Westbahn

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Bahnhof Mühlacker mit Gleisen der Westbahn und der Strecke nach Pforzheim

Die (württembergische) Westbahn ist eine Bahnstrecke in Baden-Württemberg. Sie zweigt in Bietigheim-Bissingen aus der von Stuttgart nach Heilbronn führenden Nordbahn ab und verläuft über Vaihingen (Enz), Mühlacker und Bretten nach Bruchsal.

Die Bahnlinie zwischen Ölbronn und Mühlacker bei Ölbronn

Zwei Stadtbahnlinien benutzen Abschnitte der Westbahn: die S5 zwischen Bietigheim-Bissingen und Mühlacker, die S9 zwischen Mühlacker und Bruchsal.

Die sonstigen Züge des Nahverkehrs in der Relation Stuttgart – Mühlacker – Bruchsal (– Heidelberg) finden sich in den Fahrplänen von VPE und KVV unter der Linienbezeichnung R 91. Außerdem benutzen auch die bei VPE und KVV unter der Linienbezeichnung R 5 geführten Züge zwischen Karlsruhe und Stuttgart östlich von Mühlacker die Westbahn, teils auch nur zwischen Mühlacker und Vaihingen (Enz).

Beim VVS sind alle Regionalzüge und Stadtbahnen zwischen Stuttgart bzw. Bietigheim-Bissingen und Vaihingen (Enz) sowie weiter von und nach Westen unter der Linie R 5 zusammengefasst, da die Verzweigung westlich von Mühlacker außerhalb des VVS-Verbundgebiets liegt.

Durchfahrender Nahverkehrszug der Deutschen Bahn AG im Bereich der Haltestelle Ölbronn-Dürrn

Der Abschnitt Bietigheim-Bissingen–Mühlacker der Westbahn ist Bestandteil der Bahnstrecke Stuttgart–Karlsruhe, die die Deutsche Bahn AG seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2010 unter dem Namen „Residenzbahn“ vermarktet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Bereits in den 1840er-Jahr statt. In einem Staatsvertrag von 1850 wurde vereinbart, dass Württemberg die Bahnlinie von Stuttgart über Mühlacker nach Bruchsal baut. Gleichzeitig wurde dem Land Baden das Recht eingeräumt, eine Zweigstrecke über Pforzheim zum Verzweigungsbahnhof Mühlacker zu bauen.

Güterzug auf der alten Strecke Richtung Stuttgart bei Ölbronn-Dürrn

Die Strecke wurde auf ganzer Länge, einschließlich des Anteils auf badischem Gebiet, durch die württembergische Staatsbahn erbaut und 1853 eröffnet. Der Streckenabschnitt Bretten – Bruchsal wurde 1879 von der badischen Staatsbahn übernommen.

Beide Staatsbahnen, die badische und die württembergische, gingen 1920 in der Deutschen Reichsbahn auf, die im Westteil Deutschlands 1949 zur Deutschen Bundesbahn und 1994 zur Deutschen Bahn AG wurde.

Die 1991 eröffnete Schnellfahrstrecke Mannheim–Stuttgart zog einen Großteil des Personenfernverkehrs von der Westbahn ab. Zur Verknüpfung der beiden Strecken im hierfür neu erbauten Bahnhof Vaihingen (Enz) wurde die Westbahn zwischen Sersheim und Illingen auf eine neue Trasse verlegt. Die alte Strecke blieb jedoch zwischen Sersheim und Vaihingen (Enz) Nord als Anschluss zur Vaihinger Stadtbahn erhalten.

Kulturbahn

Die dieselbetriebene Kulturbahn benutzt die Strecke von Horb, Calw und Pforzheim kommend ab Mühlacker ebenfals die Bahnlinie bis Maulbronn-West und biegt dort auf die nicht elektrifizierte Strecke zum Bahnhof Maulbronn-Stadt ab.

Vollsperrung und Generalsanierung 2008

Vom 17. Mai bis zum 26. Oktober 2008 wurde der Streckenabschnitt Mühlacker - Bretten der Westbahn unter Vollsperrung generalsaniert. Die Deutsche Bahn AG entschied sich für dieses Verfahren, da eine Sanierung bei Aufrechterhaltung des Verkehrs sich sehr viel länger hingezogen hätte.

Die ausfallenden Stadtbahnen der Linie S 9 und Regionalexpress-Züge der Linie R 91 wurden durch Busse ersetzt, wobei wegen der längeren Fahrzeit in der Regel an Stelle einer Bahn zwei in unterschiedlichen Zeitlagen fahrende Busse verkehrten. Die Regionalexpress-Züge der Linie R 91 wurden außerdem teilweise ab Mühlacker über Pforzheim Hbf nach Karlsruhe Hbf und zurück umgeleitet, wobei in Karlsruhe-Durlach Umsteigemöglichkeiten nach/von Bretten sowie in/aus Richtung Bruchsal–Heidelberg bestanden.

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