen Front“, den paramilitärischen Organisationen der SPD und [[Gewerkschaft]]en zur Verteidigung der Republik. Bei den „Freien Radlern“, dem „Arbeiter-Rad- und Kraftfahrbund Solidarität“, ist er aktiv, ab [[1932]] auch im Vorstand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gegen den Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
Am [[4. April]] [[1933]] erklärt das [[badisch]]e Staatsministerium, dass der Arbeiter-Rad- und Kraftfahrbund Solidarität aufgelöst und sein Vermögen beschlagnahmt ist. Nach der Auflösung der SPD am [[22. Juni]] 1933 durch den Reichsminister des Inneren arbeitet Karl Richardon bei der inzwischen illegalen [[Sozialistische Arbeiterpartei|Sozialistischen Arbeiterpartei]] (SAP) in Pforzheim mit und übernimmt Verantwortung für die Leitung einer Dreiergruppe im Pforzheimer Widerstand. [[1935]] kommt es zu ersten Verhören von SAP-Leuten durch die [[Gestapo]], u.a. werden [[Karl Otto Bührer]] und [[Karl Schroth]] kurzfristig verhaftet. Erst am [[9. Juni]] [[1938]] gelingt der Gestapo die Verhaftung von Karl Richardon, am 14. März 1939 steht er zusammen mit Otto Habmann, Konrad Söll, [[Hans Brammer]], Ludwig Bub, Arthur Wenger, Karl Ohlau, Adolf Mocker, Otto Knöller und Josef Dörflinger vor dem Oberlandesgericht Stuttgart wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“.  Karl Richardon wird zu drei Jahren Gefängnis verurteilt, es ist nicht bekannt, wo er bis zum 14. Dezember 1940 inhaftiert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach 1945: Für das Gemeinwesen ==   &lt;br /&gt;
Von [[1946]] bis [[1965]] ist Karl Richardon für die SPD Mitglied im Pforzheimer [[Gemeinderat Pforzheim|Gemeinderat]], zeitweise ist er Kreisvorsitzender der SPD. In der „Vereinigung der Verfolgten des Nazi-Regimes“ (VVN) engagiert er sich für die Überlebenden des Nazi-Terrors, für die Überlebenden der Konzentrationslager, [[1947]] wird er zum öffentlichen Anwalt für Wiedergutmachung beim [[Amtsgericht Pforzheim]] berufen und versucht, den von 1933 bis 1945 durch das NS-Regime Geschädigten zumindest materiell zu ihrem Recht zu verhelfen. [[1967]] erhält er den [[Ehrenring der Stadt Pforzheim]]. Karl Richardon stirbt am 31. August 1970.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Brändle 1985}}&lt;br /&gt;
* Klaus Dagenbach, Markus Rupp, &#039;&#039;Die Pforzheimer SAPD im Widerstand&#039;&#039;, Pforzheim, 1995&lt;br /&gt;
* Christian Groh, &#039;&#039;Das war das 20. Jahrhundert in Pforzheim&#039;&#039;, Gudensberg-Gleichen, 2000&lt;br /&gt;
* {{Schroth 1977}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Richardon, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pforzheimer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Gegner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.45.234.233</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Werner_Reinheimer&amp;diff=36053</id>
		<title>Werner Reinheimer</title>
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		<updated>2008-03-17T14:15:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;91.45.234.233: /* Literatur */ mit Vorlage {{Schroth_1977}}&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Werner Reinheimer&#039;&#039;&#039; (geboren [[20. Dezember]] [[1912]] in [[Pforzheim]]; gestorben nach 1983) war ein [[jüdisch]]er Sozialist und Gegner des [[Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jugend ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werner Reinheimer wächst in einem streng jüdischen Elternhaus auf, er soll – im Gegensatz zu seiner Kraftnatur – nicht Fußball spielen, sondern Sprachen lernen, lesen und zuhause bleiben. Er besucht die Oberrealschule, das heutige [[Hebel-Gymnasium]], in der Rugby-Schulmannschaft ist er Mittelstürmer, im Sport einer der Besten. Sein Sportlehrer ist Prof. Dr. [[Herbert Kraft]], ein aktiver Nationalsozialist ab 1929, nach 1933 Ministerialrat im [[Baden|Badischen]] Unterrichtsministerium. Als ein jüdischer Schüler namens Pollak im Turnunterricht eine Welle am Reck nicht schafft, kommentiert dieser Lehrer: &#039;&#039;„Andere aufs Kreuz legen, das kannst du, eine Bauchwelle, das kannst du nicht!“&#039;&#039; Diese antisemitische Bemerkung beantwortet Werner Reinheimer: &#039;&#039;„Kraft, Sie sind in Schuft!“&#039;&#039;, worauf dieser ihm mit der Rute ins Gesicht schlägt. Hinzugerufene Lehrkräfte beenden die Schlägerei, Werner Reinheimer darf nicht das Abitur machen und wird Reisender für [[Schmuck]]waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Werner Reinheimer ist Mitglied der jüdischen Jugendbewegung „Kameraden“ genauso wie Kurt Baruch, Wilhelm Blum, Hans Pollak und Paul Strimpel. Bei der Spaltung der jüdischen Jugendbewegung schließt er sich nicht der Gruppe um Martin Buber an, sondern der Sozialistischen Arbeiterjugend (SAJ), der Jugendorganisation der [[SPD]], deren politische Ausrichtung in dem „Lied der Falken“ zum Ausdruck kommt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Nie, nie woll’n wir Waffen tragen!&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Nie, nie woll’n wir wieder Krieg!&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Laßt die reichen Herren sich alleine schlagen,&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;wir machen einfach nicht mehr mit!“&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Faschistische Gefahr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende [[1931]] treten mehr als zwei Drittel der Pforzheimer SAJ-Mitglieder, mehr als 40 Personen, aus der SPD aus, weil sie mit dem Kurs der Parteiführung, u.a. Zustimmung zum Bau von Panzerkreuzern, nicht mehr einverstanden sind. Einige Tage später gehen sie geschlossen zur neugegründeten [[Sozialistische Arbeiterpartei|Sozialistischen Arbeiterpartei]] (SAP). Diese versteht sich als Versuch, eine Einheitsfront gegen die drohende faschistische Gefahr herzustellen, nach [[Karl Schroth]] eine &#039;&#039;„Brücke, um die beiden antifaschistischen Parteien SPD und KPD durch die dritte Kraft im Kampf gegen Hitler näherzubringen“&#039;&#039;.  &lt;br /&gt;
Werner Reinheimer spricht bei öffentlichen Versammlung für die SAP, schreibt für das Kabarett „Die Roten Trommler“ mit Karl Schroth die Texte und gerät so in die Schußlinie des politischen Gegners, er bekommt im Sommer [[1932]] Morddrohungen und nachgedruckte Fahrkarten „Ab nach Jerusalem!“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Illegalität ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Februar [[1933]] wird die SAP in die Illegalität gedrängt, ihre Presse verboten; die Partei geht auf Tauchstation, lässt Schreib- und Abzugsmaschinen, Bücher und Propagandamaterial verschwinden. Decknamen werden benutzt, aus Werner Reinheimer wird &amp;quot;Uli&amp;quot;, aus Karl Schroth wird &amp;quot;Herbert&amp;quot;. Es gibt keine öffentlichen Versammlungen mehr, nur noch Treffs von Dreiergruppen, gefährliche Korrespondenz geht ab jetzt in unsichtbarer Tinte. Werner Reinheimer bekommt „Besuch“ von der [[Gestapo]] und wird für kurze Zeit festgenommen, da die Nationalsozialisten bei ihm Gelder der illegalen Partei und Druckmaschinen vermutet. Seine geschäftlichen Kontakte und Auslandsreisen nutzt er für Kurierdienste zur SAP-Zentrale in Paris. Im Frühjahr 1935 verläßt Werner Reinheimer seine Heimat Richtung Brasilien, da seine Existenz als Reisender in Sachen Schmuck zunehmend verunmöglicht wird. &lt;br /&gt;
So gehört er zu denen, die durch die erzwungene Flucht immerhin ihr Leben retten konnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abschied ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Brief im August [[1980]] erinnert Werner Reinheimer sich an eine Abschiedsepisode in Pforzheim:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Sogar ein längst vergessener Vers von mir kam plötzlich nochmals hervor aus einer Zeit (1935), als ich Teile der Kessheit der ‚Roten Trommler’ in einen Kabarettabend der jüdischen Gemeinde zu tragen versuchte, um die anwesende Gestapo zu ärgern und den ach so schwankenden Mut etwas zu stärken:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;Wir wandern aus nach Birma,&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;gründen eine neue Firma,&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;gründen eine neue Bank,&lt;br /&gt;
:&#039;&#039;denn das liegt uns, Gott sei Dank…&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Das alles ist vorbei, hat vielleicht die Sekunde gedauert, um irgendjemandem bei seinem Entscheid behilflich zu sein und war es wert.“&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1980 kommt es in Pforzheim noch einmal zu Zusammentreffen von Kurt Baruch, Karl Schroth und Werner Reinheimer im Kreis der noch lebenden SAP-Mitglieder, [[1983]] gehört Werner Reinheimer zu der ersten Gruppe ehemaliger jüdischer Bürger, die die Stadt Pforzheim in ihre ehemalige Heimat einlädt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Todesdatum ist unbekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Gurs – Vorhölle von Auschwitz, Antisemitismus in Pforzheim 1920 – 1980, Dokumente, Fotos Berichte&#039;&#039;, Hrsg. [[Stadt Pforzheim]], Zusammenstellung [[Gerhard Brändle]]. Pforzheim 1980&lt;br /&gt;
