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	<title>PFENZ - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<updated>2026-05-14T09:10:19Z</updated>
	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Waldenser&amp;diff=22984</id>
		<title>Waldenser</title>
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		<updated>2007-04-23T18:23:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;217.233.208.164: /* Waldenserdenkmal */ -br&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Lux Lucet in Tenebris.gif|thumb|Signet der Waldenser]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Waldenser&#039;&#039;&#039; sind eine protestantische reformierte Kirche. Heute gibt es die Waldenserkirche vor allem in Italien und Südamerika.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Name ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name „Waldenser“ stammt aus dem [[Mittelalter]]. Die [[katholische Kirche]] bezeichnete so die Anhänger von Petrus Waldus (ursprünglich „Valdes“) aus Lyon. Er starb im Jahre [[1206]] oder [[1207]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Waldenser sind eine christliche Laienbewegungen aus dem [[12. Jahrhundert]]. &lt;br /&gt;
Bei einer Laienbewegung predigten „normale Bürger“ anstatt katholische  Priester.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kaufmann Petrus Waldus  &amp;quot;Valdes&amp;quot; begann [[1176]] in Lyon als Laie das Evangelium zu predigen. Er ließ Teile der Bibel in die Volkssprache übersetzten, (Valdes selbst sprach kein Latein), außerdem kritisierte  er den Reichtum der Kirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre [[1170]] verließ er aus christlicher Überzeugung seine Familie und verteilte seinen Vermögen unter den Armen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewegung breitete sich in Südwest- und Nordostfrankreich sowie in Süddeutschland, Ungarn, Polen und der Lombardei aus. Sie verstanden sich als Mitglieder der katholischen Kirche, kritisierten jedoch deren Missstände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Bekämpfung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil in dieser Gemeinschaft Laien predigten, wurden sie [[1184]] von Papst Lucius III. exkommuniziert zu Ketzern erklärt und verfolgt. Viele zogen sich in unzugängliche Alpentäler zurück. Im Laufe der Jahrhunderte wurden sie immer wieder verfolgt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Waldenser schlossen sich [[1532]] der [[Reformation]] an und gründeten [[1560]] eine reformierte Kirche in den Cottischen Alpen. Sie gaben sich jetzt selbst den Namen &amp;quot;Waldenser&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr [[1598]] erließ König Heinrich IV ein Duldungsedikt, das &amp;quot;[[Edikt von Nantes]]&amp;quot;. Es sicherte den Waldensern Rechte und Religionsfreiheit zu. Trotz des Edikts von Nantes fanden die blutigen Verfolgungen kein Ende. Die Waldenser wurden bekämpft und mussten immer wieder Rückschläge hinnehmen. Sie wurden in den Cottischen Alpen zunehmend in die Enge getrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Vertreibung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch im 17. Jahrhundert wurden die Waldenser verfolgt. [[1685]] und [[1687]] setzten zwei große Fluchtwellen aus den Täler ein. 1685 untersagte der französische König [[Ludwig XIV.]] den Waldensern die Ausübung ihrer [[Religion]], und hob das &amp;quot;Edikt von Nantes&amp;quot; im [[Edikt von Fontainebleau]] wieder auf. Die Waldenser wurden verfolgt, viele kamen in den Gefängnissen um. Im Jahre 1687 wurden die Waldenser im Piemont durch den Herzog von Savoyen in die Schweiz und nach Deutschland vertrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter der Führung von Pfarrer [[Henri Arnaud]] gelang es ca. 1000 Waldensern im Jahre [[1689]] die Täler mit Waffengewalt zurück zu erobern. Dies ging unter dem Begriff die „Glorreiche Rückkehr“ in die Geschichte ein. Die Waldenser wurden daraufhin in ihren Dörfern geduldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Waldenser in Deutschland ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1698 wurden ca. 2.700  französischen Waldenser aufgrund des Ausweisungsediktes vom 1. Juli [[1698]] durch den Herzog von Savoyen, wieder aus ihrer Heimat vertrieben. Die Waldenser fanden wieder Zuflucht in der Schweiz. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verhandlungen zur Ansiedlung der Waldenser in Deutschland wurden hauptsächlich von den Pfarrern [[Henri Arnaud]] und [[Jacques Papon]] geführt. Sie wollten erreichen, dass die Waldenser in Deutschland so leben konnten, wie sie es aus ihrer Heimat gewohnt waren, und dass die Menschen aus ihren Herkunftsgemeinden zusammenbleiben konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die französischen Waldenser aus dem Pregelatal wurden nach Hessen geschickt, die piemontesischen Waldenser aus dem Perosatal unter Führung von Henri Arnaud, ins Herzogtum [[Württemberg]]. Auch die Markgrafschaft Baden-Durlach nahm Waldenser auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zuwanderer trafen hier auf ein zerstörtes und entvölkertes Land: Der Dreißigjährige Krieg und der darauf folgende [[Pfälzischer Erbfolgekrieg|Pfälzischen Erbfolgekriegs]] ([[1688]]–[[1697]]), hatte mit Zerstörungen, Seuchen (Pest) und Hungersnöten viele Tote gefordert. Äcker und Weinberge waren zerstört und verwildert. In den meisten Orten lebten nur noch wenige Menschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gruppe von 450 Waldensern,  kam im Jahre [[1698]] unter Führung von Pfarrer Papon nach Hessen in den Ort Mörfelden, wo sie vom Landgrafen Ernst-Ludwig von Hessen-Darmstadt Land zugewiesen bekamen. Die Menschen, die aus den Dörfern La Balme, Roure und Méan stammten, sollten dort angesiedelt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach ungefähr 3 Jahren zog der größte Teil der Gruppe weiter nach [[Württemberg]] und [[Baden]]. Nur wenige Familien blieben in Hessen.  Aus dieser Kolonie, die damals noch &amp;quot;Waldenserniederlassung bei Mörfelden&amp;quot; genannt wurde, entstand der Waldenserort Walldorf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Recht der freien Religionsausübung wurde den reformierten Waldensern zugesichert. Die Gottesdienste wurden bis ins frühe 19. Jahrhundert in französischem Dialekt gehalten. Erst im 19. Jahrhundert schlossen sie sich der evangelisch-lutherischen Landeskirche an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Waldenser heute ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Was erinnert heute an die Waldenser? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Karlsruhe und [[Stuttgart]] erinnern heute noch Ortsnamen wie [[Pinache]] und [[Serres]] (Teilorte von [[Wiernsheim]] im [[Enzkreis]], [[Kleinvillars]] (Teilorte von [[Knittlingen]] im Enzkreis), [[Corres]] (Teilort von [[Ötisheim]] im Enzkreis), Perouse im Landkreis Böblingen, [[Großvillars]] und Mutschelbach im [[Landkreis Karlsruhe]] und Palmbach, Stadtteil von [[Karlsruhe]], an die alten Waldenseransiedlungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch zahlreiche französische Namen wie Jourdan, Konstandin, Raviol, Piston, Guigas, Berger und Granget erinnern heute noch an die Nachkommen der Waldenser.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Waldenserorten gibt es Straßennamen wie Waldenserstraße, Welschenweg, Piemontstraße, Henri-Arnaud-Straße oder Petrus-Waldus-Straße, die ebenfalls an die Geschichte der Waldenser erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Waldenser kamen auch neue Früchte und Pflanzen ins Land. So brachten sie die ersten Kartoffeln nach Süddeutschland mit. Diese Frucht war bisher hier nicht bekannt. Ebenso wurde von den Waldensern der Tabakanbau, der Klee und Maulbeerbäume in Süddeutschland eingeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Deutsche Waldenservereinigung ==&lt;br /&gt;
siehe [[Deutsche Waldenservereinigung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die italienischen Waldenser heute ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gebiet um die Waldensertäler gehört heute zu Italien. Als die Waldenser in Italien [[1848]] endlich die bürgerlichen Freiheiten erlangten, breitete sich die Waldenserkirche über ganz Italien aus. Heute zählt sie rund 21.000 Mitglieder. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Waldenserdenkmal ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den meisten Deutschen Waldenserorten gibt es Plätze und Denkmäler, die an die Verfolgung und Vertreibung der Waldenser erinnern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Waldenserwappen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Lux lucet in tenebris“ &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Waldensertum begleitete stets ein sichtbares Wappen. Es zeigt einen goldenen Leuchter mit einer brennenden Kerze, den 7 Sterne umringen. &lt;br /&gt;
Ein dunkelblauer Hintergrund gibt diesem Wappen eine mystische Tiefe und hebt das Licht der Kerze deutlich hervor. Darunter steht wie ein geheimes Motto „LUX LUCET IN TENEBRIS“, auf deutsch, „Das Licht leuchtet in der Finsternis“. &lt;br /&gt;
Diesen Spruch entnahmen die Waldenser dem Johannisevangelium Kapitel 1 Vers 5.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[[Waldensermuseum &amp;quot;Henri-Arnaud-Haus&amp;quot;]]&lt;br /&gt;
*Friedhofskirche in [[Dürrmenz]], ehemalige Kirche der Waldenser&lt;br /&gt;
*[[Wurmberg]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*[http://www.waldenser.de Homepage der Deutschen Waldenservereinigung]&lt;br /&gt;
* [http://www.enzkreis.de/media/custom/179_2224_1.PDF 300 Jahre Waldenser im Raum Mühlacker-Maulbronn 1699-1999] (pdf-Datei)&lt;br /&gt;
*[http://home.arcor.de/waldenserorte/index.htm Deutsche Waldenserorte]&lt;br /&gt;
* [http://home.tiscali.de/fboensel/KGReli12/waldus.htm Private Homepage zum Thema Waldenser]&lt;br /&gt;
*{{Wikipedia2|Waldenser|Waldenser}}&lt;br /&gt;
* {{Karlsruher Stadtwiki}}&lt;br /&gt;
{{ka-wiki}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Enzkreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religionsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldenser]]&lt;/div&gt;</summary>
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