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Diskussion:Emil Strauß

Von Stadtwiki

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Leider ist dieser Artikel über Emil Strauß nicht objektiv und man merkt sehr deutlich welche Intention der Verfasser damit bezweckt und wo er politisch anzusiedeln ist.

Emil Strauß war zu Beginn des 20. Jahrhunderts teilweise populärer als Hermann Hesse oder Thomas Mann. Seine Bücher erschienen bis 1920 in dem damals führenden Verlag für Literatur, dem S. Fischer Verlag. Emil Strauß wird heute zu den Großen der deutschen Literatur des 20. Jahrhunderts gezählt. In der Edition „Bibliothek des 20. Jahrhunderts“ erschienen in den 80er Jahren insgesamt 97 Bände (Deutschen Bücherbund Stuttgart). Im Band 80 wird von Emil Strauß „Freund Hein“ (erstmals 1902 erschienen) veröffentlicht. Herausgegeben wurden die Bände von Walter Jens und keinem geringeren als dem bekanntesten Literaturkritiker Deutschlands Marcel Reich-Ranicki. „Freund Hein“ ist ein Schülerroman, mit Vater-Sohn Konflikt, sowie der Auseinandersetzung in und mit der Schule und der Suche nach Sinn und Identität mit tragischem Ende. Ähnlich ist die Erzählung von Hermann Hesse „Unterm Rad“ (später erschienen 1906). Noch heute erscheint „Freund Hein“ im Reclam-Verlag.

Eine andere Facette war seine Naturverbundenheit. Er unternahm mit einem Freund landwirtschaftliche Siedlungsversuche, wanderte zeitweise nach Brasilien aus (1892-1894) und suchte nach einer alternativen Lebensform. Er wendete sich gegen die Folgen der Industrialisierung; er war eine Art Aussteiger mit ökologischem Bewußtsein. Die Novelle „Der Laufen“ (1909) z. B. ist ein frühes literarisches Dokument ökologischen Bewußtseins und handelt von der Zerstörung der Natur durch den Bau eines Kraftwerkes. Auch die Novelle „Der Laufen“ erscheint heute noch bei Manesse Bibliothek der Weltliteratur, Herausgeber Marcel Reich-Ranicki, in dem Band „Deutsche Erzähler des 20. Jahrhunderts“.

Hohe Auflagen erzielte Emil Strauß mit seinen Veröffentlichungen lange vor dem 3. Reich. Das wird im Wiki-Artikel falsch dargestellt. Nach dem Krieg erreichten die Neuauflagen seiner Werke 1949 im Verlag Carl Hanser ebenfalls wieder hohe Auflagen.

Für fragwürdig, besser für unglaubwürdig, halte ich auch den angeblichen Auszug aus einem Brief von Hermann Hesse an Wilhelm Schäfer. Eine zuverlässige Quelle wurde nicht angegeben. Richtig ist natürlich seine Mitgliedschaft in der NSDAP und seine Vereinnahmung durch das NS-Regime. Warum allerdings sich Hermann Hesse ausgerechnet bei Wilhelm Schäfer in einem Brief über Emil Strauß und dessen vermeintliche „fanatische Hitlertreue“ beschwert ist völlig unlogisch. Wilhelm Schäfer war zwar nie NSDAP-Mitglied aber genau wie Emil Strauß ab Mai 1933 Mitglied in nahezu gleichgeschalteten Sektion der Dichtkunst der Preußischen Akademie der Künste, sogar Ehrensenator der Deutschen Akademie der Dichtung. (Quelle: Literatur-Archiv-NRW) Nicht zu vergessen, belegte Wilhelm Schäfer auf der sogenannten „Gottbegnadeten-Liste“, eine 36 Seiten umfassende Liste der wichtigsten Künstler des NS-Regimes, vom Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda und Adolf Hitler 1944 zusammengestellt, den 9. Platz. Emil Stauß folgte auf dem 11. Platz.

