Papierfabrik Weissenstein

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Aktie der Papierfabrik Weissenstein
Gebäude der Papierfabrik
Die Papierfabrik aus der Luft

Die Papierfabrik Weissenstein war eine Papierfabrik in Dillweißenstein, die 1859 [1] gegründet und 2001 geschlossen wurde.

Geschichte

Nach dem Bau der Bogenbrücke, als die Wasserkraft der Nagold an dieser Stelle nutzbar wurde, ist die Papierfabrik erbaut worden.

Gründer war 1861 [2] der Fabrikant Heydecker. Im Jahr 1886 fielen die Produktionsanlagen einem Feuer zum Opfer.

Die Fabrik wurde 1899 in eine AG umgewandelt. In selben Jahr kaufte die AG zwei Konkurrenten in Barmen und in Wangen.

Beim 50jährigen Jubiläum 1911 beschäftigte die Fabrik 270 Mitarbeiter. Während des Kriegs 1914 kam die Fabrik durch den Zusammenbruch des Pforzheimer Bankenvereins in finanzielle Schwierigkeiten und musste die beiden aufgekauften Konkurrenten wieder verkaufen.

1918 hat sich die Fabrik der Zellstofffabrik Waldhof Mannheim/Berlin angeschlossen. 1937 haben sich die beiden Unternehmen wieder getrennt, und die Badische Beamtenbank übernahm die Mehrheit in der Weißensteiner Papierfabrik.

Im zweiten Weltkrieg wurde die Fabrik nicht zerstört und begann schon im September 1945 wieder mit der Produktion. Nach 1948 (Währungsreform) begann ein wesentlicher Aufschwung, bis 1960 wieder ein Feuer einen Teil der Fabrik zerstörte. Beim 100jährigen Firmenjubiläum 1961 bestand die Belegschaft aus 360 Mitarbeitern.

Die Gebrüder Buhl Papierfabriken GmbH aus Ettlingen hat 1988 die AG-Mehrheit übernommen. Ab 1993 gehörte die Fabrik zum Ajor Wiggins Appleton-Konzern. Die Herren Runge, Hohn und Gauss kauften 1996 die Mehrheitsanteile des Unternehmens. Ende der 1990er wurde noch große Summen in die Technik der Fabrik investiert. Das Wasserkraftwerk des Unternehmens wurde 2001 verkauft, bevor der Betrieb 2002 Insolvenz anmeldete.

Seit 2004 haben sich unter dem Namen Gewerbekultur Firmen und Künstler als Genossenschaft in die Gebäude eingemietet.

Im August 2011 kaufte der Arcus Klinik Chef Bernhard Rieser das 4.300 Quadratmeter große Areal. Die bis dahin bestehenden Mietverträge wurden gekündigt. Für die Zukunft ist eine Wohnbebauung vorgesehen, bei der das Planungsrecht bei der Stadt Pforzheim liegt.[3][4]

Im ehemaligen Verwaltungsgebäude hat sich die Familie Esselbach ausgebreitet und hat verkauft alle Arten von Papier in seinem Fachmarkt Papier-Pur-Creativmarkt. Der 72jährige Esselbach hat einen immer wieder verlängerten Pachtvertrag und ist der letzte "Mohikaner" nach der Zwangsversteigerung im Jahre 2011. Man hat ihm gesagt, dass es in diesem Jahre mit der Bebauung nichts mehr werde, wahrscheinlich erst in zwei bis fünf Jahren. [5]

Quellen

  1. http://www.pforzheim.de/goldstadt-tourismus/sehenswertes-pforzheim/goldstadt-pforzheim.html#c1671
  2. http://www.itsopenhouse.de/?Papierfabrik
  3. http://www.pz-news.de/pforzheim_artikel,-Offen-fuer-Neues-in-der-Papierfabrik-_arid,295624_dossierid,0.html
  4. http://www.pz-news.de/pforzheim_artikel,-Rieser-Wohnhaeuser-auf-Papierfabrik-Gelaende-_arid,292646_dossierid,0.html
  5. http://BNN vom 10.2.2014/artikel,-Papierfabrik verharrt im Dornröschenschlaf
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