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	<title>PFENZ - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Nike-Station&amp;diff=37005</id>
		<title>Nike-Station</title>
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		<updated>2008-03-25T16:36:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;91.45.227.14: wikilinks&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Nike-hercules cc-by-sa.jpg|thumb|Nike Hercules Raketen auf Abschussrampe]]&lt;br /&gt;
[[Bild:D-battery.jpg|thumb|Batterie-Wappen der Delta-Battery auf den Resten eines gesprengten Shelters]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Nike-housing.jpg|thumb|Im hinteren Areal der [[Buckenberg-Kaserne]] waren die Soldaten der Nike Station stationiert]]&lt;br /&gt;
Die Überreste einer &#039;&#039;&#039;Nike-Station&#039;&#039;&#039; im [[Hagenschieß]] sind ein Relikt aus den Zeiten des Kalten [[Krieg]]es. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vorgeschichte und Proteste==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[1956]] werden in [[Pforzheim]] Pläne der US-Armee bekannt, auf der Kuppe des [[Wallberg]]s, des im Volksmund „Monte Scherbelino“ genannten Trümmerbergs, eine Abschussrampe für Nike-Raketen zu erbauen. In den Sitzungen am [[27. November]] 1956 und am [[22. Januar]] [[1957]], als zum ersten Mal Bürger vor der Gemeinderatssitzung protestieren, lehnt der [[Gemeinderat Pforzheim|Gemeinderat]] der Stadt Pforzheim diese Pläne ab und schickt seine Entschließung an die Landesregierung. Der Ortsausschuss Pforzheim des DGB ([[Deutscher Gewerkschaftsbund]]) ruft für den [[21. Februar]] 1957 zu einer Protest-Kundgebung gegen die Stationierungspläne auf dem [[Turnplatz]] auf. Auf der gut besuchten Veranstaltung spricht als Hauptredner der Ortsausschussvorsitzende [[Hermann Rapp]]. Die Bundestagsabgeordneten [[Fritz Erler]] (SPD) und [[Gottfried Leonhard]] (CDU) sowie der Verband der Fliegergeschädigten, Evakuierten und Währungsgeschädigten, Landesverband Baden-Württemberg schließen sich im April und Mai 1957 den Protesten an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Ergebnis dieser Bemühungen schreibt Hermann Rapp:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Diesen vereinten Anstrengungen blieb schließlich der Erfolg nicht versagt. Es wurde keine derartig Anlage auf dem Wallberg gebaut und damit die befürchtete Gefahr für Pforzheim gebannt.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Bald hörte man nichts mehr davon“&#039;&#039;.&#039;&#039; &amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seltsam ist, dass Rapp über die weitere Entwicklung der Frage der Raketenstationierung in seinen Erinnerungen kein Wort mehr verliert, denn die Pläne der US-Armee sind nicht begraben, allenfalls eine Zeit lang auf Eis, denn [[1959]] geht die Auseinandersetzung weiter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[10. Januar]] 1959 lehnt der Gemeinderat der Stadt Pforzheim in einer einstimmig gefassten Entschießung die Errichtung von Raketenanlagen auf dem Gelände der Stadt ab. Gemeint sind die Pläne der US-Armee, auf dem [[Hartheimer Kopf]] südöstlich der Stadt an der Straße nach [[Wurmberg]] in der Nähe der [[Autobahn]] eine Abschussrampe für Nike-Raketen sowie einen Prüfstand für Raketentriebwerke zu errichten. Am selben Tag schließt sich das evangelische Männerwerk der Gemeinde [[Würm]] diesem Protest an, am 15. Januar legt die Verwaltung des [[Landkreis Pforzheim|Landkreises Pforzheim]] im Namen der Gemeinden [[Eutingen]], [[Niefern]], [[Öschelbronn]], [[Hamberg]], [[Hohenwart]], [[Huchenfeld]],[[ Lehningen]], [[Mühlhausen]], [[Neuhausen]], [[Schellbronn]], [[Steinegg]], [[Tiefenbronn]] und Würm Protest gegen die Errichtung der Raketenabschussbasen ein. Am [[17. Januar]] beauftragen alle Fraktionen des Pforzheimer Gemeinderats den [[Oberbürgermeister]] [[Johann Peter Brandenburg|Dr. Brandenburg]], bei der Landesregierung [[Baden-Württemberg]]s vorstellig zu werden und gegen die Pläne Einspruch zu erheben. Am [[18. Januar]] folgen Protestversammlungen der Siedergemeinschaften [[Buckenberg]], [[Mäuerach]] und Hagenschieß, am [[20. Januar]] kommt es zu einer weiteren Protestversammlung in der Pforzheimer [[Südstadt]], am selben Tag schließen sich auch die Gemeinden Wurmberg und [[Wiernsheim]] den Protesten an.&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ungeachtet aller Proteste beginnen am [[2. Dezember]] 1959 die Vorarbeiten für den Bau einer Nike-Raketenstellung im Hagenschieß.&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai [[1961]] wird die Raketenstellung ihrer Bestimmung übergeben. Der Kommandierende General der die Stellung betreuenden US-Brigade beruhigt die Bevölkerung mit den Worten, die Anlage sei &#039;&#039;„so sicher wie eine Tankstelle und so wichtig wie die Polizei und die Feuerwehr“&#039;&#039;.&amp;lt;sup&amp;gt;4&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Vorfeld des [[23. Februar]] [[1984]] weist die [[Friedens-Initiative Pforzheim]] in einer Flugblattaktion in der [[Innenstadt]] auf Rüstungsproduktion und Militäreinrichtungen in Pforzheim und Umgebung hin. In einer Lokalzeitung wird die Bedeutung dieser Aktion damit er klärt, „&#039;&#039;dass die [[Goldstadt]] sowohl durch die Produktion von Rüstungsgütern als auch durch die unmittelbare Nähe der US-Nike-Hercules-Raketenstation erneut zu einem direkten militärischen Ziel werden könnte. Lediglich die Konsequenzen werden dieses Mal andere Dimensionen erreichen“&#039;&#039;.&amp;lt;sup&amp;gt;5&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dementsprechend lautet der Satz auf den Tafeln einer Mahnwache der Friedens-Initiative am [[23. Februar]] selbst gegen die Stationierung der Nike-Hercules-Raketen an der Wurmberger Straße im Hagenschieß: &#039;&#039;„Denkt an den [[23. Februar 1945|23. Februar]]!&#039;&#039;“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die Anlage zu diesem Zeitpunkt schon außer Betrieb ist, können die Demonstranten aufgrund der Geheimhaltungs- bzw. Desinformationspolitik der US-Armee nicht wissen. Ende April [[1985]] verlassen die letzten US-Soldaten die Anlage. &amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt; &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Technik und Funktion==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Nike-Station handelt es sich um eine amerikanische SAM Flugabwehr-Raketenstellung mit &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039;urface to &#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039;ir &#039;&#039;&#039;M&#039;&#039;&#039;issiles (Boden-Luft-Raketen)  vom Typ &#039;&#039;Nike Hercules&#039;&#039; mit einer Reichweite von bis zu 150 km (und bis zu 30 km Höhe), deren ca. 15 ha umfassende Abschussbasis sich auf einem noch heute gut sichtbaren, wenn auch rückgebautem Gelände im Hagenschießwald befindet. Die knapp zwölf Meter hohen Raketen konnten sowohl mit konventionellen Splittergefechtsköpfen und ab Beginn der [[1980er|80er Jahre]] auch mit Atomsprengköpfen vom Typ &#039;&#039;&#039;W-31&#039;&#039;&#039; (mit einer Sprengkraft von 40.000 t TNT, etwa dem Dreifachen der Hiroshima-Bombe) bestückt werden. Die Nike-Hercules Raketen dienten damit faktisch auch als als taktische &#039;&#039;&#039;SS&#039;&#039;&#039; (&#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039;urface to &#039;&#039;&#039;S&#039;&#039;&#039;urface) Boden-Boden Nuklearwaffe zum Einsatz gegen feindliche Truppenverbände. Die Nike Batterie in Pforzheim war dem Vernehmen nach - zumindest teilweise - ebenfalls mit diesen auch &#039;&#039;Special Warheads&#039;&#039; genannten Gefechtsköpfen bestückt. Dafür spricht auch der immense Aufwand mit dem die Anlage während des kalten Krieges von den Amerikanern bewacht wurde: Doppelstreifen mit Wachhunden inner- und außerhalb des Zauns, eine fast taghelle Beleuchtung des gesamten Areals und ca. 5 m hohe Wachtürme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Feuerleitbereich (&#039;&#039;&#039;I&#039;&#039;&#039;ntegrated &#039;&#039;&#039;F&#039;&#039;&#039;ire &#039;&#039;&#039;C&#039;&#039;&#039;ontrol Area) zur Luftraumüberwachung mit seinem großen stationären Zielverfolgungssradar vom Typ &#039;&#039;HIPAR&#039;&#039; befand sich in Wurmberg. Das IFC-Gelände in Wurmberg wird heute als Recyclinghof genutzt. Die Bunkeranlagen sowie der Hügel auf dem das &#039;&#039;Fixed-HIPAR&#039;&#039; betrieben wurden sind noch gut zu erkennen. Die als &#039;&#039;&#039;L&#039;&#039;&#039;aunching &#039;&#039;&#039;A&#039;&#039;&#039;rea bezeichnete Abschußbasis im Hagenschießwald bestand aus den Sektionen &#039;&#039;Alpha&#039;&#039;, &#039;&#039;Bravo&#039;&#039; und &#039;&#039;Charlie&#039;&#039; zu denen je ein &#039;&#039;Shelter&#039;&#039; (Bunkeranlage, in denen je bis zu zehn Raketen zum Abschuß bereit gehalten wurden) vier Abschußrampen (Launcher) und ein Mannschaftsbunker. Die Mannschaftsbunker dienten dem Schutz des Bedienpersonals, von hier aus hätte auch die Zündung der Raketen stattgefunden. Insgesamt hielt die Batterie so immer 12 Raketen &#039;&#039;scharf&#039;&#039; und jederzeit abschußbereit. Die Shelter und die Raketenaufzüge der Launching Area wurden gemäß der Abrüstungsvereinbarungen unbrauchbar gemacht. Von den Sheltern ist nach deren Sprengung daher nur noch Schutt übrig, die Einstiege in den unterirdischen Teil der Bunkeranlagen sind zugeschweist und daher nicht mehr vollstädig sichtbar. Dagegen sind die Mannschaftsbunker und das sog. &#039;&#039;Warhead Building&#039;&#039; in dem die Raketen und Sprengköpfe montiert und getestet wurden, noch nahezu vollständig intakt. Leider ist das Gelände eingezäunt, so dass das Areal nicht betreten werden kann. Die Anlage wurde [[1983]] außer Betrieb gestellt und ist seit ca. [[1985]] vollständig verlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrieben wurde die Nike-Station, die zum sog. &#039;&#039;Nike-Gürtel&#039;&#039; gehörte, von der amerikanischen „Delta Battery“. Diese gehörte zum dritten Battallion der 71st Air Defense Artillery. Aufgabe dieses Battallions war es von [[1957]] bis in die späten [[1980er|80er]] Jahre den Luftraum über der Region zu überwachen und von Osten einfliegende feindliche Bomberverbände abzuschießen, bevor diese in der Lage sind ihre Fracht abzuwerfen. Im Ernstfall wären die Raketen dabei über das Ziel gesteuert worden um die Flugzeuge dann von oben anzugreifen. Im Ernstfall hätten die Raketen ihre Ziele auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland, von Pforzheim aus in einem Gürtel westlich von Augsburg bis Nürnberg, getroffen - ohne Rücksicht auf die dortige Zivilbevölkerung. &lt;br /&gt;
Das System Nike-Hercules wurde inzwischen durch das System &#039;&#039;Patriot&#039;&#039; ersetzt, welches auch zur Verteidigung gegen Marschflugkörper eingesetzt werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mannschaften waren im hinteren Bereich der [[Buckenberg-Kaserne]] stationiert. Die Dienstgrade wohnten mit ihren Familien im Ortsteil [[Kieselbronn]]. Die von den Soldaten und ihren Familien bewohnte Siedlung in der Nähe der Autobahn wurde von den Anwohnern deshalb auch &#039;&#039;Amibronn&#039;&#039; genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur==&lt;br /&gt;
* Christian Groh: &#039;&#039;Das war das 20. Jahrhundert in Pforzheim&#039;&#039;, Gudensberg-Gleichen, 2000 &lt;br /&gt;
* Wolfgang Kraushaar: &#039;&#039;Die Protestchronik&#039;&#039;, Bd.3, Hamburg, 1996&lt;br /&gt;
* [[Hermann Rapp]]: &#039;&#039;Aus schwerer und bewegter Zeit&#039;&#039;, Pforzheim, 1975&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
:&amp;lt;sup&amp;gt;1&amp;lt;/sup&amp;gt; zitiert nach Rapp, Seiten 523 ff.&lt;br /&gt;
:&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt; nach: Kraushaar Seite 2082 f.&lt;br /&gt;
:&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt; Groh, S. 63&lt;br /&gt;
:&amp;lt;sup&amp;gt;4&amp;lt;/sup&amp;gt; zit. nach Groh, S. 65&lt;br /&gt;
:&amp;lt;sup&amp;gt;5&amp;lt;/sup&amp;gt; [[Pforzheimer Kurier]] 20. 2. 1984&lt;br /&gt;
:&amp;lt;sup&amp;gt;6&amp;lt;/sup&amp;gt; Groh, S. 89&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* [http://maps.google.com/maps?f=q&amp;amp;hl=de&amp;amp;q=pforzheim,+germany&amp;amp;ie=UTF8&amp;amp;om=1&amp;amp;z=16&amp;amp;ll=48.885658,8.780694&amp;amp;spn=0.009877,0.026951&amp;amp;t=h&amp;amp;iwloc=A Satellitenfoto der Abschussbasis bei Google-Maps]&lt;br /&gt;
* [http://www.3rd71stada.org/ Web-Site ehemaliger hier stationierter US-Soldaten]&lt;br /&gt;
* [http://www.USarmyGermany.com Die US-Army in Deutschland]&lt;br /&gt;
* {{Wikipedia|Nike_(Rakete)|Flugabwehrrakete Nike}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wurmberg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.45.227.14</name></author>
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		<title>Kriegsverbrechen</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;91.45.227.14: + Daten&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Kriegsverbrechen&#039;&#039;&#039; während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] in der Region:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Erschießung französischer Widerstandskämpfer]] am 30. November 1944 &lt;br /&gt;
* [[Erschießung britischer Flieger in Huchenfeld]] am 17. und 18. März 1945&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblink ==&lt;br /&gt;
* {{Wikipedia}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;91.45.227.14: Kriegsverbrechen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;br style=&amp;quot;clear:both&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| align=&amp;quot;CENTER&amp;quot;  style=&amp;quot;width:80%; border: 1px solid #698fb3; background-color:#f8fafc; padding:5px;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Der Inhalt dieses Artikels überschneidet sich mit dem bereits bestehenden Artikel&lt;br /&gt;
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|-&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;Bis zur Klärung (erfolgt auf den Diskussions-Seiten) wie die Inhalte zusammengeführt werden können, sollte daher dieser Artikel möglichst nicht weiter bearbeitet werden. Danke.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
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 &lt;br /&gt;
Am [[30. November]] [[1944]] geschah in [[Pforzheim]] ein [[Kriegsverbrechen]], das lange tief im Schatten der Erinnerung lag: die &#039;&#039;&#039;Ermordung von 25 französischen Widerstandskämpfern der Organisation Réseau Alliance&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
=== Réseau Alliance ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ende November 1944 waren 26 Menschen im Pforzheimer [[Gefängnis]] eingesperrt, viele von ihnen seit dem 25. Januar 1944 – ohne Klageschrift, ohne Verteidiger, ohne Richter, ohne Urteil. Ihre Familien wussten nichts von ihnen, nicht einmal, ob sie überhaupt noch lebten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gefangenen gehörten zu &#039;&#039;&#039;Réseau Alliance&#039;&#039;&#039;, einer Gruppe der Résistance, des Widerstands in Frankreich. Sie gehörten zu den Menschen, die nicht unter Besetzung ihres Landes durch Wehrmacht und Nazi-Organisationen leben wollten. Die Opfer der &#039;&#039;&amp;quot;Blutwoche im [[Schwarzwald]]&amp;quot;&#039;&#039; Ende November 1944 waren Offiziere und Beamte, die das Vichy-Regime des Marschall Pétain, der mit den NS-Besatzern zusammenarbeitete, ablehnten. Sie waren Verkäuferin und Student, Polizist und Priester, Hausfrau und Grafiker, Bäcker, Friseur und Lebensmittelhändler, meist konservativ eingestellt. Diese Gruppe des französischen Widerstands umfasste über 3.000 Mitglieder, geleitet von einer jungen Frau namens &#039;&#039;&#039;Marie-Madeleine Fourcade&#039;&#039;&#039;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Haupttätigkeiten waren das Auskundschaften von geheimen Rüstungsfabriken in Deutschland, darunter auch in Peenemünde, und von Abschussrampen für V1- und V2-Raketen sowie die Übermittlung von Nachrichten über Truppenbewegungen der Wehrmacht, über Fahrten von Versorgungsschiffen und U-Booten an die Alliierten. Mitglieder der Réseau Alliance stellten falsche Papiere her für politisch Verfolgte oder Juden zur Fluchthilfe oder zum Untertauchen in der Illegalität, halfen Gefährdeten über die Grenzen und unterstützten Familien von Verfolgten oder Inhaftierten. Die Organisation