* [[Pforzheimer Kurier]] vom 24.12. 1983&lt;br /&gt;
* Werner Reinheimer an [[Kurt Baruch]], Brief August 1980 (Archiv [[Gerhard Brändle]])&lt;br /&gt;
* {{Schroth 1977}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Reinheimer, Werner}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Gegner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pforzheimer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.45.234.233</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Hans_Brammer&amp;diff=36052</id>
		<title>Hans Brammer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Hans_Brammer&amp;diff=36052"/>
		<updated>2008-03-17T14:15:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;91.45.234.233: /* Literatur */ mit Vorlage {{Schroth_1977}}&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{inArbeit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hans Brammer&#039;&#039;&#039; (20. 4. 1907 in Huchenfeld, heute Ortsteil von Pforzheim, gest. nach 1994), Holzfacharbeiter in Pforzheim, war Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weimarer Zeit ==&lt;br /&gt;
Hans Brammer ist ab 1924 Gewerkschaftsmitglied und engagiert beim Sozialistischen Jugendverband und der SPD. 1931 geht er mit vielen jüngeren SPD-Mitgliedern in Pforzheim zur links von der SPD stehenden neugegründeten Sozialistischen Arbeiter-Partei (SAP). Der Huchenfelder Ortsverein der SAP besteht mehrheitlich aus Mitgliedern der Deutschen Friedens-Gesellschaft, die die Zustimmung der SPD zum Bau von Panzerkreuzern ablehnt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Vor den Reichspräsidentenwahlen im April 1932 warnen die Linksparteien: &#039;&#039;„Hitler heißt Krieg, Not, Hunger und Elend für das ganze deutsche Volk !“&#039;&#039; – auch bei der gemeinsamen Demonstration von SAP und KPD am 16. 7. 1932 in Pforzheim - eine klarsichtige und leider vergebliche Warnung, denn am 30. Januar 1933 übergeben die bürgerlichen Parteien Hitler und der NSDAP die Macht. Bei der Reichstagswahl 1933 erhält die NSDAP in Pforzheim 57,5 Prozent der Stimmen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Widerstand und Zuchthaus == &lt;br /&gt;
Im Juni 1933 verteilen Hans Brammer, [[Karl Otto Bührer]], [[Karl Schroth]] und weitere SAP - Mitglieder in Pforzheim die illegalen Schrift „Fanal“, das Titelblatt zeigt eine Fotomontage mit schrecklichen Kriegs- und Verwüstungsszenen unter dem Titel &#039;&#039;„Durch Rüstung zum Krieg !“&#039;&#039; 1934 heißt es &#039;&#039;„Hitler bedeutet Krieg!“&#039;&#039; auf Zetteln, die die SAP - Mitglieder heimlich in Briefkästen stecken. Die Mitglieder der SAP leisten auch für Verfolgte Fluchthilfe nach Frankreich – organisiert mithilfe des Pfarrer [[Friedrich Honecker]] in Schwann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. 5. 1938 verhaftet die Gestapo Hans Brammer und weitere 15 SAP-Mitglieder,  das Oberlandesgericht Stuttgart verurteilt ihn am 14. 3. 1939 zu 3 ½ Jahren Gefängnis wegen &amp;quot;Vorbereitung zum Hochverrat, die er zuerst im Zuchthaus Ludwigsburg und anschließend im Zuchthaus Brandenburg-Görden absitzen muss.&lt;br /&gt;
Im Mai 1941 entlassen, wird er als &amp;quot;wehrunwürdig&amp;quot; 1943 zum Strafbataillon 999 eingezogen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Freiheit ==&lt;br /&gt;
1947 wird Hans Brammer aus englischer Kriegsgefangenschaft in Ägypten entlassen. Er schließt sich der SPD an, arbeitet bei der AOK, wird Mitglied der Gewerkschaft ÖTV, heute Verdi, ist Mitbegründet der &amp;quot;Gemeinnützigen Baugenossenschaft Huchenfeld&amp;quot; und übernimmt als Gemeinderat in Huchenfeld Verantwortung für das Gemeinwesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur == &lt;br /&gt;
* Klaus Dagenbach, Markus Rupp: &#039;&#039;Die Pforzheimer SAPD im Widerstand&#039;&#039;, Pforzheim, 1995&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;„Mut zum Widerstehen“&#039;&#039;, Ausstellung Pforzheim 1933 – 1945, Dokumentation der Ausstellungstafeln, Hrsg.: [[Stadtjugendring Pforzheim]], Redaktion: [[Gerhard Brändle]], Pforzheim, 1995&lt;br /&gt;
* [[Pforzheimer Kurier]] vom 24. 3. 1994&lt;br /&gt;
* {{Schroth 1977}}&lt;br /&gt;
* Walter Uhlmann (Hrsg.): &#039;&#039;Sterben um zu leben, Politische Gefangene im Zuchthaus Brandenburg-Görden&#039;&#039; 1933–1945, Köln, 1983&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.45.234.233</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Emil_Odenheimer&amp;diff=36051</id>
		<title>Emil Odenheimer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Emil_Odenheimer&amp;diff=36051"/>
		<updated>2008-03-17T14:12:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;91.45.234.233: /* Quellen */ -Schroth&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Emil Odenheimer.jpg|thumb|Emil Odenheimer]]&lt;br /&gt;
Dr. jur. &#039;&#039;&#039;Emil Odenheimer&#039;&#039;&#039; (geboren [[5. Mai]] [[1872]] in [[Geboren in::Mannheim]], gestorben [[1. November]] [[1956]] in [[Gestorben in::Baden-Baden]]) war Opfer des [[Antisemitismus]] und als Amtsgerichtsrat in [[Pforzheim]] und als [[Juden|Jude]] von einem Berufsverbot durch die [[Nationalsozialismus|Nationalsozialisten]] betroffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
=== Ausbildung und Beruf ===&lt;br /&gt;
Emil Odenheimer kommt nach dem 2. Staatsexamen über das Notariat Messkirch 1901 nach Pforzheim. 1905 wird er Oberamtsrichter beim [[Amtsgericht Pforzheim]]. Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] erhält er das Eiserne Kreuz Erster Klasse. Ab [[1923]] leitet er das Amtsgericht. 1924 heiratet er Anna Josefine Martin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1933 ===&lt;br /&gt;
Nach den Wahlen am [[5. März]] [[1933]], bei denen die [[NSADP]] in Pforzheim 57,5 Prozent der Stimmen erhält, und nach der ersten offenen antisemitischen Aktion am [[1. April]] 1933, dem Boykott von Geschäften, deren Inhaber Mitglied der [[Juden|jüdischen]] Gemeinde waren, verbietet eine Anordnung von Kommissar Dr. Rupp im [[Baden|badischen]] Justizministerium in [[Karlsruhe]] vom 6. April 1933 den jüdischen Anwälten, das Gerichtsgebäude zu betreten. Betroffen sind in Pforzheim Dr. Arthur Bloch, Samuel Fetterer, Dr. Oskar Netter, Julius Schnurmann sowie Adolf und Dr. Robert Weil.  &lt;br /&gt;
Im Zuge der Gleichschaltung der Justiz erhält Amtsgerichtsrat Dr. Emil Odenheimer als einziger Richter jüdischer Religionszugehörigkeit am Amtsgericht Pforzheim vom Landgerichtspräsident die Aufforderung, ein Urlaubsgesuch einzureichen. Er wird Zielscheibe einer Kampagne der Hitlerjugend und bekommt Briefe, adressiert an den „Rotarier und Rassejuden Novemberling Dr. Odenheimer“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Berufsverbot ===&lt;br /&gt;
Da Emil Odenheimer Frontsoldat war, erfolgt die Zwangspensionierung nicht sofort 1933, sondern erst 1934, nach anderen Angaben lässt er sich in den Ruhestand versetzen bzw. wird am 1. Januar 1935 außer Dienst gesetzt. &lt;br /&gt;
Am 15. November 1938 zieht er nach Baden-Baden um. Als Partner einer sogenannten „Mischehe“ übersteht er die Zeit der Nazi-Diktatur, er wird auch nicht – wie andere Partner von „Mischehen“ – 1942 bzw. 1945 ins KZ Theresienstadt deportiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== nach 1945 ===&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg setzen die Alliierten Emil Odenheimer als Vorsitzender einer der beiden Kammern des Landgerichts Baden-Baden ein, später arbeitet er als Landgerichtsdirektor. Er stirbt am 1. November 1956 in Baden-Baden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerung ==&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aktuell]]&lt;br /&gt;
Ab Ende März [[2008]] soll eine Stele vor dem Großen Sitzungssaal des Amtsgerichts Pforzheim in der [[Lindenstraße]] an Dr. jur. Emil Odenheimer erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* {{Brändle 1985}}&lt;br /&gt;
* [[Pforzheimer Zeitung]] vom 1. Dezember 2007&lt;br /&gt;
* Angelika Schindler: &#039;&#039;Der verbrannte Traum, Jüdische Bürger und Gäste in Baden-Baden&#039;&#039;, Bühl-Moos, 1992&lt;br /&gt;
* Stadtarchiv Baden-Baden, Auskunft 29. Februar 2008&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Odenheimer, Emil}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jurist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pforzheimer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.45.234.233</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Arisierung&amp;diff=36050</id>
