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Ehemaliges Gesundheitsamtsgebäude Pforzheim am Blumenhof 6–6a in Pforzheim

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Ehemaliges Gesundheitsamtsgebäude am Blumenhof 6–6a in Pforzheim
Wandbild im Treppenhaus

Das ehemalige Gesundheitsamtsgebäude am Blumenhof 6–6a in Pforzheim ist ein denkmalgeschütztes[1] Gebäude. Heute befindet sich dort die Caritas. Das Gesundheitsamt für Pforzheim und den Enzkreis befindet sich seit einigen Jahren in der Bahnhofstraße in Pforzheim.

Inhaltsverzeichnis

Lage und Umgebung

Das ehemalige Gesundheitsamtsgebäude Pforzheim liegt am Blumenhof, einer Grünanlage in der Innenstadt von Pforzheim. Die großzügige Grünanlage wird vom Drei-Flüsse-Brunnen und vom Waisenhausbrunnen geschmückt. Das Gebäude grenzt an die Barfüßerkirche an.

Geschichte

Der Neubau wurde anstelle eines kriegszerstörten Siechenhauses aus dem Jahre 1824/1826[2] errichtet. Das Siechenhaus war ein zweiflügeliger Putzbau, der drei „Portale mit dorischen Pilastern und Dreiecksbekrönung mit abgeschnittenen Ecken“[3] hatte. Der Vorgängerbau ruhte auf einem aus der Zeit des Barfüßerklosters stammenden mittelalterlichen Klosterkeller, der mit einem Tonnengewölbe (14 × 7 Meter) ausgestattet war.[4] Das Siechenhaus wurde beim Luftangriff auf Pforzheim am 23. Februar 1945 zerstört. Beim Neubau im Jahre 1954 wurde der Klosterkeller endgültig zerstört.[5]

Beschreibung

Das „pavillonähnliche“[6] Gesundheitsamtsgebäude wurde 1955 nach Entwürfen des Architekten Heinrich Gremmelspacher (1910-1990)[7][8] vom staatlichen Hochbauamt Pforzheim erbaut.[9] Das Tragwerk ist sichtbar und zeigt große Fenster mit schmückenden Ausfachungen, die aus hellen und ockergelben Ziegeln in einem Rautenmuster-Zierverband bestehen. Die Eingangszone ist voll verglast und hat ein angegliedertes Treppenhaus. Im oberen Treppenhaus befindet sich ein zweigeschossiges Wandbild, das ein Sonnensymbol in zarten Pastelltönen zeigt. Das Kunstwerk wurde im Jahre 1955 von Bernhard Karl Becker geschaffen.[10]

Einzelnachweise

  1. Timm 2004, S. 176–177.
  2. Lacroix/Hirschfeld/Paeseler 1939, S. 215.
  3. Lacroix/Hirschfeld/Paeseler 1939, S. 219.
  4. Lacroix/Hirschfeld/Paeseler 1939, S. 214.
  5. Timm 2004, S. 177.
  6. Timm 2004, S. 176.
  7. Timm 2004, S. 163.
  8. archINFORM – Sascha Hendel: Heinrich Gremmelspacher. Abgerufen am 14. April 2018.
  9. Timm 2004, S. 176.
  10. Timm 2004, S. 177.

Literatur

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