hatte auch Beziehungen zu den Offizieren um Stauffenberg, wusste von den Vorbereitungen des Attentats auf Hitler und konnte Nachrichten über den Kriegsverlauf im Osten an die Westalliierten übermitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Réseau Alliance galt den Nazis wegen ihrer nachrichtendienstlichen Verbindungen zu den Alliierten als gefährlichste Widerstandsgruppe, dementsprechend behandelten die Nationalsozialisten die Menschen, derer sie habhaft werden konnten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Konzentrationslager Struthof: „Vernichtungsspur verwischen“ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gefangenen wurden nach den ersten Verhaftungen im Juni 1943 im Sicherungslager Schirmeck im Elsass eingesperrt, im Block 10 – &#039;&#039;Terroristen&#039;&#039; vorbehalten - getrennt von den übrigen Häftlingen, gekennzeichnet durch einen gelben Querstreifen auf der Kleidung, an Rücken und Oberschenkel die Buchstaben &amp;quot;NN&amp;quot; für  &#039;&#039;&amp;quot;NN-Häftlinge&amp;quot;&#039;&#039;, festgenommen bei &#039;&#039;„Nacht und Nebel&amp;quot;&#039;&#039;. Für sie wie für über 7000 NS-Gegner galt der ausdrückliche Befehl von General Keitel vom Oberkommando der Wehrmacht vom 12. Dezember 1941, ihre &#039;&#039;„Vernichtungsspur zu verwischen“&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die KZ-Aufseher zwangen sie mit Schlägen zu den härtesten Arbeiten und verboten, die Kranken und Schwachen ins Krankenrevier zu bringen. Sie durften die Baracke, „Bunker“ oder „Kerker“ genannt, nicht verlassen, die Strafen waren Nahrungsentzug bis zu drei Wochen, bei Verhören gab es sadistische Misshandlungen: Nach einem Monat waren von den ursprünglich 180 französischen NN-Häftlingen noch 70 am Leben. Im Lauf der Jahre 1943 und 1944 verschleppte die Gestapo weitere Mitglieder von Réseau Alliance in das Lager Schirmeck und in Gefängnisse in [[Baden]], je nachdem, wo Platz war. Sie sollten in Torgau bzw. Freiburg abgeurteilt werden. Als jedoch die Alliierten am 6. Juni 1944 in der Normandie landeten und die Alliierten von Osten und Westen unaufhaltsam näher rückten, gab es in Torgau und dann in Freiburg keine Gerichte mehr, von denen die schon Vorverurteilten hätten „verurteilt“ werden können. Die Nazis mussten das Lager Schirmeck räumen, doch zuvor machten sie „Ordnung“ in ihrem Sinn: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Kriegsverbrecherprozess 1947 heißt es im Protokoll: &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;108 Mitglieder von Réseau Alliance wurden am 1. und 2. September  [von Schirmeck] ins KZ Struthof gebracht. Zwei Tage später versicherte mir Karl Buck, der Kommandant des KZ Struthof, dass sie alle in Struthof durch Genickschuss getötet worden seien.&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der hier so unbeteiligt Berichtende hieß Julius Gehrum, er war SS-Obersturmführer, Chef der Gestapo in Kehl und – nach der Besetzung 1940 – auch in Straßburg, zugleich Chef der Gegenspionage der Wehrmacht, also &amp;quot;zuständig&amp;quot; für die Mitglieder von Réseau Alliance, der wichtigsten Anti-Nazi-Spionagegruppe in Frankreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== „Blutwoche im Schwarzwald“ ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was Buck in Schirmeck/Natzweiler mit 108 Morden begann, vollendete dieser Gehrum, gedeckt durch &lt;br /&gt;
Anweisungen von SS-Standartenführer Isselhorst, Befehlshaber der Sicherheitspolizei Süd-West mit Sitz in Straßburg, und SS-Sturmbannführer Schlierbach, an den in den Gefängnissen in Baden inhaftierten Mitgliedern von Réseau Alliance: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Genau am Tag der Befreiung Straßburgs, am 23. November 1944, startete auf der anderen Rheinseite – in Kehl beginnend – Gehrum mit jeweils zwei bis vier „Helfern“ seine mörderische Tour, um die noch lebenden Mitglieder von Réseau Alliance auszulöschen: &lt;br /&gt;
Das Muster war überall gleich: Der SS-Mann verlangte die Herausgabe von Gefangenen wie bei den neun Morden in Kehl, den zwölf in Rastatt, vier in Offenburg, drei in Freiburg, acht in Bühl und dann am 30. November 1944 den 25 Morden in Pforzheim durch die Verbrecher Gehrum, Brunner, Buchner, Howold (Rowoldt ?) und Irion. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Massaker in Pforzheim am 30. November 1944 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Morgens um 5 Uhr riss ein Wächter die 26 Gefangenen von Réseau Alliance im Gefängnis an der [[Rohrstraße]] aus dem Schlaf: &#039;&#039;„Schnell, ihr werdet weggehen, richtet euer Gepäck !“&#039;&#039; Im Gefangenenbuch ist vermerkt, dass sie jeweils noch 10 Mark zur Entlassung ausgehändigt bekommen haben. &lt;br /&gt;
Die Gefangene Yolande Lagrave blieb auf Anweisung des Chefs des Wachpersonals zurück im Gefängnis - siehe unten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Lastwagen wurden die acht Frauen und 17 Männer in einen Wald gefahren, hoch über der Stadt am Rand des [[Hagenschieß]]es, und mit vorgehaltener Waffe zu einem Bombentrichter getrieben. Gehrum, der Anführer der Mördertruppe, kannte sich aus, wusste wohl auch von dem Bombentrichter an der [[Tiefenbronner Straße]], stammte er doch aus [[Tiefenbronn]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Rand des Trichters begann das Massaker durch Genickschuss:&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Die Nazis hatten davor schon acht der Gefangenen fürchterlich gefoltert: Gebrochene Rippen, zerschlagene Beine, zerschmetterte Kiefer, ausgerissene Augen, so sah die unheilvolle Bilanz der Autopsie aus…    &lt;br /&gt;
Eines der Opfer starb nach dem Bericht, der bei der Exhumierung angefertigt wurde, nicht durch den Schuss, ein anderes Opfer weiblichen Geschlechts hatte beträchtliche Verletzungen im Anus erlitten…&lt;br /&gt;
Zwei Menschen/Männern gelang während der Schlächterei die Flucht. Einer von ihnen wurde niedergestreckt durch einen Schuss in den Kopf, der zweite wurde verfolgt, wieder festgehalten und zusammengeschlagen. Die Nazis brachen ihm die Wirbelsäule an mehreren Stellen, am Ende zermalmten sie seinen Kopf mit Stößen mit Gewehrkolben&amp;quot;&#039;&#039; – so im Bericht des Arztes Monoff über die Exhumierung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mörder gaben sich nicht viel Mühe, ihre Untaten zu verdecken, etwas Erde und Gestrüpp drüber und fertig. Gehrum bezeichnete später seine Taten und seine Verantwortung als &#039;&#039;&amp;quot;die systematische Zerstörung der Organisation Alliance auf höheren Befehl, dem ich als gehorsamer Beamter gehorchen musste&amp;quot;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Mörder und ihre Auftraggeber ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dr. jur. Helmut Schlierbach, SS-Sturmbannführer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schlierbach (*1913 in Offenbach) trat 1933 in die SS und 1937 in die NSDAP ein. 1939 war er bei der SS-Totenkopfstandarte Thüringen, die das Personal in den Konzentrationslagern stellte. Bis 1942 saß er am Schreibtisch im Hauptamt der Sicherheitspolizei in Berlin, der europaweiten Terrorzentrale. Um weiter in der NS-Hierarchie aufzusteigen, musste er sich „bewähren“: Ab Mai 1942 war er Führer verschiedener Außenkommandos der Einsatzgruppe C, die in der Ukraine fast 100.000 Menschen ermordete und später die Spuren der Massenmorde beseitigte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sich Schlierbach im &#039;&#039;&amp;quot;Fronteinsatz... bestens bewährt hat&amp;quot;&#039;&#039; und als &#039;&#039;&amp;quot;Führer eines Kommandos zur Bekämpfung von Partisanen... die nötige Tapferkeit besitzt&amp;quot;&#039;&#039; - so in der Beurteilung, wurde er 1943 SS-Sturmbannführer und Leiter der Gestapo in Straßburg. &lt;br /&gt;
Im Mai 1944 hat &#039;&#039;&amp;quot;ein Befehl, gekommen aus Berlin und unterzeichnet mit Schiebart [Schlierbach], das endgültige Todesurteil für alle Mitglieder der Widerstandsgruppe ‚Réseau Alliance’ nach Schirmeck übermittelt.&amp;quot;&#039;&#039;  &lt;br /&gt;