Davon abgesehen ist ein willkürlich herausgesuchtes Zitat völlig unbedeutend. Es ist eben auch nur eine Meinung. Ein anderes Zitat von Hermann Hesse: „Wir lieben und ehren in ihm einen der gewissenhaftesten und kraftvollsten Verwalter der deutschen Sprache und einen unbestechlich sich selber treuen Charakter. Er hat, vom „Engelwirt“ bis zum Riesenspielzeug“, genau das Gegenteil von dem getan, was die falschen Heimatdichter anstreben. Diese kommen vom Schreibtisch und bemühen sich, ihre Schreibsprache und ihr Schreibdenken volkstümlich zurechtzumachen. Statt dessen hat Strauß, ein Kind des Volkes und seiner echten Sprache bis in alle Falten kundig, sich zeitlebens auf eine vorbildliche Art darum bemüht, diese bodenständige Sprache in strengster Zucht zur dichterischen Sprache zu erheben.“ Das Zitat stammt aus dem Jahre 1936!! Quelle: Hans Bender, Bibliothek des 20. Jahrhunderts

Und 1975 empfahl Jean Améry, im August 1943 beim Verteilen antinazistischer Flugblätter verhaftet und in die Konzentrationslager Auschwitz, Buchenwald und Bergen-Belsen deportiert: „Ich plädiere für das Wiederlesen des Romans „Freund Hein“; das Buch ist am Ende mehr als nur die Schülertragödie einer abgelebten Bürgerzeit.“ Quelle: Freund Hein, Emil Strauß, Reclam-Verlag

Der Antrag der Grünen-Stadträte auf Umbenennung der Emil-Strauß-Straße, ist eine Mischung von Unkenntnis und ideologischer Einseitigkeit.

In den Wiki-Literaturhinweis gehören unbedingt eingefügt: Freund Hein; Reclam-Verlag und Deutsche Erzähler des 20. Jahrhunderts, Band 2, Von Arthur Schnitzler bis Robert Musil; Manesse-Verlag

Typische Faschistenverherrlichung mit viel BlaBla unter dem Deckmantel der Objektivität --217.233.214.155 17:16, 1. Mai 2011 (CEST)

Ja, ja Marcel Reich-Ranicki, Jean Améry, Reclam-Verlag, Manesse-Verlag und mindestens bis 1936 Hermann Hesse alles Faschisten. Ihr unqaualifizierter Beitrag spricht für sich und bedarf keines weiteren Kommentars.

Ohne mich auf eine Seite stellen zu wollen möchte ich anregen, im Artikel ausschließlich Fakten ohne persönliche Bewertung zu schreiben, am besten mit Link auf nachweislich objektive und anerkannte Quellen. Man kann die guten und schlechten Seiten von NSDAP-Mitgliedern auch sachlich beschreiben, ohne den Artikel selbst wertend zu formulieren und man muss nicht zwingend die Person übermäßig gut oder böse darstellen. Vermutlich hat selbst Adolf Hitler gute seiten gehabt (auch wenn ich sie nicht kenne). Wenn jeder nur das schreibt was beweisbar ist ohne es werten zu wollen, und wenn wir die Wertung aus dem Gesamtbild heraus dann dem Leser überlassen, wird sicherlich jeder in der Lage sein, sich seine eigene Meinung pro oder contra der beschriebenen Person zu machen. Nur mal so als konstruktiver Vorschlag. --Markus 19:43, 1. Mai 2011 (CEST)
Den kompletten Artikel durch einen Neutralitätsbaustein zu ersetzen, habe ich jedenfalls rückgängig gemacht. Ich denke mal, dass das in dieser Form nicht Absicht des Bearbeiters war; falls doch, würde ich es als Vandalismus ansehen. Die Begründung "untragbare Faschisten Verherrlichung" könnte ich, auf den obigen langen unsignierten Diskussionsbeitrag gemünzt, vielleicht noch nachvollziehen; auf den Artikel selbst in seiner jetzt wiederhergestellten Form jedoch nicht im geringsten. Die aus der anderen Richtung kommende, wenigstens mit Argumenten untermauerte, Neutralitätskritik des unsignierten Beitrags halte ich auch nicht für ausreichend begründet (auch wenn einige Angaben im Artikel eventuell korrigiert werden müssen). Daher setze ich den Neutralitätsbaustein auch nicht als Hinzufügung zum Artikel wieder ein.
-- Sven Manias 23:45, 1. Mai 2011 (CEST)

@Sven Manias

Meine IP-Adresse ist gespeichert. Ob ein Beitrag signiert ist oder nicht, die Fakten bleiben dieselben. Wie Sie einen völlig inhaltslosen, diffamierenden Beitrag (217.233.214.155), der eigentlich gelöscht gehört, nachvollziehen können, kann ich nicht nachvollziehen.