		<title>Arisierung</title>
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		<updated>2008-03-17T14:09:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;91.45.234.233: /* Quellen */ mit Vorlage {{Schroth_1977}}&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Als &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Arisierung&amp;quot;&#039;&#039;&#039; wurde im [[Nationalsozialismus]] die planmäßige und schrittweise Ausschaltung von Menschen [[jüdisch]]er Religionszugehörigkeit aus dem Wirtschaftsleben durch die [[Antisemitismus|antisemitische]] Politik der [[NSDAP]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Pforzheim]] kommt es schon im Mai [[1920]] zu antisemitisch motivierten Boykott-Aufrufen: An Schaufenstern in der Innenstadt kleben Zettel mit der Aufschrift: &#039;&#039;&amp;quot;Kauft nicht bei Juden!&amp;quot;&#039;&#039; Die &amp;quot;Freie Presse&amp;quot;, Organ der [[SPD]], kommentiert: &#039;&#039;&amp;quot;Wenn die antisemitisch-deutsch-nationalen Hetzpolitiker glauben, uns Arbeiter aufputschen zu können, so beweisen sie damit ihre groteske Gedankenlosigkeit. Wucherer, Schieber und Schwindler sind in allen Konfessionen und Rassen vertreten&amp;quot;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober [[1923]] kleben Unbekannte über Nacht an Türen und Schaufenster jüdischer Geschäftsleute Zettel mit der Aufschrift: &#039;&#039;&amp;quot;Kauft nicht bei Juden!&amp;quot;&#039;&#039; Die &amp;quot;Freie Presse&amp;quot; schreibt dazu: &#039;&#039;&amp;quot;Die Arbeiterschaft will für den wenigen Lohn, den sie erhält, möglichst viel gute Ware erhalten. Wer daher in der Lage ist, die werktätige Bevölkerung mit preiswerten Bedarfsartikeln zu versorgen, ist ihr willkommen, mag es ein Christ, Jude oder Heide sein&amp;quot;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Boykott am 1. April 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[31. März]] [[1933]] beginnt die erste offene antisemitische Aktion der NSDAP mit dem Boykott von Läden, Arztpraxen und Rechtsanwaltsbüros, deren Besitzer zur jüdischen Gemeinde gehören. SA-Männer unter Leitung des Standartenführers Rilling versperren den Zugang z.B. zum [[Galeria Kaufhof#Geschichte|Kaufhaus Schocken]] und fordern die Käufer zum Verlassen des Hauses auf. In der Nacht zum Samstag kleben Nationalsozialisten an jüdische Geschäfte Zettel mit Aufschriften wie &amp;quot;Ein Lump und Landesverräter ist, wer in jüdischen Geschäften kauft!&amp;quot; oder &amp;quot;Geschlossen, da abgereist nach Palästina&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Am [[1. April]] 1933 stehen ab 10 Uhr morgens SA- und SS-Männer vor den Eingängen der boykottierten Geschäfte, blockieren sie und halten mögliche Käufer durch Warnungen vom Betreten der Geschäfte ab, so bei den Kaufhäusern Schocken (heute [[Galeria Kaufhof]]) und Knopf (am [[Marktplatz (Pforzheim)|Marktplatz]]) und auch beim Fotograf [[Max Rödelsheimer]] am [[Schloßberg]]. Durch das &amp;quot;Gesetz zum Schutz des deutschen Einzelhandels&amp;quot; mit Einschränkungen für Warenhäuser und durch das Verbot für NSDAP-Mitglieder, in Warenhäusern einzukaufen, kommt es zu Umsatzeinbußen. Am [[9. Mai]] 1933 beschließt der gleichgeschaltete neue Stadtrat Pforzheims, dass städtische Betriebe und das Wohlfahrtsamt nichts mehr aus Warenhäusern, Konsumvereinen und jüdischen Geschäften beziehen dürfen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== &amp;quot;Arisierung&amp;quot; in Pforzheim ==&lt;br /&gt;
Im Gebiet der heutigen [[Fußgängerzone]] und der anliegenden [[Leopoldstraße|Leopold-]] bzw. [[Zerrennerstraße]] befanden sich bis 1933 insgesamt 18 Geschäfte, deren Inhaber der jüdischen Religionsgemeinschaft angehörten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Deutsch (Handarbeitsgeschäft), Klein (Möbel), Rödelsheimer (Fotoatelier) und Tannhauser (Lederhandlung) am [[Schloßberg]]&lt;br /&gt;
* Kaufhaus Knopf und Krüger &amp;amp; Wolff (Bekleidung)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://213.198.75.156/home2002/download/step21_weisse_flecken_zeitung.pdf &#039;&#039;Weiße Flecken&#039;&#039;, Januar 2006], S. 7 (Arisierung in Pforzheim)&amp;lt;/ref&amp;gt; am Marktplatz&lt;br /&gt;
* Benjamin(Friseurin), Edox (Schuhe), zweimal Kahn (Bekleidung), Kaufhaus Schocken und Speier (Schuhe) an der [[Westliche Karl-Friedrich-Straße|Westlichen]]&lt;br /&gt;
* Globus (Bekleidung), Schauer (Schuhe), Sigmann (Wäsche) und Simon (Café) an der Leopoldstraße&lt;br /&gt;
* Mazur (Lederwaren) und Mlotek (Schuhe) an der Zerrennerstraße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sieben der Geschäftsinhaber wurden bis 1938 durch Boykott und daraus folgend durch Umsatzrückgang zur Aufgabe gezwungen, elf Geschäfte wurden &amp;quot;arisiert&amp;quot;. &lt;br /&gt;
14 der Besitzer, der betroffenen Familien bzw. der Angestellten &#039;&#039;&amp;quot;starben verfolgungsbedingt&amp;quot;&#039;&#039; im südfranzösischen Internierungslager [[Gurs]], &#039;&#039;&amp;quot;im Osten&amp;quot;&#039;&#039;, im Konzentrationslager Bergen-Belsen, in Tröbitz bzw. im Vernichtungslager Auschwitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ähnliches geschah auch in der [[Nordstadt]] bzw. am [[Güterbahnhof]]. Neben den Besitzern von Ladengeschäften waren auch Lehrer und Lehrerinnen vom Berufsverbot betroffen (Ascher, Bloch, David, Kahn, Kassewitz), Ärzte, Rechtsanwälte, Schmuckfabriken, Apotheker, Edelsteinhändler, Viehhändler, Bankiers... wurden z.T. zur Aufgabe gezwungen, d.h. das Geschäft, die Firma bzw. die Praxis verschwanden, z.T. wurden die Geschäfte von nichtjüdischen Personen &amp;quot;übernommen&amp;quot;, &amp;quot;arisiert&amp;quot;, liefen also unter neuem Namen weiter.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Adressbuch Pforzheim, laufende Jahrgänge 1933 ff.&lt;br /&gt;
* {{Brändle 1985}}&lt;br /&gt;
* {{Brändle 1990}}&lt;br /&gt;
* Michail Fundaminski: &#039;&#039;Aus der Vergangenheit Pforzheimer Warenhäuser&#039;&#039;, in: &#039;&#039;Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins&#039;&#039;, 155. Bd. (116. Bd. der neuen Folge), Stuttgart, 2007, S. 505 ff.&lt;br /&gt;
* [[Pforzheimer Anzeiger]] vom 1. April 1933&lt;br /&gt;
* [[Pforzheimer Kurier]] vom 7. März 1998&lt;br /&gt;
* [[Pforzheimer Zeitung]] vom 10. März 1998 &lt;br /&gt;
* {{Schroth 1977}}&lt;br /&gt;
* [[Olaf Schulze]]: &#039;&#039;Pforzheim, ein verlorenes Stadtbild&#039;&#039;, Gudensberg-Gleichen, 1994&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{wikipedia}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalsozialismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.45.234.233</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Auswanderung_aus_Pforzheim_in_der_Zeit_der_Weimarer_Republik&amp;diff=36049</id>
		<title>Auswanderung aus Pforzheim in der Zeit der Weimarer Republik</title>
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		<updated>2008-03-17T14:08:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;91.45.234.233: /* Quellen */ mit Vorlage {{Schroth_1977}}&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Im Zeitraum von [[1924]] bis [[1928]] wanderten über 10 000 Menschen aus [[Pforzheim]] aus, ungefähr vier Fünftel von ihnen nach Nordamerika, der Rest nach Australien und Kanada. Dieser Bevölkerungsverlust durch Emigration konnte erst ab 1928 durch Zuwanderung aus wirtschaftlich noch schwächeren Umlandgemeinden wettgemacht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Auswanderer ab 1924 waren keine arbeitslosen Hilfskräfte, sondern gut ausgebildete Spitzenkräfte wie Juwelierarbeiter und Mustermacher. &lt;br /&gt;
Der entscheidende Grund für die Auswanderungswelle war die sich ab 1924 verschlechternde wirtschaftliche Lage:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- In der Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie wurden „notorisch niedrige Löhne“ bezahlt, außerdem stiegen die Sätze der Lohnsteuer und die der Sozialabgaben ständig, sodass der ohne hin konjunkturabhängig schwankende Lohn trotz Vollzeitbeschäftigung nicht reichte. Aus dem Jahr [[1926]] stammt die Warnung, dass &#039;&#039;„die Auswanderung qualifizierter Arbeitskräfte, besonders in die USA, besorgniserregende Ausmaße angenommen“&#039;&#039; hat.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- Die Zahl der Arbeitslosen wuchs von 2900 am Jahresende 1925 auf 8595 im Juli 1926. Ende 1930 musste die Stadt 2947 Haushalten mit 9210 Personen finanziell unter die Arme greifen. Die Anzahl der von städtischer Fürsorge abhängigen Haushalte vergrößerte sich [[1932]] noch einmal von 5700 im Vorjahr auf 8100. Damit bezog jeder dritte Einwohner der Stadt Pforzheim irgendwelche Unterstützung.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- Die Zahl der Kurzarbeitenden stieg ab Mitte der zwanziger Jahre ständig an, sodass 1932 eine Beschäftigung an vier Tagen in der Woche als „gut“ galt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