Von Schlierbach stammte der Befehl, am 1. und 2. September 1944 über 100 NS-Gegner in Schirmeck zu ermorden – so die Staatsanwaltschaft in dem vergeblichen Wiederaufnahmeverfahren 1977. Buck, Mörder im KZ Natzweiler, und Gehrum, Mörder in Pforzheim, nannten Schlierbach als denjenigen, der die &#039;&#039;&amp;quot;systematische Vernichtung von Réseau Alliance&amp;quot;&#039;&#039; befahl, und damit auch die 25 Morde am 30. November 1944 in Pforzheim.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1946 verurteilte ihn ein britisches Militärgericht in Düsseldorf wegen der Ermordung britischer Fallschirmjäger in den Vogesen zu zehn Jahren Zuchthaus, aber schon 1952 kam er frei. Das Bundesjustizministerium erkannte ihn als &amp;quot;Spätheimkehrer&amp;quot; an und machte somit den Täter zum Opfer. &lt;br /&gt;
Zwar verurteilte ihn ein Militärgericht in Metz 1954 wegen der Morde in Schirmeck in Abwesenheit zum Tode, doch die BRD lieferte ihn nicht aus. Spätere Bemühungen der Justiz in der BRD blieben unwirksam: Da es keine schriftlichen Befehle gab, konnte Schlierbach 1961 bei einer Vernehmung sagen: &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;...ich kann mich heute nicht erinnern... mir ist nicht in Erinnerung... hatte damit nie zu tun... mir ist nie bekannt geworden... ich weiß auch nichts davon...&amp;quot;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
Schlierbach starb am 21. März 2005, geehrt mit einer Todesanzeige in der FAZ durch den Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen für sein &#039;&#039;&amp;quot;außergewöhnlich großes persönliches Engagement.. Verantwortungs- und Pflichtgefühl...&amp;quot;&#039;&#039; und seine &#039;&#039;&amp;quot;menschliche Haltung&amp;quot;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dr. jur. Erich Isselhorst, SS-Sturmbannführer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Isselhorst (*1906 in St. Avold) trat 1932 in die NSDAP ein und war von 1936 bis 1940 Gestapo-Chef in Köln. Ab 1942 war er Führer eines Einsatzkommandos bei der Einsatzgruppe A in der UdSSR, die fast 250 000 Juden, Widerstandskämpfer und &amp;quot;Verdächtige&amp;quot; ermordete.&lt;br /&gt;
Ab Januar 1944 war Isselhorst Befehlshaber des SD und der Sicherheitspolizei Südwest in Straßburg. Ob er an den über 100 Morden von Réseau Alliance – Mitgliedern Anfang September 1944 direkt beteiligt war, ist ungeklärt; mitverantwortlich dafür war er: Buck, Kommandant von Schirmeck, hatte 1945 ausgesagt, den entsprechenden Befehl von Schlierbach erhalten zu haben (der wiederum Isselhorst unterstand).&lt;br /&gt;
Am 27. November 1944 leitete Isselhorst selbst die Ermordung von vier Frauen von Réseau Alliance in Offenburg. Laut Aussage von Gehrum gab Isselhorst den Befehl für die Massaker Ende November 1944, also auch für die 25 Morde am 30. November 1944 in Pforzheim.    &lt;br /&gt;
Isselhorst wurde 1945 nur deshalb entdeckt, weil er für seine Tätigkeit Rentenansprüche stellte. 1946 verurteilte ihn ein britisches Militärgericht in Wuppertal für die Ermordung britischer Kriegsgefangener zum Tode und lieferte ihn an Frankreich aus. 1947 verurteilt ihn ein Militärgericht in Metz für die über 100 Morde in Schirmeck zum Tode, 1948 wurde das Urteil vollstreckt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Julius Gehrum, SS-Obersturmführer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe Artikel [[Julius Gehrum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst seit 1996 erinnern an der Rheinbrücke Kehl/Straßburg zwei Denkmale an die Opfer der Widerstandsgruppe Réseau Alliance, seit 2002 hängt eine Gedenktafel am Gefängnis in Bühl zu Ehren der dort vor ihrer Ermordung eingesperrten Widerstandskämpfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Januar 2007 wurde in Pforzheim ein Gedenkstein für die 25 Ermordeten von Réseau Alliance enhüllt.&lt;br /&gt;
Der Stein mit den Bildern und Namen der Ermordeten steht im Süden der Stadt an der Tiefenbronner Straße am Waldrand bei der [[Haltestelle Fachhochschule/Wildpark|Bus-Haltestelle Fachhochschule/Wildpark]] in der Nähe des Ortes im Hagenschieß, an dem das Verbrechen geschah. &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Der Text auf der Tafel lautet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Zum Gedenken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 30. November 1944 wurden im Hagenschieß 25 Mitglieder der französischen Widerstandsgruppe &amp;quot;Réseau Alliance&amp;quot; von der Gestapo durch Genickschuss umgebracht und in einem Bombentrichter verscharrt.&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Es handelt sich um 7 Frauen und 18 Männer im Alter von 21 bis 68 Jahren, Menschen, denen der Kampf für Freiheit, Gleichstellung und Frieden mehr bedeutete als das Leben.&#039;&#039; &#039;&#039;Ihr Leiden führte mit zur Entstehung eines erneuerten Europas und mahnt uns zum Weg der Versöhnung und zum Frieden.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aus Briefen der Überlebenden Yolande Lagrave ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Yolande Lagrave hat als Einzige das Massaker am 30. November 1944 in Pforzheim überlebt. Sie schrieb am 16. Juli 1945 an Frau Gillet, die Schwester von Marie Gillet:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Madame,&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;ich kannte Fräulein Simottel und Frau Gillet seit unserer Abfahrt aus dem Gefängnis in Fresnes, sie waren voller Mut und Zuversicht... wir haben oft zusammen gebetet, Fräulein Simottel hoffte immer auf den Beistand der Heiligen Jungfrau, sie betete den Rosenkranz, wir richteten jeden Abend ein Gebet an Maria, sie möge uns beschützen. Sie sind nun tot, großartige französische Bürgerinnen und Märtyrerinnen – dieses entsetzliche Ende hat mich überaus bestürzt, ich höre nicht auf daran zu denken, ich bekomme diesen Alptraum nicht aus dem Kopf, der für meine Leidensgenossen so tragisch endete.&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Am 24. Januar 1944 sind wir aus Fresnes [Anm.: Gefängnis Paris-Nord] weggefahren, ich erinnere mich, das war ein Montagmorgen. In den riesigen Gängen des Gefängnisses wurden wir nebeneinander in einer langen Reihe aufgestellt, es herrschte Sprechverbot, wir gingen zu den Waschräumen zu einer dilettantischen  medizinischen Untersuchung.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Hier habe ich Frau Gillet gesehen mit ihrem großen blauen Krankenschwestern-Umhang und Fräulein Simottel mit einem schwarzen Mantel. Wir sind dann jeweils zwei in eine Zelle gekommen. Ich fand mich wieder mit Fräulein Simottel, die versuchte, eine Brosche zu verstecken, eine Kamee, ich erinnere mich genau, ein Schmuckstück, an dem ihr viel lag.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Dann sind wir die unendlichen Gänge des Gefängnisses entlanggegangen – Fresnes! Wir stiegen hinauf, wieder hinunter, wieder hinauf, warteten vor einem Büro, man gab uns unsere Sachen und auf dem Hof erwarteten uns Zellenlastwagen für den Transport. Je zwei in einem „Abteil“, ohne Licht und frische Luft durchquerten wir Paris und befanden uns dann am Gare de l’Est.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Der Zug fuhr am Abend ab, wir sind die ganze Nacht gefahren und um sieben Uhr am Morgen waren wir in Straßburg. Eine Gruppe der Gestapo führte uns ab und in einer ihrer Verwaltungszentralen, einem herrlichen Gebäude (Anm.: das der jüdischen Gemeinde in der Rue Sellenick Nr. 11, 1940 von der Gestapo beschlagnahmt) warteten wir auf ein Zeichen: Was machen wir hier? Wohin gehen wir? Jede war mit sich selbst beschäftigt.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Endlich um neun Uhr (abends) nahmen uns wieder Lastwagen auf und brachten uns an einen unbekannten Ort, von dem wir erst später wussten, dass es Pforzheim war!&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Wir waren nun am 25. Januar in Deutschland – zuerst kamen Fräulein Simottel und Frau Gillet in eine Zelle, dann fehlte es an Zellen, so sperrte man sie mit Frau Premel und Frau Le Bacquet, Mutter und Tochter, zusammen. Auf diese Weise befanden sie sich neben mir, Zelle 11 und meine Zelle 12 – wir verständigten uns durch Klopfzeichen an der Mauer.