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	<title>PFENZ - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-05-15T15:14:02Z</updated>
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		<title>Deutsche Friedens-Gesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen</title>
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		<updated>2008-03-02T19:13:50Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;84.163.214.121: /* Geschichte bis 1945 */ stil; wikilinks&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die &#039;&#039;&#039;Deutsche Friedens-Gesellschaft – Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK)&#039;&#039;&#039; ist ein überregionaler Verband von Pazifisten. Zeitnah der Gründung [[1892]] wurde auch die Ortsgruppe Pforzheim ins Leben gerufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte bis 1945==&lt;br /&gt;
Angeregt durch Bertha von Suttners Roman „Die Waffen nieder!“ gründet [[1892]] der Pforzheimer Industrielle [[Adolf Richter]] in [[Pforzheim]] die Ortsgruppe der „Deutschen Friedensgesellschaft“. Die allgemeinen Ziele werden [[1902]] formuliert:&lt;br /&gt;
# Aufklärung über das kulturwidrige Wesen des [[Krieg]]es;&lt;br /&gt;
# Bekämpfung nationaler Vorurteile;&lt;br /&gt;
# Internationale Schiedsgerichtsbarkeit;&lt;br /&gt;
# Abrüstung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wendet sich die Deutsche Friedensgesellschaft (DFG) sofort gegen alle Eroberungspläne und bemüht sich, Kaiser und Regierung zu einem Verständigungsfrieden zu bewegen. Ihre Tätigkeit wird eingeschränkt und behindert durch Presse- und Briefzensur, Versammlungsverbote, Hausdurchsuchungen und Festnahmen von Kriegsgegnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Weimarer Republik|Weimarer Zeit]] liegt die Arbeit der Pforzheimer Gruppe bis zur Wiedergründung [[1926]] brach. Ab jetzt stellt nicht mehr das liberale Bürgertum, sondern die Linke und vor allem die Arbeiterjugend die Mitglieder und Versammlungsteilnehmer. Im Saal des [[Bernhardushof|Bernhardushofes]] in der [[Durlacher Straße]] spricht unter anderem der katholische Professor Keller aus Freiburg: &#039;&#039;„Statt Panzerkreuzer zu bauen, sollte man soziales Elend mildern“&#039;&#039;. Die „radikalen Pazifisten“ setzen auf massenhafte Kriegsdienstverweigerung, Arbeitsverweigerung in Rüstungsbetrieben und deren Umstellung auf zivile Produktion. Bei Demonstrationen [[1932]] in Pforzheim warnen Mitglieder der DFG, der Sozialistischen Arbeiterpartei (SAP) und der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) vor Faschismus und Kriegsgefahr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Machtantritt der Nationalsozialistischen Deutsche Arbeiterpartei ([[NSDAP]]) [[1933]] werden die Geschäftsstellen der DFG durchsucht, Akten beschlagnahmt und die Zeitschrift „Das andere Deutschland“ verboten, [[1935]] folgt die offizielle Auflösung der DFG. Ab [[1939]] nehmen die Verhaftungen von Kriegsgegnern zu, oft sind es „Ernste Bibelforscher“, heute „[[Zeugen Jehovas]]“, die kriegsvorbereitende Maßnahmen, Arbeit in der Rüstungsproduktion und Kriegsdienst verweigern. Die Vorwürfe der gleichgeschalteten Justiz lauten auf „Wehrkraftzersetzung, Sabotage in der Rüstungsindustrie, Entfernung von der Truppe, Beihilfe zur Fahnenflucht, Feindbegünstigung, Anti-Kriegs-Propaganda“.&lt;br /&gt;
Die Zerstörung Pforzheims am [[23. Februar 1945]] ist ein Beleg für prophetische Analyse der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) [[1932]]: &#039;&#039;„Hitler heißt Krieg, Not, Hunger und Elend für das ganze deutsche Volk“&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte seit 1945==&lt;br /&gt;
