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	<title>PFENZ - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-05-14T03:08:15Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Infanterie-Regiment_111&amp;diff=57447</id>
		<title>Infanterie-Regiment 111</title>
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		<updated>2010-04-08T12:47:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;91.19.27.209: /* Einzug in die Buckenberg-Kaserne */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Das &#039;&#039;&#039;Infanterieregiment Nr. 111&#039;&#039;&#039; gehört zu den ältesten und traditionsreichsten Regimentern der [[Baden|badischen]] Militärgeschichte. Bekannt ist es auch als das &#039;&#039;&#039;3. Badische Infanterieregiment&#039;&#039;&#039; und als &#039;&#039;&#039;Infanterieregiment [[Markgrafschaft Baden|Markgraf]] [[Ludwig Wilhelm von Baden|Ludwig Wilhelm]]&#039;&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung für die Stadtgeschichte ==&lt;br /&gt;
Das Regiment hat für die [[Portal Geschichte|Stadtgeschichte Pforzheims]] eine besondere Bedeutung, denn im 19. und 20. Jahrhundert stand das Regiment auf vielfältige Weise immer wieder mit der Bevölkerung in Verbindung. Dies äußerte sich in vielen Berührungspunkten durch die mehrfache langjährige Stationierung in Pforzheim wie auch durch die Zugehörigkeit vieler männlicher Bürger aus der Region.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Aus den [[1780]] geschaffenen Füsilierbataillonen der Garnisonen [[Durlach]] und Rastatt entstand [[1803]] ein Linien-Infanterieregiment, das kurz danach in der Garnison Rastatt die Bezeichnung &#039;&#039;3. Badisches Infanterieregiment&#039;&#039; erhielt. In der [[badische Revolution|badischen Revolution]] [[1848]]/[[1849|49]] hatte sich das Regiment den Aufständischen in Rastatt angeschlossen. Zur Strafe wurde es deshalb 1849 aufgelöst, aber schon [[1852]] aus [[Mannheim]]er Infanterieeinheiten in Rastatt neu formiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Französisches Bündnis ===&lt;br /&gt;
Wegen des Bündnisses [[Baden]]s mit Napoleon als auch des Rheinbundstaates zog das Regiment beziehungsweise Teile des Regiments auf fast allen Feldzügen der Franzosen zwischen [[1805]] und [[1813]] regelmäßig mit. In den Jahren der [[Deutsch-Französischer Krieg|Einigungskriege]] ab [[1864]] bis [[1871]], aber auch schon davor, gehörte es zum Kern der [[badischen Kontingentstruppen]]. Nachweislich waren zu dieser Zeit immer wieder einzelne Bürger im Wehr- bzw. Kriegsdienst in diesem Regiment vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;Chroniken der Stadt und der Ortsteile&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ab der badischen Militärkonvention [[1867]] bis [[1870]] mit Preußen erhielt das &#039;&#039;3. Badische Infanterie-Regiment&#039;&#039; die Bezeichnung &#039;&#039;Infanterieregiment Nr. 111&#039;&#039;. Diesen Namen behielt der Verband bis [[1945]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1. Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Während des [[Erster Weltkrieg|1. Weltkriegs]] kämpfte das Regiment nur an der Westfront, wo es unter anderem auch bei den schrecklichen Kämpfen um Verdun zum Einsatz kam und dabei viele Pforzheimer Männer sinnlos mit geopfert wurden. Nach dem Waffenstillstand am [[11. November]] [[1918]] verlegte man den Rest zur Grenzsicherung nach St. Günterstal und Emmendingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verlegung nach Pforzheim ===&lt;br /&gt;
Die Abrüstungsbedingungen erzwangen die Auflösung fast aller in der Rheinzone liegenden Garnisonen, so dass auch dieses Regiment nicht in den Heimatstandort Rastatt, sondern im Januar [[1919]] nach Pforzheim zog, wo es in der [[Holzgartenschule]] und [[Brötzinger Schule]] bis zur Auflösung im April 1919 provisorisch Quartier nahm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzug in die Buckenberg-Kaserne ==&lt;br /&gt;
[[Bild:2007 BB-Kaserne Gebäude001.jpg|thumb|Gebäude der 11. Kompanie (&amp;quot;11./J.R. 111&amp;quot;)]]&lt;br /&gt;
