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Emil Kühner

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Emil Kühner (* 1904, † 13. Januar 1943 in Butzbach) war Kriegsgegner und Opfer des NS-Regimes.

Emil Kühner, Goldschmied aus Niefern-Öschelbronn bei Pforzheim, arbeitete während des Zweiten Weltkrieges bei der Firma Kollmar und Jourdan in Pforzheim in der Bleichstraße. Dort wurden unter anderem feinmechanische Teile für die Rüstungsindustrie (Flakzünder) hergestellt. Emil Kühner gehörte keiner politischen Gruppierung an, war aber erklärter Gegner des Nationalsozialismus. Was er genau in seiner Firma machte, ist den Akten nicht zu entnehmen, doch wurde er wegen Sabotage am 11. Juni 1942 in Pforzheim verhaftet und bis zum Prozess am 17. Dezember 1942 in Karlsruhe eingesperrt. Er wurde wegen „Wehrmittelbeschädigung“ zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt.

Am 13. Januar 1943 starb er im Zuchthaus in Butzbach (Hessen) unter ungeklärten Umständen.

Ein Exemplar der Flakzünder ist heute im Technischen Museum im Gebäude der früheren Firma Kollmar und Jourdan ausgestellt, jegliche Hinweise auf Zweck und Umfang der Zünderproduktion sowie auf Kriegsgegner in Pforzheim fehlen.

Literatur

Ausstellung: Mut zum Widerstehen – Pforzheim 1933 – 1945, Dokumentation der Ausstellungstafeln, Hrsg.: Stadtjugendring Pforzheim und Volkshochschule, Redaktion: Gerhard Brändle, Pforzheim, 1995

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