[[1946]] wird die DFG in der Westzonen wieder zugelassen. Es gibt in [[Pforzheim]] zwar Proteste gegen die Wiederbewaffnung bzw. die geplante Stationierung von Atomwaffen in der BRD, die Gewerkschaftsjugend ist aktiv gegen den NATO-Beitritt der BRD und wendet sich [[1958]] in einer Kundgebung auf dem [[Turnplatz]] gegen die Atombewaffnung der Bundeswehr, finden [[1966]] und [[1968]] Ostermärsche gegen den Vietnam-Krieg und die Notstandsgesetze auch in Pforzheim statt, aber erst [[1970]] kommt es zur Wiedergründung der lokalen DFG. Schwerpunkt der Gruppe ist die Beratung von Kriegsdienstverweigerern und die Mitarbeit in lokalen Bündnissen wie gegen den Militärputsch in Chile [[1973]] und in den siebziger Jahren gegen die Atomindustrie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der achtziger Jahren beteiligen sich DFG-Mitglieder an den Aktionen der [[Friedensinitiative Pforzheim]], so [[1981]] und [[1983]] bei einer Demonstration und Menschenkette mit jeweils über 2000 Teilnehmern gegen die Stationierung atomarer US-Mittelstreckenraketen (Pershing-II) in Mitteleuropa, ebenso [[1991]] an Protesten gegen den Golfkrieg und den Krieg im ehemaligen Jugoslawien.&lt;br /&gt;
Die zunehmenden Auslandseinsätze der Bundeswehr und deren Umbau zur Interventionsarmee werden in Flugblattaktionen und Veranstaltungen kritisiert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ständiges Thema der DGF-VK ist in Pforzheim die Auseinandersetzung mit dem [[23. Februar 1945]] und seiner Vorgeschichte, die Erforschung und Dokumentation der Lokalgeschichte [[1933]] bis [[1945]] und vor allem des Widerstands gegen Nazi-Terror und Eroberungskrieg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit [[1974]] heißt es in der Grundsatzerklärung der DFG-VK wie der War Resisters’ International:&lt;br /&gt;
        &lt;br /&gt;
&#039;&#039;„Der Krieg ist ein Verbrechen an der Menschheit. Ich bin daher entschlossen, keine Art von Krieg zu unterstützen und an der Beseitigung aller Kriegsursachen mitzuwirken“&#039;&#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==DFG-VK überregional==&lt;br /&gt;
Die DFG-VK ist aus dem Zusammenschluß der Deutschen Friedensgesellschaft (DFG) mit der Internationale der Kriegsgegner (IDK) dem deutschen Arm der War Resisters International (WRI) und dem Verband der Kriegsdienstverweigerer entstanden. Die Deutsche Friedensgesellschaft wurde [[1892]] von Bertha von Suttner gegründet. Fünf ihrer Mitglieder erhielten den Friedensnobelpreis: Bertha von Suttner, Alfred H. Fried, Ludwig Quidde, Carl von Ossietzky und Albert Schweizer. Die Internationale der Kriegsgegner wurde [[1921]] gegründet. Der Verband der Kriegsdienstverweigerer bei der Wiederbewaffnung der BRD [[1958]]. [[1968]] schlossen sich zuerst die DFG mit der IDK zusammen und [[1974]] die DFG-IDK mit dem Verband der Kriegsdienstverweigerer zur DFG-VK. &lt;br /&gt;
Zum hundersten Geburtstag der DFG-VK [[1992]] gab sich der Verband ein neues Grundsatzprogramm. Die DFG-VK ist der Deutsche Zweig der War Resisters International (WRI), die [[1921]] gegründet wurden. &lt;br /&gt;
Die DFG-VK hat über 6000 Mitglieder (stand [[2007]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kontakt==&lt;br /&gt;
DFG-VK Gruppe Pforzheim-Enzkreis: G. Brändle, Würmer Hauptstr. 65, 75181 Pforzheim &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Literatur== &lt;br /&gt;
*[[Karl Schroth|Schroth, Karl]], Und immer wieder für die Freiheit, Pforzheim, 1977&lt;br /&gt;
*Jubiläumsschrift: 100 Jahre Deutsche Friedensgesellschaft. 100 Jahre Friedensarbeit in Pforzheim, HRSG: DFG-VK, DGB, Friedensinitiative Pforzheim, Autor: Gerhard Brändle, Pforzheim, 1992 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Weblinks==&lt;br /&gt;
* {{Homepage|www.dfg-vk.de}}&lt;br /&gt;
* {{Wikipedia}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Organisation]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
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