Obwohl Sie selbst einräumen, daß „einige Angaben im Artikel eventuell korrigiert werden müssen“, verändern Sie den Artikel nicht entsprechend.

Folgender Satz sollte geändert werden: Sein bekanntester Roman ist "Freund Hein", der thematisch Ähnlichkeiten zu "Unterm Rad" von Hermann Hesse aufweist.

Ich schlage folgende Änderung vor: Emil Strauß leistete im ersten Drittel des 20 Jahrhunderts einen wichtigen Beitrag zur deutschsprachigen Literatur. Besonders gilt das für seinen Roman „Freund Hein“, der 1902 erschien und bis heute noch im Reclam-Verlag aufgelegt wird. Von dem Arnold Zweig 1929 meinte, der Roman „war für eine ganze gequälte Jugend einmal das erlösende Wort“. Der Roman „Freund Hein“ ist ein Adoleszenzroman, in dem nicht nur der Kampf in und mit der Schule thematisiert wird, sondern auch der Vater-Sohn-Konflikt und dem Suchen nach Sinn und Identität. Schüler- und Künstlerthematik sind wesentliche Aspekte im Roman. Hermann Hesse, der Emil Strauß persönlich kannte, veröffentlichte dann 1905 (die Jahresangabe 1906 weiter oben von mir war falsch) den Roman „Unterm Rad“, der dem Roman von Emil Strauß „Freund Hein“ ähnlich ist.


Bei der Gelegenheit will ich noch auf eine andere Novelle aufmerksam machen und zwar auf „Der Schleier“, erschienen 1931, der das Thema Ehebruch behandelt, der in einer noblen Versöhnung endet. Hermann Hesse urteilte über das Buch: „Falls wir Deutsche zu den Völkern gehörten, welche Freude an ihrer eigenen Sprache haben, so würde Emil Strauß bei Lebzeiten zum Klassiker ernannt werden. Eine schönere, gesündere Prosa als er schreibt heute niemand. Und das neue Buch von ihm enthält eine Kostbarkeit ganz besonderen Ranges, die Novelle Der Schleier, ein Meisterwerk“. Leider ist die Novelle nur noch antiquarisch zu erhalten.

Da Sie für einen angeblichen Brief von Hermann Hesse an Wilhelm Schäfer keine zuverlässige Quelle bzw. gar keine Quelle nennen können, gehört der Absatz entfernt. Ich bezweifle zudem stark die Echtheit dieses Briefes, da bei Wilhelm Schäfer selbst eine gewisse Nähe zum Nationalsozialismus bestand und deshalb H. Hesse W. Schäfer aus dem gleichen Grund ablehnen mußte. Während von Emil Strauss nur zwei Romane zwischen 1933 und 1945 erschienen (Riesenspielzeug 1934, Lebenstanz 1940), seine Hauptschaffensphase lag zwischen 1899 und 1931, in dieser Zeit entstanden fast alle seine Werke, veröffentlichte Wilhelm Schäfer zwischen 1933 und 1945 sage und schreibe 51 Werke. Das kann H. Hesse nicht verborgen geblieben sein. Somit ist es völlig unglaubwürdig wenn H. Hesse in einem Brief an W. Schäfer Emil Strauß als „fanatischen Hitlerjünger“ diffamiert (siehe auch mein Artikel oben). Außerdem ist es falsch Emil Strauß ein besonders starkes Engagement für den Nationalsozialismus zu unterstellen, nur zwei Romanveröffentlichungen während jener Zeit führen das ad absurdum. Zu Hermann Hesse sollte noch erwähnt werden, ohne es zu bewerten, daß noch 1943 die Suhrkamp Verlag KG Berlin seine Erzählung von 1915 „Knulp“ erneut auflegte.