- Zudem weigerten sich die Fabriken, Lehrlinge einzustellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen die immer größer werdenden sozialen Not richteten die [[Caritas]] und der evangelische Jugend – und Wohlfahrtsdienst [[1931]] eine Wärmestube für Erwerbslose ein. Die Heilsarmee organisierte zusammen mit der Firma Pfannkuch eine Speiseküche, in der Bedürftige bereits für 20 Pfennig ein Mittagessen bekamen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieser wirtschaftlichen Entwicklung ab der Mitte der zwanziger Jahre entschieden sich viele Familien, Menschen mit und ohne Arbeit, ihre Heimat zu verlassen und eine bessere Zukunft in Amerika zu suchen. Schon im März 1924 verließ eine Gruppe von über 250 Personen aus Pforzheim und dem Umland ihre Heimat, um &#039;&#039;„ihr Glück über dem Wasser zu suchen“.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1925 verließen monatlich bis zu 360 Menschen ihre Heimatstadt Pforzheim. &lt;br /&gt;
Am [[1. April]] [[1927]] trat der Passagierdampfer „New York“ von Cuxhaven aus mit 88 Personen aus Pforzheim und Umgebung seine erste Reise nach Amerika an. Die Fahrt vom Bahnhof Pforzheim nach Hamburg erfolgte in zwei durchlaufenden Wagen, so dass die Reisenden unterwegs nicht umsteigen mussten. Von Hamburg aus erfolgte die Ausreise in die USA.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab Herbst 1927 gab es sogar eine „Gemeinnützige Auswandererberatungsstelle“ in Pforzheim, die jeweils am ersten Freitag im Monat Sprechstunde hatte, um &#039;&#039;„häufige Enttäuschungen, die die Auswanderer in der neugewählten Heimat erleben müssen, weil sie zu wenig von ihr wussten“&#039;&#039;, vermeiden zu helfen. &lt;br /&gt;
Aus [[SPD]]- und Gewerkschaftskreisen gab es warnende Stimmen: &#039;&#039;„...nur soll niemand glauben, dass in dem Lande des Hochkapitalismus goldene Freiheitsberge winken“.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Christian Groh: &#039;&#039;Das war das 20. Jahrhundert in Pforzheim&#039;&#039;, Gudensberg – Gleichen, 2000, Seiten 29 ff. &lt;br /&gt;
* {{Schroth 1977}}, Seiten 84 ff.&lt;br /&gt;
* Hans Georg Zier: &#039;&#039;Geschichte der Stadt Pforzheim&#039;&#039;, Stuttgart, 1982, Seite 300 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pforzheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.45.234.233</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Erwin_Raisch&amp;diff=36048</id>
		<title>Erwin Raisch</title>
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		<updated>2008-03-17T14:07:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;91.45.234.233: /* Literatur */ mit Vorlage {{Schroth_1977}}&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Erwin Raisch&#039;&#039;&#039; (* [[12. Oktober]] [[1910]] in [[Illingen]], Sterbedatum und –ort unbekannt) war Arbeiter in [[Pforzheim]] und Gegner des [[Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In der Weimarer Republik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erwin Raisch ist in der Zeit der Weimarer Republik - wie Pfarrer [[Wilhelm Bollmann]] auf dem [[Buckenberg]] - Mitglied im „Bund der religiösen Sozialisten“, des evangelischen Kirchengemeinderats und ab 1928 der [[SPD]]. &lt;br /&gt;
1931 tritt er wie [[Hans Brammer]], [[Karl Bührer]], [[Werner Reinheimer]] u.a. zur neugegründeten [[Sozialistische Arbeiterpartei|Sozialistischen Arbeiterpartei]] (SAP) über. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In der Illegalität im Widerstand ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab [[1933]] leitet Erwin Raisch eine Dreier-Gruppe der in der Illegalität operierenden Partei. 1935, nach der vorübergehenden Inhaftierung der Leitungsgruppe im Raum Pforzheim, [[Otto Brodbeck]], Karl Bührer und [[Karl Schroth]], übernimmt Erwin Raisch die Funktion als Deckadresse und Anlaufstelle, zugleich ist er Verbindungsmann zur SAP-Gruppe in [[Mannheim]]. Vom 1. bis 3. November 1935 nimmt er zusammen mit Bührer an einer Tagung der illegalen SAP in Basel teil. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 6. Mai 1938 wird er verhaftet, am 9. Juni 1939 von dem in [[Karlsruhe]] tagenden Volksgerichtshof wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu zwei Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Es ist nicht bekannt, wo Erwin Raisch inhaftiert war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach 1945 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1945 lebt Erwin Raisch in der sowjetischen Zone bzw. der DDR. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Klaus Dagenbach, Markus Rupp: D&#039;&#039;ie Pforzheimer SAPD im Widerstand&#039;&#039;, Pforzheim, 1995 &lt;br /&gt;
* {{Schroth 1977}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Raisch, Erwin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pforzheimer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Gegner]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.45.234.233</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Friedrich_Honecker&amp;diff=36047</id>
		<title>Friedrich Honecker</title>
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		<updated>2008-03-17T14:06:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;91.45.234.233: /* Quellen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Friedrich Honecker&#039;&#039;&#039; (* [[26. Dezember]] [[1905]]; † (vermisst) Ende [[Dezember]] [[1942]] bei Stalingrad) war evangelischer Pfarrer und Gegner des [[Nationalsozialismus|NS-Regimes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Friedrich Honecker wuchs auf in [[Calw]], kam über die Gymnasiumsjahre in Schöntal und Urach zum Theologiestudium nach [[Tübingen]]. Die Erfahrungen in zwei Semestern in Berlin [[1925]]/[[1926]] und die Arbeit in den Semesterferien als Werkstudent und Landarbeiter ließen ihn zum Sozialisten werden. &lt;br /&gt;
[[1928]] trat er den [[Religiöse Sozialisten|Religiösen Sozialisten]] und der [[SPD]] bei, für die er auch Vorträge hielt bzw. als Redner auftrat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1931]] wurde er Mitglied der [[SAP]] (Sozialistische Arbeiterpartei), einer Abspaltung von der SPD aufgrund deren Unterstützung für Rüstungsprojekte bei gleichzeitiger Kürzung der Krisenunterstützung für Arme und Arbeitslose. &lt;br /&gt;
Schon in dieser Zeit als Vikar in acht verschiedenen Gemeinden bekam er Druck von der Kirchenleitung: Er musste über seine Vortragstätigkeit Rechenschaft ablegen und sich verpflichten, in der Vorbereitungszeit für die 2. Dienstprüfung seine außerdienstliche Vortragstätigkeit auszusetzen. Er stimmte dieser Auflage zu mit der Einschränkung: &#039;&#039;„Es gibt Fälle, in denen uns die gewissensmäßige Verantwortung vor Gott unter Umständen zum Handeln selbst gegen dienstrechtliche Vorschriften zwingen kann, z.B. Kriegsdienstverweigerung“&#039;&#039;&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 bekam er die Pfarrstelle in [[Schwann]], heute Ortsteil der Gemeinde [[Straubenhardt]] im  Nordschwarzwald.&lt;br /&gt;
Da er [[1932]] bei den Landtagswahlen den SPD-Kandidaten Pfarrer Schenkel in Zuffenhausen bei [[Stuttgart]], der auch Religiöser Sozialist war, durch Vorträge und Versammlungen unterstützt hatte, geriet er ins Visier der am [[30. Januar]] [[1933]] an die Macht gekommenen [[NSDAP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende März 1933 war er kurzfristig in [[Neuenbürg]] inhaftiert, dies wohl auch deswegen, weil er weiter Kontakt zur inzwischen illegalisierten SAP und [[KPD]] im Raum [[Neuenbürg]] und [[Pforzheim]] hielt. Am 7. und 14. Oktober 1934 verlas er von der Kanzel ein Wort der „Bekenntnisfront“, also der „[[Bekennende Kirche|Bekennenden Kirche]]“ innerhalb der evangelischen Kirche in Deutschland, die die Bestrebungen der „[[Deutsche Christen|Deutschen Christen]]“, einer NSDAP-nahen Organisation, ablehnte, den „Arierparagraphen“ auch in der Kirche einzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls im Jahr 1933 war Honecker Glied einer Fluchtkette, organisiert von der SAP im Untergrund, mittels derer verfolgte Antifaschisten über die Deckadresse der SAP in Pforzheim, den Maurer Gustav Hörmann in der [[Sankt-Georgen-Straße]] 44, &#039;&#039;„zum Ortspfarrer von Schwann“&#039;&#039; gelangten, um &#039;&#039;„im Pfarrhaus eine Verschnaufpause einzulegen“&#039;&#039; - vermittelt über [[Karl Schroth]]&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;. Von dort aus führte der Fluchtweg über Freiburg und Weil am Rhein ins rettende Ausland. &lt;br /&gt;
