Zur Anmeldung als Teilnehmer bitte E-Mail mit Nennung des gewünschten Benutzernamens an: vorstand@pfenz.net

Kupferhammer

Von Stadtwiki

Wechseln zu: Navigation, Suche
Gaststätte Kupferhammer

Kupferhammer heißt in Pforzheim die Einmündung des Würmtals in das Nagoldtal. Der Begriff steht auch für den seit einigen Jahren zum Kreisverkehr ausgebauten, rechts der Würm gelegenen Verkehrsknotenpunkt am Zusammenfluss von Würm und Nagold, an dem die Würmtalstraße und Seebergstraße auf die Calwer Straße (B 463) treffen.


Dort befindet sich heute die Gaststätte Kupferhammer mit einem großen Biergarten. Der Waldweg, ins Würmtal wurde 1975 lt. Dr. Christoph Timm nach dem dort gelegenen früheren "Kupferhammer" benannt und geht nach dem letzten Gebäude über in "Würmtalweg".

Am Auerbach-Denkmal bei der Gaststätte Kupferhammer beginnen die drei Schwarzwaldhöhenwege des Schwarzwaldvereins: Westweg (Pforzheim – Basel), Mittelweg (Pforzheim – Waldshut) und Ostweg (Pforzheim – Schaffhausen). Der Ostweg entlang des Würmhangs führt zum Jettenbrunnen östlich des Bundeswehrdepots.

Inhaltsverzeichnis

Woher hat der Kupferhammer seinen Namen?

Im 17. und 18. Jahrhundert stand kurz vor dem Einfluß der Würm in die Nagold die „Herrschaftliche Callert-Mühle“, - eine dem Landesfürsten gehörige Sägemühle, in der Hölzer aus den benachbarten Staatswaldungen verarbeitet wurden. Dieses Sägewerk wurde im Jahre 1729 durch Hochwasser zerstört und blieb lange als Ruine liegen. Erst im Jahren 1775 erstellten die Inhaber der „privilegierten Pforzheimer Tuchfabrik“ an der gleichen Stelle eine Walkmühle, die im Jahre 1807 auf die „Insel“, im Osten der Stadt Pforzheim, verlegt wurde. In jener Zeit erhielten Wilhelm Wagner aus Durlach und der Buchbinder Euchele aus Pforzheim die Genehmigung, am Zusammenfluß der Nagold und der Würm einen Kupferhammer mit Schmelze und Schmiede zu errichten. Das neu erstellte Werk produzierte hauptsächlich Kupferdrähte für die Pforzheimer Industrie. Anfangs der 20er Jahre des 19. Jahrhunderts ging dann der Kupferhammer in den Besitz des Pforzheimer Handelsmannes Karl Naeher über. Dieser baute den Betrieb aus und durch drei Generationen verblieb das Unternehmen im Besitz der Familie Naeher. Der Kupferhammer hatte damals drei durch Mühlräder betriebene Hämmer verschiedener Größe. Damit wurden Kupferkessel und Kupfergefäße verschiedener Art angefertigt. Heute gibt es nur noch wenige dieser alten Gebrauchsgegenstände, denn die meisten sind den Metallsammlungen in den beiden Weltkriegen zum Opfer gefallen.

Bilder

Buslinie

Buslinie 3 Richtung Dillweißenstein oder Kupferhammer.

(H)  nächste Haltestelle: Kupferhammer    

siehe auch

Quellen

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Themenportale
Unterstützt von
Werkzeuge