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Altes Pforzheimer Rathaus am Marktplatz

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Rathaus Pforzheim um 1900, Entwurf Hermann Thüme aus Dresden und Stadtbaumeister Alfons Kern aus Pforzheim, erbaut in den Jahren 1892 bis 1895 .
Nordfassade an der Östlichen Karl-Friedrich-Straße. Links der Erweiterungsbau, Entwurf Müller u. Roepert, erbaut 1911. Rechts der Altbau, Entwurf Thüme und Kern, erbaut 1895.
Südfassade an der Reuchlinstraße, Entwurf Max Müller u. Alfred Roepert, 1910
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Das Alte Pforzheimer Rathaus am Marktplatz wurde von Alfons Kern in den Jahren 1892 bis 1895 im Stil der Neo-Renaissance erbaut und befand sich an der Ostseite des Marktplatzes.[1] In den Jahren 1911 bis 1912 erfolgte der Erweiterungsbau an der Östlichen Karl-Friedrich-Straße 2, das den Krieg überstand und heute als das Alte Rathaus bekannt ist.[2] An der Stelle des Alten Pforzheimer Rathauses am Marktplatz befindet sich heute das Neue Rathaus

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Das älteste Rathaus am Marktplatz ging 1471 aus dem Kaufhaus hervor. In den Jahren 1700 bis 1701 wurde ein neues Rathaus am Marktplatz erbaut. In der Nacht vom Ostersonntag auf Ostermontag am 29./30. März 1891 brannte das in den Jahren 1700 bis 1701 erbaute Rathaus ab.[3] Die Grund- und Pfandbücher und alle Akten konnten jedoch in Sicherheit gebracht werden.[3] Nach dem Brand genehmigte der Bürgerausschuss in einer Sitzung vom 6. April 1891 den Betrag von 135 000 Mark zum Erwerb anderer Grundstücke zwecks Vergrößerung des Bauplatzes.[3] Anschließend wurde ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Dabei wurden folgende Baupläne von einem Preisgericht ausgezeichnet, das aus dem Baudirektor Dr. Joseph Durm in Karlsruhe, Professor Robert von Reinhardt in Stuttgart sowie Professor Friedrich Thiersch in München bestand:[3]

78 Entwürfe wurden geliefert. Angekauft wurde der Wettbewerbsentwurf von Hermann Thüme aus Dresden.[5] Thümes Entwurf wurde als Grundlage für einen Bauplan des Pforzheimer Stadtbaumeister Alfons Kern verwendet.[6][3] Mit dem Rathausneubau wurde am 1. August 1892 begonnen.[7] Der Grundstein wurde am 18. Mai 1893 gelegt.[3] und der höchste Schlussstein wurde am 24. April 1894 am Uhrtürmchen des Rathauses eingesetzt.[8] Am 29. Mai 1895 erfolgte die Einweihung des Hauses.[9][10]

An der Östlichen Karl-Friedrich-Straße 2[11] wurde in den Jahren 1911 - 1912 ein Erweiterungsbau erbait, das den Krieg überstand und heute als das Alte Rathaus bekannt ist.[12]

Das vier und fünfgeschossige Verwaltungsgebäude wurde in Jugendstilformen nach Plänen des städtischen Hochbauamts errichtet (Entwurfsabteilung Max Müller, Stadtbaumeister Roepert).[13]

Beim Luftangriff auf Pforzheim am 23. Februar 1945 wurde der gesamte Gebäudekomplex schwer beschädigt und abgebrochen. Aber der Erweiterungsbau an der Östlichen Karl-Friedrich-Straße 2 wurde in den Jahren 1950 bis 1952 provisorisch wieder hergestellt. Nach einem Architekturwettbewerb 1997 wurde dieser Gebäudeflügel zwischen 1999 und 2001 umfangreich Instand gesetzt und aufgestockt. Die Pläne für die Aufstockung und dem neuen Eingangsbereich stammen von der Architektengemeinschaft Auer Weber & Partner aus Stuttgart und von den Architekten Wenzel & Wenzel aus Karlsruhe.


Ausstattung

Sitzungssaal des Bürgerausschusses

Rathaus Pforzheim um 1900, Sitzungssaal des Bürgerausschusses .

Der Sitzungssaal des Bürgerausschusses im Pforzheimer Rathaus war mit großen Wandgemälden und Glasgemälden geschmückt und einem hölzernen Tonnengewölbe überwölbt.


Farbglasbilder im im Reuchlinzimmer

Farbglasbilder im Trauzimmer

Einzelnachweise

  1. vgl. Timm 2004, S. 83–84.
  2. vgl. Timm 2004, S. 187f.
  3. 3,0 3,1 3,2 3,3 3,4 3,5 3,6 3,7 3,8 Becht und Kremer 1996, S. 29.
  4. München, Architekturmuseum der TU München, Inventar-Nr. pfa-5-3, 989275, alte Inventar-Nr. 93.2
  5. Deutsche Bauzeitung, 26. Jahrgang 1892, Nr. 10 (vom 3. Februar 1892), S. 60. (Notiz zum Wettbewerbs-Ergebnis)
  6. Timm 2004, S. 83–84.
  7. Becht und Kremer 1996, S. 28.
  8. Becht und Kremer 1996, S. 33.
  9. Becht und Kremer 1996, S. 35.
  10. Festschrift zur Feier der Einweihung des neuen Rathauses in Pforzheim. 29. Mai 1895, 2 Teile, Pforzheim 1895.
  11. vgl. Timm 2004, S. 187f.
  12. vgl. Timm 2004, S. 187f.
  13. vgl. Timm 2004, S. 188.
  14. Geiges, Fritz . In: Christoph Timm:Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen Pforzheim 2006, S. 342 bis S. 376: Baumeister und Bildhauer. Kleines Who-is-Who der baubeteiligten Künstler, hier S. 352.
  15. Müller-Salem, Julius . In: Christoph Timm:Pforzheim. Kulturdenkmale in den Ortsteilen Pforzheim 2006, S. 342 bis S. 376: Baumeister und Bildhauer. Kleines Who-is-Who der baubeteiligten Künstler, hier S. 364.
  16. 16,0 16,1 Friedensstraße 62, Ehem. Villa Knoll . In: Christoph Timm: Pforzheim, Kulturdenkmale im Stadtgebiet. Verlag Regionalkultur, Ubstadt-Weiher 2004, S. 318-319, hier S. 319.


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