Im August 1933 verlangte die NSDAP/Gau [[Württemberg]] vergeblich Honeckers Strafversetzung wegen „marxistischer Machenschaften“ bei den Kirchenwahlen in Schwann und [[Conweiler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Jahr 1934 ist Friedrich Honecker als Mitglied der illegalen SAP genannt, betreut von der SAP in [[Huchenfeld]] und der SAP-Führung in Pforzheim mit [[Karl Bührer]], Walter Purkl und [[Karl Schroth]]. Er bezog wohl auch die Zeitschrift „Das Banner“, bezahlte Mitgliedsbeiträge, er ist als Verantwortlicher einer Dreiergruppe aufgeführt&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Da Friedrich Honecker sich [[1937]] weigerte, den Eid auf den „Führer“ abzulegen, durfte er keinen Religionsunterricht mehr an der Schule erteilen, also fand der Religionsunterricht im Gemeindesaal des Pfarrhauses statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1937 heirateten er und seine Gemeindehelferin Ruth Bürklin, [[1938]] bzw. [[1940]] kamen die beiden Töchter Ruth und Johanna zur Welt.&lt;br /&gt;
Im Januar [[1941]] erhielt Friedrich Honecker seinen Stellungsbefehl, wurde jedoch nicht eingezogen, weil im Kirchenbezirk Neuenbürg schon mehr als die Hälfe der Pfarrer und Vikare „im Feld“ stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar [[1942]] musste Honecker bei einer Nachschubeinheit als Pferdefahrer und Pferdepfleger einrücken, er gilt seit Ende Dezember 1942 als bei Stalingrad vermisst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Klaus Dagenbach, Markus Rupp: &#039;&#039;Die Pforzheimer SAPD im Widerstand&#039;&#039;, Pforzheim, 1995&lt;br /&gt;
* Karl Honecker: &#039;&#039;Friedrich Honeckers Weg zum und im Sozialismus&#039;&#039;, o.O., o.J. (unveröffentlicht, Quelle: Ruth Honecker, Witwe, 1993)&lt;br /&gt;
* Jörg Schadt (Bearbeiter): &#039;&#039;Verfolgung und Widerstand unter dem Nationalsozialismus in Baden&#039;&#039; (Lageberichte der Gestapo und des Generalstaatsanwalts Karlsruhe 1933 – 1940), Stuttgart, 1976&lt;br /&gt;
* {{Schroth 1977}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
:&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; in: Honecker, Karl&lt;br /&gt;
:&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; [[Vorlage:Schroth 1977|Schroth]] S. 387&lt;br /&gt;
:&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; Schroth S. 393, Schadt S. 202&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://schwann.h627409.serverkompetenz.net/index.php?id=127,0,0,1,0,0 Materialien zu Friedrich Honecker] auf der Webpräsenz der Kirchengemeinden Schwann und Dennach&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Honecker, Friedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Gegner]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.45.234.233</name></author>
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		<title>Friedrich Honecker</title>
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		<updated>2008-03-17T14:05:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;91.45.234.233: /* Literatur */ mit Vorlage {{Schroth_1977}}&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Friedrich Honecker&#039;&#039;&#039; (* [[26. Dezember]] [[1905]]; † (vermisst) Ende [[Dezember]] [[1942]] bei Stalingrad) war evangelischer Pfarrer und Gegner des [[Nationalsozialismus|NS-Regimes]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Friedrich Honecker wuchs auf in [[Calw]], kam über die Gymnasiumsjahre in Schöntal und Urach zum Theologiestudium nach [[Tübingen]]. Die Erfahrungen in zwei Semestern in Berlin [[1925]]/[[1926]] und die Arbeit in den Semesterferien als Werkstudent und Landarbeiter ließen ihn zum Sozialisten werden. &lt;br /&gt;
[[1928]] trat er den [[Religiöse Sozialisten|Religiösen Sozialisten]] und der [[SPD]] bei, für die er auch Vorträge hielt bzw. als Redner auftrat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1931]] wurde er Mitglied der [[SAP]] (Sozialistische Arbeiterpartei), einer Abspaltung von der SPD aufgrund deren Unterstützung für Rüstungsprojekte bei gleichzeitiger Kürzung der Krisenunterstützung für Arme und Arbeitslose. &lt;br /&gt;
Schon in dieser Zeit als Vikar in acht verschiedenen Gemeinden bekam er Druck von der Kirchenleitung: Er musste über seine Vortragstätigkeit Rechenschaft ablegen und sich verpflichten, in der Vorbereitungszeit für die 2. Dienstprüfung seine außerdienstliche Vortragstätigkeit auszusetzen. Er stimmte dieser Auflage zu mit der Einschränkung: &#039;&#039;„Es gibt Fälle, in denen uns die gewissensmäßige Verantwortung vor Gott unter Umständen zum Handeln selbst gegen dienstrechtliche Vorschriften zwingen kann, z.B. Kriegsdienstverweigerung“&#039;&#039;&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1931 bekam er die Pfarrstelle in [[Schwann]], heute Ortsteil der Gemeinde [[Straubenhardt]] im  Nordschwarzwald.&lt;br /&gt;
Da er [[1932]] bei den Landtagswahlen den SPD-Kandidaten Pfarrer Schenkel in Zuffenhausen bei [[Stuttgart]], der auch Religiöser Sozialist war, durch Vorträge und Versammlungen unterstützt hatte, geriet er ins Visier der am [[30. Januar]] [[1933]] an die Macht gekommenen [[NSDAP]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende März 1933 war er kurzfristig in [[Neuenbürg]] inhaftiert, dies wohl auch deswegen, weil er weiter Kontakt zur inzwischen illegalisierten SAP und [[KPD]] im Raum [[Neuenbürg]] und [[Pforzheim]] hielt. Am 7. und 14. Oktober 1934 verlas er von der Kanzel ein Wort der „Bekenntnisfront“, also der „[[Bekennende Kirche|Bekennenden Kirche]]“ innerhalb der evangelischen Kirche in Deutschland, die die Bestrebungen der „[[Deutsche Christen|Deutschen Christen]]“, einer NSDAP-nahen Organisation, ablehnte, den „Arierparagraphen“ auch in der Kirche einzuführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls im Jahr 1933 war Honecker Glied einer Fluchtkette, organisiert von der SAP im Untergrund, mittels derer verfolgte Antifaschisten über die Deckadresse der SAP in Pforzheim, den Maurer Gustav Hörmann in der [[Sankt-Georgen-Straße]] 44, &#039;&#039;„zum Ortspfarrer von Schwann“&#039;&#039; gelangten, um &#039;&#039;„im Pfarrhaus eine Verschnaufpause einzulegen“&#039;&#039; - vermittelt über [[Karl Schroth]]&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;. Von dort aus führte der Fluchtweg über Freiburg und Weil am Rhein ins rettende Ausland. &lt;br /&gt;
Im August 1933 verlangte die NSDAP/Gau [[Württemberg]] vergeblich Honeckers Strafversetzung wegen „marxistischer Machenschaften“ bei den Kirchenwahlen in Schwann und [[Conweiler]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Jahr 1934 ist Friedrich Honecker als Mitglied der illegalen SAP genannt, betreut von der SAP in [[Huchenfeld]] und der SAP-Führung in Pforzheim mit [[Karl Bührer]], Walter Purkl und [[Karl Schroth]]. Er bezog wohl auch die Zeitschrift „Das Banner“, bezahlte Mitgliedsbeiträge, er ist als Verantwortlicher einer Dreiergruppe aufgeführt&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Da Friedrich Honecker sich [[1937]] weigerte, den Eid auf den „Führer“ abzulegen, durfte er keinen Religionsunterricht mehr an der Schule erteilen, also fand der Religionsunterricht im Gemeindesaal des Pfarrhauses statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1937 heirateten er und seine Gemeindehelferin Ruth Bürklin, [[1938]] bzw. [[1940]] kamen die beiden Töchter Ruth und Johanna zur Welt.&lt;br /&gt;
Im Januar [[1941]] erhielt Friedrich Honecker seinen Stellungsbefehl, wurde jedoch nicht eingezogen, weil im Kirchenbezirk Neuenbürg schon mehr als die Hälfe der Pfarrer und Vikare „im Feld“ stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Januar [[1942]] musste Honecker bei einer Nachschubeinheit als Pferdefahrer und Pferdepfleger einrücken, er gilt seit Ende Dezember 1942 als bei Stalingrad vermisst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Klaus Dagenbach, Markus Rupp: &#039;&#039;Die Pforzheimer SAPD im Widerstand&#039;&#039;, Pforzheim, 1995&lt;br /&gt;
* Karl Honecker: &#039;&#039;Friedrich Honeckers Weg zum und im Sozialismus&#039;&#039;, o.O., o.J. (unveröffentlicht, Quelle: Ruth Honecker, Witwe, 1993)&lt;br /&gt;
* Jörg Schadt (Bearbeiter): &#039;&#039;Verfolgung und Widerstand unter dem Nationalsozialismus in Baden&#039;&#039; (Lageberichte der Gestapo und des Generalstaatsanwalts Karlsruhe 1933 – 1940), Stuttgart, 1976&lt;br /&gt;
* {{Schroth 1977}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
:&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; in: Honecker, Karl&lt;br /&gt;
:&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; Schroth S. 387&lt;br /&gt;
