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Industriehaus

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Industriehaus mit Schmuckwelten, 2006
SVP-Service Center im Industriehaus

Das Industriehaus befindet sich am östlichen Ende des Leopoldplatzes an der Westlichen Karl-Friedrich-Straße 56 / Ecke Poststraße. Es wurde am 1. Oktober 1926[1] als Ausstellungsgebäude für die Pforzheimer Schmuckindustrie erbaut und umfasst heute auch die Erweiterung an der Westlichen Karl-Friedrich-Straße 58. Die Entwürfe des Architekten Karl Schradin entstanden unter beratender Mitwirkung von Prof. Hermann Billing (Karlsruhe) nach vorangehendem Wettbewerb im Jahr 1924.

Das Industriehaus ist eines der wenigen Gebäude der Innenstadt, die den Luftangriff auf Pforzheim vom 23. Februar 1945 fast unbeschadet überstanden. Vor und nach dem Krieg befand sich im Industriehaus und dem angrenzenden Haus Westliche Karl-Friedrich-Straße 58 die Ständige Musterausstellung der Pforzheimer Schmuckbetriebe. Den Wiederaufbau nach der Kriegszerstörung leitete der Pforzheimer Architekt Theo Preckl jun. wobei insbesondere die Fenster zum Leopoldplatz in Lage und Form verändert wurden.

Das Gebäude Westliche Karl-Friedrich-Straße 58, das ehemalige Hansa-Haus, war vor dem Ersten Weltkrieg (1914-18) als einer der ersten Stahlbetonbauten in der Pforzheimer Innenstadt entstanden und hatte den Luftangriff ebenfalls überstanden, wobei die beschädigte Jugendstilfassade nach dem Krieg allerdings im nüchternen Zeitgeschmack neu gestaltet wurde. Nach dem Krieg bis zum Abriss befand sich dort auch das Kino Roxy.

Die beiden bestehenden Gebäude wurde 2003 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt, wobei ursprünglich geplant war, die historische Fassade des Industriehauses zu erhalten. Aufgrund der Bausubstanz erwies sich das allerdings als nicht möglich, so dass sie stattdessen beim Neubau originalgetreu wiederhergestellt wurde. Die Rosetten-Ornamente am Turmkopf, entworfen von dem Bildhauer Max Kassube, wurden beim Abbruch geborgen.

Seit dem Neubau befinden sich im erweiterten Industriehaus die 2005 eröffneten, aus der Ständigen Musterausstellung hervorgegangenen Schmuckwelten. Außerdem ist im Erdgeschoss an der Poststraße das gemeinsame Kundenzentrum von Stadtverkehr Pforzheim und Stadtmobil untergebracht.

Weblinks

Quellen

  1. Olaf Schulze: Pforzheim. Ein verlorenes Stadtbild, Wartberg Verlag, Gudensberg-Gleichen, 1. Auflage 1994, ISBN 3-86134-207-3, S. 57
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