Nach der Wiedereinführung der Wehrpflicht im März [[1935]] (im Zuge der [[Nationalsozialismus|nationalsozialistischen Aufrüstung]]) erfolgte die Reaktivierung alter Regimenter; so formierte sich schon im Sommer 1935 aus verschiedenen Reichswehr- und Polizeieinheiten das &#039;&#039;Infanterieregiment Nr. 111&#039;&#039; neu. Das I. Bataillon lag wieder in Rastatt, das II. Bataillon in [[Baden-Baden]] und das III. Bataillon (im Volksmund &#039;&#039;&#039;Goldschmiedsbataillon&#039;&#039;&#039;) zog am [[6. Oktober]] [[1936]] in die noch nicht ganz fertig gestellte [[Buckenberg-Kaserne]] ein. &amp;lt;ref&amp;gt;[[Pforzheimer Kurier]] vom 28.4. 2007&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Buckenberg-Kaserne wurde in den 1930er-Jahren für die deutsche Wehrmacht  nach den Plänen des Regierungsbaurats Karl Köllmel errichtet. Der Erstbezug der Kaserne fand im Oktober 1936 durch das III./Infanterie-Regiment 111 statt. Das Kasernengelände ist über 18 Hektar groß und viele Gebäude der Kaserne standen unter Denkmalschutz. Im Sommer 2007 wurden so gut wie alle Gebäude abgerissen um das Gelände in ein Wohngebiet mit Einkaufszentrum umzugestalten. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges waren folgende deutsche Truppenteile in der Buckenberg-Kaserne untergebracht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fronttruppenteile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    * 3. Bataillon des Infanterie-Regiment 111&lt;br /&gt;
    * Sanitäts-Staffel&lt;br /&gt;
    * Panzer-Pionier-Bataillon z.b.V. Pforzheim&lt;br /&gt;
    * Landesschützen-Bataillon 408&lt;br /&gt;
    * leichte Heimat-Flak-Batterie 29/VII&lt;br /&gt;
    * leichte Heimat-Flak-Batterie 35/VII&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ersatztruppenteile&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    * Infanterie-Ersatz-Bataillon 35&lt;br /&gt;
    * Grenadier-Ersatz- u. Ausbildungs-Bataillon (motorisiert) 35&lt;br /&gt;
    * Grenadier-Ersatz-Bataillon (motorisiert) 35&lt;br /&gt;
    * Reserve-Grenadier-Bataillon (motorisiert) 35&lt;br /&gt;
    * Ersatz- u. Ausbildungs-Bataillon (M) 275&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kommandobehörden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    * Festungs-Inspektion VII&lt;br /&gt;
    * Ausbildungs-Leiter&lt;br /&gt;
    * Wehrbezirks-Kommando&lt;br /&gt;
    * Wehrmeldeamt&lt;br /&gt;
    * Standortfunkstelle&lt;br /&gt;
    * Feste Brieftaubenstelle&lt;br /&gt;
    * Heeresfachschule (V.W.)&lt;br /&gt;
    * Heeresfachschule (V.)&lt;br /&gt;
    * Heeres-Standort-Verwaltung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des Polenfeldzugs im Herbst [[1939]] verlegte man die &#039;&#039;&#039;111er&#039;&#039;&#039; zur Grenzsicherung in die Befestigungsanlagen des Westwalls, ab [[10. Mai]] 1939 begann für die Männer der Frankreichfeldzug. Im Juli [[1940]] kehrte das Pforzheimer Bataillon wieder „siegreich“ &amp;lt;ref&amp;gt;Pressemeldung vom 20.07.1940&amp;lt;/ref&amp;gt; in die Buckenberg-Kaserne zurück. Danach folgte die Verlegung an die Ostfront. Als Teil der 35. Infanteriedivision kämpfte das Regiment ab [[1941]] bis [[1944]] in der UdSSR und verhalf am Ende der Rückzugsgefechte am Brückenkopf von Danzig Tausenden von Flüchtlingen und Verwundeten zur Flucht in den Westen. Die Soldaten gerieten in russische Kriegsgefangenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regiments-Musikkapelle ==&lt;br /&gt;
Bei verschiedenen Festlichkeiten in der Stadt Pforzheim, so z. B. bei den Jubiläen der Schützengesellschaft, gab die Regiments-Musikkapelle vor dem 1. Weltkrieg regelmäßig Konzerte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veteranentreffen &amp;amp; Gedenkstein ==&lt;br /&gt;
Die Überlebenden aus der Region trafen sich regelmäßig mit ihrem letzten Bataillonskommandeur, dem Pforzheimer Oberstleutnant a. D. Reinhard Burst, am Volkstrauertag in der Buckenberg-Kaserne, wo sie mit freundschaftlicher Unterstützung der französischen [[Husarenregiment|Husaren]] einen würdigen Gedenkstein aufstellten, der vor dem Abriss der Buckenberg-Kaserne auf den [[Hauptfriedhof]] verbracht wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur / Quellen ==&lt;br /&gt;
* Manuskript zu &#039;&#039;&#039;Militär in Pforzheim – Eine Garnisonsgeschichte als Beitrag zur Stadtgeschichte&#039;&#039;&#039; von Hagen Franke&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{wikipedia}}&lt;br /&gt;
* [http://www.Lexikon-der-Wehrmacht.de/Gliederungen/Infanterieregimenter/IR111-R.htm {{PAGENAME}} bei Lexikon-der-Wehrmacht.de]&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
* {{MurgtalWiki}}&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pforzheim]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militär]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>91.19.27.209</name></author>
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