:&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; Schroth S. 393, Schadt S. 202&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://schwann.h627409.serverkompetenz.net/index.php?id=127,0,0,1,0,0 Materialien zu Friedrich Honecker] auf der Webpräsenz der Kirchengemeinden Schwann und Dennach&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Honecker, Friedrich}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theologe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Gegner]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.45.234.233</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Deutsche_Friedens-Gesellschaft_%E2%80%93_Vereinigte_KriegsdienstgegnerInnen&amp;diff=36045</id>
		<title>Deutsche Friedens-Gesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen</title>
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		<updated>2008-03-17T14:02:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;91.45.234.233: /* Literatur */ mit Vorlage {{Schroth_1977}}&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Deutsche Friedens-Gesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK)&#039;&#039;&#039; ist ein überregionaler Verband von Pazifisten. Zeitnah der Gründung [[1892]] wurde auch die Ortsgruppe Pforzheim ins Leben gerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte bis 1945==&lt;br /&gt;
Angeregt durch Bertha von Suttners Roman „Die Waffen nieder!“ gründet [[1892]] der Pforzheimer Industrielle [[Adolf Richter]] in [[Pforzheim]] die Ortsgruppe der „Deutschen Friedensgesellschaft“. Die allgemeinen Ziele werden [[1902]] formuliert:&lt;br /&gt;
# Aufklärung über das kulturwidrige Wesen des [[Krieg]]es;&lt;br /&gt;
# Bekämpfung nationaler Vorurteile;&lt;br /&gt;
# Internationale Schiedsgerichtsbarkeit;&lt;br /&gt;
# Abrüstung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wendet sich die Deutsche Friedensgesellschaft (DFG) sofort gegen alle Eroberungspläne und bemüht sich, Kaiser und Regierung zu einem Verständigungsfrieden zu bewegen. Ihre Tätigkeit wird eingeschränkt und behindert durch Presse- und Briefzensur, Versammlungsverbote, Hausdurchsuchungen und Festnahmen von Kriegsgegnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Weimarer Republik|Weimarer Zeit]] liegt die Arbeit der Pforzheimer Gruppe bis zur Wiedergründung [[1926]] brach. Ab jetzt stellt nicht mehr das liberale Bürgertum, sondern die Linke und vor allem die Arbeiterjugend die Mitglieder und Versammlungsteilnehmer. Im Saal des [[Bernhardushof|Bernhardushofes]] in der [[Durlacher Straße]] spricht unter anderem der katholische Professor Keller aus Freiburg: &#039;&#039;„Statt Panzerkreuzer zu bauen, sollte man soziales Elend mildern“&#039;&#039;. Die „radikalen Pazifisten“ setzen auf massenhafte Kriegsdienstverweigerung, Arbeitsverweigerung in Rüstungsbetrieben und deren Umstellung auf zivile Produktion. Bei Demonstrationen [[1932]] in Pforzheim warnen Mitglieder der DFG, der Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP) und der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) vor Faschismus und Kriegsgefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Machtantritt der Nationalsozialistischen Deutsche Arbeiterpartei ([[NSDAP]]) [[1933]] werden die Geschäftsstellen der DFG durchsucht, Akten beschlagnahmt und die Zeitschrift „Das andere Deutschland“ verboten, [[1935]] folgt die offizielle Auflösung der DFG. Ab [[1939]] nehmen die Verhaftungen von Kriegsgegnern zu, oft sind es „Ernste Bibelforscher“, heute „[[Zeugen Jehovas]]“, die kriegsvorbereitende Maßnahmen, Arbeit in der Rüstungsproduktion und Kriegsdienst verweigern. Die Vorwürfe der gleichgeschalteten Justiz lauten auf „Wehrkraftzersetzung, Sabotage in der Rüstungsindustrie, Entfernung von der Truppe, Beihilfe zur Fahnenflucht, Feindbegünstigung, Anti-Kriegs-Propaganda“.&lt;br /&gt;
Die Zerstörung Pforzheims am [[23. Februar 1945]] ist ein Beleg für prophetische Analyse der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [[1932]]: &#039;&#039;„Hitler heißt Krieg, Not, Hunger und Elend für das ganze deutsche Volk“&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte seit 1945==&lt;br /&gt;
[[1946]] wird die DFG in der Westzonen wieder zugelassen. Es gibt in [[Pforzheim]] zwar Proteste gegen die Wiederbewaffnung bzw. die geplante Stationierung von Atomwaffen in der BRD, die Gewerkschaftsjugend ist aktiv gegen den NATO-Beitritt der BRD und wendet sich [[1958]] in einer Kundgebung auf dem [[Turnplatz]] gegen die Atombewaffnung der Bundeswehr, finden [[1966]] und [[1968]] Ostermärsche gegen den Vietnam-Krieg und die Notstandsgesetze auch in Pforzheim statt, aber erst [[1970]] kommt es zur Wiedergründung der lokalen DFG. Schwerpunkt der Gruppe ist die Beratung von Kriegsdienstverweigerern und die Mitarbeit in lokalen Bündnissen wie gegen den Militärputsch in Chile [[1973]] und in den siebziger Jahren gegen die Atomindustrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der achtziger Jahren beteiligen sich DFG-Mitglieder an den Aktionen der [[Friedensinitiative Pforzheim]], so [[1981]] und [[1983]] bei einer Demonstration und Menschenkette mit jeweils über 2000 Teilnehmern gegen die Stationierung atomarer US-Mittelstreckenraketen (Pershing-II) in Mitteleuropa, ebenso [[1991]] an Protesten gegen den Golfkrieg und den Krieg im ehemaligen Jugoslawien.&lt;br /&gt;
Die zunehmenden Auslandseinsätze der Bundeswehr und deren Umbau zur Interventionsarmee werden in Flugblattaktionen und Veranstaltungen kritisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ständiges Thema der DGF-VK ist in Pforzheim die Auseinandersetzung mit dem [[23. Februar 1945]] und seiner Vorgeschichte, die Erforschung und Dokumentation der Lokalgeschichte [[1933]] bis [[1945]] und vor allem des Widerstands gegen Nazi-Terror und Eroberungskrieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[1974]] heißt es in der Grundsatzerklärung der DFG-VK wie der War Resisters’ International:&lt;br /&gt;
        &lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Der Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit. Ich bin daher entschlossen, keine Art von Krieg zu unterstützen und an der Beseitigung aller Kriegsursachen mitzuwirken“&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==DFG-VK überregional==&lt;br /&gt;
Die DFG-VK ist aus dem Zusammenschluß der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG) mit der Internationale der Kriegsgegner (IDK) dem deutschen Arm der War Resisters International (WRI) und dem Verband der Kriegsdienstverweigerer entstanden. Die Deutsche Friedensgesellschaft wurde [[1892]] von Bertha von Suttner gegründet. Fünf ihrer Mitglieder erhielten den Friedensnobelpreis: Bertha von Suttner, Alfred H. Fried, Ludwig Quidde, Carl von Ossietzky und Albert Schweizer. Die Internationale der Kriegsgegner wurde [[1921]] gegründet. Der Verband der Kriegsdienstverweigerer bei der Wiederbewaffnung der BRD [[1958]]. [[1968]] schlossen sich zuerst die DFG mit der IDK zusammen und [[1974]] die DFG-IDK mit dem Verband der Kriegsdienstverweigerer zur DFG-VK. &lt;br /&gt;
Zum hundersten Geburtstag der DFG-VK [[1992]] gab sich der Verband ein neues Grundsatzprogramm. Die DFG-VK ist der Deutsche Zweig der War Resisters International (WRI), die [[1921]] gegründet wurden. &lt;br /&gt;
Die DFG-VK hat über 6000 Mitglieder (stand [[2007]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kontakt==&lt;br /&gt;
DFG-VK Gruppe Pforzheim-Enzkreis:&lt;br /&gt;
:[[Gerhard Brändle]]&lt;br /&gt;
:[[Würmer Hauptstraße]] 65&lt;br /&gt;
:[[Postleitzahl#Teilorte|75181]] Pforzheim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur== &lt;br /&gt;
* {{Schroth 1977}}&lt;br /&gt;
* Jubiläumsschrift: &#039;&#039;100 Jahre Deutsche Friedensgesellschaft. 100 Jahre Friedensarbeit in Pforzheim&#039;&#039;, Hrsg: DFG-VK, [[DGB]], Friedensinitiative Pforzheim, Autor: [[Gerhard Brändle]], Pforzheim, 1992&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* {{Homepage|www.dfg-vk.de}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
* {{Wikipedia}} nicht vorhanden Stand 16.3.2008&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.45.234.233</name></author>
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		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Vorlage:Schroth_1977&amp;diff=36044</id>
		<title>Vorlage:Schroth 1977</title>
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		<updated>2008-03-17T14:02:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;91.45.234.233: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorlageergebnis ==&lt;br /&gt;
Text, der bei Verwendung dieser Vorlage (im Abschnitt &amp;quot;Literatur&amp;quot; eines Artikels einzufügen ist &amp;lt;nowiki&amp;gt;{{Schroth 1977}}&amp;lt;/nowiki&amp;gt;) im Artikel erscheint:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;/noinclude&amp;gt;[[Karl Schroth]]: &#039;&#039;&amp;quot;Und immer wieder für die Freiheit: Pforzheimer sozialdemokratische Arbeiterbewegung 1924-1939&amp;quot;&#039;&#039;, Pforzheim ([[SPD Pforzheim|SPD-Kreisverband Pforzheim]]) 1977&amp;lt;noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anmerkung: hat &#039;&#039;keine&#039;&#039; ISBN&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