Ich empfehle Ihnen dringend das Nachwort in „Freund Hein“ der Reclam-Ausgabe zu lesen. Dort finden Sie eine wesentlich differenzierte Betrachtung der Person Emil Strauß. Und wie ich schon weiter oben andeutete sind Wiki-Seiten als Informationsquelle oft nicht ausreichend und/oder manipulativ. Sie sollten sich nicht die ideologisch begrenzte Betrachtungsweise über Emil Strauß der grünen Pforzheimer Gemeinderatsfraktion, die beantragte die Emil-Strauß-Straße umzubenennen, zu eigen machen. Es fehlt die literarische und historische Kompetenz. Ich habe Ihnen nun in zwei Beiträgen genügend Material, mit Quellenangaben, geliefert um den Artikel über Emil Strauß entsprechend zu ändern. Jürgen Stern

seltsamer Anspruch, andere sollen einen Wikiartikel ändern. Was soll der haltlose Vorwurf, daß der Artikel die ideologisch begrenzte Betrachtungsweise über Emil Strauß der grünen Pforzheimer Gemeinderatsfraktion zu eigen macht. Das ist als Fakt erwähnt sonst nichts. Als ideologisch begrenzte Betrachtungsweise sehe ich mehr wie hier die Nazivergangenheit des Autors klein geredet werden soll. Eine unterstellte Stellungnahme zu den aufgezählten Fakten findet im Artikel nicht statt. Einzig die Forderung nach einem Beleg des Hesse Zitat scheint mir berechtigt. Aber es scheint sich keiner daran zu stören und will es ändern. --217.233.212.116 18:48, 8. Mai 2011 (CEST)

@217.233.212.116

Ich habe Sven Manias geantwortet. Warum Sie sich berufen fühlen für ihn zu antworten entzieht sich meiner Kenntnis. Hat er Sie damit beauftragt? Was nebenbei gesagt kein kluger Schachzug gewesen wäre.

Da Sven Manias der Verfasser des Artikels über Emil Strauß ist, will ich nicht an seinem Artikel herumdoktern, sondern ihm das Privileg lassen seinen Artikel entsprechend zu verbessern. Grundsätzlich ist eine Verbesserung eines Wiki-Eintrages etwas Positives, unabhängig wer das vornimmt. Außerdem käme das auch dem Renommé des Stadtwikis zugute.

Weiter oben haben Sie bereits Ihre Faschismus-Kritik an meinem Beitrag zum Ausdruck gebracht. An der Qualität der Äußerung hat sich nichts geändert, immer noch keines Kommentars würdig. Fakten bleiben nun mal Fakten, auch wenn sie nicht in Ihr Weltbild passen. Abgesehen davon, was macht Sie zum Emil-Strauß-Experten? Haben Sie nur ein Werk von Emil Strauß gelesen? Kennen Sie seine biographische Entwicklung so gut? Woher nehmen Sie Ihre Kenntnisse?

Schade, daß sich keiner an dem mißglückten Artikel über Emil Strauß stört, entsprechend gering ist der Informationsgehalt der Wiki-Seite. Deshalb verlasse ich mich nur noch selten auf Wikipedia-Seiten als einzige Informationsquelle.

Jürgen Stern

Ich habe niemand zu irgendetwas beauftragt. Ein Wiki ist ein offenes Gemeinschaftswerk, und auch in den Diskussionen darf sich jeder beteiligen.
Ich habe auch nur eine ältere Version des Artikels wiederhergestellt, die in dieser Form von verschiedenen Autoren nach und nach erstellt wurde. Darunter auch ich, aber die Substanz des Artikels stammt im Wesentlichen nicht von mir.
Aus gegenwärtigem Zeitmangel fühle ich mich auch nicht berufen, an diesem Artikel weiterzuarbeiten. Dass er noch viel Raum für Verbesserung lässt, finde ich auch. Herr Stern, gerne dürfen Sie ihr offensichtlich vorhandenes Wissen selbst in den Artikel einbringen, statt anderen Benutzern "Hausaufgaben" zu stellen.
Gerne möchte ich alle dazu einladen, an der Verbesserung des Artikels mitzuwirken. Bitte dabei aber unbedingt das Prinzip des Neutralen Standpunkts beachten! Wenn die Fakten umstritten sind, dann lieber keine Behauptungen über die Fakten machen, sondern möglichst sachlich darstellen, welche Ansichten es dazu gibt und von wem sie vertreten werden.
Ebenso möchte ich dazu einladen, sich als Benutzer anzumelden, was den anderen Beteiligten die Zuordnung einer Identität erleichtert, und die Diskussionsbeiträge mit --~~~~ (Minus Minus Tilde Tilde Tilde Tilde) zu signieren. Vielen Dank
-- Sven Manias 01:00, 13. Mai 2011 (CEST)
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