&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&#039;&#039;In den ersten Tagen ging Frau Gillet ans Zellenfenster, weil sie sehr überrascht war, Männer beim Hofgang zu sehen, sie wollte wissen, ob ihr Mann und ihr Schwiegervater sich auch darunter befänden. Immer wieder hat sie nachgeschaut, hat sie aber nie gesehen, da sie nicht im Gefängnis in Pforzheim waren (Anm.: sie wurden am 1. September im KZ Struthof ermordet). Das beunruhigte sie sehr, wo waren sie? Sie dachte auch an ihre kleine Tochter, die sie hatte zurücklassen müssen, armes kleines Kind, das nun ohne Eltern war!! – Das Essen war entsetzlich wenig, wir aßen, weil wir durchhalten wollten, wertlose Suppe, Steckrüben, verfaulte Erbsen, schimmeliges Brot, einmal in der Woche ein Stückchen Margarine und Wasser... Wasser... wir „aßen“ Wasser, unsere Mägen wurden auf eine harte Probe gestellt, weil sie nichts bei sich behalten konnten. Unsere Mägen wiesen alles zurück, was wir aufnahmen, zumindest bei einer Kameradin und mir, und unsere Eingeweide machten uns krank... Unsere Beschäftigung war nicht schwer, wir arbeiteten viel, das schützte uns davor, all zu sehr nachzudenken, weil trotz allem die Zeit sich unendlich hinzog!&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;Liebe Madame, wir haben gelitten, sie waren manchmal hart, wir wurden manchmal terrorisiert, an anderen Tagen war es ruhig, wir sangen Volkslieder, Kirchenlieder, wir befürchteten das „Ende“, das geschehen würde, wenn man sich verloren glaubt.&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 20. Juni 1945 schreibt Frau Lagrave an die Tochter der ermordeten Suzanne Chireix über den 30. November 1944:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Es war am Morgen um fünf Uhr, als der Chef des Wachpersonals in unsere Zelle gekommen ist; wir schliefen, wir sind plötzlich aufgewacht und er sagte uns auf deutsch: ‚Schnell, schnell, ihr werdet weggehen, richtet euer Gepäck !’ Noch im Halbschlaf fragten wir uns, was nun geschehen würde, und wir fünf, Suzanne, Rosy, die kleine Belgierin, die deutsch sprach, Französin nach ihrer Heirat, Clara Machtou aus Brest, 26 Jahre alt, Alice Coudol, 21 Jahre alt und aus Brest und ich, wir bereiteten uns vor, zitternd und in Eile, und sofort warnten wir unsere Gefährten von der Nachbar-Zelle, was geschehen war... Suzanne sagte mir: ‚Wir werden heute hinausgehen, um das Fest des Heiligen Andreas zu feiern, erinnern wir uns doch an diesen Tag’ (Anm.: in katholischen Regionen findet in dieser Nacht ein Umzug statt). Dann, kurz danach, als der Chef des Wachpersonals zurückgekehrt war, erklärte er:  ‚Lagrave geht nicht hinaus, Sie bleiben hier ’... Warum ich geblieben bin? Ich weiß das ganz einfach nicht...&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende des Briefes an die Schwester von Marie Gillet schreibt Yolande Lagrave: &lt;br /&gt;
     &lt;br /&gt;
&#039;&#039;&amp;quot;Nun, sie wurden Opfer dieses befürchteten Endes – ohne dieses alles, trotz des Wartens, trotz der schlechten Nahrung, trotz unseres Elends haben wir daran festgehalten, dass wir Frankreich wiedersehen wollen, unser Vaterland, unsere Heimat, unsere Freunde, all das, was uns lieb und teuer war. Yolande Lagrave&amp;quot;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Archiv „Souvenir Francais“ Strasbourg&lt;br /&gt;
* Association Amicale « Alliance » (HRSG), &amp;quot;Mémorial de L’Alliance&amp;quot;, Paris, o.J. (1948)&lt;br /&gt;
* Bundesarchiv (Außenstelle Ludwigsburg): B114 AR-Z 67/67; B 162/21388-21390; B 162/5660 ; B 162/330&lt;br /&gt;
* M.-M. Fourcade: &#039;&#039;L’Arche de Noé, Réseau ALLIANCE, 1940-1945.&#039;&#039; Paris, 1968&lt;br /&gt;
* Ernst Klee: &#039;&#039;Das Personenlexikon zum Dritten Reich, Wer war was vor und nach 1945&#039;&#039;, Frankfurt/Main, 2003&lt;br /&gt;
* [[Pforzheimer Kurier]] vom 30.11.2004, 30.11.2007, 24.1.2008 und 26.1.2008&lt;br /&gt;
* [[Pforzheimer Zeitung]] vom 26.1.2008&lt;br /&gt;
* [[Stadtarchiv Pforzheim]] (Fotoarchiv)&lt;br /&gt;
* Elisabeth und Francois Stosskopf: &#039;&#039;Jaques Camille Louis Stosskopf, 1898–1944.&#039;&#039; Sarreguemines, 2000&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.45.227.14</name></author>
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		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Erschie%C3%9Fung_franz%C3%B6sischer_Widerstandsk%C3%A4mpfer&amp;diff=37002</id>
		<title>Erschießung französischer Widerstandskämpfer</title>
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		<updated>2008-03-25T16:07:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;91.45.227.14: Kriegsverbrechen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{inArbeit}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bild:Gedenkstein.jpg|thumb|Gedenkstein an der Buswendeschleife]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Rede OB Gedenkveranstaltung.jpg|thumb|[[Christel Augenstein|Fr. Augenstein]] während ihrer Rede bei der Veranstaltung im Audimax der [[Hochschule Pforzheim|FH Pforzheim]]]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Präsentation Biografien der Ermordeten.jpg|thumb|Schüler der [[Osterfeld-Realschule]] bei der Präsentation der Biografien der Ermordeten]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Bombentrichter im Hagenschiess.jpg|thumb|Pfarrer i.R. Hans Ade - Augenzeuge der Exhumierung - an einem Bombentrichter im [[Hagenschieß]] in der Nähe des &amp;quot;Tatorts&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Erschießung französischer Widerstandskämpfer&#039;&#039;&#039; im [[Hagenschieß]]wald bei [[Pforzheim]] am [[30. November]] [[1944]] war ein [[Kriegsverbrechen]] gegen Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Ereignis ==&lt;br /&gt;
Am 30. November 1944 wurden 25 im Pforzheimer [[Justizvollzugsanstalt Pforzheim|Gefängnis]] internierte Mitglieder der französischen Widerstandsgruppe &#039;&#039;Réseau Alliance&#039;&#039; von der Geheimen Staatspolizei (Gestapo) in den Hagenschieß gebracht und mit Genickschüssen getötet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Getöteten handelte es sich um 18 Männer und sieben Frauen. Die Leichen wurden in einen Bombentrichter geworfen und notdürftig mit Erde und Gestrüpp zugescharrt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;broschüre&amp;quot;&amp;gt;Broschüre zur Gedenkveranstaltung für die ermordeten Mitglieder der „Réseau Alliance“, Hrsg.: Stadt Pforzheim&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Zweiten Weltkrieges war eine große Anzahl Widerstandskämpfer der &#039;&#039;Réseau Alliance&#039;&#039; im besetzten Frankreich durch die Gestapo verhaftet worden. Sie waren dann zunächst in verschiedenen französischen Gefängnissen, danach im Lager Schirmeck inhaftiert und wurden schließlich auf verschiedene Gefängnisse in [[Baden]] verteilt, darunter auch das Pforzheimer Gefängnis, wo die meisten der später im Hagenschieß Erschossenen am [[25. Januar]] 1944 eingeliefert wurden. Die Inhaftierten sollten in Scheinverfahren zum Tod verurteilt werden, wozu es jedoch aufgrund des Kriegsverlaufs größtenteils nicht mehr kam. Angesichts der näher rückenden alliierten Truppen wurden die noch nicht Verurteilten in Pforzheim und sechs weiteren badischen Städten durch ein Mordkommando der Gestapo beseitigt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.pforzheim.de/pls/portal/docs/PAGE/PRESSE/ARCHIV_PRESSEMITTEILUNGEN/PM_JAHR_2008/JAN_2008/GEDENKSTEINWIDERSTANDSK%C4MPFER.PDF &#039;&#039;Stadt Pforzheim gedenkt 25 erschossener Widerstandskämpfer&#039;&#039;], Pressemitteilung der Stadt Pforzheim, 16. Januar 2008 (PDF, 75 kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Französische Reaktion ==&lt;br /&gt;
Nach der Besetzung Pforzheims durch französische Truppen im Frühjahr [[1945]] ließen diese Ende Mai die Toten exhumieren. Ihren ersten Plan, als Vergeltung 25 Pforzheimer Bürger erschießen zu lassen, konnte der kommissarische Oberbürgermeister [[Wilhelm Becker]] durch couragiertes Auftreten abwenden. Die Pforzheimer Bevölkerung wurde per Plakatanschlag aufgefordert, am Samstag, dem [[26. Mai]], das Massengrab persönlich in Augenschein zu nehmen und am Sonntag, dem [[27. Mai]], an der militärischen Beisetzungsfeier vor dem [[Hauptfriedhof]] teilzunehmen. Im Jahr [[1947]] wurden die Toten nach Frankreich überführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;pz0801119&amp;quot;&amp;gt;[[Pforzheimer Zeitung]] vom 19. Januar 2008, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