== Weitere Auflagen ==&lt;br /&gt;
* (bislang noch keine bekannt geworden, Stand März 2008)&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblink ==&lt;br /&gt;
* [http://dispatch.opac.ddb.de/DB=4.1/SET=4/TTL=1/CMD?ACT=SRCHA&amp;amp;IKT=8500&amp;amp;SRT=YOP&amp;amp;TRM=Karl+Schroth+Freiheit Eintrag im Katalog der Deutschen Bibliothek]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtwiki:Literaturverweis-Vorlage|Schroth1977]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.45.234.233</name></author>
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	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Karl_Otto_B%C3%BChrer&amp;diff=36043</id>
		<title>Karl Otto Bührer</title>
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		<updated>2008-03-17T14:01:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;91.45.234.233: /* Literatur */ mit Vorlage {{Schroth_1977}}&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Karl Bührer Gedenkplatte.jpg|thumb|Gedenkplatte auf dem Hauptfriedhof beim Denkmal für die Opfer des Nazi-Regimes]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Karl Otto Bührer&#039;&#039;&#039; (* [[3. Juni]] [[1901]] in [[Pforzheim]]; † [[27. Dezember]] [[1942]] in Brandenburg/Havel) war Lehrer und Widerstandskämpfer gegen den [[Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Karl Otto Bührer war ab [[1927]] Hauptlehrer in Pforzheim, Mitglied der [[SPD]] und Leiter des Verbundes der Arbeitersportvereine mit über 3000 Mitgliedern. [[1931]] trat er in die [[Sozialistische Arbeiterpartei]] (SAP), die ein Bündnis der Arbeiterparteien und Gewerkschaften gegen den drohenden Faschismus anstrebte, ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Widerstand ==&lt;br /&gt;
[[1933]] arbeitete Bührer als führender Kopf der SAP trotz Verbot weiter: Flugblätter warnten vor der &#039;&#039;&amp;quot;Erweiterung des Lebensraums nach Osten&amp;quot;&#039;&#039; (A. Hitler in „Mein Kampf“), was &#039;&#039;&amp;quot;soviel wie Krieg bedeutet&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Schroth: Karl Bührer darf nicht vergessen werden, S.4&amp;lt;/ref&amp;gt;. Spendensammlungen halfen Verfolgten und ihren Familien, Fluchthilfestationen in Pforzheim und [[Schwann]] (Pfarrer [[Friedrich Honecker]]) retteten Bedrohte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1935]] wurde Karl Bührer verhaftet, doch die Beweise gegen ihn reichten nicht zu einer Verurteilung. Im Herbst [[1937]] wurde er nach Dietenhausen versetzt. [[1938]] wurde er erneut verhaftet und zusammen mit 15 anderen SAP-Leuten, darunter [[Hans Brammer]] und [[Karl Schroth]], [[1939]] vor Gericht gezerrt. Vom Volksgerichtshof erhielt er wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zehn Jahre Zuchthaus. Er starb unter unbekannten Umständen am 27. Dezember 1942 im Zuchthaus Brandenburg/Havel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erinnerung ==&lt;br /&gt;
In Pforzheim erinnern die [[Karl-Bührer-Straße]] beim [[Hauptfriedhof]] und eine Gedenkplatte beim [[Denkmal für die Opfer des Nazi-Regimes]] auf dem Hauptfriedhof an ihn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Klaus Dagenbach, Markus Rupp: &#039;&#039;Die Pforzheimer SAPD im Widerstand&#039;&#039;, Pforzheim, 1995&lt;br /&gt;
* Lutz Van Dick: &#039;&#039;Oppositionelles Lehrerverhalten 1933 – 1945&#039;&#039;, München, Weinheim, 1988&lt;br /&gt;
* [[Karl Schroth]]: &#039;&#039;Karl Bührer darf nicht vergessen werden&#039;&#039;, unveröffent. Manuskript, Pforzheim, 1994&lt;br /&gt;
* {{Schroth 1977}}&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;„Mut zum Widerstehen“, Ausstellung Pforzheim 1933 – 1945&#039;&#039;, Dokumentation der Ausstellungstafeln, Hrsg: [[Stadtjugendring Pforzheim]], Redaktion: [[Gerhard Brändle]], Pforzheim, 1995&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Buehrer, Karl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Gegner]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pforzheimer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SPD]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.45.234.233</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Kurt_Baruch&amp;diff=36042</id>
		<title>Kurt Baruch</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Kurt_Baruch&amp;diff=36042"/>
		<updated>2008-03-17T14:00:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;91.45.234.233: /* Literatur */ mit Vorlage {{Schroth_1977}}&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Kurt Baruch&#039;&#039;&#039; (* [[15. Dezember]] [[1912]] in [[Pforzheim]]; Todestag und -ort sind unbekannt), ein Elektromonteur, war als [[Juden|Jude]] und Sozialist Gegner des [[Nationalsozialismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Elternhaus ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kurt Baruchs Eltern Hugo und Berta wohnten in Pforzheim in der [[Ebersteinstraße]] 6 und hatten dort auch ein Wäschegeschäft. Kurt hattte zwei Geschwister: eine jüngere Schwester, Liselotte, die Auslandskorrespondentin war, und einen jüngeren Bruder, Helmut, der Schreiner wurde.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sozialist und Antifaschist ==&lt;br /&gt;
Kurt Baruch ist in der Zeit der Weimarer Republik Mitglied der jüdischen Jugendbewegung „Kameraden“. [[1930]] geht er wie Wilhelm Blum, Hans Pollak, Paul Strimpel und [[Werner Reinheimer]] zur [[Sozialistische Arbeiterjugend|Sozialistischen Arbeiterjugend]] (SAJ), der Jugendorganisation der [[SPD]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er nimmt auch teil an der antifaschistischen Demonstration von [[SAP]] und [[KPD]] am [[16. Juli]] [[1932]] mit der Parole: &lt;br /&gt;
:&#039;&#039;„Wenn wir zusammenstehn,&#039;&#039; &lt;br /&gt;
:&#039;&#039; muss Hitler-Papen stempeln gehen“.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Emigration ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Machtantritt der [[NSDAP]] am [[30. Januar]] [[1933]], nach dem Wahlerfolg der Nazi-Partei in Pforzheim am [[5. März]] 1933 mit 57,5 Prozent, nach dem Boykott jüdischer Geschäfte am [[1. April]] 1933 muss es Kurt Baruch – ähnlich wie Werner Reinheimer - klar geworden sein, dass es für ihn in Deutschland keine Zukunft gibt: Noch vor dem Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] 1939 verläßt er mit seinen Eltern Pforzheim und emigriert nach Palästina. Er „wohnt“ dort 1 ½ Jahre im Zelt und baut mit einen Kibbuz auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schicksal der Geschwister ==&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kurt Baruchs Geschwister bleiben beide in Pforzheim zurück. [[Gestapo]]-Männer holen sie am Morgen des [[22. Oktober]] [[1940]] aus der Wohnung in der Ebersteinstraße und deportieren sie wie weitere 193 Menschen aus Pforzheim in das Internierungslager [[Gurs]] in Südfrankreich. Die Schwester Liselotte wird am 10. August 1942 ins Vernichtungslager Auschwitz verschleppt und dort ermordet. Der Bruder Helmut wird am 31. August 1942 nach Auschwitz gebracht, am 10. Februar 1945 ins Konzentrationslager Buchenwald, er stirbt dort am 18. Februar 1945.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== 1945 ==&lt;br /&gt;
Nach dem Krieg steht Kurt Baruch in ständigem Briefkontakt mit [[Karl Schroth]], in späteren Jahren durch den Austausch in Tonkassetten, da er immer weniger sieht. [[1980]] kommt Kurt Baruch zu einem letzten Treffen der noch lebenden SAP-Mitglieder, u.a. Ludwig Bub, Martha Kadner, Werner Reinheimer und Karl Schroth nach Pforzheim. [[1987]] gehört Kurt Baruch, begleitet von seiner Tochter, zu einer Gruppe ehemaliger jüdischer Bürger, die die [[Stadt Pforzheim]] in ihre ehemalige Heimat einlädt. &lt;br /&gt;
Sein Todesdatum ist unbekannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Adressbuch Pforzheim 1933 ff.&lt;br /&gt;
* {{Brändle 1985}}&lt;br /&gt;
* Klaus Dagenbach, Markus Rupp: &#039;&#039;Die Pforzheimer SAPD im Widerstand&#039;&#039;, Pforzheim, 1995&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;Gurs – Vorhölle von Auschwitz, Antisemitismus in Pforzheim 1920 – 1980&#039;&#039;, Dokumente, Fotos Berichte, Hrsg. [[Stadt Pforzheim]], Zusammenstellung [[Gerhard Brändle]]. Pforzheim 1980 &lt;br /&gt;
* [[Pforzheimer Kurier]] vom 24.12.1983 &lt;br /&gt;
* Werner Reinheimer an Kurt Baruch, Brief August 1980 (Archiv G. Brändle) &lt;br /&gt;
* {{Schroth 1977}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{DEFAULTSORT:Baruch, Kurt}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pforzheimer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Gegner]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.45.234.233</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Galeria_Kaufhof&amp;diff=36041</id>
