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	<title>PFENZ - Benutzerbeiträge [de]</title>
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	<subtitle>Benutzerbeiträge</subtitle>
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		<id>https://www.pfenz.de/mediawiki/index.php?title=Hercyniastra%C3%9Fe&amp;diff=26915</id>
		<title>Hercyniastraße</title>
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		<updated>2007-07-30T20:26:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;172.181.153.213: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Bild:Gemarkungsgrenzstein Hercyniastraße.jpg|thumb|Gemarkungsgrenzstein Dillweißenstein Brötzingen an der Hercyniastraße]]&lt;br /&gt;
Die &#039;&#039;&#039;Hercyniastraße&#039;&#039;&#039; ist eine [[Straße]] in der Pforzheimer Südweststadt. Sie beginnt beim [[Reuchlin-Gymnasium]] und läuft entlang des Höhenrückens zwischen [[Enz]] und [[Nagold (Fluss)|Nagold]] bis zur [[Rotplatte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Straßenname==&lt;br /&gt;
Sie ist benannt nach der lateinischen Bezeichnung für Schwarzwald - &#039;&#039;Hercynia&#039;&#039;. Bis [[1925]] hieß sie Römerweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichtliches und Aktuelles==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hercyniastraße ist eine der stadtgeschichtlich und landschaftlich interessanten Straßen. Bis [[1925]] hieß sie Römerweg bzw. Römerstraße. Hier wurde ein alter Straßenbelag entdeckt, der als römisch angesehen wurde. Diese Annahme ließ sich wohl auf Dauer nicht halten. Es könnte sich auch um einen mittelalterlichen Weg gehandelt haben. Dies könnte ein Grund der Umbenennung gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch damals wurde der Name der Stadt [[Pforzheim]] abgeleitet von einer mutmaßlichen römischen Bezeichnung „porta hercynia&amp;quot; für die römische Ansiedlung, was bedeutet hätte: „Pforte zum Hercynia-Wald&amp;quot;. Mit diesem Prädikat „Pforte zum Schwarzwald&amp;quot; wird mitunter noch heute geworben. „Hercynia“ war der Eigenname, den die Römer dem Schwarzwald gegeben hatten, also „SILVA (=Wald) HERCYNIA&amp;quot;. Jedoch wird auch „hercynia silva&amp;quot; an anderer Stelle als die römische Bezeichnung für das Erzgebirge genannt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Johannes Reuchlin|Reuchlin]] hatte, wohl mit einem Augenzwinkern, nach Humanistenart den Namen der Stadt von der griechischen Antike abgeleitet: Ein geflohener Trojaner, der Heerführer Phorkys, den es bis an den Rand des Schwarzwaldes verschlagen habe, sei der Gründer der Stadt. Diesen Mythen machte [[1934]] der Fund des Leugensteins von [[Friolzheim]] ein glückliches Ende. Er nennt die Entfernung: nach PORT(u)L(eugas)V = nach Portus 5 Leugen (ein keltisch-römisches) Entfernungsmaß.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Aber aus noch viel früherer Zeit ist die heutige Straße in Erscheinung getreten: Unter den im archäologischen Schauplatz [[Kappelhof]] ausgestellten vorgeschichtlichen Funden aus dem Stadtgebiet ist eines der ältesten das Bruchstück einer Hammeraxt der Jungsteinzeit (5.000 bis 3.500 v.Chr.) aus einem Garten in der Hercyniastraße. Mitgefundene verzierte Scherben wurden nicht aufgehoben (Garten Stösser, 1934).&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Straße verläuft auf der Wasserscheide zwischen [[Enz]] und [[Nagold (Fluss)|Nagold]]. Der südliche Straßenrand war die Grenze zwischen den Dörfern [[Dillweißenstein]] und [[Brötzingen]]. Noch heute sind hier sechs Grenzsteine zu sehen, die erhalten blieben weil sie in den Boden eingesunken sind. Zwei davon sind ziemlich angeschlagen. Ein schöner Stein im südlichen Bereich trägt auf der Brötzinger Seite das Fleckenzeichen „Hufeisen&amp;quot;. Bei ihm ist das „W&amp;quot; für [[Württemberg]] noch sichtbar ausgemeißelt. Württemberg hatte lange Zeit Rechte im Dorf z. B. noch 1527 ein Drittel Zehnt, das [[Dominikanerinnenkloster Pforzheim]] sowie das Kloster Herrenalb ein Drittel. Im Jahr 1528 ging der württembergische Anteil an [[Baden]] über, 1565 wurde Brötzingen ganz badisch. Noch 1479 hieß es bei einem Streit über die Grenze „uf dem  wyer reyn&amp;quot; (heute Weiherberg): „unten an dem velde genant das rode&amp;quot;. [[Auf der Rotplatte]] müsste daher eigentlich Rodplatte (von roden) heißen. Dillweißenstein reichte bis zur heutigen [[Hohlstraße]] bei der ehemaligen Schwarzwaldpost. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Entlang des nordwestlichen Bereichs der Straße waren noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts Sandsteinbrüche. Ein Anschnitt ist wohl noch in der Felsenwand an der [[Büchenbronner Straße]] in der Kurve bei der Einmündung des [[Hanfackerweg]]s zu sehen. Die Sport-und Tennisplätze der Postsportgemeinschaft (PSG) sind in einen ehemaligen Steinbruch gebaut. Das inzwischen überbaute „Hanseloch“ in einem Acker auf der südlichen Straßenseite dürfte auch ein kleiner Steinbruch, vielleicht auch eine Pinge, ein oberirdischer kleinerer Grabungsgang gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste “Fernwasserleitung“ für Pforzheim wird in einer Brunnenordnung von 1526 erwähnt. Sie führte bis zu ihrer Zerstörung durch Hochwasser 1824 von der heute noch bestehenden „Glasbronnenquelle“ im Würmtal bis zum Marktplatz. Es kamen weitere Leitungen hinzu : die Schlossbrunnenleitung 1681 bis 1689, die St. Georgenquelle ab 1752 wieder genutzt, die Enzwasserleitung 1777 bis 1803, die Stockbrunnenleitung 1804 bis 1824 (Tulla), die Enzauenquellen u.a.. Eine entscheidende Verbesserung der Pforzheimer Wasserversorgung war der Kauf von Quellen im Grösseltal auf Engelsbrander Gemarkung, der Bau des dortigen Wasserwerks und der Wasserleitung unter dem späteren Ehrenbürger Oberbaurat Carl von Ehmann. Die Grösseltalwasser erreicht unter dem auf halber Höhe der Enzhalde verlaufenden Wasserleitungsweg die Hercyniastraße, den Alten Wasserturm (Standrohr 26,5 m zur Druckregulierung) und den Hochbehälter Rod. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Im städtebaulichen Rahmenplan Rodrücken von [[1986]] ist vorgesehen, im Zuge der weiteren Bebauung die Hercyniastraße ab dem Postsportplatz und der Abzweigung der „kleinen Hercyniastraße&amp;quot; für den Durchgangsverkehr zu schließen und zum Fuß- und Radweg bzw. zur Zufahrt für Anlieger herabzustufen. Dies bietet sich an aufgrund der Aussichtssituation, der historischen Bezüge und der Anbindung über die [[Heinrich-Heyd-Straße]] zum Wasserleitungsweg ins [[Grösseltal]]. Erkauft würde dies allerdings mit der fortschreitenden Bebauung eines der wenigen an den stadtnahen Hängen erhaltenen Wiesengelände, sodass die landschaftliche Schönheit eingeschränkt wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{Straßennamen Pforzheim}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Straße (Pforzheim)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
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