[[2008]] wurde am [[25. Januar]] bei der Omnibuswendeschleife an der Haltestelle [[Hochschule Pforzheim|Hochschule]] der [[Buslinie 5]], etwa 1 km vom Ort des damaligen Geschehens entfernt, ein [[Gedenkstein]] zum Andenken an das Schicksal der französischen Widerstandskämpfer eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.pforzheim.de/pls/portal/docs/PAGE/PRESSE/ARCHIV_PRESSEMITTEILUNGEN/PM_JAHR_2008/JAN_2008/GEDENKSTEINWIDERSTANDSK%C4MPFER.PDF &#039;&#039;Stadt Pforzheim gedenkt 25 erschossener Widerstandskämpfer&#039;&#039;], Pressemitteilung der [[Stadt Pforzheim]], 16. Januar 2008 (PDF, 75 kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.pforzheim.de/pls/portal/docs/PAGE/PRESSE/ARCHIV_PRESSEMITTEILUNGEN/PM_JAHR_2008/JAN_2008/GEDENKVERANSTALTUNG%20WIDERSTANDSGRUPPE.PDF &#039;&#039;Stadt Pforzheim erinnert an 25 Mitglieder der französischen Widerstandsgruppe „Réseau Alliance&amp;quot; – Oberbürgermeisterin enthüllt Gedenkstein&#039;&#039;], Pressemitteilung der Stadt Pforzheim, 25. Januar 2008 (PDF, 1,3 MB, mit Bildern)&lt;br /&gt;
* [http://www.pforzheim.de/pls/portal/docs/PAGE/PRESSE/ARCHIV_PRESSEMITTEILUNGEN/PM_JAHR_2008/JAN_2008/OB%20REDE%20GEDENKSTEIN%20WIDERSTANDSK.PDF &#039;&#039;Ansprache von Frau Christel Augenstein, Oberbürgermeisterin der Stadt Pforzheim, anlässlich der Einweihung des Gedenksteins für die ermordeten Mitglieder der „Réseau Alliance“ am 25. Januar 2008&#039;&#039;], Pressemitteilung der Stadt Pforzheim, 25. Januar 2008 (PDF, 100 kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.mil-blog.de/?p=831 Video von der Gedenkfeier mit Enthüllung des Gedenksteins] (ca. 30 Minuten) auf &#039;&#039;MIL-Blog&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* {{Wikipedia|Geheime_Staatspolizei|Gestapo}}&lt;br /&gt;
* {{Wikipedia-fr|Alliance_%28r%C3%A9seau%29|Réseau Alliance}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pforzheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aktuell]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.45.227.14</name></author>
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		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Erschie%C3%9Fung_britischer_Flieger_in_Huchenfeld&amp;diff=37001</id>
		<title>Erschießung britischer Flieger in Huchenfeld</title>
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		<updated>2008-03-25T16:04:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;91.45.227.14: Kriegsverbrechen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Hufd Gedtafel Flieger.jpg|thumb|Gedenktafel für die erschossenen britischen Flieger an der Huchenfelder Kirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Erschießung britischer Flieger in Huchenfeld&#039;&#039;&#039; war ein [[Kriegsverbrechen]], das sich gegen Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] am [[17. März|17.]] und [[18. März]] [[1945]] in der damals selbständigen Gemeinde [[Huchenfeld]], einem heutigen [[Stadtteil (Pforzheim)|Stadtteil]] von [[Pforzheim]], abspielte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im März 1945, wenige Wochen nach dem verheerenden [[Luftangriff auf Pforzheim]], war die Besatzung eines angeschossenen britischen Flugzeuges in der Umgebung von Huchenfeld mit dem Fallschirm abgesprungen. Fünf der Besatzungsmitglieder, Harold Frost, Gordon Hall, Sidney Matthews, Edward Percival und James Vinall, wurden aufgegriffen und auf Anordnung der  [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen]] Verwaltung, entgegen den Vorschriften des Kriegsrechts, in Huchenfeld erschossen. Drei weitere Besatzungsmitglieder aus dem selben Flugzeug, Tom Tate, Norman Bradley und der Pilot John Wynne überlebten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.theforgivenessproject.com/stories/tom-tate The Forgiveness Project: Tom Tate] (in englischer Sprache; abgerufen 16. Februar 2007)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken und Versöhnung ==&lt;br /&gt;
Für die erschossenen Flieger wurde [[1992]] eine Gedenktafel an der Nordwand der Huchenfelder [[Kirche (Huchenfeld)|Kirche]] angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den [[1990er]]-Jahren nahmen Huchenfelder Bürger und die Überlebenden der Flugzeugbesatzung erste Kontakte zueinander auf.&lt;br /&gt;
John Wynne lud [[1996]] erstmals Schüler aus Huchenfeld in seinen damaligen Wohnort [[Llanbedr]] ein. Kurze Zeit später wurde der &#039;&#039;Freundeskreis Wales&#039;&#039; gegründet, der in Folge den Schüleraustausch zwischen Huchenfeld und Llanbedr pflegte. Nach und nach wuchsen auch auf Vereins- und Verwaltungsebene Freundschaften, die [[2008]] schließlich in eine offzielle [[Partnerstadt#Huchenfeld|Partnerschaft]] zwischen Huchenfeld und Llanbedr mündeten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.pforzheim.de/pls/portal/docs/PAGE/PRESSE/ARCHIV_PRESSEMITTEILUNGEN/PM_JAHR_2008/FEB_2008/HUCHENFELD%20UND%20WALES.PDF &#039;&#039;Partnerschaft mit Llanbedr/Wales offiziell besiegelt&#039;&#039;], Pressemeldung der [[Stadt Pforzheim]] vom 13. Februar 2008 (PDF, 660 KB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.angriff1945.de/pages/pforzheim_60_jahre_19450223_page_009.htm Informationen zur Erschießung britischer Flieger auf www.angriff1945.de]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Huchenfeld]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
{{stub}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.45.227.14</name></author>
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		<title>Kriegsverbrechen</title>
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		<updated>2008-03-25T16:03:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;91.45.227.14: Die Seite wurde neu angelegt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Kriegsverbrechen&#039;&#039;&#039; während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] in der Region:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Erschießung französischer Widerstandskämpfer]]&lt;br /&gt;
* [[Erschießung britischer Flieger in Huchenfeld]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblink ==&lt;br /&gt;
* {{Wikipedia}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.45.227.14</name></author>
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		<title>Nationalsozialismus</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;91.45.227.14: /* Siehe auch */ + Bücherverbrennung&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der Begriff &#039;&#039;&#039;Nationalsozialismus&#039;&#039;&#039; bezeichnet:&lt;br /&gt;
* die von der [[1919]] gegründeten [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei]] (NSDAP) unter der Führung von Adolf Hitler vertretene, radikal gegen Demokratie und Marxismus gerichtete und rassistische politische Ideologie und die damit verbundene politische Bewegung, deren Anhänger, insbesondere als Parteimitglieder der NSDAP, &#039;&#039;&#039;Nationalsozialisten&#039;&#039;&#039; heißen, sowie&lt;br /&gt;
* als geschichtlichen Zeitraum die auch als &#039;&#039;&#039;Drittes Reich&#039;&#039;&#039; bekannte Epoche der totalitären Herrschaft der NSDAP in Deutschland von der &amp;quot;Machtergreifung&amp;quot; am [[30. Januar]] [[1933]] bis zur bedingungslosen Kapitulation Deutschlands am Ende des von den Nationalsozialisten entfesselten [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] am [[8. Mai]] [[1945]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Nationalsozialisten ist die, meist abwertend gemeinte, Abkürzung &#039;&#039;&#039;Nazi&#039;&#039;&#039; allgemein gebräuchlich. In Zusammensetzungen nimmt die Abkürzung häufig auch die attributive Bedeutung &amp;quot;nationalsozialistisch&amp;quot; an.&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
== Auswirkungen der nationalsozialistischen Machtübernahme in der Region ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gleichschaltungen von Landesregierungen und Verwaltung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgehen gegen politische und weltanschauliche Gegner ===&lt;br /&gt;