		<title>Galeria Kaufhof</title>
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		<updated>2008-03-17T13:58:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;91.45.234.233: /* Quellen */ mit Vorlage {{Schroth_1977}}&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Kaufhof1.jpg|thumb|Galeria Kaufhof von Nordwesten]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Kaufhof2.jpg|thumb|Galeria Kaufhof von Nordosten]]&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Galeria Kaufhof&#039;&#039;&#039; heißt das größte Kaufhaus in der [[Innenstadt]] von [[Pforzheim]]. Es nimmt das gesamte Gelände im Straßenviereck von [[Westliche Karl-Friedrich-Straße|Westlicher Karl-Friedrich-Straße]], [[Lammstraße]], [[Brüderstraße]] und [[Blumenstraße]] ein. Früher firmierte es im Laufe der Jahre als &#039;&#039;Kaufhaus S. Wronker &amp;amp; Co.&#039;&#039;, &#039;&#039;Kaufhaus Schocken&#039;&#039;, &#039;&#039;Merkur&#039;&#039;, &#039;&#039;Horten&#039;&#039; und &#039;&#039;Galeria Horten&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung und erste Jahrzehnte ===&lt;br /&gt;
Die Geschichte des größten Kaufhauses in der Pforzheimer Innenstadt beginnt im März [[1890]] am [[Marktplatz (Pforzheim)|Marktplatz]] an der Ecke zur [[Apothekergasse]] mit der Eröffnung eines &amp;quot;Kurz-, Weiß- und Wollwarengeschäfts&amp;quot; namens &amp;quot;S. Wronker &amp;amp; Co.&amp;quot;. [[1899]] entsteht an gleicher Stelle ein Neubau im [[Jugendstil]] mit vier Verkaufsetagen. Am [[17. März]] [[1914]] eröffnet das Warenhaus Wronker einen Neubau in der Westlichen Karl-Friedrich-Straße 17, der heutigen Adresse der &amp;quot;Galeria Kaufhof&amp;quot;. Dafür wurden in dem Häuserblock zwischen der Westlichen, der [[Scheuernstraße|Scheuern-]], Lamm- und Brüderstraße 17 Häuser abgerissen. [[1931]] übernimmt der Schocken-Konzern dieses Warenhaus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit des Nationalsozialismus ===&lt;br /&gt;
Am [[31. März]] [[1933]] beginnt die erste offene [[Antisemitismus|antisemitische]] Aktion der [[NSDAP]] mit dem Boykott von Läden, Arztpraxen und Rechtsanwaltsbüros, deren Besitzer zur [[jüdisch]]en Gemeinde gehören. SA-Männer unter Leitung des Standartenführers Rilling versperren den Zugang von der Brüderstraße her und fordern die Käufer zum Verlassen des Hauses auf. In der Nacht zum Samstag kleben Nationalsozialisten an jüdische Geschäfte Zettel mit Aufschriften wie &#039;&#039;&amp;quot;Ein Lump und Landesverräter ist, wer in jüdischen Geschäften kauft!&amp;quot;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&amp;quot;Geschlossen, da abgereist nach Palästina&amp;quot;&#039;&#039;. Am [[1. April]] 1933 stehen ab 10 Uhr morgens SA- und SS-Männer vor den Eingängen der boykottierten Geschäfte, blockieren sie und halten mögliche Käufer durch Warnungen vom Betreten der Geschäfte ab.  &lt;br /&gt;
Durch das &amp;quot;Gesetz zum Schutz des deutschen Einzelhandels&amp;quot; mit Einschränkungen für Warenhäuser und  durch das Verbot für NSDAP-Mitglieder, in Warenhäusern einzukaufen, kommt es zu Umsatzeinbußen. Am [[9. Mai]] 1933 beschließt der gleichgeschaltete neue Stadtrat Pforzheims, dass städtische Betriebe und das Wohlfahrtsamt nichts mehr aus Warenhäusern, Konsumvereinen und jüdischen Geschäften beziehen dürfen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende September 1938 übernimmt ein Konsortium verschiedener Banken die Schocken AG in Zwickau, damit wird auch das Warenhaus Schocken in Pforzheim [[Arisierung|arisiert]] und bekommt den Namen &amp;quot;Kaufstätte Merkur&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geschäftsführer Kurt Aschner emigriert im Herbst 1938 mit seiner Familie in die Niederlande. Dort verhaftet sie die Gestapo 1942 und deportiert sie in das Konzentrationslager Westerbork und 1944 ins Konzentrationslager Bergen-Belsen. Dort stirbt Kurt Aschner am 29. Januar 1945, seine Frau Hedwig wird im &amp;quot;Verlorenen Zug&amp;quot;, der sein Ziel Theresienstadt nicht mehr erreicht, nach Tröbitz verschleppt und kommt dort am 23. April 1945 ums Leben&amp;lt;ref&amp;gt;{{wikipedia|Verlorener_Zug|Verlorener Zug}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, einzig der Sohn Manfred überlebt die Nazi-Zeit.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Andere Angestellte des Kaufhauses Schocken wie Isaak Goldberg, Siegfried Hermann, Josef Lowry, Hans Mayer und Sophie Mlotek, die ebenfalls zur jüdischen Gemeinde gehören, können zwischen 1934 und 1939 noch rechtzeitig Pforzheim verlassen und entgehen so der Deportation am 22. Oktober 1940 ins [[Lager Gurs]] bzw. von dort 1942 ins Vernichtungslager Auschwitz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte seit 1945 ===&lt;br /&gt;
Nach der Zerstörung des Gebäudes beim [[Luftangriff auf Pforzheim]] am Abend des [[23. Februar]] [[1945]] entsteht im August 1945 in der [[Nordstadt]] an der Ecke [[Salierstraße]]/[[Zähringerallee]] ein kleines Warenhaus (heute ist in diesem Haus das Café [[Rosenrot]]). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Rückgabe der Merkur AG an die Familie Schocken 1949 übernimmt die Firma Horten das Warenhaus, das jedoch weiter als &amp;quot;Kaufhaus Merkur&amp;quot; firmiert, und läßt am alten Platz an der Westlichen Karl-Friedrich-Straße ein neues Gebäude nach einem Entwurf des Architekten [[Theo Preckel]] errichten. Einige Jahre später wird dieses unter Auflassung der Scheuernstraße zur [[Blumenstraße]] hin erweitert und, wie für Kaufhausbauten des Horten-Konzerns üblich, mit den von [[Egon Eiermann]] entwickelten sogenannten &#039;&#039;Hortenkacheln&#039;&#039; (siehe Weblinks) verkleidet. Im Jahr [[1977]] erhält das Pforzheimer Haus schließlich den Namen &amp;quot;Horten&amp;quot;; etwa um diese Zeit wird das Gebäude zur Blumenstraße hin noch einmal um einen sich vom Rest des Gebäudes deutlich abhebenden Anbau erweitert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1990 wird wie in einigen anderen Horten-Filialen ein neues Angebotskonzept eingeführt, als äußeres Anzeichen dafür darf sich das Kaufhaus nun mit dem Namen &amp;quot;Galeria Horten&amp;quot; schmücken. Im Jahre 1994 übernimmt die Kaufhof AG die Firma Horten, damit erhält das Kaufhaus den Namen &amp;quot;Galeria Kaufhof&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Adresse ==&lt;br /&gt;
:Galeria Kaufhof&lt;br /&gt;
:[[Westliche Karl-Friedrich-Straße]] 17-19&lt;br /&gt;
:[[Postleitzahl#Stadt Pforzheim|75172]] Pforzheim&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:{{Telefon|0 72 31|3 77-0}}&lt;br /&gt;
:{{Telefax|0 72 31|3 77-3 21}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* {{Brändle 1985}}&lt;br /&gt;
* Michail Fundaminski: &#039;&#039;&amp;quot;Aus der Vergangenheit Pforzheimer Warenhäuser&amp;quot;&#039;&#039;, in: &#039;&#039;Zeitschrift für die Geschichte des Oberrheins&#039;&#039;, 155. Bd. (116. Bd. der neuen Folge), Stuttgart, 2007, S. 505 ff.&lt;br /&gt;
* [[Pforzheimer Anzeiger]] vom 1. April 1933&lt;br /&gt;
* {{Schroth 1977}}&lt;br /&gt;
* [[Olaf Schulze]]: &#039;&#039;&amp;quot;Pforzheim, Ein verlorenes Stadtbild&amp;quot;&#039;&#039;, Gudensberg-Gleichen, 1994&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einzelnachweise ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*{{Homepage|www.galeria-kaufhof.de}}&lt;br /&gt;
*{{Wikipedia|Kaufhof_AG|Kaufhof AG}} &lt;br /&gt;
*{{Wikipedia|Horten_AG|Horten AG}} &lt;br /&gt;
*{{Wikipedia|Hortenkacheln|Hortenkacheln}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einkaufen]]&lt;/div&gt;</summary>
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Anmerkung: hat &#039;&#039;keine&#039;&#039; ISBN&lt;br /&gt;
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== Weitere Auflagen ==&lt;br /&gt;
* (bislang noch keine bekannt geworden, Stand März 2008)&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblink ==&lt;br /&gt;
* [http://dispatch.opac.ddb.de/DB=4.1/SET=4/TTL=1/CMD?ACT=SRCHA&amp;amp;IKT=8500&amp;amp;SRT=YOP&amp;amp;TRM=Karl+Schroth+Freiheit Eintrag im Katalog der Deutschen Bibliothek]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtwiki:Literaturverweis-Vorlage|Schroth1977]]&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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== Weitere Auflagen ==&lt;br /&gt;
* (bislang noch keine bekannt geworden, Stand März 2008)&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblink ==&lt;br /&gt;
* [http://dispatch.opac.ddb.de/DB=4.1/SET=4/TTL=1/CMD?ACT=SRCHA&amp;amp;IKT=8500&amp;amp;SRT=YOP&amp;amp;TRM=Karl+Schroth+Freiheit Eintrag im Katalog der Deutschen Bibliothek]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Stadtwiki:Literaturverweis-Vorlage|Schroth1977]]&lt;br /&gt;
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