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Alfred Kraus

Von Stadtwiki

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Alfred Kraus (* 18. Juli 1891 in Pforzheim) war Gegner und Opfer der Nationalsozialisten.

Alfred Kraus war Buchdrucker und Nazi-Gegner.

Am 21. September 1941 wurde er verhaftet. Seine Irrfahrt führte durch die Gefängnisse Freiburg und Bruchsal und die Zuchthäuser Saarbrücken, Zweibrücken und Mannheim.

Um der Einberufung zum Bewährungsbataillon, einer Wehrmachtseinheit aus Vorbestraften, zu entgehen, lebte er vom 25. September 1943 bis zum 19. Februar 1944 illegal in Pforzheim, bis die Gestapo ihn aufspürte und verhaftete. Das Kriegsgericht Baumholder verurteilte ihn am 9. Mai 1944 wegen Fahnenflucht zu 15 Jahren Zuchthaus.

Die Befreiung im Mai 1945 erlebte Kraus im Konzentrationslager Rollwald/Dieburg im Lager 2 im Block 3.

Kraus wurde 1946 nicht als politisch Verfolgter anerkannt, obwohl der Prüfungsausschuss feststellte: „Kraus ist als Antifaschist bekannt, hat auch aus politischen Gründen Fahnenflucht begangen, wir haben aber Bedenken wegen seiner Vorstrafe“, gemeint ist eine Verurteilung aufgrund des § 175 im Jahr 1939.

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