Allgemeine Gold- und Silberscheideanstalt AG

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Allgemeine Gold- und Silberscheideanstalt AG
Unternehmensform: Aktiengesellschaft
Gründungsdatum: 20. Februar 1891
Auflösungsdatum: n.n.
Sitz: Pforzheim
Registergericht: Amtsgericht Mannheim
Register: HRB 500092
Leitung: Dietmar Becker
Mitarbeiter: 369 Stand: 31.12.2011
Umsatz: 1.769 Mio € Stand: 31.12.2011
Branche: Scheideanstalt
Webpräsenz: www.allgemeine-gold.de



Die Allgemeine Gold- und Silberscheideanstalt AG (kurz: Agosi) in Pforzheim gehört zu den führenden Scheideanstalten in Europa. Sie ist von weitem an dem Schornstein mit augenartigem Logo erkennbar. Umgangssprachliche wird die Firma auch Agosi oder einfach nur "die Allgemeine" genannt. Seit dem 1. Oktober 2010 ist Dietmar Becker alleiniger Vorstand des Unternehmens.

Die AGOSI von der Gesellstraße fotografiert

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

1891 entschlossen sich einige namhafte Schmuckfabrikaten die Rückgewinnung ihrer Edelmetalle aus den Produktionsabfällen in Eigenregie durchzuführen. Zu den Gründern zählten unter anderem Friedrich Behner, Karl Bentner, Johann Burkhardt, Carl Wilhelm Lutz, Carl Mondon, Andreas Odenwald, Gustav Rössle, Oskar Schober, Emil Schütz, Clemens Veltmann und Emil Ziegler.[1]

Sie gründeten am Altstädter Kirchenweg die Allgemeine Gold- und Silberscheideanstalt AG. Erster Aufsichtsratsvorsitzender war Ferdinand Kiehnle, im Vorstand waren Heinrich Witzenmann und Julius Maurer. Die Aktiengesellschaft wurde am 20. Februar 1891 in das Handelsregister eingetragen.[2]

Seit 1938 betreibt die Allgemeine eine Betriebsstätte für Basismetalle am Güterbahnhof.

Nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg begann der Wiederaufbau am jetzigen Standort Kanzlerstraße.

Mit der Schließung des Degussa-Standortes an der Zerrennerstraße wurde 1993 das Schmuckmetallgeschäft der Degussa übernommen und integriert.

Im Jahr 2012 ist mit dem Beginn eines Neubaus des Kunden- und Logistikcenters auf den Grundstück an der Kanzlerstraße entlang der Enz geplant.

Das Logo der Allgemeine, umgangssprachlich auch Allgemeine-Auge genannt, symbolisiert ein kreisendes Metall-Ion. Ein Symbol für den immerwährenden Recyclingkreislauf der Edelmetalle.

Geschäftsfelder und Zugehörigkeit

Neben dem An- und Verkauf von Edelmetallen bereitet die Allgemeine angelieferten edelmetallhaltigen Abfall, sogenanntes Scheidgut, wieder auf. Mittels verschiedener Aufbereitungsmethoden werden Gold, Silber, Platin, Palladium, Kupfer und weitere Edelmetalle wieder zurückgewonnen und dem wirtschaftlichen Kreislauf zugeführt.

Für die Schmuckindustrie liefert die Allgemeine Halbzeuge aus denen die verschiedensten Schmuckstücke hergestellt werden.

Der NE-Metallhandel der Allgemeine am Hauptgüterbahnhof

Als zertifiziertes Entsorgungsunternehmen für die Metallindustrie bietet die Allgemeine am neuen Hauptgüterbahnhof eine Abteilung für metallische Verarbeitungsabfälle an. Somit kann das Unternehmen einen geschlossenen (Edel)metallkreislauf anbieten.

Bei vielen Pforzheimern wird die Allgemeine noch in einem Atemzug mit der Degussa genannt, dabei ist das Unternehmen nach mehreren Besitzerwechseln seit August 2003 ein Teil des belgischen Umicore-Konzerns.

Besitzverhältnisse

Am 8. Dezember 2008 veröffentlichte die Umicore ein Übernahmeangebot der restlichen in Streubesitz befindlichen Aktien. [4] Damit wird auch erstmals öffentlich von einem Squeeze-Out gesprochen.[5] Die Angebotsfrist wurde bis zum 4. Februar 2009 verlängert, die Kleinaktionäre möchten gerne einen höheren Verkaufspreis erzielen.[6]

Adresse

Allgemeine Gold- und Silberscheideanstalt AG
Kanzlerstraße 17
75175 Pforzheim
Telefon: (0 72 31) 9 60-0
Telefax: (0 72 31) 6 87 40
Allgemeine Gold- und Silberscheideanstalt AG
NE-Metallhandel
Am Hauptgüterbahnhof 24
75177 Pforzheim
Telefon: (0 72 31) 96 04 30
Telefax: (0 72 31) 56 06 31

Quellen

  1. Pforzheimer Zeitung vom 30. August 1996, Nr. 201, Seite 5
  2. Abfrage im Unternehmensregister vom 1. Juli 2008
  3. Artikel in der Pforzheimer Zeitung vom 30. Juni 2010
  4. Übernahmeangebot der Umicore
  5. Artikel der Pforzheimer Zeitung vom 9. Dezember 2008
  6. Artikel der Pforzheimer Zeitung vom 22. Januar 2009

Weblinks

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