Auflösung [[Freimaurerloge Reuchlin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verfolgung von Juden und anderen Bevölkerungsgruppen ===&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wahlergebnisse ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Quelle:  http://www.osterfeldrs.pf.bw.schule.de/ --&amp;gt;&lt;br /&gt;
:{| border=0 &lt;br /&gt;
|+ Stimmen für die NSDAP in Pforzheim, mit gesamt deutschen Vergleichszahlen&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Pforzheim&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
|&#039;&#039;&#039;Deutsches Reich&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Mai 1924 &lt;br /&gt;
|4,6% &lt;br /&gt;
|6,5% &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Dezember 1924 &lt;br /&gt;
|1,5% &lt;br /&gt;
|3,0%&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Mai 1928 &lt;br /&gt;
|2,8% &lt;br /&gt;
|2,6% &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|September 1930 &lt;br /&gt;
|19,4% &lt;br /&gt;
|18,3% &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Juli 1932 &lt;br /&gt;
|48,9% &lt;br /&gt;
|37,3%&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|November &lt;br /&gt;
|44,9% &lt;br /&gt;
|33,1%&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|5.März 1933 &lt;br /&gt;
|57,5% &lt;br /&gt;
|43,9%&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekannte Nationalsozialisten aus der Region ==&lt;br /&gt;
Folgende bekannte Personen mit Bezug zum {{Pfenzland}} waren bekennende Nationalsozialisten:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ask format=ul&amp;gt;[[Kategorie:Nationalsozialist]]&amp;lt;/ask&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Widerstand gegen den Nationalsozialismus ==&lt;br /&gt;
Folgende Personen mit Bezug zum heutigen {{Pfenzland}} leisten in der einen oder anderen Weise Widerstand gegen die Nationalsozialisten:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ask format=ul&amp;gt;[[Kategorie:NS-Gegner]]&amp;lt;/ask&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Opfer der Nationalsozialisten ==&lt;br /&gt;
Folgende Personen mit Bezug zum heutigen {{Pfenzland}} wurden Opfer des Nazi-Terrors:&lt;br /&gt;
&amp;lt;ask format=ul&amp;gt;[[Kategorie:NS-Opfer]]&amp;lt;/ask&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Arisierung]]&lt;br /&gt;
* [[Juden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Brandkatastrophe von Öschelbronn 1933]]&lt;br /&gt;
* [[Bücherverbrennung]]&lt;br /&gt;
* [[Erschießung französischer Widerstandskämpfer]]&lt;br /&gt;
* [[Euthanasie]]&lt;br /&gt;
* [[Zweiter Weltkrieg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Denkmal für die Opfer des Nazi-Regimes]]&lt;br /&gt;
* [[Neonazis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Stadtwiki Karlsruhe}}&lt;br /&gt;
* {{Wikipedia}} (die Ideologie)&lt;br /&gt;
* {{Wikipedia|Zeit_des_Nationalsozialismus|Zeit des Nationalsozialismus}} (der geschichtliche Zeitraum)&lt;br /&gt;
* {{Wikipedia|Nationalsozialistische_Deutsche_Arbeiterpartei|Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei}}&lt;br /&gt;
* {{Wikipedia|Portal:Nationalsozialismus|Portal:Nationalsozialismus}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalsozialismus| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.45.227.14</name></author>
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		<title>Bücherverbrennung</title>
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		<updated>2008-03-25T15:33:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;91.45.227.14: Einleitungssatz; wikilinks; Gliederung; kat&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Informationen zu &#039;&#039;&#039;Bücherverbrennungen&#039;&#039;&#039; in der Region zur Zeit des [[Nationalsozialismus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Pforzheim: 17. Juni 1933 ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Muster der Bücherverbrennungen in zahlreichen Universitätsstädten am 10. Mai [[1933]] rufen in [[Pforzheim]] die Hitlerjugend (HJ), der Bund deutscher Mädchen (BdM) und das Hitlerjungvolk am [[17. Juni]] 1933 zu einer solchen Aktion auf. An einem Samstagabend gegen 21 Uhr sehen trotz starken Regens „einige Tausend“ auf dem [[Marktplatz]] zu, wie auf einem Scheiterhaufen „Schmutz- und Schundbücher“ verbrannt werden. Zur Vorbereitung der Aktion hatte die HJ „tagelang“, „mit rastlosem Eifer“, „treppauf, treppab...  jeden denkbaren Winkel auch zu Hause durchsucht“ – die „[[Pforzheimer Rundschau]]“ bemerkt „das karge Ergebnis“.&amp;lt;ref&amp;gt;alle Zitate ohne Quellenangabe stammen aus den u.a. Zeitungsartikeln&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den verbrannten Büchern sind auch solche, die zuvor aus dem Bestand der Volksbücherei ausgesondert worden waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Brändle S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Hermann Rapp]], 1933 noch Sekretär des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes (ADGB) in Pforzheim, vermutet über den Verbleib der Gewerkschaftsbibliothek, &#039;&#039;„dass bei der in jenen Tagen stattgefundenen Bücherverbrennungsaktion ein großer Teil derselben vernichtet wurde. Das tat mir besonders leid, denn es waren viele schöne Bücher dabei, die mit Politik nichts zu tun hatten, sondern schöngeistiger, naturwissenschaftlicher und sonst unterhaltender Art waren“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Rapp S. 149&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der Verbrennung marschiert die HJ, angeführt von der SA-Kapelle, durch die Stadt. Zu Beginn der Aktion begrüßt Kreisjugendführer Schenkel die „zahlreichen Vertreter von Stadt und Behörde“, auch Polizeihauptmann Klipfel, Oberleutnant Scholz, stellvertretender NSDAP-Kreisleiter Lichtenfels und Sturmbannführer Rilling. In den Berichten der Tageszeitungen ist neben Remarques Werk „Im Westen nichts Neues“ vor allem „jüdische Schriftstellerei“ als „undeutsches Schrifttum“ genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NSDAP-Kreisjugendführer Schenkel &#039;&#039;„bedauerte es sehr, dass niederträchtige gewissenlose Menschen unter die Bücher des Schmutzes und Schundes ein – neues Testament gesteckt hätten. Es werde das Symbol des neuen Deutschland sein, ohne auf den Scheiterhaufen zu kommen, auf den die Burschen gehören, die es hergegeben haben!“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Volkszählung am Tag zuvor hatten 770 Menschen in Pforzheim bei „Religionszugehörigkeit“ ihr Kreuz bei „[[Juden|Israeliten]]“ gemacht; über 200 von ihnen werden Opfer des zur Staatsdoktrin gewordenen Antisemitismus, 88 allein in Auschwitz ermordet und verbrannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menge auf dem Pforzheimer Marktplatz singt am Schluss „entblößten Hauptes“ den Choral „Nun danket alle Gott“, das Lied vom „Guten Kameraden“ und endet mit einem dreifachen „Sieg Heil“ auf Adolf Hitler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beinahe wie die Antizipation des [[23. Februar 1945]] liest sich die Schilderung der Szenerie jenes Abends: &lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Die Flammen fraßen sich tief in den Bücher- und Holzstoß hinein und schlugen hoch zum Himmel empor. Gespenstisch waren die Gebäulichkeiten des Marktplatzes beleuchtet, die Gestalten, die ihn bevölkerten, waren in Rotglut gehüllt“&#039;&#039;.   &lt;br /&gt;
         &lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Dorothea Brändle: &#039;&#039;100 Jahre [[Stadtbücherei]] Pforzheim 1893–1993&#039;&#039;, Pforzheim, 1993&lt;br /&gt;
* [[Pforzheimer Morgenblatt]] vom 19. Juni 1933&lt;br /&gt;
* [[Pforzheimer Rundschau]] vom 19. Juni 1933&lt;br /&gt;
* [[Hermann Rapp]]: &#039;&#039;Aus schwerer und bewegter Zeit&#039;&#039;, Pforzheim, 1975&lt;br /&gt;
* Hans Schütz: &#039;&#039;Verbotene Bücher&#039;&#039;, München, 1990&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Wikipedia}}&lt;br /&gt;
* {{Stadtwiki Karlsruhe}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
* {{Rhein-Neckar-Wiki}}&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationalsozialismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.45.227.14</name></author>
