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Karl Bauer

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Karl Bauer (Mitte)

Karl Bauer (* 1889 in Arnbach, † 1967 in Heidelberg) war Gewerkschafter und Gegner des Nationalsozialismus.

Weimarer Zeit

Karl Bauer besuchte in Pforzheim die Goldschmiede- und die Kunstgewerbeschule. Da er als Graveur keine Arbeit fand, ging er ins Hotel- und Gaststättengewerbe, wurde Mitglied der Gewerkschaft und der SPD und 1924 hauptamtlicher Gewerkschaftssekretär des Gaststätten-Angestelltenverbandes unter anderem in Heidelberg.

In den Fängen der Gestapo

Nach der Zerschlagung der Gewerkschaften am 2. Mai 1933 verdiente Bauer den Lebensunterhalt für seine Familie als Versicherungsvertreter.

Im Oktober 1935 verhaftete die Gestapo den in Pforzheim lebenden Karl Bauer, weil er "hochverräterische Druckschriften aus dem Ausland" einführte und weiterverbreitete. Unter der großen Anzahl von Druckschriften, die die Gestapo bei der Hausdurchsuchung fand, war auch die Zeitung des "Internationalen Verbandes der Hotel-, Restaurant- und Kaffeehausangestellten", der zum Sturz der Hitlerdiktatur aufrief. Eine Vielzahl von Adressen auch im Ausland bewiesen der Gestapo, dass Bauer versuchte, eine SPD-Widerstandsgruppe aufzubauen. Er wurde am 16. März 1936 vom Oberlandesgericht Karlsruhe zu 22 Monaten Gefängnis verurteilt.

Nach der Entlassung aus dem Gefängnis wurden Bauer und seine Frau ständig von der Gestapo beschattet. Nach dem Attentatsversuch auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 wurde er ohne Verhör oder Anklage ins Konzentrationslager Dachau verschleppt.

Nach 1945

Nach der Befreiung war Karl Bauer bis 1948 Bürgermeister in Heidelberg, später Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in Baden-Württemberg.

Er starb 1967 in Heidelberg.

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