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		<updated>2008-03-25T15:19:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;91.45.227.14: /* Drohung */ Unbelegtes entfernt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== &#039;&#039;&#039;Bücherverbrennung 17. Juni 1933 in Pforzheim&#039;&#039;&#039; ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Muster der Bücherverbrennungen in zahlreichen Universitätsstädten am 10. Mai rufen in Pforzheim die Hitlerjugend (HJ), der Bund deutscher Mädchen (BdM) und das Hitlerjungvolk am 17. Juni 1933 zu einer solchen Aktion auf. An einem Samstagabend gegen 21 Uhr sehen trotz starken Regens „einige Tausend“ auf dem Marktplatz zu, wie auf einem Scheiterhaufen „Schmutz- und Schundbücher“ verbrannt werden. Zur Vorbereitung der Aktion hatte die HJ „tagelang“, „mit rastlosem Eifer“, „treppauf, treppab...  jeden denkbaren Winkel auch zu Hause durchsucht“ – die „Pforzheimer Rundschau“ bemerkt „das karge Ergebnis“.&amp;lt;ref&amp;gt;alle Zitate ohne Quellenangabe stammen aus den u.a. Zeitungsartikeln&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== „ausgesondert“ und „vernichtet“ ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den verbrannten Büchern sind auch solche, die zuvor aus dem Bestand der Volksbücherei ausgesondert worden waren.&amp;lt;ref&amp;gt;Brändle S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herrmann Rapp, 1933 noch Sekretär des ADGB (Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes) in Pforzheim, vermutet über den Verbleib der Gewerkschaftsbibliothek, &#039;&#039;„dass bei der in jenen Tagen stattgefundenen Bücherverbrennungsaktion ein großer Teil derselben vernichtet wurde. Das tat mir besonders leid, denn es waren viele schöne Bücher dabei, die mit Politik nichts zu tun hatten, sondern schöngeistiger, naturwissenschaftlicher und sonst unterhaltender Art waren“&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Rapp S. 149&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor der Verbrennung marschiert die HJ, angeführt von der SA-Kapelle, durch die Stadt. Zu Beginn der Aktion begrüßt Kreisjugendführer Schenkel die „zahlreichen Vertreter von Stadt und Behörde“, auch Polizeihauptmann Klipfel, Oberleutnant Scholz, stellvertretender NSDAP-Kreisleiter Lichtenfels und Sturmbannführer Rilling. In den Berichten der Tageszeitungen – siehe Faksimiles – ist neben Remarques Werk „Im Westen nichts Neues“ vor allem „jüdische Schriftstellerei“ als „undeutsches Schrifttum“ genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Drohung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
NSDAP-Kreisjugendführer Schenkel &#039;&#039;„bedauerte es sehr, dass niederträchtige gewissenlose Menschen unter die Bücher des Schmutzes und Schundes ein – neues Testament gesteckt hätten. Es werde das Symbol des neuen Deutschland sein, ohne auf den Scheiterhaufen zu kommen, auf den die Burschen gehören, die es hergegeben haben!“&#039;&#039; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Volkszählung am Tag zuvor hatten 770 Menschen in Pforzheim bei „Religionszugehörigkeit“ ihr Kreuz bei „Israeliten“ gemacht; über 200 von ihnen werden Opfer des zur Staatsdoktrin gewordenen Antisemitismus, 88 allein in Auschwitz ermordet und verbrannt.&lt;br /&gt;
Es sind Wenige, die sich an die prophetische Warnung von Heinrich Heine aus dem Jahr 1820 erinnern: &#039;&#039;„Dort, wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen“&#039;&#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Heinrich Heine; Almansor, eine Tragödie, in: Sämtliche Werke, hrsg. von Klaus Briegleb, München, 1968, Bd. 1, S. 284 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warnung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menge auf dem Pforzheimer Marktplatz singt am Schluss „entblößten Hauptes“ den Choral „Nun danket alle Gott“, das Lied vom „Guten Kameraden“ und endet mit einem dreifachen „Sieg Heil“ auf Adolf Hitler.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beinahe wie die Antizipation des 23. Februar 1945 liest sich die Schilderung der Szenerie jenes Abends: &lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Die Flammen fraßen sich tief in den Bücher- und Holzstoß hinein und schlugen hoch zum Himmel empor. Gespenstisch waren die Gebäulichkeiten des Marktplatzes beleuchtet, die Gestalten, die ihn bevölkerten, waren in Rotglut gehüllt“&#039;&#039;.   &lt;br /&gt;
         &lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Dorothea Brändle, 100 Jahre Stadtbücherei Pforzheim 1893 – 1993, Pforzheim, 1993&lt;br /&gt;
* Pforzheimer Morgenblatt 19. 6. 1933&lt;br /&gt;
* Pforzheimer Rundschau 19. 6. 1933&lt;br /&gt;
* Hermann Rapp, Aus schwerer und bewegter Zeit, Pforzheim, 1975&lt;br /&gt;
* Hans Schütz, Verbotene Bücher, München, 1990&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*{{Wikipedia}}&lt;br /&gt;
*[http://www.buecherverbrennung.de buecherverbrennung.de]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.45.227.14</name></author>
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		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Goldstadtkind&amp;diff=36995</id>
		<title>Goldstadtkind</title>
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		<updated>2008-03-25T15:14:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;91.45.227.14: typo&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Goldstadtkind&#039;&#039;&#039; ist ein junges Musikerduo aus der &amp;quot;[[Goldstadt]]&amp;quot; Pforzheim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre [[2005]] schlossen sich die beiden Musiker Jens Boscheinen (*1988) und Nicolas Eichhorn (*1989) zusammen, nachdem sie bereits drei Jahre zusammen Musik gemacht hatten. &lt;br /&gt;
Unter ihrem Namen &amp;quot;Goldstadtkind&amp;quot; starten sie zu Beginn 2008 durch.&lt;br /&gt;
Ein erstes kleines Album namens &#039;&#039;[off-the-record]&#039;&#039; wird gegen eine kleine Spende verschickt und Auftritte häufen sich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrem Schulabschluss wollen beide Musiker irgendeinen musikalischen Beruf ergreifen und wenn es klappt, mit ihrer Musik Geld verdienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Homepage|www.goldstadtkind.de}}&lt;br /&gt;
* {{MySpace|goldstadtkind}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frühe Solowerke:&lt;br /&gt;
** [http://www.youtube.com/ichbindernico youtube.com/ichbindernico]&lt;br /&gt;
** [http://www.youtube.com/jebo1988 youtube.com/jebo1988]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Band]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.45.227.14</name></author>
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		<title>Goldstadtkind</title>
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		<updated>2008-03-25T15:13:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;91.45.227.14: form; erg (aus HP); wikilinks; kat&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Goldstadtkind&#039;&#039;&#039; ist ein junges Musikerduo aus der &amp;quot;[[Goldstadt]]&amp;quot; Pforzheim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre [[2005]] schlossen sich die beiden Musiker Jens Boscheinen (*1988) und Nicolas Eichhorn (*1989) zusammen, nachdem sie bereits drei Jahre zusammen Musik gemacht hatten. &lt;br /&gt;
Unter ihrem Namen &amp;quot;Goldstadtkind&amp;quot; starten sie zu Beginn 2008 durch.&lt;br /&gt;
Ein erstes kleines Album namens &#039;&#039;[off-the-record]&#039;&#039; wird gegen eine kleine spende verschickt und Auftritte häufen sich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ihrem Schulabschluss wollen beide Musiker irgendeinen musikalischen Beruf ergreifen und wenn es klappt, mit ihrer Musik Geld verdienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Homepage|www.goldstadtkind.de}}&lt;br /&gt;
* {{MySpace|goldstadtkind}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Frühe Solowerke:&lt;br /&gt;
** [http://www.youtube.com/ichbindernico youtube.com/ichbindernico]&lt;br /&gt;
** [http://www.youtube.com/jebo1988 youtube.com/jebo1988]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Band]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.45.227.14</name></author>
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